Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Podcast von Dusls politischer Talkshow im Theater im Rabenhof
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Fünf Jahrgänge politische Zeichnungen im Magazin Format
Kinder, Könige, Knete und Knöpfe
14. Jan.
13. Jan.
11. Jan.
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12. Dez.
Bachelor: Bessere Benennungen bringen's.
13. Nov.
13. Nov.
5. Nov.
4. Nov.
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Folge 57 - Pavor Victus
30. Okt.
30. Okt.
Zinnober, zornrot-zwielichtiges Zufallsprodukt
27. Okt.
Das Unendliche Panorama
Folge 56 - Waldbooot
26. Okt.
23. Okt.
23. Okt.
2. Okt.
Zinnober, zornrot-zwielichtiges Zufallsprodukt
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Neuer Dusl-Roman
Boboville
Wir sind das Ungetane der Stadt, das Taumeln, der Irrsinn.
Andrea Maria Dusl
Boboville
Die Stadt in den Städten.
In aberwitzigen Episoden taumle ich durch eine Stadt voller Bobos, bourgeoiser Bohemiens. Treffe den Hippiebäcker mit dem LSD-farbenen Haar, den Kabarettisten mit dem scharfen Messer, verhandle mit Plattenhändlern und Photographen, Kanzlern und Kletterern. Sie alle sind ewig auf der Suche, landen überall, aber sie kommen nie an. Denn sie leben in Boboville.
"Es ist kalt. Die Platanen vor meinem französischen Atelierfenster, am Platz, der nach Hugo Wiener benannt ist, sie wogen im Tiefdruckwind. Thomas Glavinic redet im Fernsehen. Gerade war Charlotte Feuchtgebiet im Apparat. Zu Gast bei Boboobergott Harald Schmidt. Die Welt ist voller Schriftsteller. Voller Fallensteller. Alle sind sie welche. Hugo Wiener selig, Glavinic, Feuchtroche. Beuteschwabe Schmidt. Bobos wohnen in Boboville. Der Stadt in den Städten."
Ich bin ewig auf der Suche, lande überall, aber ich komme nie an. Denn ich lebe in Boboville.
Ich bin eine von denen, vor denen meine Eltern mich immer gewarnt haben. Eine Ich-Erzählerin, schwer erkrankt an Geschichtengier, Dinggeschichtengier, Ideengeschichtengier. Komplett meschugge. Ich hänge an den Bars, fliesse durch die Lounges und zapple über die Dancefloors. Und wie alle anderen in Boboville bin ich ständig auf der Suche. Nach der Explorergitarre, dem Teiggesicht mit dem Lendenfett, der Geschichte von Hiram Abif, nach dem Zappa-Bootleg. Ich suche Anouk Aimée, in der Version von 8½, die Dreißigerjahrelampe mit dem breiten Schirm, schreibe Richtiges in die falschen Bücher und setze mich für Elmar in Flammen.
Wie all die anderen lebe ich in der Stadt in den Städten. In Boboville.
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Electric Silence
1991, an einem einsamen Sommer- Sonntag- Nachmittag habe ich in einem Hinterhof- Studio in der Wiener Haydngasse ein paar Nummern aufgenommen: Den Soundtrack zu meiner Kurzfilmserie Around The World in Eighty Days (In 80 Tagen um die Welt) - mit dem grandiosen Rainer Egger als Steinyo Pichler. Der Originalmix ist verschollen, die Achtspur-Bänder liegen bei Christian Fennesz, aber vorige Woche (im Spätnovember 2007) habe ich in einem Übersiedlungskarton eine Musicasette gefunden, auf der eines dieser verschollenen Stücke aufgenommen war. Jimmy Hennrich hat mir das eiernde, auf halber Geschwindigkeit laufende und stellenweise schon demagnetisierte Band digitalisiert. Electric Silence ist die Filmmusik zum Zweiminüter Nach Attnang. Sämtliche Gitarren sind von mir gespielt, idem das Sample - John Bonhams Intro zu When The Levee Breaks. Unter den Gitarren liegt ein düsterer Layer, den ich auf Carlo Pelikans EMU-Keyboard gespielt habe. Der Pelikanole hat die Nummer auch gemischt. Die Slide-Gitarre ist eine blonde 58er Gibson 350 TD. Drüber liegt eine angezerrte Ibanez Artist. Both guitars are gone with the wind.
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Die österreichische Oberfläche
Meine neueste Perfidie, die Pathologie der Österreicherei ist gerade erschienen und liegt von Frankfurt bis Feldkirch in den deutschsprachigen Buchhandlungen!
Andrea Maria Dusl
Die österreichische Oberfläche
Österreich findet am Übergang zwischen Innen und Außen statt
Österreich, das Land zwischen Bodensee und Langer Lacke, zwischen Böhmerwald und den Karawanken. Die Heimat von Freud und Hitler, Almdudler und Kaiserschmarrn, existiert sie überhaupt? Oder ist Schnitzelland nur eine Erfindung? Die österreichische Filmregisseurin und Essayistin Andrea Maria Dusl stellt die nüchterne Diagnose: Österreich ist eine Illusion. Eine Einbildung, ein Oberflächenphänomen. Der Punschkrapfen unter den Nationen. Das Fettauge in der europäischen Rindsuppe.
Die österreichische Oberfläche beleuchtet essayistisch-kulturphilosophisch die österreichische Fassade – von der Z-Kugel bis zu Schüssels Socken –, seziert österreichische Verpackungen – von der Schnitzelpannade bis zur Sozialpartnerschaft – und widmet sich schonungslos der vielschichtigen Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen. Andrea Maria Dusl deckt neue und alte Irrtümer auf und beantwortet einen Katalog voll ungestellter Fragen. Liegen Linz und Wien überhaupt an der Donau? War Kaiser Franz Josef überhaupt Habsburger? Womit siegelte Figl den Staatsvertrag? Und wem gehört Österreich überhaupt: Den Liftbesitzern oder der Ballmafia?
--> Leseprobe Download pdf
Andrea Maria Dusl Rabenhof Diskussion
Redezeit 2
Wie käuflich ist die Kunst?
Diskussion mit Mercedes Echerer - Schauspielerin, Gerald Matt - Kunsthallen-Direktor, Thomas Rabitsch - Musiker und Band-Leader, Thomas Trenkler - Kultur-Journalist. Gastgeberin: Andrea Maria Dusl - Jägerin und Sammlerin +++ Live: Sonntag, 21. Mai, 20 Uhr Theater im Rabenhof A-1030 Wien Rabengasse 3 +++ Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 +++ Infos und Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Eintritt: € 5,-- +++ Redezeit gibt es auch im Fernsehen: Samstag, 3. Juni, um 20h +++ Kabel-Kanal OKTO
--> Redezeit Blog
--> Okto Redezeit Blog
--> Comandantina DusilovaVerve Impressions
Brass, Strings, Keys, Saxes, etc.
