Was unterscheidet den Menschen vom Tier? Der Gebrauch von Werkzeugen. Die Ansicht war lange und weit verbreitet, bis die Biologie intelligenten Gebrauch von Hilfsmitteln auch bei diversen Säugetieren, bei Krähen und anderen Vögeln studierten. Stimmt nicht, ich habe zwei linke Hände, entgegnen jetzt Betroffene aus dem Publikum, sie könnten jederzeit den Gegenbeweis erbringen. Auch die Unfallchirurgien landauf landab sprechen dem Menschen, meist dem männlichen, den intelligenten Gebrauch von Werkzeugen ab. Das ist ganz und gar ungerecht, denn die Heerschar der Unbeholfen, österreichisch der „Patscherten“ trägt keine Schuld am falschen Gebrauch von Geräten, Instrumenten und Utensilien. Die Werkzeuge selbst sind es, die fehlerhaft funktionieren. Apparate und Maschinen versagen, nicht der bedienende Mensch! Geschicklichkeit und Behändigkeit werden überbewertet.
Wie in der Computer-Industrie muss auch beim Anwenden von Schraubenziehern, Zangen, Sägen und Hämmern, erst recht in der Bedienung von Bohrmaschinen, Stichsägen und Winkelschleifern vom DAU ausgegangen werden, vom Dümmsten Anzunehmenden User. Dass diesem der DAK, der Dümmste Anzunehmende Konstrukteur, und in allen Fragen der Software der DAP, der Dümmste Anzunehmende Programmierer gegenüberstehen, darf und muss an dieser Stelle in Evidenz gerufen werden. Alle, die je versucht haben, sich für das Verzweiflungsspiel „ID Austria“ anzumelden, Österreichs elektronischem Identitätsnachweis für den digitalen Zugang zu Behörden, werden dem vorbehaltlos zustimmen.
Andrea Maria Dusl. Für meine illustrierte Kolumne in den Salzburger Nachrichten am 10. Jänner 2026.