Die Karte am Plafond

Card-on-Ceiling.jpgLiebe Frau Dusl, mich plagt schon länger folgende Frage: Wie kommt es, daß in manchen Wiener Lokalen (Café Hawelka, Café Ritter, HighTea...) eine Spielkarte am Plafond "pickt"? Und wieso heißt es überhaupt "Plafond"? Jürgen aus Wien 12
 
Lieber Jürgen, unser Wort für die Zimmerdecke kommt aus dem französischen und ist eine Zusammensetzung aus “plat”, eben und “fond”, Gewölbe. Genau so ein ebenes Gewölbe braucht man, um eine Spielkarte an die Decke zu nageln. Die Karte am Caféhausplafond ist das bleibende Zeichen eines spektakulären, aber relativ einfachen Kartentricks. Das Phänomen boomte in den frühen 90ern, meine eigene Begegnung mit der klebenden Karte fand im Café Alt-Wien statt und ging so: Ein leicht angestrudelter Rotweinkünstler setzte sich zu mir an den Tisch. In stockendem Kärntnerisch bat er mich, eine Karte aus seinem angesifften Kartenstoss zu wählen, eine Kraxen drauf zu machen und ihm wieder zu geben. Der illuminierte Karantane mischte die Karten, hauchte einen Villacher Zauberspruch, spannte zwei Gummiringe um den Stoss und knallte den Stapel an die Decke. Der Stapel fiel wieder herunter, an der Decke klebte die ausgesuchte Karte. Abgesehen vom üblichen Karten-Misch-Schnick-Schnack arbeitet der Trick mit einer Schleife Tixoband, die auf die Karte geschmuggelt wird. Magier mit grösserem Budget verwenden Zauberwachs des amerikanischen Kartenwerfers Michael Amman. Trick und Klebewachs gibt es für schlappe 15 Euro in jedem Zauberladen. www.comandantina.com dusl@falter.at

Für Falter 05/20006

29. Januar 2006 (0) Comments

Updike's dike's up ::: Sex in der Kleinstadt

FA-Updike.jpg

Falter-Literatur-Papst Klaus Nüchtern: "Es lebe das Alterswerk: In seinem wunderbaren Roman „Landleben“ erzählt John Updike aus dem Leben eines Kleinstadtcasanovas, Männer sind in ihrer Wahrnehmung des weiblichen Geschlechts nicht übermäßig subtil. Schön, im Detail der körperlichen Präferenzen gibt es eine Reihe von Variablen, die sich zu einer dezent an der Zweistelligkeit kratzenden Anzahl von Mustern verbinden, aber im großen und ganzen ist es doch ein grobes System mit ein bisschen Graubereich: Frauen sind 1.) a) begehrenswert oder b) nicht; man hat mit a) 2.) geschlafen oder 3.) nicht; und 4.) ist die Differenz zwischen 3.) und 2.) immer grotesk hoch (....)

(....) Auf dieser schlichten Arithmetik beruhen 73% der Weltliteratur und circa 98% des Werkes von John Updike. „Landleben“, der jüngste Roman des amerikanischen Romanciers, der in einigen Wochen seinen 74. Geburtstag begeht, macht da keine Ausnahme. Und, um es gleich vorweg zu nehmen: Das ist gut so (....)

(....) John Updike arbeitet nicht bloß mit der Routine eines alten Hasen in Sachen Frauen und Fiction, sondern mit einer zärtlichen Sachlichkeit, die man bei geringeren Talenten oft schmerzlich missen muss. Vielleicht – und auch davon vermittelt „Landleben“ eine von Hoffnungsfunken gesprenkelte Ahnung – hat das Alter doch auch seine Reize, zumindest aber seinen Trost: „Keep on writing, Updike!!" (....)

Für eine Rezension Klaus Nüchterns zu John Updikes Roman „Landleben“ in Falter 05/2006

29. Januar 2006 (1) Comments

Showtime ::: Satirefestival Schwechat 28. Jänner 2006

Schwechat-Dusl-Nuechtern.jpgFRAU ANDREA UND HERR KLAUS tingeln wieder! Neben anderen Celebrities aus dem Showbiz treten wir zwei Lesekapazitäten am Samstag, den 28. Jänner beim Schwechater Saitirefestival 2006 auf.