Universal Das Universum jener musikalischen Ausdrucksformen, die mit dem Etikett Jazz eingerext werden, lässt sich auf vielerlei Art bereisen. Für die Klientel des "Lieblingsartisten" erscheinen kiloweise Ausgrabungsergebnisse aus diversen “Vaults” und anderen Jazzlagerstätten. Die führenden Diziplinen dieser Schule, die Miles-Davisologie und die John-Coltraneologie widmen sich mit Doppel- und Dreifachalben, Out-Takes-Boxen, Legendary-Concert-Schubern und allerlei Jubiläums-Kisten dem Oevre der grossen Giganten. Eine anderere Jazzforschungsmethode fokussiert weniger den einzelnen Künstler, sondern widmet sich dem Genre, dem Stil, der Epoche und kompiliert Editionen mit Material verschiedener, aber miteinander musikalisch hochgradig verwandter Aufnahmen.
Einen völlig anderen, aber gewinnenden Ansatz zum archäologischen Verständnis des Jazzs hat die Edition Verve impressions der österreichischen Tochter des Musikmajors Universal, die Zugang zu den die Lagerstätten des Verve-Labels hat. Grabungsleiter Chrsitian Krug hat den Instrumenten des Jazzs 12 Doppel-CDs gewidmet und darauf grosse Namen mit weniger bekannten, aber nicht minder mitreissenden gereiht. Der schräge Ansatz hat eine erfrischende Konsequenz. Unter dem Stratum der grossen Namen liegen weniger bekannte Jazzinstrumentalisten, die zwar weniger berühmt, aber nicht weniger guten Jazz erarbeitet haben. Zudem geht die Edition Verve chronologisch vor, es lassen sich Entwicklungslinien im Umgang mit einem Instrument verfolgen, die überraschende Einblicke in die Geschichte des Jazz erlauben. Die Edition gerät dabei nie in Gefahr schnarchige Belehrung zu transportieren. Im Gegenteil, die Reise durch die Zeit ist leichtfüssig und erfrischend und lässt sich bei jedem Instrument (auch Vocals werden als eines verstanden) aufs Neue antreten.
Die Doppel-CDs “Brass” und “More Brass” (von Louis Armstrong über Chet Baker, bis Roy Hargrove), “Bigbands” (von Gene Krupa bis Vienna Art Orchestra), “Strings” und “More Strings” (von Reinhardt über Montgomery, Metheny bis Scofield), “Keys” (Mingus bis Wesseltoft), “Saxes”, “More Saxes”, und “Woodwinds” (von Coltrane bis Shorter), Female, Male und Voices (von Nat King Cole bis Cassandra Wilson). Das doppelte Dutzend ist Bügel- und Überlandfahrttauglich und wird dem Puristen mindestens so viel Dejavus bescheren wie dem Novizen Einlicke in das funklelnde Universum des Jazz. ANDREA MARIA DUSL für Falter 09/2006Ostbahn
Höchste Zeit
Ein Abend im Gasthaus Quell
Universal Der Quell ist nicht irgendein Wirtshaus, sondern jene mythenschwere Gaststätte im 12ten, in der die vielen literarischen und musikalischen Wege eines gewissen Kurt Ostbahn zusammenlaufen. Zur endgültigen Pensionierung
1000
der liebenswert proletoiden Kunstfigur, die das 2000 verstorbene Mastermind Günter Brödl errichtet hatte und die Willi Resetarits fast zwanzig Jahre lang kongenial verkörperte, finden dort im Oktober 2003 zwei berührende und überaus dichte Favorit'n'Blues-Abende statt. Unplugged und selbstkomponiert. Willi Resetarits' Chefpartisianen spielen mit den "Lost Quell Sessions” eine der besten Aufnahmen des umfangreichen Ostbahn-Katalogs ein. Wirst du jetzt noch einmal auftreten mit dein Blues-Programm?“ fragt Dr. Trash den Ostbahn-Kurti. "Sicher ned. Die Zeiten sind vorüber. Man muß auch Abschied nehmen können.“ Für alle, die das nicht können gibt’s Franz Deckenbachs www.espressorosi.com.
ANDREA MARIA DUSL für Falter 49/2005Wo die Sonne lacht
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 06/2010
Liebe Frau Andrea,
haben Sie eine Erklärung für die verstörenden Parallelen zwischen Griechenland und Kärnten? Beide Länder sind Meister im originellen budgetieren, beide sind auf Imagetour unterwegs, beide verstehen unter "Xenos" Tourist und wehe wenns ein Flüchtling ist, beide behaupten “Das Land der Sonne” zu sein, beide haben Sonderbegabungen für Bankenpleiten. Haben sie eine Erklärung für dieses außerirdische Phänomen? Könnten das alles zur Verschmelzung dieser beiden Länder führen? Und was hätte dies für Auswirkungen auf Menschen wie mich? Bitte um dringende Antwort!
Mit besorgten Grüssen,
Maria Vassilakou, per Gesichtsbuchnachricht
Liebe Mary,
ich darf Sie Ihrer grösste Sorge insoferne entledigen, als eine Vereinigungen von Kärnten und Griechenland nicht unmittelbar bevorsteht und auch für die voraussehbare Zukunft nicht wirklich zu befürchten ist. Möchten auch die eine andere Similarität für eine Union sprechen, so finden wir bei genauem Studium der jeweiligen Idiosynkrasien starke Divergenzen zwischen den beiden Ländern. Für die Kärntner befindet sich das Land der Hellenen in der falschen Weltgegend, seine Bevölkerung spricht ein unverständliches Idiom und montiert Ortstafeln in Krixikraxischrift. Für die Griechen dürfte Karantanien wiederum zu deutsch sein, zu naseweis und schlicht zu unwichtig. Auch auf den zweiten Blick sehe ich Unterschiede zwischen den beiden Völkerschaften. In Griechenland hat sich der Lenker eines Phaetons nur im Himmel derstessen. In Kärnten hat er sich nach dem irdenen Impakt in die Sonne verwandelt und ist vom Firmament gefallen. In Griechenland würde er am Olymp sitzen und sich mit anderen Fortgegangenen balgen. In Kärnten sitzt er als heilendes Lichtwesen bei den Menschen am Tisch, führt ihre Hand und leitet ihre Taten. In Griechenland erzählte ein blinder Seher die grosse Geschichten. In Kärnten tut dies ein sehender Blinder. In Griechenland wurde die Demokratie ersonnen. In Kärnten wurde sie abgeschafft. Griechenland hat die Olympischen Spiele erfunden. Kärnten den Beach-Volleyball. Griechenland rühmt sich der Denker Sokrates, Demokrit und Pythagoras. Kärnten hat, ähem, Scheuch, Dörfler und Petzner.
www.comandantina.com dusl@falter.at
7. Februar 2010 (0) Comments
Showtime ::: Andrea in Hittisau
Die Autorin, Filmregisseurin und Zeichnerin Andrea Maria Dusl präsentiert einen neuen Text über Literatur, Architektur und Wein und liest aus ihren Werken („Boboville“, „Die österreichische Oberfläche“). Die Winzerin Irene Grünenfelder aus Jenins (CH) spricht über ihre Erfahrungen, Herangehensweisen und Visionen als eine der führenden Winzerinnen der Schweiz.
