Mai 2006
Abstract is the World
Blue Moon Shooting
Boys and Girls from my Block
Breakfast Outside America
Kiev Markthalle
Little Shops of Horror
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Andrea Z bis A
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Sager von Welt
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Blue Moon
Channel 8
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Heavy Burschi
In the Pipeline
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Sätze von Welt ::: Heidi List
Genetik
Origin: Heidi Lists Blog list.ig
Ich rufe an.
Schwester hebt ab: "Hallo - jetzt nicht, ich habe zu wenig Geld für ein Ketchup." KLACK!
So. Ich habe grosse Angst, dass der Wahnsinn in meine Familie eingezogen ist. Zukünftige Dialoge könnten sich vielleicht wie folgt gestalten:
"Hallo. Morgen wird der Ball in Krems pokern."
"Das trifft sich grün, wir haben gestern ebenfalls den König gewaschen."
"Ach? Ich dachte, der Schaum wäre gestorben?"
"Nein, nein - die Klingeln heben die Rute ins Loch."
"Achso. Na, dann. Grafitti!"
"Du musst immer den Regen kopieren, das geht mir auf die Lose."
"Sei blau, die Gräte läuft sich schon nicht voll."
"Sieben!"
"Ja, Klobasse!"
29. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (3) Comments (0) Pings
Adidas vs. Puma
Die Fussballweltmeisterschaft ist auch eine Weltmeisterschaft der Sportstiefel.
Und die Sportstiefelwelt wäre nichts ohne zwei verfeindete deutsche Brüder:
Adi und Rudolf Dassler, die Gründer der Weltmarken Adidas und Puma.
Zeichnung für Falter 22/2001:

Der Stiefelkrieg im Scribble:

Zwischenversion:

29. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Der Anton
Liebe Frau Andrea,
neulich im Zug, kurz vor der Ankunft am Südbahnhof, der Blick in meinem Abteil ging Richtung Arsenal. Der stumme Mitreisende mir gegenüber wurde plötzlich gesprächig und murmelte mit glasigen, auf den Fernsehturm gerichteten Augen: “schau, schau, da Anton”. Was ist ein Anton? Und warum nennt ein Bahnpassagier ausgerechnet diesen Turm Anton? Ist das der Name dieses Turms? Aber warum Anton? Mit freundlichen Grüßen,
Gerald Svoboda, Margareten
Lieber Gerald,
der Turm, den man vom Südbahnhof aus sehen kann, ist der 1975 fertiggestellte Funkturm Wien-Arsenal der Telekom Austria (auch als Postturm oder abgekürzt RiFu Arsenal bekannt). Die 155 Meter hohe Stahlbetonprimel befindet sich beim Technologiezentrum Arsenal (vormals Fernmeldebetriebsamt) der Telekom Austria im Zentrum des historischen Militärkomplexes Arsenal im 3. Bezirk. Er dient als Antennenstandort für Richtfunk-Strecken und seit 1998 auch für UKW-Radioprogramme. Im Unterschied zum Donauturm ist der Postturm für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, obwohl sich immer wieder Touristen ins Arsenal verirren, die eigentlich den Donauturm aufsuchen wollten. Die Bezeichnung “Anton” für einen Turm kommt aus der deutschen Kriegsmarine. Die bezeichnete die Geschütztürme ihrer Schlachtschiffe mit den Namen des deutschen Buchstabieralphabets: Anton, Berta, Cäsar und Dora. Möglich auch, dass der Turm Ihren Mitreisenden wegen seines strategisch günstigen Standpunkts an Anton Polster erinnerte. www.comandantina.com dusl@falter.at
Für Falter 22/2006
29. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (6) Comments (0) Pings
Falter-Cover ::: H.C. Strache hat den Dreh raus
ÖVP-Liese Prokop hat mit ihrer seltsamen Auslegung einer Studie über das
Verhältnis zwischen Österreichern und Muslimen Öl ins Feuer gegossen.
Öl in H.C. Straches FPÖ-Feuer.
Dusilation für das Cover von Falter 21/2006
....................
Und so sah das dann als Cover aus:
(Für grosse Version reinklicken)
22. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (6) Comments (0) Pings
Graz bekommt eine U-Bahn
Die Murmetropole bekommt eine Untergrundeisenbahn, die sämtliche Problemzonen
miteinander verbindet. Bist Du narrisch, wird des gscheid.
Dusilation für das Steiermark-Cover von Falter 21/2006
Und so sah das dann am Cover aus:

22. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Apern
Liebe Frau Andrea,
in Ihrer letzten Kolumne fand sich der Satzteil: “...wo Wohnzimmer oft apern, Gänge aber stets vollgerammelt sind." Danke für das Erinnern des schönen Wortes "apern" und bitte um Aufklärung: Ist "apern" hier ein Eigenschaftswort oder handelt es sich um ein mir bisher unbekanntes Zeitwort ("Mein Konto apert seit Jahren dahin!", "Nach dem Konzert aperte sich die Halle in Windeseile." etc.)?
Mit freundlichen Grüßen,
David Wagner, Linz
Lieber David,
strenggenommen hätte sich die beschriebene Situation im Hochgebirge oder zumindest in einer schneereichen Gegend abspielen müssen, denn das Wörtchen aper bedeutet eigentlich das Fehlen von Schnee. Apere Hänge sind grün und haben ihre weisse Pracht dem Aperwind, dem Tauwind oder Föhn mit auf den Weg gegeben. Tauende Gletscher gefallen sich darin, die eine oder andere Gletscherleiche auszuapern. Das Wort “aper” ist oberdeutsch und kommt vom lateinischen apertus “offen” und dem Verb aperire, “sich öffnen”, “frei werden”, “entblössen”. Der Aper ist im Lateinischen aber auch das Wildschwein, er läuft bei uns heute noch als Eber durch die Gegend. Etwas um die Ecke gedacht könnten apernde Wohnzimmer in Fussballweltmeisterschaftszeiten auch was anderes bedeuten, den Zustand höchster, geradezu eberhafter Virilität nämlich. Ob die elegante Fussballgazelle Ronaldinho solche Apereien hervorrufen kann, wollen wir dahinstellen, Inselbriten trauen wir das Ebern allemal zu. www.comandantina.com dusl@falter.at
Für Falter 21/2006
22. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Rettet den ORF!