Dusl antwortet, Nüchtern betrachtet. So sagt man über uns, so machen wir das. Zwei Falter-Kolumnisten werfen in einem fantastischen und pflegeleichten Abend satirische Blicke in das Reich der Alltagskuriositäten.

In meiner seit 1996 wöchentlich erscheinenden Kolumne „Fragen Sie Frau Andrea“ (so auch der Buchtitel) setze ich - Comandantina Dusilova alias Andrea Maria Dusl - mich im beliebten Frage- und Antwortspiel mit den Verrücktheiten des Alltags und dem Alltag von Verrückten auseinander: Was passiert mit den verschwundenen Socken in der Waschmaschine? Wie verhält sich Michail Gorbatschow im Flugzeug? Warum trinken die Mächte der Finsternis kalten Kakao?

Mein Lesefreund, der bekennende Lederwesten-mit-Strickärmeln-Fan Klaus Nüchtern gibt mit seinem dritten Kolumnen-Band „Kleine Quittenkantate für Kastratensopran und Querflötenquintett“ Einblick in eine Welt der rätselhaften Phänomene („54 Mädchenbeine auf meinen Zehen“), verrät nutzlose Details („Die Haare der Kommissare“), schweift aus- und ab („Semantik, Sympathie und Sahnetorte“) und beglückt mit fröhlichen Neologismen („Schelle, Flonder, Hacht und Ruchen“).

Dauer der fantastischen Lesestunde: Kürzestweilige 90 Minuten, eine Klo-und-Zigaretten-Heiz-Pause. Ein mit unseren Büchern gut sortierter Büchertisch lauert im Theater Foyer.

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FRAU ANDREA UND HERR KLAUS
Samstag, 28. Januar 06, 20.00 Uhr

Kartenbestellungen und Informationen:

SCHWECHATER SATIREFESTIVAL
THEATER FORUM SCHWECHAT
Ehrenbrunngasse 24
Schwechat
Niederösenland

Tel.: 01/707 82 72
E-Mail: karten@forumschwechat.com
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Weiterlesen natürlich in den Büchern!

Fragen Sie Frau Andrea

26. Januar 2006 (0) Comments

Anonymous Design ::: The House on the Roof

Der Wiener Volksgarten ist zwischen Hofburg, Burgtheater und Parlament aufgespannt.
Knorrige Kastanien, Fliederbuschen und allerlei Rosengezücht. Dazwischen Asphaltwege
und bauchiges Wiesengrün. Umzäunt ist der Park mit einem imperialen Gitter, dessen
steinernes Parapet als Gewehr-Auflage für die Infantristen der kaiserlichen Armee gedacht
war. Im Schutze der steinernen Brüstung sollten Franz Josefs Schiessröcke allfälligen
revolutionären Pöbel mit gezielten Salven niedermähen.

Den Park beherscht eine klassizistische Steinscheune, der Theseustempel. Wenn der Himmel
giftig wird und die Sonne über Wien tief steht, sieht das alles nach gutem Design aus.

Volksgarten.jpg

Parlamentshaus.jpg

Als gelungen darf das Parlament jenseit von Brüstung und Ringstrasse gelten. Es ist für die
bescheidenen Ansprüche, die Österreich an die Idee der Demokratie verschwendet, etwas zu
gross ausgefallen. Das hat weniger mit schnitzelländischer Hochstapelei, als mit der Tatsache
zu tun, das von hier alle nichtungarischen Teile der Donaumonarchie regiert wurden. Heute
tagen hier die beiden Kammern des österreichischen Parlaments, der Nationalrat und der
Bundesrat.

Als Mayordomus der "Hohes Haus" genannten, doch eher flach wirkenden Immobilie gefällt sich
der Tiroler Andreas Khol, ein eitler und geschwätziger Konservativer, der hier die republikanische
Position eines Nationalratspräsidenten bekleidet.

Das kleine Häuschen am Dach rechts, das aussieht, als hätte ein meschuggener Architekt LSD
genommen, gibt (bzw. gab) es tatsächlich. Es ist nach Meinung einiger das Büro des Grün-
Parlamentariers Peter Pilz, nach Ansicht anderer das des sozialdemokratischen Querdenkers Bruno
Aigner, Sekretär des damaligen zweiten Nationalrats- und heutigen Bundespräsidenten Heinz
Fischer. Mitnichten. Das kleine Haus in luftiger Höhe haben sich Restauratoren gebaut. Es
umschliesst eine von insgesamt acht rostig gewordenen Bronzeskulpturen.