16 Uhr Sonderführung durch die Ausstellung „Stilles Holz mit anschließendem Apero und Gespräch mit Irene Grünenfelder.
Ab 18.30 Uhr Dreigängiges Menü im Haubenlokal Gasthof Hotel Krone in Hittisau mit Weinen von Irene Grünenfelder und Lesung von Andrea Maria Dusl.
Ausstellungseintritt, Führung, Apero mit Weinen von Irene Grünenfelder und Lesung von Andrea Maria Dusl: Euro 49.-
Anmeldung bis spätestens Sonntag, 24. Jänner 2010
unter office@weinzeit.at
oder +43 (0)5574 48354
Eine Veranstaltung von www.weinzeit.at (Irmgard Bickel)
in Kooperation mit dem Frauenmuseum und dem Gasthof Hotel Krone in Hittisau
Sonntag, 31. Jänner 2010
ab 16:00 Uhr
Gasthof Hotel Krone in Hittisau
Am Platz 185
6952 Hittisau
Bregenzerwald
+43/5513/6201
+43/5513/6201-16 <- fax
gasthof@krone-hittisau.at
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comandantina.dusilova@gmail.com
oder Renate Anderle, Residenzverlag
Telefon 0043 2742 802 1411
r.anderle@residenzverlag.at
Residenz Verlag
30. Januar 2010 (0) Comments
Wo man die Hachse reisst
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 05/2010
Liebe Frau Andrea,
man kann in seiner Jugend – ungestüm, wie man ist – der Welt einen Haxen ausreißen. Später zeigt man Engagement und reißt sich für jemanden oder eine Sache einen Haxen aus. Jetzt aber: „sich einen Haxen abfreuen“ – das übersteigt meine Fähigkeit, Sprache in Bilder zu übertragen. Sie würden eine große Bürde von meinen Schultern nehmen, wenn sie mir erklären könnten, wo dieser Ausspruch herrührt. In der Erwartung, mir ob Ihrer Antwort einen Haxen abzufreuen,
Ihr Norbert Mottas,
per Elektrobotschaft
Lieber Norbert,
die Haxe oder der Haxen wird von den Etymologen Hachse geschrieben. Die Hachse, Hechse, auch Hesse (wie der steppenwölfische Glasperlenspieler) bezeichnet den unteren Teil des schweinernen, kälbernen oder rindernen Beines. Auch die entsprechende menschliche Extremität kann Hachse, Haxe genannt werden. In Skifahrerkreisen ist der eingegipste Haxen ein gängiger Begriff. Das althochdeutsche hahs(e)na bezeichnete aber nicht die Knochen, die ja als Wadenbein und Schienbein bekannt sind, sondern die Sehne - um genau zu sein, die Achillessehne. An dieser konnte das geschlachtete Tier aufgehängt werden. Die Hahs(e)na, Hach-Sehna ist also die Sehne der Hache, Hacke, der Ferse. Das Bild des Tatendurstigen, der sich anschickt, der Welt die Achillessehne auszureissen hat damit durchaus mythologische Qualität. Ausgerissene Hachsen hatten die Schmiede. Hinkend konnten Hephaistos, Vulcanus und Wieland weder Esse noch Dorf verlassen. Das Bild des ausgerissenen Haxen dürfte allerdings eher mit dem Spanferkel und dem gebratenen Ochsen zu tun haben. Der Feitertagsköstlichkeit die knusprige und damit begehrte Haxe auszureissen entspricht wohl eher dem sprichwörtlichen Sinn unseres Beispiels. Wann und wo die Variation mit dem Abfreuen der Fersensehne aufgekommen ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Sinngemäss darf von einem Glücksausbruch von solch bemerkenswerter Amplitude ausgegangen werden, dass sich sogar bleibende orthopädische Schäden in Kauf nehmen lassen. Ich hoffe, ich konnte mit meinem kleinen Erklärstück Last von ihren Schultern nehmen.
www.comandantina.com dusl@falter.at
27. Januar 2010 (0) Comments
Heisse Luft, gut gekühlt!
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 04/2010
Liebe Frau Andrea,
warum ist in der Sauna die bewegte (gewachelte) Luft fast unerträglich heiß, während sie gefächert an heißen Sommertagen kühlt? Wie es sich mit bewegter Luft in Eiseskälte verhält, weiß ich nicht, meine Skifahrerlebnisse liegen schon lange zurück, aber so weit ich mich erinnere, ist der Fahrtwind nicht speziell kalt. Sollte die Luftfeuchtigkeit etwas damit zu tun haben?
Alles Liebe,
Stefan Griebl, per Gesichtsbuch-Direktnachricht
Lieber Stefan,
beim Besuch einer Sauna können wir Temperaturen wegstecken, mit denen man jenseits des Heißluftbades locker Tee aufgiessen und Eier hart kochen könnte. Ein Saunabesuch wäre gelinde gesagt tödlich, handelte es sich um Wasser und nicht um trockene Luft. Dass wir in der Sauna nicht sterben, dafür sorgt unsere Fähigkeit zur Transpiration. Die hat die Menschheit in den heissen Savannen Afrikas entwickelt. Ohne Schweissdrüsen und ohne haarlose Haut wäre langes und ausdauerndes Laufen in der prallen Sonne schier unmöglich gewesen. Verdunstender Schweiss entzieht der Haut Wärme und kühlt sie dadurch ab. Auch jenseits Afrikas und auch ohne stundenlanges Jagen lässt sich Hitze umso besser aushalten, je trockener sie ist. Wir kennen das auch aus unseren Breiten. Heisse Sommertage bei 25° Grad und feuchter Luft kommen uns weitaus ärger vor als 30° Grad in trockener. Geht nun auch noch Wind oder bläst ein Ventilator, stellt sich durch die konvektive Abführung hautnaher und damit warmer Luft sogar Kühlung ein. Durch den Luftstrom wird die Verdunstungsrate erhöht, die für den Phasenübergang des Wassers notwendige Energie wird dabei durch Wärmeleitung aus der Körperoberfläche abgezogen. Dabei kühlt die Haut und die oberflächennahen Schichten unseres Körpers ab. Im Grunde genommen ist das der gleiche Effekt, den wir bei Kälte und Sturm als Windchill wahrnehmen - Kühlung, wo wir sie nicht brauchen können. Warum aber fühlt sich ein gewachelter Aufguss so elendiglich heiss an? Simpel gesagt, weil er so feucht ist. Und weil der Schweiss, den wir zur Kühlung produzieren, nicht mehr so gut verdunsten kann, wie in trockener Luft. Warum in Österreichs Saunas so gerne mit Schnaps aufgegossen wird, klären wir ein andermal.
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24. Januar 2010 (0) Comments
Hilfe, ich hasse meinen Chef!
