Redezeit
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Fünf Jahrgänge politische Zeichnungen im Magazin Format
Rede im Rathaus ::: Freiheit für Hebenstreit!
Essai sur La Liberté, L'Egalité et La Fraternité.
Andrea Maria Dusl .·.
Rede im Wiener Rathaus, 28.6.2010, anlässlich der Rehabilitierung Franz Hebenstreits.
(--> Wiener Vorlesungen - Franz Hebenstreit, Rehabilitierung eines frühen Demokraten)
Alle Texte des Abends hier in einer Sonderbeilage der Presse
Geliebte Schwestern! Geliebte Brüder!
Ich fordere Freiheit für Franz Hebenstreit! Mein Aufruf kommt 215 Jahre zu spät. Franz Hebenstreit wurde am 8. Jänner 1795 hingerichtet. Am Schottentor wurde er aufgehängt, unter dem Johlen derber Dummköpfe, die sich darin gefielen, eine weitere Fackel der Aufklärung in den Brunnen zu werfen.
Franz Hebenstreit war ein Demokrat, er brannte für die Freiheit, für die Gleichheit, für die Geschwisterlichkeit. Am Schottentor, wo sein Licht ausgeblasen wurde, steht heute die grosse Universität des Landes, darin sein Fokus, das Auditorium Maximum.
Auch 215 Jahre nach Hebenstreit wird am Schottentor noch um die Freiheit gekämpft. Für die Freiheit des Denkens, für die Freiheit von Ungleichheit und Standesdünkel. Auch 215 Jahre nach Hebenstreit ist das Schottentor noch eine Richtstätte. Unten am Donauufer steht die grosse Kaserne, sie wurde gegen das Volk errichtet, wurde gebaut, um das Volk mit Waffengewalt von der Revolution abzuhalten. Sein Hauptausfallstor ist auf ebendiese Universität gerichtet, das österreichische Gegensatzpaar Staatsgewalt und Freiheit der Lehre ist in den Stadtplan eingeschrieben.
Am Schottentor werden noch heute, im Jahr 2010, 215 Jahre nach Hebenstreit Studierende von Polizisten zusammengeschlagen. Was ist ihr Verbrechen? Die Forderung nach Freiheit. Das Besetzen kommunalen Eigentums.
Was fürchtet die Staatsgewalt? Sie fürchtet, dass der König seinen Kopf verliert. Mit der Forderung nach Freiheit beginnt der Kopf zu wackeln, mit der Idee der Gleichheit purzelt er.
Hätte Franz Hebenstreit, Bruder im Geiste, Bruder im Licht, seine Sehnsucht nach der besseren Welt, seine Sehnsucht nach einem Leben ohne Neid und Missgunst, ohne Habgier und Ausbeutung, hätte er diese Sehnsucht verwirklicht, lebten wir heute in einem besseren Land.
Dann könnte sich Arigona Zogaj heute so frei fühlen wie Anna Netrebko.
Hätte Franz Hebenstreit seine, unsere Sehnsucht verwirklichen können, hätten wir uns die Metternichzeit erspart, die eiserne Faust nach dem gescheiterten 48er-Revolutionsversuch, das soziale Elend der Gründerzeit, den habsburgischen Völkerkerker, den ersten Weltkrieg, den Ständestaat, den Nationalsozialismus, den zweiten Weltkrieg und wahrscheinlich auch den Holocaust.
215 Jahre nach Hebenstreit leiden wir noch immer an den Echos der aufgezählten Verbrechen. Täter wie Opfer. Die Täter leiden an ihrem Wahn, die Opfer an dessen Folgen.
Die Utopien, nach denen sich Franz Hebenstreit sehnte, sind in diesem Lande noch weitgehend unverwirklicht. In seinen Betrachtungen fand Hebenstreit, “dass der Neid in seinem ausgedehnten Verstande die Hauptquelle aller Laster sei, auf der anderen Seite, dass von dem Krieg zum Prozesse, vom Prozesse zum Raub und zur Plünderei keinen anderen Grund als das Mein und Dein habe.”
In einer Gesellschaft dagegen, in der “alle Natur- und Kunstprodukte nach jedem Bedürfnis gemeinnützig sind, folglich der Erwerb sowie der Genuss gemeinschaftlich”, in einer solchen Gesellschaft sei jedes Laster unmöglich.