Eine schräge Adresse von feinstem Entwurf.

25. Januar 2006 (0) Comments

13A Doppeldecker

13A-Doppeldecker.jpgGeschätzte Genossin, Ihrem Wunsch nach Wiedereinführung der 13A-Doppeldecker schließe ich mich voll an. Eines meiner liebsten Kindheitsrituale war es, am Samstag Nachmittag von oben neidisch auf die Mod-Bubis und -Mädis vor der Camera runterzuspechteln. Und dann der exquisite Nervenkitzel bei der Durchfahrt durch das Loch im Haus bei der Pfeilgasse! Was haben die eigentlich mit den alten 13A- Bussen gemacht? Wo kurven die jetzt herum? Sind die irgendwo eingemottet und werden von Magistratsbeamten regelmäßig abgestaubt? Ob da nicht irgendwo der ultimative Skandal lauert ?
Mit den besten Wünschen, Ihre Susi
 
Liebe Susi, hinter dem Verschwinden der wunderbaren Doppeldecker lauert kein Skandal. Die dicken Dreiachser sind ganz einfach Opfer des Zeitzahns geworden. Es gab zwei Serien von 13A-Doppeldeckern aus dem Hause Gräf & Stift. Die legendäre erste Serie, gut gerundete, innen aber enge und stickige Zweidecker, hatten noch einen Schaffner und pendelten in den 60erjahren durch die Stadt. Ein zweite, modernere und eckigere Doppeldeckerserie gab es auch, viele Fans hatte die nicht. Ein einziger Gräf & Stift-Doppeldecker der legendären Type DD2F existiert noch. Der wird im Wiener Strassenbahnmuseum regelmässig abgestaubt und ausgeführt. Klassisch 13A-Fahren kann man auch. Allerdings nicht in Wien, sondern in Dublin. Dort gibt es bis heute eine Doppeldecker-Linie dieses Namens. www.comandantina.com dusl@falter.at

23. Januar 2006 (2) Comments

Böse EU

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FA-Bose-EU.jpg

Der Österreicher und die Österreicherin sind böse auf die Europäische Union. Sie bringt
den schnitzelländischen Bauer um, sagen sie, krümmt die Gurke gegen jede Vernunft,
verbietet den Dirndlbusen im Biergarten und schreibt dem Inländerzumpferl per
Kondomverordnung eine Normgrösse vor. Alles nur teilweise wahr.

Für Falter 04/2006

22. Januar 2006 (0) Comments

Abhängen ::: Julia Mantel

Julia-Mantel-Abhangen.jpg

Unvermittelbar.jpg

Ich liebe Julia Mantel für ihre Gedichte und für ihre Schals.
Und für überhaupt. Hier und hier geht's zu ihr.

22. Januar 2006 (4) Comments

Jörg Haider, Alfred Gusenbauer und die offene Psychiatrie

"Der Haider läuft nur noch frei herum, weil wir in Österreich die offene Psychiatrie haben", hörte die "Tiroler Tageszeitung" (Samstag-Ausgabe vom 21.1.) SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer bei einer abendlichen Publikumsdiskussion im Gasthof Mohren im Tiroler Ort Reutte sagen. Wird Haider klagen? Tritt Gusenbauer den Wahrheitsbeweis an? Und darf man in einem Mohren überhaupt auf einen Auslandsoberösterreicher losgehen?

20. Januar 2006 (1) Comments

Graz ::: Stadt der Städte

FA-Cover-Uhrturm.jpg

Der unverwechselbare Uhrturm: Cover Steiermark-Falter 03/2006

In seiner langen Geschichte war die steirische Landeshauptstadt schon viel. Bollwerk gegen
die Türken, Habsburgeresidenz, Nazihochburg. Hier eine kleine Liste, was Graz noch alles
war: Stadt der Bürgerwehr, Stadt mit den schönsten Frauen, Pensionopolis, Stadt der
Volkserhebung, Weltkulturerbe, Studentenstadt, Heimliche Literaturhauptstadt, Heimliche
Jazzhauptstadt, Heimliche Architekturhauptstadt, Murmetropole Europas, Schwarzeneggers
Geburtsstadt, Menschenrechtsstadt, Kulturhauptstadt, Bettlerhauptstadt, Kommunisten-
Hochburg, Stadt der Stadionumbenennung.