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 03/2010
Liebe Frau Andrea,
seit rund 40 Jahren verdiene ich meinen Macherlohn unter diversen Chefredakteuren. Ganz ehrlich, keinen von ihnen habe ich je gemocht. Ich glaube, dass dem weniger eine Phobie zugrunde liegt, als eine tiefgründige Abneigung gegen die Exemplare von Chefredakteuren, die ich im Lauf der Zeit kennen gelernt habe. Seit mehr als zwei Monaten habe ich es wieder mit einem besonders inkompatiblen und inkompetenten zu tun. Können Sie mir und meinen Kollegen raten, wie man so jemanden los wird, ohne dass er sein Gesicht verliert?
Sehr verbunden,
Helene Behlich, Wieden, per Elektropost
Liebe Helene,
Die Angstforschung hat für so ziemlich alle Befürchtungen und Abneigungen Bezeichnungen in die Welt gesetzt, von der Ablutophobie, der Angst sich zu Waschen bis zur Zoophobie, der Angst vor Tieren. Die Angst vor Chefs und Vorgesetzten ist bemerkenswerterweise nicht dabei. Das darf uns insoferne nicht beunruhigen, als das Individuum auf dem Gebiet der Bewältigung sozialer Phobien äusserst kreativ ist und diesen mit einem vielfältigen Instrumentarium an Strategien begegnet. Eine beliebte Lösung in den Büros dieser Welt ist das Entwickeln verhüllender Ängste, hier wollen wir die Kathisophobie erwähnen, die Angst sich niederzusetzen, die Ideophobie, das Zurückschrecken vor Ideen, oder die Graphophobie, die Furcht vor dem Schreiben. In ihrem speziellen Fall fände die Bezeichnung Misarchie ihre Berechtigung, die Abneigung Autoritäten gegenüber. Ich halte diese im Rahmen von hierarchischen Systemen für unheilbar und rate zur Selbstständigkeit. Ein Schritt der wohl überlegt sein will, gewiss, aber er würde sie schlagartig von ihrem Grundsymptom befreien, der Theatrophobie, der Angst, jemand lächerlich zu machen. Wie man einen unliebsamen, ja inkompetenten Chef ohne Verlust seines Gesichts loswird, kann ich als bekennende Archophobikerin nicht wirklich beantworten. Das Problem könnte in dieser Form durchaus unlösbar sein. Mein Rat: Putschen Sie ihre Ängste und Abneigungen, befreien Sie sich von den Fesseln der Bevormundung durch Hilflose und werden Sie selbst Chefin!
www.comandantina.com dusl@falter.at
18. Januar 2010 (0) Comments
Kinder, Könige, Knete und Knöpfe
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 01.02/2010
Liebe Frau Andrea,
letzte Woche zogen die Scheinheiligen Drei Könige wieder durchs Land, und abermals versuchten sie ihre traditionelle Sachbeschädigung an meiner Eingangstür zu verrichten, wieder beschmierten sie den Türstock, nachdem die gesangliche Ruhestörung vonstatten ging. (Dem Schattigen von den dreien habe ich diesmal die (m)ohren langgezogen). Meine Frage: Wird eine Klage wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch Erfolg haben? Was raten Sie? In Verehrung,
Andrè Freibad, per Elektropost
Lieber Andrè,
ich begrüsse Ihren Unmut, orte aber Unschlüssigkeit in der Wahl der Waffen. Von einer Klage wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch möchte ich Sie weniger aus moralischen denn aus technischen Gründen abhalten. Ein Gang zum Salzamt könnte nicht sinnloser sein. Gewiss wird die eine oder andere exekutivorganische Kraft ihre Klage entgegennehmen und möglicherweise sogar einen Akt dazu anlegen. Bedenken Sie aber, dass die Mühlen der heimischen Justiz mit der Nichtbearbeitung weit gravierenderer Verfehlungen beschäftigt sind. Ich frage Sie: Was ist das Bemalen eines Türstocks und das Absingen eines Liedes gegen das Versenken einer Bank? Von Selbstjustiz an der Haustüre würde ich ebenso abraten. Junge Königsdarsteller nehmen frühe Beschädigungen in ihr späteres Leben. Wie hätte die Karriere von Jörg Haider ausgesehen, hätte ihm Volksschulkollege Wilfried Scheutz damals in St. Agatha nicht eine feste umg’hängt? Ich rate zu Lug und Betrug. Schreiben Sie schon jetzt vorsorglich die Kürzel 20 - C + M + B - 11 an ihren Türstock. Die nächstjährliche Sternsingerbande wird meinen, eine rivalisierende Dreikönigspartie sei schon tätig geworden und von einer Zweitbebettelung absehen. Falls sie Mut zur Sinnlichkeit haben, könnte Gegenzauber angezeigt sein. Verkleiden Sie sich als Satanspriester und verlangen Sie die Seelen der singenden Kinder. Decken Sie sich mit Exemplaren des “Wachturm” ein und betreiben Sie hinterhältig eine Scheinmissonierung. Eine österreichische Lösung wäre passiver Widerstand. Schütten Sie kiloweise fremdländische Groschen in die Klingelbeutel der Magoi! Auch Knöpfe und Beilagscheiben tun ihr Gutes. Seien Sie kreativ!
www.comandantina.com dusl@falter.at
11. Januar 2010 (2) Comments
Null Vertrauen
Für meine Gastkolumne in den Salzburger Nachrichten vom 2.1.2010
Halleluja! Die Raketen sind in den Himmel gestiegen, die Sektkorken haben geknallt, die Pummerin hat geläutet und den Donauwalzer haben wir getanzt. Das Jahrzehnt ist zu Ende gegangen. Als es begann, waren wir guten Mutes. Wir setzten uns Jahrtausendbrillen auf und sprangen voll Zuversicht ins neue Millenium. Wir konnten auf ein fantastisches Jahrtausend hoffen, ein grandioses Jahrhundert, ein fulminantes Jahrzehnt. Aber die Geschichte war ein Spielverderber, sie holte nicht das Heldenbuch aus dem Regal, sie schlug den Notizblock mit den trockenen Witzen auf und schrieb ein paar ausufernde Sketche für die Heilsbringer George W. Bush und Wolfgang Schüssel. Der eine taumelte als Retter der Welt auf den Plan, der andere setzte sich mit Haider in den Porsche. Umgekehrt wäre es sicher lustiger geworden.