Andreas Riedel, der andere prominente revolutionäre Geist jener Tage nennt diese Gedankenwelt euphorisch „Hebenstreitismus oder Kommunismus“.
Neoliberale und Antisoziale, Klerikale und Konservative mögen ihre Ressentiments am Wort Kommunismus erigieren, aber in einer Welt, die Hebenstreit und die anderen Revolutionäre ersehnt und vorgedacht haben, gäbe es die Geschäftsmodelle des Neoliberalismus und Antisozialismus nicht, es gäbe keine Wahrheit in Gott und nicht die Nacherzählung des Beamtenkaiserstaates im Kleinen. Es gäbe Gerechtigkeit und Gleichheit, es gäbe die Souveränität des Einzelnen, gebündelt in der Idee der Solidarität.
In einem Hebenstreitösterreich gäbe es Freiheit, gäbe es Gleichheit, gäbe es Geschwisterlichkeit.
"Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.” Der Artikel 1 des Bundesverfassungsgesetzes ist nicht verwirklicht. Österreichs Recht wird hinter den Polstertüren von berufsständischen Kammern und Eigentümerbüros verhandelt, es hat keine Erinnerung an die Revolution, denn die Revolution hat in Österreich nie stattgefunden. Der König hat nie seinen Kopf verloren.
Wer auch immer an seiner statt sitzt, egal, welchen Namen sein Sessel trägt, hat keine Erinnerung an die Macht des Volkes. Wo es keine Erinnerung gibt, gibt es keine Erkenntnis. Es wundert nicht, dass die Republik sich nicht an Franz Hebenstreit erinnert.
Aber wir tun es und wir holen seine Fackel aus dem Brunnen, sie brennt noch und leuchtet. Franz Hebenstreit mag sein Leben ausgehaucht haben, aber seine Ideen brennen. Stürzen wir die falschen Helden von ihren Sockeln, die Kaiser und Könige und Kärntner Sonnen und ihre Büttel und erinnern wir uns an die wahren Helden dieses Landes. Die ersten Demokraten. Die ersten Republikaner. Franz Hebenstreit, Du lebest hoch! Ich fordere die Freiheit für Dich!
GENUG ist GENUG
Mein Text für die Demo am 1. Juli 2010:
Liebe Angsthabende, irgendwo da draussen an euren Stammtischen!
Habt keine Angst. Fürchtet euch nicht. Fürchtet euch nicht vor den Arigonas und ihren Familien, habt keine Angst vor denen, die ein besseres Leben suchen. Ein bescheidenes Leben. Ein Leben ohne Angst. Ein Leben in Friede und Freiheit.
Glaubt denen nicht, die euch Angst machen vor den Schwachen. Sie manipulieren euch. Sie lügen euch an. Sie brauchen eure Angst, um ihre bösen Geschäfte zu machen. Sie brauchen eure Angst, um abzulenken. Von den Verbrechen, die sie begehen. Sie sackeln das Land aus, sie sackeln euch aus. Sie sackeln uns alle aus. Es sind die Leute, für die die Unschuldsvermutung gilt. Die Provisonsempfänger, die Homepagebetreiber, die Bankenpaketler. Die Handerlaufhalter und Dreikrügelbesteller. Die Sonnen an den Himmeln. Die Hetzer in den Bierzelten. Sie schüren eure Angst. Um von ihren Geschäften abzulenken. Hört nicht auf sie, jagt sie zum Teufel.
Und habt keine Angst vor denen, die Hilfe brauchen. Sie werden Euch nicht ausrauben. Sie werden Euch nichts wegnehmen. Denn das machen die anderen, die Braungebrannten, die Unschuldsvermutler. Die Handerlaufhalter. Die Angstmacher. Die Unfreimacher.
Verändern wir gemeinsam diese Republik! Jetzt. Haben wir keine Angst!
Andrea Maria Dusl
Genug ist Genug!
Juni 2010
GENUG IST GENUG!
http://www.misik.at/sonstige/heldenplatz.php
1. Juli, 18:30 Uhr Heldenplatz: GENUG IST GENUG! Für eine menschenwürdige Asylpolitik!
GENUG IST GENUG!
Arigona Zogaj und ihre Familie sollen bleiben!
Für eine menschenwürdige Asylpolitik!
Die Familie Zogaj wurde zum Symbol für das Elend der österreichischen Asyl- und Einwanderungspolitik - und für deren Erbarmungslosigkeit. Mit dem Befehl zur „unverzüglichen Ausreise" krönen das Innenministerium und die Behörden ihr menschenverachtendes Vorgehen in diesem Fall.
Seit Jahren schon wird diese Familie politisch zerstört. Und die Zogajs sind kein Einzelfall. Seit Jahren schon werden viele andere Familien aus ihrem längst vertrauten Umfeld herausgerissen. Kinder dürfen die Schule nicht fertig machen. Fußballer werden vom Training weg in Schubhaft genommen. Familien bei Nacht und Nebel aus den Betten geholt, damit ihre Nachbarn und Nachbarinnen es nicht rechtzeitig bemerken. Wir fragen: Wie daneben ist das denn?
Und wir sagen: Genug ist genug.
Deshalb demonstrieren wir für ein sofortiges humanitäres Bleiberecht für die Familie Zogaj! Für eine menschenwürdige Asylpolitik und ein humanitäres Fremdenrecht!
Donnerstag, 1. Juli 2010, 18:30 Uhr, Heldenplatz
Elfriede Jelinek - Robert Palfrader - Stefan Ruzowitzky - Florian Scheuba - Rudolf Scholten - Barbara Coudenhove-Kalergi - Markus Hering - Sigrid Maurer - Freda Meissner-Blau - Robert Menasse - Barbara Blaha - Constantin Wulff - Robert Misik - Isolde Charim - Doron Rabinovici - Franzobel - Karl Merkatz - Michael Köhlmeier - Susanne Scholl - Dwora Stein - Anne Bennent - Otto Lechner - Eva Jantschitsch („Gustav") - Josef Hader - Andrea Maria Dusl - Peter Kreisky - Franz Adrian Wenzel ("Austrofred") - Gertraud Auer Borea d'Olmo - Peter Henisch - Karl-Markus Gauss - Wolfgang Kos - Götz Spielmann - Rudolf Kaske - Philip Blom - Harald Krassnitzer - Peter Hörmanseder - "Maschek" - Michael Schottenberg - Thomas Glavinic - Veronika Barnas - Maria Bill - Josef Weidenholzer - Teresija Stoisits - Caspar Einem - Danielle Spera - Olga Flor - Hanno Loewy - Markus Kupferblum- Dirk Stermann - Thomas Baum - Elfriede Hammerl - Frank Hoffmann - David Schalko - Karl Markovics - Gerhard Haderer - Texta
Mit Unterstützung von SOS Mitmensch
Kontakt: office at sosmitmensch.at oder +43 1 524 99 00
Bitte diesen Aufruf kopieren, weitermailen, in allen Webseiten und Blogs posten... Spread the Word! Danke R.M.
Aufklärung ::: Freiheit für Hebenstreit!
Franz Hebenstreit (1747 bis 1795)
Rehabilitierung eines frühen Demokraten
Wiederaufnahme eines Verfahrens
mit Mag. Andrea Maria Dusl , Mag. Alexander Emanuely, Ottwald John, Univ.-Prof. DDr. Heinz Mayer, Univ.-Doz. Dr. Arno Pilgram, Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt, Dr. Norbert Gerstberger, Dr. Beate Matschnig, em. Univ.-Prof. Dr. Werner Ogris, em. Univ.Prof. Dr. Ernst Wangermann.
Am 8. Jänner 1795 wurde Franz Hebenstreit, Schriftsteller, Freimaurer, Offizier und erster prominenter Republikaner Österreichs, wegen Hochverrats in Wien gehängt. Sein Tod und die Aburteilung vieler seiner MitstreiterInnen, die als „Wiener Jakobiner“ bezeichnet wurden, bedeutete das Ende jener Epoche, die Leslie Bodi als Tauwetter beschrieben hat, bedeutete das Ende der politisch aktiven Aufklärung in Österreich.
Franz Hebenstreit wurde nicht nur Opfer einer Politjustiz, die Erinnerung an ihn wurde aus dem kollektiven Geschichtsbewusstsein gelöscht. Die „Wiener Jakobiner“, die österreichischen AufklärerInnen, die radikalen DemokratInnen sind im 19. Jahrhundert totgeschwiegen worden und im 21. Jahrhundert so gut wie vergessen.