2006_03.jpg

So sah das dann als Cover aus. Die kleinen Türmchen gabs im Artikel.

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FA-Funf-Uhrturme.jpg

Für den Steiermark-Falter 03/2006

17. Januar 2006 (3) Comments

EU-Phorie

FA-EU-Phorie-Beet.jpg

Die Europa-Euphorie der österreichischen Bevölkerung ist just während
Wolfgang Amadeus Schüssels Ratspräsidentschaft auf einem historischen
Tiefstand.

Für Falter 03/2006

17. Januar 2006 (0) Comments

Camauro

Papa-Claus.jpgLiebe Frau Andrea, was ist los mit unserem Papst? Statt des kleinen weissen Käppis trägt Benedikt 16 einen weinachtsmannmässigen, im Styling aber voll omahaften roten Pelzhut. Was steckt da für ein Modekonzept dahinter? Fragt Rainer Meissl, Margareten.

Lieber Rainer, das weisse Hütchen, das wir von Papst Johannes Paul II. gut in Erinnerung haben, ist der Zuchetto, offiziell Pileolus. Das Käppchen ist seit dem 16. Jahrhundert in päpstlichen Gebrauch. Ein praktisches Ding, das natürliche Glatzen und klerikale Tonsuren vor Sicht, Sonne und kalten Kirchenschiffen schützt. Die weisse Farbe hat weniger mit papaler Heiligkeit als mit Papst Pius V, einem Dominikaner zu tun, der die Farbe seines Ordens im Vatikan etablierte. Zuvor war der Camauro die Spitze der päpstlichen Garderobe gewesen. Das rote Häubchen hat seinen Namen vom griechischen kamelauchion - schliesslich war das Käppi aus rot gefärbtem Kamelleder gekürschnert. Die mittelalterlichen Petrusse verbrämten den Rand der unförmigen Ohrenhaube bald mit Hermelin. Dieses Hütchen hat der bairische Oberhirte Benedikt VI. nun in seine Wintergarderobe aufgenommen. Die Premiere der tantenhaften Mütze fand bei einer Generalaudienz am am 21. Dezember 2005 statt. Obwohl das Tanta-Klaus-Hütchen sagenhaft unschick aussieht, sollte man Papa Ratzinger in Modedingen nicht das Schlechteste nachsagen. Immerhin trägt er Sonnenbrilen von Gucci und Schuhe von Prada.








Für Falter 03/2006

16. Januar 2006 (0) Comments

Vünfzackiges Vau

Volkstheater-Vau.jpgLiebe Frau Andrea!

So was. Gehe ich mal wieder Volkstheater. Fällt mich erstmals das neue Logo an. Ein Stern! Farbe: Rot! Und: Mit fünf V! Kraftsymbole im Dreier. Hier fällt es in ein Logo zusammen. Frage: Wem habe wir diese feine und einfache Kombination zu verdanken? Danke. Ihr Kurt Vallaster

Lieber Herr Kurt, Firmenlogos, so eine alte chinesische Weisheit, sollen heraldisch wirksam, unverwechselbar und vor allem möglicht cool sein. Fürsten des Mittelalters sahen sich denn auch am liebsten in Löwen, Adlern, Rosen und Lilien repräsentiert. Auch Michael Schottenberg ist in dieser Hinsicht nicht frei von semiotischer Eitelkeit. Die äusserst gelungene Corporate Identity seines Volkstheaters ist mittlerweile preisgekrönt und stammt von der jungen Design-Agentur Perndl+Co. Neben etlichen anderen Entwürfen hatten Perndl und die Grafikerinnen Regula Widmer und Aleksandra Domanovic bemerkt, dass man aus dem Anfangsbuchstaben des Theaters einen Stern bauen kann, der einerseits widerstandsfähig, andererseits luftdurchlässig ist. Fünf Zacken fanden sie stärker als sechs. Das Rot ergab sich dann ganz von selbst. Verdanken dürfen wir das Logo aber auch Herrn Schotti, der ein zielstrebiger Auftraggeber auf der Suche nach einem starken Symbol war. Und sich den roten Stern, in seiner Urform ein Symbol mit politisch bekannter und für bürgerliches Publikum nicht unumstrittener Geschichte dann auch getraut hat.
www.comandantina.com dusl@falter.at

Für Falter 01.02/2006

10. Januar 2006 (0) Comments

Mozarthaus ::: Figaro hier, Figaro da

Für grössere Ansicht ins Bild klicken!