Die Nullerjahre, so wird das Jahrzehnt bei uns aller Voraussicht nach heißen, sie waren eine teuflische Zeit. Wir gewöhnten uns daran, in Nagelscheren, Rasierwasser und Streichhölzern Werkzeuge des Terrors zu sehen, wir zogen uns auf den Flughäfen aus, lösten Reisepässe mit Chips und Fingerabdrücken, wir lernten, so richtig Angst zu haben. Angst vor dem hageren Asketen mit dem schwarzen Bart, der irgendwo in den afghanischen Bergen saß und Horden von Selbstmordattentätern dirigierte, Angst vor dem affenäugigen Cowboy, dem erleuchteten Kriegspräsidenten und ja, auch Angst vor den gepressten Lippen des großen Schweigers, der mit eiserner Hand Schnitzelland panierte, das Rad der Erkenntnis zurückschraubte und Witzfiguren in die heimischen Ministerien taumeln ließ. Manchen, das war das wirklich Beängstigende, ging es in den Nullerjahren wirklich gut. Den Heuschrecken. Den Waffenproduzenten. Den Vaterlandsfreunden. Den Privatisierern. Den Eventmanagern. Den Immobilienhaien. Den Fondsjongleuren. Den Bonibankern. Den Freunderln und Freundesfreunderln.
Aber dann kam das dicke Ende. Dann kam der Weltwirtschaftstsunami. Die Mutter aller Krisen. Bankenimperien stürzten zusammen wie Kartenhäuser im Abendwind, Börsenkurse knatterten in den Keller. Das Ende der Welt wurde ausgerufen. Pyramidenbauer Madoff ging in den Knast. Und Elsner, der golfende Bawag-General. Das war’s. Mehr Verbrecher wurden nicht geortet. Hie und dort wurde eine Ungenauigkeit entdeckt, eine deviante Yachtfahrt unter Freunden, eine marginale Fehlspekulation, ein lässliches Fehlerchen, ein klitzekleines Millardenverlusterl, aber Schuld trug da niemand. Neue Kartenhäuser wurden aufgestellt. Mit geborgten Zahnstochern aus trügerischer Hoffnung zusammengenestelt. Auf die Idee, ein neues Spiel zu erfinden, kam keiner. Wir spielen also weiter Monopoly. Heben bei Start zwanzigtausend ab und hoffen, dass möglichst viele Trotteln das Grundstück mit unserem Kartenhaushotel erwürfeln. Die Zehner können kommen, koste es, was es wolle. Wir haben null Vertrauen, aber jede Menge Zuversicht.
4. Januar 2010 (0) Comments
Der böse Kormoran
Der böse Kormoran. Dusilation für die Anglergazette Fisch und Wasser. Ins Bild klicken für 100px-Version.
30. Dezember 2009 (1) Comments
Es ist warm
Über den ersten Satz
Andrea Maria Dusl für die 2009er-Weihnachtsausgabe der Salzburger Nachrichten.
Der erste Satz ist immer der schwierigste. So könnte ich anfangen. Aber so fängt man nicht an. Man fängt an wie Günter Grass. Man schreibt ein Buch über die Geschichte der Welt, führt einen sprechenden Fisch ein, nennt ihn Butt und dann beginnt man den Ziegel mit dem Satz der Sätze: Ilsebill salzte nach. So macht man sich bei den Romananfängeanalysten beliebt. Überhaupt sollte man dem animalischen sich verpflichten. Auch zweite Plätze im Romangutanfangen lassen sich mit Geschichten über sprechende Tiere gewinnen. Franz Kafka gelang dies mit dem Einstieg in seine Erzählung “Die Verwandlung”: “Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ So macht man das. So fängt man an. So wie Grass. So wie Kafka.
Was mache ich? Lerne ich bei den Meistern? Lasse ich mich von der Aussicht auf Spitzenplätze in Romananfängewettbewerben verführen? Nein. Mein Roman “Boboboville” beginnt mit dem kurzen Befund: “Es ist kalt.” Kein schöner Satz. Kein wärmender. Kein einladender. Aber ein erster. Der erste Satz des Romans. In einem zwiefachen Sinn. Es ist der erste, den ich tatsächlich für diesen Textkörper schrieb, der allererste, der Geschichten erster Gedanke, und es ist auch der erste, den man zu lesen bekommt. Darf man das? Darf man schreiben “Es ist kalt”? Sollte man nicht schreiben: “Ilsebill salzte nach”? So begönne man Romane und so begann Grass den Butt. Und wenn einem das nicht gelänge, weil es ein Titan schon davor getan hätte, dann müsste man nachdenken und sinnen und vielleicht eine Asymptote zu Papier bringen:
“Ilsebill salzte nach, so stand es in dem Buch vom Butt, dem Grassziegel, dem Satzanfangemeisterbuch, und ebendieses lag vor mir, leuchtete mich an und mahnte und liess mich den Ilsebillsatz schreiben, als meinen eigenen Romananfang ausgeben, raffiniert durch Sätze taumeln und atemlos nach eigenem ringen, nach kahlem, kurzem, nach einem Satz wie dem: Es ist kalt.”
So ginge das. So liesse sich die Klippe umschiffen. Ich gestehe, dass ich daran dachte, Ilsebill nachsalzen zu lassen. Aber dann war ich streng zu mir, einsame Waldviertler Scheunenwände, fröstelndschroffe Tirolerberge und das schüttere Grau der Wiener Zinshausschluchten flogen an mir vorbei und noch bevor mir Worte durch den Kopf gingen, stand der Satz da: Es ist kalt.
Dabei war es gar nicht kalt, es war Sommer, es war: kühl. Ein Tiefdruckgebiet peitschte durch die Stadt, kroch unter die wärmenden Luftpolster, die sich in den Wohnungen versteckt hatten. Fritzl, der Tresorkinderbesitzer war das Thema der Tage, und das Feuilleton stapfte durch Charlotte Roches Feuchtgebiete. Für die Kälte des Sommers hätte ich andere Worte finden können, “Der Sommer war kühl”, oder “Sommers Kälte griff nach mir.” Aber ich beschrieb die Kälte der Seele. Ich dachte an den Namensgeber des Platzes, an dem ich wohnte, Hugo Wiener, ich erinnerte mich an seine Emigration nach Caracas und dass er, heimgekehrt mit Cissy Craner, seine Wiener Wohnung jahrein jahraus, ungeachtet jeglicher Jahreszeit, auf tropische Wärme hochgeheizt hatte. Daran dachte ich, als ich beim Fenster hinaussah auf die Hugo-Wiener-Platz-Platanen und der Frost der Geschichte in mich hineinkroch. Deswegen war mir kalt. Und deswegen schrieb ich den Satz. Es ist kalt.
30. Dezember 2009 (0) Comments
Die geheimen Keller der Albertina
Unter der Wiener Albertina befindet sich ein ausgedehntes unterirdisches Reich.
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25. Dezember 2009 (0) Comments
Bandion-Ortners Wien
Zeichnung für "Best of Böse" in Falter 52/2009.
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25. Dezember 2009 (0) Comments
Zehn Wünsche an die Jahresendperson
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 52/2009
Gefeierte Fragende!
Ich gratuliere. Wer hier landet, hat sich brav und behände durch ein böse dickes Heft geackert oder schlau und listig von der Maschekseite eingeschlichen. Beide Vorgangsweisen begrüsse ich. Bekanntermassen beschäftigt sich dieser Textturm mit der Beantwortung devianter Alltagsfragen, dem Lösen gordischer Sprachknoten und der Enthüllung verborgenen Wissens. Frau Andrea’s Kolumne steht im Dienste der Aufklärung. Es gibt nichts, wonach nicht gefragt werden dürfte und fast nichts, was nicht erhellt werden könnte.