Die Wiener Vorlesung möchte die Erinnerung an einen frühen Demokraten wachrufen.
Im Rahmen der Veranstaltung wird der eben im Verlag Bibliothek der Provinz erschienene Band II der Reihe Enzyklopädie des Wiener Wissens. Porträts, „Ausgang: Franz Hebenstreit (1747–1795). Schattenrisse der Wiener Demokrat*innen 1794“ von Alexander Emanuely präsentiert.
Montag, 28. Juni 2010 - 19h
Wiener Rathaus
Festsaal
Lichtenfelsgasse 2
Feststiege I
1010 Wien
Freier Eintritt
Eine Veranstaltung m Rahmen der Wiener Vorlesungen.
Franz Hebenstreit (1747 bis 1795)
Rehabilitierung eines frühen Demokraten
Wiederaufnahme eines Verfahrens
Wien (OTS) - Kein Vortrag im klassischen Sinne, sondern vielmehr eine Art von Gerichtsverhandlung steht Besuchern der Wiener Vorlesungen im Festsaal des Wiener Rathauses kommenden Montag (28.6.) ab 19.00 Uhr bevor. Verhandelt wird in Form eines Geschworenengerichts die Causa "Franz Hebenstreit", Ziel ist es, jenen im Jänner 1795 gehängten Schriftsteller, Offizier, Freimaurer und Republikaner zu rehabilitieren. Passend zum Gerichtsverfahren nehmen an der Wiener Vorlesung zu Franz Hebenstreit auch die drei Berufsrichter Beate Matschnig, Norbert Gerstberger und Heinz Mayer teil. Die Anklage vertritt Werner Ogris, die Verteidigung der Leiter der "Wiener Vorleungen", Hubert Christian Ehalt. Weiters sind Ernst Wangermann, Arno Pilgram und Andrea Maria Dusl als Zeugen und Sachverständige geladen. Während der Beratungen lesen Alexander Emanuely und Ottwald John aus Schriften von Hebenstreit. Franz Hebenstreit von Streitenfeld gilt als frühes Opfer habsburgischer Politjustiz. Er zählt zu den ersten bedeutenden Wiener Aufklärern.
Geboren 1747 in Prag arbeitete der Zeitgenosse Mozarts und Van Swietens an einem modernen Verfassungsentwurf mit. Zuvor diente Hebenstreit im Heer, desertierte, bei seiner Flucht nach Amerika, wurde er von Preußen gefangen genommen, später kehrte er wieder in die österreichische Armee als Offizier zurück. Als deklarierter Sympathisant der französischen Revolution fand er bei seinem Studium in Wien bald Anschluss unter Gleichgesinnten, darunter Andreas Riedel, der wiederum zum Beraterkreis von Leopold II. gehörte.
Mit dem Amtsantritt von Franz II. veränderte sich die politische Situation in Österreich grundlegend: Sympathisanten der Aufklärung, der Freimaurerei - Hebenstreit trat dieser in den frühen 1790ern bei - erfuhren zusehends Verfolgung. Hebenstreit, der auch der Verfasser des seinerzeit sehr bekannten Revolutionsliedes "Eipeldauerlied" war, forcierte Pläne eines politischen Umsturzes im Sinne der erfolgreichen französischen Revolution.
m 24. Juni 1794 setzte in Wien eine Verhaftungswelle ein, im darauf stattfindenden Prozess wurde Hebenstreit wegen Hochverrats zum Tode am Strang verurteilt. Bis heute hält sich die These, dass dieser Prozess eher einem politischen Schauprozess ähnelte und die tatsächlichen Vorwürfe gegenüber Hebenstreit deutlich geringfügiger waren, als wie man sie offiziell darstellte.
Hebenstreit erhielt, wie auch viele seiner Mitstreiter, wie etwa Andreas Riedl, in späterer Zeit keine wirkliche Rehabilitierung als wichtiger geistiger Kopf des republikanischen Österreichs.
Der Schädel Hebenstreits ist bis heute im Kriminalmuseum in der Leopoldstadt ausgestellt. In den achtziger Jahren benannte der Republikanische Club sein Stammlokal nach dem frühen Republikaner. Das Cafe Hebenstreit befindet sich nahe dem Schottentor in der Helfersdorferstraße, nicht weit von der Hinrichtungsstätte Hebenstreits entfernt.
Wiener Vorlesungen, "Franz Hebenstreit (1747 - 1795).
Rehabilitierung eines frühen Demokraten - Wiederaufnahme eines Verfahrens",
28. Juni, Festsaal des Wiener Rathauses, Beginn: 19.00 Uhr.
Change
Liebe Amerikanerinnen und Amerikaner!
Ich ersuche Sie inständig, die Wahl heute dazu zu benützen, Herrn Barack Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten zu küren. Der Mann kann was! Er spricht geordnet, denkt vernünftig und zieht sich gut an. Wenn ich das über jemanden sage, dann heisst das was! Er kann tanzen und lachen und hat das Herz am rechten Fleck. Er wird ein guter Präsident sein. Ein wirklich guter Präsident. Glauben sie mir das.
Sollten sie weiss sein (was immer das ist, weiss), im Bible Belt leben und an den grossen Zwetschkenröster glauben, springen Sie über ihren Schatten und wählen Sie diesmal demokratisch! Ihr Zwetschkenröster wird es Ihnen danken. Jesse, Sie wissen wen ich meine, der Hippie aus Galiläa, würde Herrn Obama wählen und nicht den hölzernen alten Herrn mit der Friseurstimme.
Puppi Palin, gewiss ein steiler Zahn, dürfen Sie sich in den Spind hängen, wenn Sie Redneck sind und an die Freiheit der Patronen glauben, da hat niemand was dagegen, nicht mal die Feministinnen. An die Codes der Atomraketen wollen wir sie bitte nicht lassen.
Liebe Amerikanerinnen, liebe Amerikaner, wo immer Sie sind, was immer Sie treiben, woran Sie auch glauben:
Wählen sie Herrn Obama!
Die Welt wird es Ihnen danken.
Und ich selbstverständlich auch.
Beste Grüsse,
Andrea Maria Dusl,
Vienna, Austria
4. November 2008 (1) Comments
They say: YES WE CAN
28. Oktober 2008 (0) Comments
Kunst und Kampf
Ein Staat, der die Kunst nicht beschützt, ist ein dummer Staat.
Ein Staat, der die Künstler nicht beschützt, ist ein armer Staat.
Ein armer Staat ist ein gefährlicher Staat.
Andrea Maria Dusl
Filmemacherin
11.3.2008
Statement für eine Kundgebung
am Dienstag, 11. März 2008 12 Uhr
vor dem Bundesminsiterium für Unterricht, Kunst und Kultur
Minoritenplatz 5, 1010 Wien
Was ist passiert?
Der Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF), der seit 2001 Zuschüsse zum
Pensionsversicherungsbeitrag von selbstständig erwerbstätigen KünstlerInnen
vergibt, ist für einen Teil der Betroffenen eine Unterstützung:
freischaffende KünstlerInnen mit dem richtigen Einkommen und einem Faible
für Lotterie und Almosen. Denn dem Fonds sind Rückzahlungsforderungen
vorbehalten, wenn KünstlerInnen die Einkommens- und andere Vorgaben des
KSVF-Gesetzes wider Erwarten nicht erfüllen.
Seit dem Antritt der SPÖVP-Regierung hat Kunstministerin Claudia Schmied
eine Lösung dieser "untragbaren Situation" versprochen. Doch die
Gesetzes-Novelle, die morgen im Parlament verabschiedet werden soll, bringt
keine substanziellen Verbesserungen. Grundlegende Probleme wie die
Definition von KünstlerInnen, die Abschaffung der künstlerischen
Mindesteinkommensgrenze als Zuschussvoraussetzung oder die Erweiterung des
BezieherInnenkreises blieben unberücksichtigt. Wenn in Zukunft weniger
Rückzahlungen stattfinden, so wird dies ausschließlich an den erforderlichen
Bettelbriefen von KünstlerInnen mit den richtigen Argumenten liegen.
Keine einzige der vom Kulturrat Österreich seit Jahren geforderten
Sofortmaßnahmen ist erfüllt. Der Kulturrat Österreich ruft daher zu einer
Spontankundgebung anlässlich der Beschlussfassung der KSVF-Gesetz-Novelle
auf.
Rettet den ORF!

Der ORF ist endgültig zur Propagandamaschine der Regierung Schüssel
geworden. Das ist gefährlich für das Land. Das darf unsere Demokratie
nicht zulassen. Wir wollen die Bildermaschine wieder zurück! Sie gehört uns.
Sie gehört allen Österreichern, sie ist kein Erblehen der Leute, die Diktator
Dollfuß für einen Helden halten.
--> Hier geht's zur Aktion SOS ORF ( http://www.sos-orf.at )
Die Prominenten Gerhard Roßka, Esther Csapo, Claudia Teissig, Johannes Attems, Rike Fochler,
Heinz Epler, Helmut Opletal, Florian Camerer, Helene Maimann, Günther Paal, Michael Sturm,
Cecily Corti, Mirjam Jessa, Regina Strassegger, Hans Staudinger, Josef Weidenholzer, Albert Hosp,
Viktoria Kickinger, Gernot Stöckl, HK Gruber, Marian Heitger, Barbara Ladinser, Margit Schreiner,
Eva Marginter, Peter Pawlowsky, Barbara Heitger, Alfred Smolana, Claudia Neuhauser,
Maximillian Gottschlich, Nicole Scharang, Alfred Schwarz sowie 41688 andere haben bereits unterschrieben!
Redezeit 2 ::: Wie käuflich ist die Kunst?
Wie käuflich ist die Kunst?
In Wahlzeiten erinnert sich die Politik gerne der Künstler.
Redezeit 2, mit:
Mercedes Echerer - Schauspielerin,
Gerald Matt - Kunsthallendirektor,
Thomas Rabitsch - Musiker und Bandleader,
Thomas Trenkler - Kultur-Journalist.
Gastgeberin: Andrea Maria Dusl - Jägerin und Sammlerin
Live: Sonntag, 21. Mai, 20 Uhr
Theater im Rabenhof
A-1030 Wien
Rabengasse 3
Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82
Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at
Eintritt: € 5,--
Äther: Samstag, 3. Juni, um 20h
Kabel-Kanal OKTO
--> Redezeit Blog
Showtime ::: Redezeit 1 ::: 29. April 20h auf OKTO
Die sprachlose Republik.
Warum in Österreich nur mehr verlautbart
und nicht mehr diskutiert wird.
Redezeit 1.
Mit dem Kabarettisten Werner Schneyder,
der Kolumnistin Doris Knecht,
dem Talkmaster Hermes Phettberg und
dem Historiker Lothar Höbelt.
Gastgeberin: Andrea Maria Dusl
Aufzeichnung der Debatte vom Sonntag, 23. April, 20 Uhr, Theater im Rabenhof
Samstag, 29. April, um 20h
Kabel-Kanal OKTO
Redezeit 1 --> download mp3 (91.465 KB)
--> Redezeit Blog
--> Okto Redezeit Blog
.......................
Redezeit gibt es jetzt auch als iTunes-Podcast. Entweder direkt über
iTunes-> Podcast-> Suchwort: Redezeit
oder über Redezeit Blog -> Subscribe Podcast
29. April 2006 (0) Comments
Redezeit Blog
Redezeit, mein monatlicher Diskussionsabend im Rabenhof-Theater hat jetzt einen eigenen Blog. Oder sagt man "ein eigenes Blog"? Wie auch immer, hier gehts dahin --> Andrea Maria Dusls Redezeit Blog Mit Feedburner und Podcast.
27. April 2006 (0) Comments
Redezeit ::: Sonntag 23.4. 20h im Rabenhof
Die sprachlose Republik.
Warum in Österreich nur mehr verlautbart
und nicht mehr diskutiert wird.
Gäste von Andrea Maria Dusl sind die Kolumnistin Doris Knecht, der Talkmaster Hermes Phettberg, der Historiker Lothar Höbelt und der Kabarettist Werner Schneyder.
Sonntag, 23. April, 20 Uhr
Theater im Rabenhof
3., Rabeng. 3
Tel. 712 82 82
Der Indie-Kanal okto
sendet Redezeit am
Samstag, 29.4. um 20:00
Download FM4 Interview vom 22.4. (1,7 MB) - Andrea zu Gast bei Connected's Natalie Brunner.
DEBATTIERCLUB Die Regisseurin und Falter-Kolumnistin Andrea Maria Dusl will die öffentliche Debattierkultur wieder beleben und startet im Rabenhof die monatliche Diskussionsveranstaltung „Redezeit“. THOMAS PRLIC in Falter 16/2006
Es ist schon ein Weilchen her, da saß Andrea Maria Dusl vor ihrem Fernsehkastl, und schaute sich eine alte Aufzeichnung des „Club 2“ an. In der legendären ORF-Debattierrunde stritten Günther Nenning, Rudi Dutschke und Daniel Cohn-Bendit miteinander. „Mir fiel die Kinnlade runter. Das war so interessant und gleichzeitig eine völlig andere Art von Debattenkultur“, erzählt die Filmemacherin und Falter-Kolumnistin, die so auf die Idee kam, das Club 2-Prinzip in einer Diskussionsveranstaltung wieder aufleben zu lassen.
Ursprünglich habe sie jemanden anstiften wollen, so etwas zu veranstalten, erzählt Dusl, aber weil das Anstiften noch mühsamer sei als das Selbermachen macht sie im Diskutierclub jetzt selbst die Moderatorin und Gastgeberin. Kommenden Sonntag (23.4.) findet im Rabenhoftheater die erste Ausgabe von „Redezeit“ statt, wie die monatliche Diskursrunde heißen wird. Als Gäste hat sich Dusl den Kabarettisten und Ex-Boxer Werner Schneyder, die Kolumnistin Doris Knecht, Predigtdiener Hermes Phettberg und den FPÖ-nahen Historiker und Uniprofessor Lothar Höbelt eingeladen, die zur Premiere gewissermaßen übers Reden reden werden. Das Thema der ersten Runde: „Die sprachlose Republik. Warum in Österreich nur mehr verlautbart und nicht mehr diskutiert wird.“
In Deutschland, sagt Dusl, habe jeder Sender ein sogenanntes Talk-Format, „bei uns gibt es nur Plauschrunden, aber keine politischen und gesellschaftspolitischen Diskussionen.“ Wobei Redezeit zwar als Live-Diskussion im Rabenhoftheater angelegt ist, beim Wiener Community-TV-Kanal Okto aber auch im Kabelfernsehen laufen wird und über ein eigenes Weblog als Podcast anschaubar sein soll. Als Diskutanten hat die Moderatorin fürs erste Mal Leute ausgesucht, die sich in der einen oder anderen Form professionell mit dem Thema Reden oder öffentlicher Meinung beschäftigen. Auf Politiker hat sie jedoch absichtlich verzichtet. „Die würden das sofort für ihre Zwecke umfunktionieren.“
Der Theaterkontext kommt Dusl für die Diskussionsrunde gar nicht ungelegen – so sei man näher am Publikum. Die Diskutanten sollen aber nicht auf der Bühne sitzen. Damit das Publikum nicht ehrfürchtig zur Diskutierrunde aufschauen muss, sondern ganz demokratisch auf sie runterblicken kann, werden die ersten paar Sitzreihen im Rabenhof für die Gäste-Couches abgebaut. Falls sich Zuschauer beteiligen wollen, wird es auch ein Mikrofon für Publikumswortmeldungen geben.
Dabei ist Dusl sehr wohl klar, dass der legendäre Club 2 heute sehr verklärt in Erinnerung ist. Dass es in der Redezeit fad werden könnte, darüber macht sie sich aber keine Sorgen: „Ich will ja selber spannende Sachen hören. Und ich habe auch nicht vor, irgendwelche Tabus einzuführen.“ Die Veranstaltungsreihe will die Regisseurin trotzdem nicht als Show missverstanden wissen, „ich sehe das im Dienste der Aufklärung“. Zeitbegrenzung soll es beim Diskutieren keine geben, einfach so auslaufen lassen will die Moderatorin den Debattierabend aber auch nicht. Das Ende will Dusl jedenfalls möglichst rechtzeitig ansetzen – nämlich bevor die Zuschauer genug haben, und nicht erst, wenn sie schon genug haben.
..............................
Redezeit, 23.4., 20 Uhr, mit Werner Schneyder, Doris Knecht, Hermes Phettberg, Lothar Höbelt; im Rabenhof, 3., Rabeng. 3, Tel. 712 82 82, www.rabenhof.at, www.redezeit.at, http://okto.tv/
18. April 2006 (0) Comments