Der ORF ist endgültig zur Propagandamaschine der Regierung Schüssel
geworden. Das ist gefährlich für das Land. Das darf unsere Demokratie
nicht zulassen. Wir wollen die Bildermaschine wieder zurück! Sie gehört uns.
Sie gehört allen Österreichern, sie ist kein Erblehen der Leute, die Diktator
Dollfuß für einen Helden halten.
--> Hier geht's zur Aktion SOS ORF ( http://www.sos-orf.at )
Die Prominenten Gerhard Roßka, Esther Csapo, Claudia Teissig, Johannes Attems, Rike Fochler,
Heinz Epler, Helmut Opletal, Florian Camerer, Helene Maimann, Günther Paal, Michael Sturm,
Cecily Corti, Mirjam Jessa, Regina Strassegger, Hans Staudinger, Josef Weidenholzer, Albert Hosp,
Viktoria Kickinger, Gernot Stöckl, HK Gruber, Marian Heitger, Barbara Ladinser, Margit Schreiner,
Eva Marginter, Peter Pawlowsky, Barbara Heitger, Alfred Smolana, Claudia Neuhauser,
Maximillian Gottschlich, Nicole Scharang, Alfred Schwarz sowie 41688 andere haben bereits unterschrieben!
21. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Pronounce it
Hier auf --> cool Dictionary kann man hören, wie der Amerikaner, generell gebeutelt
von Spelling Angst, meinen Namen "Andrea Maria Dusl" ausspricht. Das Tondokument
ist ein wichtiger Beitrag zur Völkererständigung!
21. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Redezeit 2 ::: Wie käuflich ist die Kunst?
Wie käuflich ist die Kunst?
In Wahlzeiten erinnert sich die Politik gerne der Künstler.
Redezeit 2, mit:
Mercedes Echerer - Schauspielerin,
Gerald Matt - Kunsthallendirektor,
Thomas Rabitsch - Musiker und Bandleader,
Thomas Trenkler - Kultur-Journalist.
Gastgeberin: Andrea Maria Dusl - Jägerin und Sammlerin
Live: Sonntag, 21. Mai, 20 Uhr
Theater im Rabenhof
A-1030 Wien
Rabengasse 3
Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82
Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at
Eintritt: € 5,--
Äther: Samstag, 3. Juni, um 20h
Kabel-Kanal OKTO
--> Redezeit Blog
17. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Engstellenstehen
Liebe Frau Andrea,
seit längerer Zeit fällt mir ein rätselhaftes Verhalten auf: Im U-Bahn-Ausgang Schottentor zur Uni ist es recht eng, dafür ist im „Jonasreindl“ danach recht viel Platz. Immer wieder nützen Personen den engen Teil, um in kleinen Gruppen ihre Ferien oder was weiß ich zu diskutieren. Warum? Ist es ein Wunsch nach Kontakt mit allen Mitmenschen, den sie dadurch ausdrücken?
Mit freundlichen Grüßen, Gregor Birkhan, Internet
Lieber Gregor, das Stehen in Gruppen ist so alt wie die Menschheit und daher auch im Weichbild Wiens anzutreffen. Bei dem von Ihnen beobachteten Staustehen in Engstellen treffen zwei Phänomene aufeinander. Das eine ist unser natürliches Bedürfnis, eine Wand im Rücken zu haben. Kommunikation von Menschen mit Wänden im Rücken führt in Engstellen automatisch zum Engstellensteheffekt. Eine win-win-Situation, die wir auch von Parties kennen, wo Wohnzimmer oft apern, Gänge aber stets vollgerammelt sind. Auch das Küchenvollstehen und das Kinoeingängeverstopfen zählen zu den Auswüchsen dieser menschlichen Verhaltensauffälligkeit. Das andere Phänomen, mit dem wir es hier zu tun haben, ist die Tatsache, dass enge Gänge schon aus architektonischen Gründen schneller vollgestellt sind, als weite. Untersuchungen zur Leerung grosser Hallen haben gezeigt, dass weniger Menschenstaus entstehen, wenn sich Ausströmende an knapp vor den Ausgängen stehenden Säulen verwirbeln. Engstellenstehende scheinen dies intuitiv zu wissen. www.comandantina.com dusl@falter.at
Für Falter 20/20006
17. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Falter-Cover ::: Fixing in the Steiermark
Nach einer ganzen Reihe von Drogentoten in der Steiermark ist im Land unter dem Semmering
leichte Hysterie ausgebrochen. Die Krone polemisiert für eine "drogenfreie Steiermark", die
Kleine schreibt eine ergreifende Reportage über das ganz normale Leben im vermeindlichen
Drogenzentrum des Landes - Trofaiach.
Politisch läuft das Ganze auf Aktionismus hinaus. Die einen erhöhen die Budgets für die
Drogenambulanzen, die anderen verteufeln die Substitutionstherapien, andere fordern
Konsumräume und Heroin auf Rezept - richtiges Konzept ist da insgesamt keines dahinter.
Drei Dusilationen für das Falter-Steiermark-Cover 20/2006



Und so sah das dann als Cover aus:

17. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Günther Nenning †
Günther Nenning ist gestern Nacht in Tirol, wo er zuletzt zu Hause war, gestorben. Ich habe es nicht aus der Zeitung erfahren, nicht aus dem Fernsehen, nicht aus irgendeinem der anderen Medien. Die Nachricht hat mich tief berührt, sie hat mich traurig gemacht. Günther und ich kannten einander aus dem FORVM und aus den wilden, komischen Tagen in der Hainburger Au. Viel später sollte sich zwischen uns eine sehr zärtliche Art von Freundschaft und stiller gegenseitiger Bewunderung entwickeln. Bei den vielen Frühstücken, die wir in seinem, von abertausenden von Büchern vermurten Bureau in der Museumstrasse verbrachten, habe ich unendlich viel gelernt übers Schreiben und übers Denken. Seltsam, dass einer, der wie kein anderer die Klaviaturen der Öffentlichkeit bespielen konnte, so sanft und unbemerkt einschlafen konnte. Ich werde Dich vermissen, Günther!
15. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Heavy Burschi ::: Im Kino
Es ist so weit.
Mein schöner kleiner schmutziger und überaus wahrhaftiger Kurzfilm
36 oder: Heavy Burschi ruft Rita an und sagt, es tut ihm leid
mit Christoph Grissemann in der Hauptrolle läuft im Kino.
Nach seiner Premieren beim Hardcore-Schnellfeuer-Filmfestival
Berlin36 und dem Hauptprogramm der Diagonale 06 läuft er mit
6 Kopien als Vorfilm der Ösi-Slacker-Komödie "Kotsch".
Download Heavy Burschi Presse-Info
Hier geht's zur Heavy Burschi Seite
Für alle, die Heavy Burschi dennoch nicht derglengen, gibts hier den kompletten Heavy-Burschi-Film als Quicktime-Clip:
Heavy Burschi (ab Quicktime 7)
10. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Muscle Car
Am besten einen dicken Camaro oder Challenger mit Johnny-Guitar-Watson-grüner Metallisee-Lackierung und dicken Patscherln.
10. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Alice Munro ::: Tricks

Alice Munro ::: Union Station Toronto
Die kanadische Autorin gilt als die silberne Speerspitze der Weltliteratur. In ihrem
neuen Buch "Tricks - Acht Erzählungen" geht um verpasste Augenblicke, schlitternde
Entscheidungen und tragische Missverständnisse.
Dusilation zu einer Rezension von Klaus Nüchtern in Falter 19/2006
9. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
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Liebe Frau Andrea,
die Buchrücken der meisten deutschen Bücher werden von unten nach oben beschriftet. Wenn man diese Bücher mit der Vorderseite nach oben flach hinlegt, kann man den Titel am Rücken von der Seite nicht lesen, weil er auf dem Kopf steht. Die Rücken englischer Bücher hingegen sind immer von oben nach unten beschriftet. Welche Geschichte hat die Beschriftungsrichtung? Wieso können sich die Verlage nicht auf eine praktische Richtung einigen?
Thomas Palfinger, Internet
Lieber Thomas,
das Phänomen der unterschiedlich laufenden Buchrückenbeschriftungsrichtungen ist längst auch in die Covergestaltung von CDs und DVDs ausgebüchst. Wie in der Gutenberggalaxis gibt es auch hier zwei Richtungsideologien, die anglosächsische und die nichtanglosächsische. Englischsprachige Rückentitel sind liegend besser zu lesen, die des Rests der literaten Welt - voran deutschprachige wie frankophone - stehend, im Regal. Das hat seinen Grund in der anatomischen Präferenz von Rechtshändern, gestürzte Titel von unten nach oben zu schreiben (und deshalb auch so zu lesen). Der Grund für die Richtungsdivergenz in der anglophonen Welt? "It's the economy, stupid", hätte es der Bill Clinton blumig ausgedrückt. Englische und amerikanische Literatur wird in Buchhandlungen in Stapeln ausgelegt. Beim liegenden Exemplar muss auch der Rückentitel gut lesbar sein. Auf die Kopfneigungen mehrsprachiger Leser nimmt diese Verkaufsstrategie anglosächsischer Buchverlage allerdings keine Rücksicht. www.comandantina.com dusl@falter.at
Für Falter 19/2006
8. Mai 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings


