Dusl-Musik ausgegraben

Electric Silence

AMD-Electric-Silence-100.jpg1991, an einem einsamen Sommer- Sonntag- Nachmittag habe ich in einem Hinterhof- Studio in der Wiener Haydngasse ein paar Nummern aufgenommen: Den Soundtrack zu meiner Kurzfilmserie Around The World in Eighty Days (In 80 Tagen um die Welt) - mit dem grandiosen Rainer Egger als Steinyo Pichler. Der Originalmix ist verschollen, die Achtspur-Bänder liegen bei Christian Fennesz, aber vorige Woche (im Spätnovember 2007) habe ich in einem Übersiedlungskarton eine Musicasette gefunden, auf der eines dieser verschollenen Stücke aufgenommen war. Jimmy Hennrich hat mir das eiernde, auf halber Geschwindigkeit laufende und stellenweise schon demagnetisierte Band digitalisiert. Electric Silence ist die Filmmusik zum Zweiminüter Nach Attnang. Sämtliche Gitarren sind von mir gespielt, idem das Sample - John Bonhams Intro zu When The Levee Breaks. Unter den Gitarren liegt ein düsterer Layer, den ich auf Carlo Pelikans EMU-Keyboard gespielt habe. Der Pelikanole hat die Nummer auch gemischt. Die Slide-Gitarre ist eine blonde 58er Gibson 350 TD. Drüber liegt eine angezerrte Ibanez Artist. Both guitars are gone with the wind.

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1. Dezember 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Neues Dusl-Buch

Die österreichische Oberfläche

Dusl-Oberflaeche-Cover-100.jpgMeine neueste Perfidie, die Pathologie der Österreicherei ist gerade erschienen und liegt von Frankfurt bis Feldkirch in den deutschsprachigen Buchhandlungen!

Andrea Maria Dusl

Die österreichische Oberfläche
Österreich findet am Übergang zwischen Innen und Außen statt

Österreich, das Land zwischen Bodensee und Langer Lacke, zwischen Böhmerwald und den Karawanken. Die Heimat von Freud und Hitler, Almdudler und Kaiserschmarrn, existiert sie überhaupt? Oder ist Schnitzelland nur eine Erfindung? Die österreichische Filmregisseurin und Essayistin Andrea Maria Dusl stellt die nüchterne Diagnose: Österreich ist eine Illusion. Eine Einbildung, ein Oberflächenphänomen. Der Punschkrapfen unter den Nationen. Das Fettauge in der europäischen Rindsuppe.

Die österreichische Oberfläche beleuchtet essayistisch-kulturphilosophisch die österreichische Fassade – von der Z-Kugel bis zu Schüssels Socken –, seziert österreichische Verpackungen – von der Schnitzelpannade bis zur Sozialpartnerschaft – und widmet sich schonungslos der vielschichtigen Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen. Andrea Maria Dusl deckt neue und alte Irrtümer auf und beantwortet einen Katalog voll ungestellter Fragen. Liegen Linz und Wien überhaupt an der Donau? War Kaiser Franz Josef überhaupt Habsburger? Womit siegelte Figl den Staatsvertrag? Und wem gehört Österreich überhaupt: Den Liftbesitzern oder der Ballmafia?

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Andrea Maria Dusl
Die österreichische Oberfläche
Residenz Verlag
Mit 34 Elektroholzschnitten der Autorin
240 Seiten, Klappenbroschur
EUR 19,90 / sFr 33,80
ISBN: 9783701714865
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Buchpräsentation und Lesung
Nationalfeiertag
25. Oktober, 19 Uhr
Hauptbücherei der Stadt Wien
Urban-Loritz-Platz; Am Gürtel

Lesung
15. November 2007, 17:45 Uhr
Wiener Buchwoche im Rathaus
Literaturcafé

Weitere Lesungen folgen.

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Ines Bernauer, Residenzverlag
Telefon 0043 2742 802 1411
i.bernauer@residenzverlag.at
Residenz Verlag

11. Oktober 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Rabenhof Diskussion

Redezeit 2

RZ-Andrea-Logo.jpgWie käuflich ist die Kunst?

Diskussion mit Mercedes Echerer - Schauspielerin, Gerald Matt - Kunsthallen-Direktor, Thomas Rabitsch - Musiker und Band-Leader, Thomas Trenkler - Kultur-Journalist. Gastgeberin: Andrea Maria Dusl - Jägerin und Sammlerin +++ Live: Sonntag, 21. Mai, 20 Uhr Theater im Rabenhof A-1030 Wien Rabengasse 3 +++ Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 +++ Infos und Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Eintritt: € 5,-- +++ Redezeit gibt es auch im Fernsehen: Samstag, 3. Juni, um 20h +++ Kabel-Kanal OKTO

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--> Comandantina Dusilova

17. Juni 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Verve Impressions

Brass, Strings, Keys, Saxes, etc.

Verve-Impressions-Saxes.jpgUniversal Das Universum jener musikalischen Ausdrucksformen, die mit dem Etikett Jazz eingerext werden, lässt sich auf vielerlei Art bereisen. Für die Klientel des "Lieblingsartisten" erscheinen kiloweise Ausgrabungsergebnisse aus diversen “Vaults” und anderen Jazzlagerstätten. Die führenden Diziplinen dieser Schule, die Miles-Davisologie und die John-Coltraneologie widmen sich mit Doppel- und Dreifachalben, Out-Takes-Boxen, Legendary-Concert-Schubern und allerlei Jubiläums-Kisten dem Oevre der grossen Giganten. Eine anderere Jazzforschungsmethode fokussiert weniger den einzelnen Künstler, sondern widmet sich dem Genre, dem Stil, der Epoche und kompiliert Editionen mit Material verschiedener, aber miteinander musikalisch hochgradig verwandter Aufnahmen.

Einen völlig anderen, aber gewinnenden Ansatz zum archäologischen Verständnis des Jazzs hat die Edition Verve impressions der österreichischen Tochter des Musikmajors Universal, die Zugang zu den die Lagerstätten des Verve-Labels hat. Grabungsleiter Chrsitian Krug hat den Instrumenten des Jazzs 12 Doppel-CDs gewidmet und darauf grosse Namen mit weniger bekannten, aber nicht minder mitreissenden gereiht. Der schräge Ansatz hat eine erfrischende Konsequenz. Unter dem Stratum der grossen Namen liegen weniger bekannte Jazzinstrumentalisten, die zwar weniger berühmt, aber nicht weniger guten Jazz erarbeitet haben. Zudem geht die Edition Verve chronologisch vor, es lassen sich Entwicklungslinien im Umgang mit einem Instrument verfolgen, die überraschende Einblicke in die Geschichte des Jazz erlauben. Die Edition gerät dabei nie in Gefahr schnarchige Belehrung zu transportieren. Im Gegenteil, die Reise durch die Zeit ist leichtfüssig und erfrischend und lässt sich bei jedem Instrument (auch Vocals werden als eines verstanden) aufs Neue antreten.

Die Doppel-CDs “Brass” und “More Brass” (von Louis Armstrong über Chet Baker, bis Roy Hargrove), “Bigbands” (von Gene Krupa bis Vienna Art Orchestra), “Strings” und “More Strings” (von Reinhardt über Montgomery, Metheny bis Scofield), “Keys” (Mingus bis Wesseltoft), “Saxes”, “More Saxes”, und “Woodwinds” (von Coltrane bis Shorter), Female, Male und Voices (von Nat King Cole bis Cassandra Wilson). Das doppelte Dutzend ist Bügel- und Überlandfahrttauglich und wird dem Puristen mindestens so viel Dejavus bescheren wie dem Novizen Einlicke in das funklelnde Universum des Jazz. ANDREA MARIA DUSL für Falter 09/2006

25. Februar 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Ostbahn

Höchste Zeit
Ein Abend im Gasthaus Quell

Ostbahn-Hoechste-Zeit.jpg Universal Der Quell ist nicht irgendein Wirtshaus, sondern jene mythenschwere Gaststätte im 12ten, in der die vielen literarischen und musikalischen Wege eines gewissen Kurt Ostbahn zusammenlaufen. Zur endgültigen Pensionierung
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der liebenswert proletoiden Kunstfigur, die das 2000 verstorbene Mastermind Günter Brödl errichtet hatte und die Willi Resetarits fast zwanzig Jahre lang kongenial verkörperte, finden dort im Oktober 2003 zwei berührende und überaus dichte Favorit'n'Blues-Abende statt. Unplugged und selbstkomponiert. Willi Resetarits' Chefpartisianen spielen mit den "Lost Quell Sessions” eine der besten Aufnahmen des umfangreichen Ostbahn-Katalogs ein. Wirst du jetzt noch einmal auftreten mit dein Blues-Programm?“ fragt Dr. Trash den Ostbahn-Kurti. "Sicher ned. Die Zeiten sind vorüber. Man muß auch Abschied nehmen können.“ Für alle, die das nicht können gibt’s Franz Deckenbachs www.espressorosi.com.
ANDREA MARIA DUSL für Falter 49/2005

3. Dezember 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Neuer Dusl-Film

Heavy Burschi

hbdvdbestellcover.gifHeavy Burschi hat Zoff mit seiner Freundin Rita. Grund für den Kelch, wie man in Wien sagt: Heavy Burschi ist mit dem gemeinsamen Söhnchen Pauli im Wettcafé gewesen. Rita findet das unmöglich und hat Burschi aus der Wohnung geschmissen. Heavy Burschi aber bemüht sich und kauft Söhnchen Pauli "neue Schuhe" im Caritas-Second-Hand-Laden: "Super Schuhe für unser super Kind". Wird ihm Rita diesmal verzeihen?

"36 oder: Heavy Burschi ruft Rita an und sagt, es tut ihm leid" ist der neue Kurzfilm, den ich mit Christoph Grissemann in der Hauptrolle als Wettbewerbsbeitrag für Berlin36 gedreht habe. Musik: Peter Dusl, Editing: Karina Ressler, Postproduktion: Thomas Schneider, Buch, Kamera und Regie: Andrea Maria Dusl. Ab 16. Oktober 2005 hier im Expedit bestellen!

5. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Miles Davis

Bitches Brew

MilesDavis.jpgEs ist wenig bekannt, daß auf diesem epochalen Fusion-Album der Schulfreund des österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil das Fender-Rhodes bedient (ein gewisser Joe Zawinul aus Wien-Erdberg).

Bitches Brew ist die Mutter des elektrischen Jazz.

Ich stelle mir da beim Hören immer eine dunkle und warme Halle von enormen Ausmassen vor. Weiters stelle ich mir vor, daß Miles, Wayne Shorter, Joe Zawinul und John McLaughlin ständig Durst hatten, aber vor "electrissement" nie zu einer Pause fanden. Für dieses Bild ist erforderlich, daß es in der Garderobe von Miles Unmengen von Light-Beer und Sprudel gab, aber irgendwie nie einer Zeit fand, mal schnell rauszugehen, um ein Fläschchen zu holen. Bitches Brew: ein Album wie durstig.

28. September 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Frank Zappa

Zappa in New York

FrankZappa.gif"We are only in it for the money", log FZ. In Wirklichkeit war er wegen Strawinsky und Ficken im Business, wie sein Trommelmann Terry Bozzio auf dem wenig jugendfreien Live-Take von "Titties and Beer" bekannte.

"Zappa in New York" habe ich mir 1978 in Sichtweite der Wiener Oper gekauft. In einem Plattengeschäft namens Hannibal, das damals ungeheuer hip war, weil es - jedenfalls habe ich das so in Erinnerung - ein Dutzend Vorspielautomaten mit Tangentialarmen hatte. Hängende! Hängende Vorspielautomaten mit Tangentialarmen! In Kopfhörern des hippen Hannibal hörte ich zum erstenmal Jazz, der nicht klang wie alte Herrenhosen in die jemand Lulu gemacht hatte. Jazz, der sich gar nicht wie Jazz anhörte, sondern einfach und kompliziert, sozusagen grundgut war. (Und weil da Randy Brecker Trompete und Michael Brecker das Saxophon blies, habe ich mir in Folge der Verehrung für dieses Album gleich mal sämtliche Alben der Brecker Brothers gekauft.)

Eindeutig großartig fand ich das Design des Doppelalbums. In einer Zeit, in der Platten noch groß und schwarz waren, transportierten auch Plattencover eine Message. Die Message war ungefähr die: Wir sind jetzt hier in New York, gleich beginnen die Achtziger und da machen wir noch schnell ein paar Dinge, die wir gut können, bevor alle anfangen, sich die Haare blau zu färben und Ska auf Heimorgeln zu spielen.

Das absolute Higlight von FZINY (so heißt die Platte unter Auskennern) sind die beiden letzten Nummern, BP und TPL, der meisterhaft anspruchsvolle Zappa-Standard "Black Page" und das rhythmische Fusion-Minenfeld "The Purple Lagoon".

"The Purple Lagoon" ist camp.
Absolut camp.

27. September 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Johnny Guitar Watson

Ain't that a Bitch

JohnnyGuitarWatson.jpgNiemand auf Gottes soulgetränkter Erde hatte einen Daumen wie Johnny G. Sein Funk war so fat und gleichzeitig so laid back, daß es niemand auch nur den Versuch wagte, ihn zu imitieren. (Frank Zappa soll nur seinetwegen überhaupt zum Gitarrespielen begonnen haben). Johnny Guitar Watson war musikalisch so black, daß sich sogar ein Hohepriester des Soul wie James Brown neben ihm wie ein braver Finne ausmacht.

27. September 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Led Zeppelin

D'yer Mak'er

LedZeppelin.gifSeltsamerweise gilt es sogar in aufgeklärten Kreisen nicht gerade als schick, diese Musik aus dem Jura des Hard Rock zu hören. (Selbst Led Zeppelin- Afficionados greifen dieses Album nur mit äußerst spitzen Fingern an.) Mein absoluter Lieblings-Song auf dem ganz und gar wunderbar zusammengebastelten Album ist "D'yer Mak'er", ein bluesig-karibisches Liedchen, das mit einem in Richtung Ben E. King zielendem Riff beginnt und dann in einen hypnotischen Reggae-Off-Beat schlingert.

27. September 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




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Boboville
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