FA-Mozarthaus.jpg

Mozart hier. Mozart da. Mozart überall.

Das Mozartjahr wirft seine dunklen Wolfer-Sihouetten nach uns. Im Rahmen zahlreicher
aberwitziger Mozartaktivitäten öffnet dieser Tage das Figarohaus in der Domgasse
unter der griffigen CI "Mozarthaus Vienna" seine teuren Pforten.

Comandantina wirft einen exklusiven Blick ins Innere.
Sehen wir, was Wolfgang Gottlieb Mozart der Nachwelt hinterlassen hat.

Für Falter 01.02/2005

10. Januar 2006 (0) Comments

Das Haus des Bürgermeisters

Kleine Serie von Architekturen, die ich zum Thema postmodernes Repräsentieren
in Österreich entworfen habe. Betrachten wir meinen Vorschlag für das Haus
eines standesbewussten ÖVP-Bürgermeisters einer ländlichen Gemeinde im voralpinen Raum.

Burgermeisterhaus-1.jpg
Ansicht von SSO: Mit gebündelter Energie zeigt der Feng-Shui-Balkon ins westliche Nachbardorf,
eine Gemeinde, der der politische Gegener vorsteht. Im Steildach die grosse Fensterlösung
für klare Sternennächte und laue Frühlingsempfänge bei Heimpianospiel und Blockflötenetüden.
Rechts vorne das atriumartige Edelschnapszeremoniegärtchen. Südseitig, unter den Feng-Shui-
Balkon greifend die Cocktailplatform.


Burgermeisterhaus-2.jpg
Ansicht von OSO: Schachtelartig das Zeremoniegärtchen. Die mächige Ostwand imponiert mit
traditionellen Windaugen und assymmetrischer Empfangsschleuse. Schönes Spiel der Dach-
Neigungen und Fassadenwinkel.


Burgermeisterhaus-3.jpg
Ansicht von WNW: Futuristisch die Westseite. Im Erdgeschoss die Weblog-Kajüte, in der
der Bürgermeister Honoratioren und Bittsteller, Vertragspartner und Privatklienten
empfängt. Darüber das Cocktaildeck mit der Barbecue-Lounge. Erprobten Feng-Shui-
Prinzipien gehorcht die Architektur von Balkon und Dachgaubenradikal.

9. Januar 2006 (0) Comments

Good Design ::: Reznicek Resopal Loge

Reznicek.jpg

Japanischer Designansatz im
Altwiener Beisl. Bicolore Reminiszenz
an das Funderplattenstyling der
späten 70er. Lobenswert der Einsatz von
Sprossensessel, Maggischaukel und
Bierdeckelkahn. Charmantes Lichtdesign
aus der Nasszelle.

Steckdose für spontane Handyakkuauflademanöver.

Viererloge im Speisezimmer des Alsergrunder Beisls "Zum Reznicek".
Gansl, Anten und an Fisch, lassertn sich wandern übern Tisch.

Zum Reznicek
Reznicekgasse 10
Wien, Alsergrund.

3. Januar 2006 (0) Comments

Das Ziel von Zivilisation

Poster "Wieviel Demokratie ist es bitte?" im Online-Politikforum der Tageszeitung Der Standard am 03.01.2006 um 17:45:

Globalisierung findet nicht mehr statt. Jedes Fleckchen Erde ist besetzt. Was stattfindet ist globaler Stau und Gegenverkehr. Die ehemals Eingenommenen und Überfallenen suchen jetzt ihre Eroberer auf. Ihr gutes Recht, wie ich finde. Aber es sind Reisen durch Weltmärkte voller toter Produkte die niemand braucht und "Dienstleistungen" ohne die man auch gut leben kann. Produkte deren Überredungskraft zu gering ist, als daß sie ausreichend nachgefragt und für alle Menschenmassen ausreichend Arbeit ergeben würden. Wir haben schon alles und davon mehr als genug. Es kann nur noch ums Design von Verwöhnungen gehen, aber auch das nervt irgendwann. Die Arbeit ist uns ausgegangen. Das war das Ziel von Zivilisation.

3. Januar 2006 (0) Comments

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SOS Mitmensch