Am Ende des Falter’schen Dienstjahres macht die Kolumne eine Ausnahme, sie wendet sich mit einem Paket an Eingaben an das Salzamt. In den Büroräumen dieser altösterreichischen Institution finden sich gegen Ende jeden Jahres ein paar lichtscheue Gestalten ein, die sich hauptberuflich mit dem Dezemberausklang beschäftigen: Eine junge Dame im Goldkittel, engelsblond gelockt, eine Märchenkrone im Haar, ein weissbärtiger Opa im rotweissen Wams und ein eleganter, nach Acqua di Parma duftender Herr im anthrazitfarbenen Mass-Anzug, genagelten Budapestern und Konfetti auf Schultern und Scheitel. Der Herr mit dem grossbürgerlichen Habitus befindet sich im Zustand der fortschreitenden Champagner-Derangierung. Der illuminierte Gentleman ist Insidern und Auskennern als Jahresendperson bekannt. Die letzte Kolumne des Jahres richtet sich traditionell mit einer kleine Liste von Wünschen an diese drei Herrschaften.
Liebes Christkind, lieber Weihnachtsmann, sehr geehrte Jahresendperson, ungeachtet aller bisherigen Enttäuschungen und in mildem Eingedenksein Eures Wunschlöse-Unvermögens übermittle ich Euch meine Wunschliste für das erste der Zehnerjahre. Ihr möget doch bitte Folgendes in Erfüllung gehen lassen:
1. Die Wiedereinführung der Solidarität. 2. Das Bedingungslose Grundeinkommen. 3. Die Trennung von Kirche und Staat. 4. Die Entscheuchung Kärntens. 5. Die Entkärntnerung Österreichs. 6. Die EntORFung des ORF. 7. Ein Musikgedudelverbot in Gaststätten und Geschäften. 8. Das Zigaretten-Rauchverbot. 9. Die Wiedereinführung von 13A-Doppelstockbussen. 10. Die Einführung von 24-Stunden Delis nach New Yorker Vorbild.
www.comandantina.com dusl@falter.at
21. Dezember 2009 (0) Comments
Das Unendliche Panorama
Folge 65 - Café
Folge 65 meines Unendlichen Panoramas. Ins Bild klicken für grosse Version.
Erschienen in Falter 52/2009.
Hier geht's zu sämtlichen Folgen als Endlosanimation ---> Das Unendliche Panorama - Directors Cut
21. Dezember 2009 (0) Comments
In drei Minuten bist du tot
Mobilitätskolumne von Andrea Maria Dusl
Für Falter 51/2009
Der Regen prasselt in kleinen kalten Tropfen auf die Scheibe. Der schwarze Novemberhimmel hat über dem Wienerwald seine Schleusen geöffnet. Die Westautobahn ist nass und sie ist ein Luder. Zu eng, zu monoton, zu viel Verkehr.
Aus dem Radio meiner jadegrünen Limousine schwurbelt Radio Stephansdom. Klong macht es plötzlich, dann klingkling und noch einmal klong. Und dann, drei Takte Brahms später, zieht der Riese Schicksal den Wagen nach links. Wiebitte? Wieso? Ich steuere dagegen, die Fahrbahn unter mir beginnt zu rumpeln, zu rattern, wird zur Schotterpiste. Der Wagen schlingert wie ein Boot. Ein Engel in mir, eine coole Sau von Andrea steuert die rumpelnde Yacht nach rechts, auf den Pannenstreifen, mit zwei Rädern ins Gras, bringt zwei Tonnen plus zum Stehen.
Mein Herz pocht. Radio Stephansdom schmettert. Aus dem Rückspiegel stechen Fernlichter. Die Scheibenwischer schieben rote Lichter zusammen, die links von mir in die nasse Nacht rasen. Wäre jetzt jemand mit mir im Wagen würde das Wort fallen. Reifenplatzer. Und das Wort Schutzengel. Aber es ist niemand da. Niemand greift zum Handy und tippt. Wo ist meine Tasche? Die coole Sau in mir schaltet die Warnblinkanlage ein. Die Idiotin in mir stochert sich zitternd durch Visitenkarten, BIPA-Vorteilscards, Lufthansa-not-yery-important-people-Karten, Plastikgeld und Mitgliedsausweise. Wo ist die verdammte ÖAMTC-Karte, schreie ich. In drei Minuten bist Du tot, schreie ich zurück. Ein Volltrottel wird zu spät auf die Bremse steigen, deinen schönen grünen Jaguar am linken Kofferraumspitzl touchieren und das reverse Peitschenknallsyndrom wird dir den Kopf vom Hals schmeissen. 120 steht auf der gelben Karte. Wo ist mein Handy? Wieso ist es so verdammt laut? Bruckner mal Freitagabend. Wir kommen, sagt die Stimme am Headset, irgendwo in einem warmen, cosy beleuchteten Büro, keine Sorge, keine Angst. Wo ist die Warnweste? Warnweste an, rüber zur Beifahrertür. Beifahrertür auf, der Regen schneidet mir ins Genick. Wo ist das Pannendreieck? Kofferraum schreit die Panikerin. Cool, sagt die Stoikerin, geht nicht auf ohne Schlüssel. Was noch? Stablampe. Brennt? Brennt. Raus in den Regen. In zwei Minuten bist Du tot, schreie ich.
Liebe Pannendreieckhersteller! Bitte schenken Sie der Welt Pannendreiecke, die man ohne Montageanleitung zuammenbauen kann. Mit einer Hand. Auch im Dunklen. Gleich bist Du tot, schreie ich in die Nacht, der Idiot wird jetzt kommen, mit seinem Porsche, seinem tiefergelegten Golf und Dich, mitsamt deiner Warnweste, jetzt und endgültig in den Scheissjaguar schieben. Und die Unfall-Statistik auf der A1 wird sich um genau eins erhöhen.
Im nassen Gras schreite ich hundert Meter Richtung Wien. Stelle das Pannendreieck auf. Fahl leuchten die Warnblinker meines Wagens. Eine halbe Stunde wird die Batterie halten. Zurückgehen, Zündung einschalten? Und wenn der Idiot just dann vorbeikommt? Rumms wird es machen. Schrrtfffffffplonk macht es. Der Sattelschlepper hat mein Pannendreieck umgeblasen. Ich baue das Ding wieder zusammen.
Die Hölle, werde ich nach eineinhalb Stunden resümieren, ist kalt und nass. Kurz hinter Neulengbach liegt sie. Es wird viel geschrien in ihr, gezittert und geflucht, und hin und wieder muss gearbeitet werden. Es gilt, ein billiges Plastikdreieck zusammenzubauen und in Fahrtrichtung neben einem fahlen Streifen aufzustellen. Immer wieder. An einem fahlen Streifen, irgendwo in der Nacht. Der Grenze zwischen Leben und Tod.
Ach ja. Die Sache ist dann doch noch gut ausgegangen. Der Pannenengel war ein Held, hexte einen heilen Reifen an meinen Wagen, lud die tote Batterie und wärmte mein Herz mit gottgleicher Coolness. 120 ist seine Nummer.
17. Dezember 2009 (0) Comments
Das Unendliche Panorama
Folge 64 - Drei Kleine Lichter
Folge 64 meines Unendlichen Panoramas. Ins Bild klicken für grosse Version.
Erschienen in Falter 51/2009.
Hier geht's zu sämtlichen Folgen als Endlosanimation ---> Das Unendliche Panorama - Directors Cut
16. Dezember 2009 (0) Comments
Liebe, Kälte, Bäume, Zelte
Es war eine ganz und gar seltsame Zeit. Österreich war ins Trudeln gekommen, Werte hatten ihr Legitimation verloren und die Handelnden waren aus ihren Rollen getaumelt. Andrea Maria Dusl war in der Au. Im Dezember 1984.
Vor 25 Jahren.
Für Falter 51/2009
Im Mai 1984 hatte ein durchgeknallter Haufen Prominenter unter grossem Medienaufruhr zu einer “Pressekonferenz der Tiere” gerufen. Der grantelnde Wiener ÖVP-Stadtrat Jörg Mauthe, stets von einer Schwade Zigarettenrauchs umnebelt, kam als Schwarzstorch verkleidet, der Chef der freiheitlichen Jugend und spätere Grüßaugust Hubert Gorbach, parteifarblich korrekt als Blaukehlchen. Peter Turrini, polternder Wirtsstubenintellektueller betrat das Podium als Rotbauchunke und der junge ÖVP-Abgeordnete Othmar Karas als Kormoran. Primus inter pares war der Publizist Günther Nenning, der seine politischen Verantwortung als sozialdemokratischer Kasperl in der Rolle des “roten Auhirschen” wahrnahm. Die schrille Veranstaltung hatte einen Zweck: Mit den Mitteln poetischer Gschaftlhuberei und politischer Aufmüpfigkeit den Volkszorn gegen ein geplantes Wasserkraftwerk zu erigieren.
Die Gegner waren die Koalition aus Kraftwerksbossen, Gewerkschaft und Innenministerium. Hinter allem thronte schwerfällig und schwach ein beleibter Historiker, den Sonnenkönig Kreisky zu seinem Nachfolger bestimmt hatte. Fred Sinowatz, der recht behalten sollte mit seinem legendären Satz: “Es ist alles sehr kompliziert.”
Ich selbst war damals, um mit Hermes Phettberg zu sprechen, ein kleines Studenty an der Akademie der Bildenden Künste. Neugierig, tatendurstig und alert. Und weil mich das Künstlerleben am Schillerplatz nicht ausfüllte, hatte ich mich erfolgreich an Günther Nenning herangemacht. Der FORVM-Herausgeber und Doppeldoktor war ein beliebtes Ziel für deviante Publizistikgroupies und praktischerweise mit der WG-Kommilitonin meines Freundes zusammen, gehörte also zur Familie. Und eines Tages schepperte das Telefon, Handies gab es ja noch nicht und Günther Nennings franzeskojosefinische Zeitlupenstimme schnarrte aus dem Hörer. Ob ich Lust hätte, mitzukommen, es sei noch ein Platz frei im Taxi. Es ginge nach Hainburg, solidarisch zu sein mit den Besetzern der Bäume. Zu Verhindern, dass die Au geräumt werde. Aber sicher, sagte ich, schnürte den Rucksack, sagte den Eltern Lebewohl und setzte die Haube auf. Hainburg hatte ich bisher nur vom Postamt gekannt, von der knallvioletten Vierschillingmarke. Dass dort eine Au war, hatte ich nicht gewusst, Wasserkraftwerke hatte ich als herzensgut wahrgenommen und Revolutionen hatte ich bis dahin immer in sozialem Kontext gesehen. Das geplante Bäumeretten hatte immerhin avantgardistisches Potenzial. Und meinen Kumpan, den Dutschkefreund Nenning hielt ich für vertrauenswürdig in revolutionären Dingen.
Mit dem Taxi in die Au. Das hatte etwas großbürgerliches, anarachistisches, man konnte die ganze Aktion auch als großes künstlerisches Happening sehen. Und eines war mir klar: Es wurde Geschichte geschrieben. Es war Krieg. Und ich war dabei!
Meine erste Impression von der Naturschützerfront: Hainburg lag gar nicht in Hainburg. Hainburg war nur das Schlagwort, die Ikone. Das umkämpfte Gebiet selbst lag jenseits der Donau, über eine riesige Hängebrücke erreichbar, in einem Ort namens Stopfenreuth. Hainburg war nicht Hainburg, Hainburg war Stopfenreuth. Im Dorfwirtshaus brodelte es, Prominente gaben Interviews am laufenden Band. Ab in den Wald. Bäume retten.
Vor dem Wald, auf dem Hubertusdamm, standen die Gendarmen. Das Gebiet sei gesperrt, der Zutritt werde verweigert, sagten die Grauröcke. Wir gingen weiter, zwischen den Gendarmen hindurch, einige liefen. Und dann packte jemand meinen Ärmel. So fühlt sich das also an, jetzt bist du verhaftet, in Staatsgewahrsam, dachte ich, als die Gendarmen vier von uns zu fassen bekamen und in ihren VW-Bus bugsierten. Während die Gendarmen versuchten, andere aufzuhalten, öffnete ich seelenruhig die Bustür und begab mich wieder in Freiheit. Jetzt bist du Flüchtende, sagte ich mir. Die Positionen wechselten rasch in diesen Tagen.
Auf Forststrassen ging es in den Wald. Die Menschen gingen in Grüppchen, ganz so wie sie überhaupt in die Au gekommen waren, mit dem Shuttledienst der ÖH, mit Privatautos oder wie wir, mit Nennings Taxi. Alle paar hundert Meter waren Baumstämme und Zweige zu mannshohen “Barrikaden” aufgetürmt. Die Barrikaden der 48er waren das nicht. Diese Barrikaden hier waren symbolisch, man konnte um sie herumspazieren. Ich erinnere mich an Transparente, die über die Äste gespannt waren, Leintücher, mit dünnen roten Buchstaben bemalt. “Donau-Au statt Kraftwerksbau” stand auf ihnen, oder “Wer Bäume fällt, tötet auch Menschen”. Je tiefer wir auf den Fortswegen in die kahle Au vordrangen, desto mehr Menschen trafen wir. Lager hatten sich gebildet, kleine Dörfer, es brummte in ihnen. Manche der Bewohner harrten hier schon aus, seit der Bescheid zur Rodung der Au ruchbar geworden war. Es gab Küchenzelte, Infostände, Campingzelte, Tipis aus Plastikplanen, Lagerfeuer, Transparentwerkstätten, Kindergruppen, Pow-Wow-Wiesen. Und zwischen Studenten und Landadeligen, Altachtundsechzigern, Naturfreunden und Obskuranten taumelten Prominente durch den Wald. André Heller, die Denkerstirn aufgesetzt, Erika Pluhar das Haar walkürenhaft geöffnet, Friedensreich Hundertwasser mit Hofstaat und Zwölfmannzelt. Und dazwischen wieselte Freda Meissner-Blau herum, jederzeit an ihrer leuchtendgrauen Brillofrisur erkennbar.
Nach den ersten Ausflügen mit dem Taxi hatten auch wir uns Zelte besorgt, das heisst, Nenning hatte ein Zelt gekauft, im Hochalpinistengeschäft und darin sollten wir alle lagern. Ich gestehe, das war mir zu intim, Nenning war kein Kind von Traurigkeit, er nahm Herztabletten und hatte den Zenit seiner Schaffenskraft überschritten, aber er war brünftig wie ein junger Eber. Meine erste Nacht verbrachte ich nicht an seiner Seite, sondern in Lager Zwei, im Dezembernebel, an einem der Lagerfeuer im Stroh liegend. Der Unbekannte neben mir sprach auffallend wenig, er hörte gerne zu, er war aufmerksam, neu hier, wie er sagte, wollte wissen, wie das alles hier funktionierte, wer wer sei, und was passiere. Ob er mir seinen Unterschenkel als Polster rüberstrecken könne, fragte ich den Mann - er trug blaue Moonboots. Gewiss. Meine erste Winternacht habe ich auf den luftgepolsterten Winterstiefeln eines Staatspolizisten verbracht. Es sollte nicht das einzige intime Erlebnis mit der Staatsmacht bleiben.
War es in der selben oder der darauffolgenden Nacht, geheimnisvolles Funkgeräterhabarber lockte mich an. Es war stockdunkel, meine Augen waren verklebt vom Rauch der Lagerfeuer. Jederzeit sei mit dem Eintreffen von Gottfried Küssel zu rechnen, so ging das Gerücht aus dem Walkie-Talkie, der Neonazi habe die Stiefel angezogen, um mit seinen Recken die Linken im Wald ordentlich zu vermöbeln.
Sehr klug, sagte ich zum Mann mit dem Funkgerät, den Funk der Bullen abzuhören, blendende Idee. Ich bekam keine Antwort. Wortlos standen wir neben einem Barackenwagen, den die Kraftwerkserrichter auf einer Lichtung geparkt hatten. War es seine Idee oder meine? Jedenfalls brachen wir gemeinsam den Bauwagen auf, der Funkgerätemann und ich, machten es uns im fahrbaren Büro gemütlich und entfachten Feuer im kleinen Kanonenofen.
Eine seltsame Nacht. Nenning zeugte in seinem Hochleistungsbiwak gerade ein Kind, Friedensreich Hundertwasser feierte Party mit Green-Groupies, Schamanen trommelten sich in Extase und im Plastiktipi tanzten nackte Punks zu den sedierenden Schwaden eines “Megageräts”. Und ich, ich sass auf einem Stuhl in einem Bauwagon und starrte mit einem Staatspolizisten ins Zweigefeuer. “Glaubst, war des Illegal, den Wagon aufbrechen”, fragte ich den Unbekannten an meiner Seite. “Bevur dass i dafrier, bin i lieber Illegal”, sagte der Mann.
16. Dezember 2009 (0) Comments
Wie der Hund in die Pfanne kommt
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 51/2009
Liebe Frau Andrea,
im Kontext meiner studentischen Besetzungsaktivitäten reagierte ein Freund aus dem Inneren Salzkammergut per SMS mit dem Satz "Bei an jedn Hunddaschlogn dabei". Sinngemäß scheint damit gemeint zu sein, "jede Gelegenheit zum Mitmachen zu nützen". Zur Frage nach der Entstehung blieb eine Antwort aber bis dato aus. Bitte helfen Sie mir!
Richard Schachinger, Vöcklabruck, per Elektrobrief
Lieber Richard,
mit grosser Wahrscheinlichkeit hat der von Ihnen eingesammelte canohostile Ausdruck handfeste Wurzeln in lokaler alpiner Tradition. Eine hundemordende Salzkammergutbevölkerung müssen wir dennoch nicht hinter dem Sprichwort vermuten. Das Hunddaschlogn gilt heute als Synonym für jegliche Form von öffentlicher Veranstaltung. Das Zutodebringen von streunenden, tollwütigen oder kranken Hunden darf, dessen dürfen wir gewiss sein, als Gegenteil einer spassigen Veranstaltung angesehen werden. Jemandem also nachzurufen, er oder sie sei bei jedem Hunddaschlogn dabei, meint in Wahrheit gar nicht die Teilnahme an allfälligem Hundeerschlagen selbst. Vielmehr soll insinuiert werden, die so Bezeichneten würden keine einzige Gelegenheit ausfallen lassen, sich gesellschaftlich zu betätigen, und sei es, bei so etwas niedrigem wie dem Erschlagen von Hunden mitzumachen. Gut, das klingt jetzt alles ein bisserl gespreizt, Richard, aber ich denke, Sie verstehen mich.
“Mit an Oasch auf zwa Kiatog” zu sein, mit einem Arsch auf zwei Kirchtagen, oder ein “Schas im Reindl”, ein Darmwind in der Pfanne, wären schon mal derbe Ausdrücke, die jegliche Misokynie vermieden. Zwei andere Wendungen beschreiben, wie die Sache nach dem “Daschlogn” weiterginge. “Auf den Hund gekommen”, soviel wie: Verarmt, im Elend zu sein, bezeichnet den Prospekt auf den vierbeinigen Freund als Nahrungsmittel. Um die Überschreitung des Ernährungstabus nicht auszusprechen, verweisen Sprichwortdeuter hier auf mittelalterliche Geldkassetten, auf deren Boden ein Hund gemalt worden sei, der nur bei höchster Finanzebbe sichtbar geworden wäre. Das Bild ist dennoch eindeutig. Wollen wir schliesslich einen Ort bezeichnen, der an depressiver Unwichtigkeit und tragödischer Wertlosigkeit nicht zu überbieten sei, greifen wir zum Diktum, “hier ist der tote Hund begraben.” Wau wau!
www.comandantina.com dusl@falter.at
13. Dezember 2009 (0) Comments
Das Unendliche Panorama
Folge 63 - Symmetria
Folge 63 meines Unendlichen Panoramas. Die erste Folge der neuen Serie beginnt mit dem Ende der alten Serie. Alles endet am faustischen Bücherberg. Weil aber jedes Ende ein neuer Beginn ist, beginnt auch die neugezeichnete Serie des Unendlichen Panormas mit dem Bücherberg. Hinter dem Spiegel. Im Land hinter der Symmetrie.
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Erschienen in Falter 50/2009.
Hier geht's zu sämtlichen Folgen als Endlosanimation ---> Das Unendliche Panorama - Directors Cut
7. Dezember 2009 (0) Comments



