Channel 8 - Rezensionen ::: Deutschlandfunk

Michaela Schmitz vom Deutschlandfunk hat mein Roman "Channel 8" sichtlich gefallen.

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Hier die ungekürzte Textversion:

Zwischen Traum und Wirklichkeit
Andrea Maria Dusl: "Channel 8". Residenz Verlag
Von Michaela Schmitz

Channel-8-Cover-100.jpgValentin arbeitet als Pariser Korrespondent für den österreichischen Fernsehsender "Chanel 8". Denkt zumindest der Fernsehzuschauer. In Wahrheit finden seine Aufnahmen im Studio statt. Für Valentin beginnt ein Trip zwischen Schein und Sein.

Ist es eigentlich der Regisseur, der im Skript die Rolle seiner Hauptfigur festlegt? Oder ist es der Filmheld, der schließlich über das Drehbuch des Regisseurs entscheidet? Das ist doch die Frage. "Channel 8" ist Andrea Maria Dusls Antwort darauf. "Channel 8" heißt der österreichische Fernsehsender, für den Valentin als Pariser Korrespondent arbeitet. Vor den Wahrzeichen von Paris spricht Valentin seine Kommentare. So sieht es zumindest für den Zuschauer aus. In Wahrheit finden die Aufnahmen im Studio statt. Und damit geht es schon los - mit der Frage nach Schein und Wirklichkeit nämlich. Medien-Profi Valentin sollte sich eigentlich damit auskennen. Aber ausgerechnet ihm geraten die Grenzen zwischen Sehen und Vorstellen, Erleben und Träumen, Denken und Sprechen urplötzlich durcheinander. Seine Gedanken werden von einer ihm völlig unbekannten Russin besetzt. In ungeschnittenem Filmmaterial von Sankt Petersburg erkennt er sie dann tatsächlich wieder: Anastasija. Er hat sie nie zuvor gesehen. Valentin steht völlig neben sich. Und das buchstäblich: Denn neben seinen eigenen Gedanken und Träumen sendet irgendjemand auf genau derselben Frequenz. Es ist die Russin. Das fühlt er genau.



"Es war mehr und schräger als normaler Jetlag, verdrehter und verirrter als die Müdigkeit nach einem Flug über den eigenen Schatten. Es war, als wäre die Zeit in beide Richtungen gelaufen, vorwärts und rückwärts zugleich. Und als hätte einer der beiden Zeitzwillinge einen Looping gemacht. ( ... ) Es war, als ob Erinnerung und Vorahnung gleichzeitig existierten."



Die Signale in seinem Kopf werden immer stärker. Weder Freundin Monique, mit der er im Marais lebt, noch den anderen Bobovillans kann er davon erzählen. Nur seiner Busenfreundin, Kamerafrau Nina, vertraut er sich schließlich an. Zusammen mit Nina im martialischen Camo-Outfit und dem wortkargen Toningenieur Lars fliegt Valentin auf der Suche nach Anastasija nach Sankt Petersburg. Aber wo soll er anfangen? Langsam wird ihm klar: Sie ist nur über seine eigenen Träume zu finden. Schlaftabletten sollen die Suche beschleunigen. Man verkauft ihm Drogen. Die schießen ihn in einen absurd-skurillen Horrortrip. Sein Bewusstsein zappt durch einen immer weiter abdriftenden Sampler: ein Remix aus Filmen wie Luc Bessons "Nikita" oder Jean-Jaques Beineix' "Diva" mit verschiedenen James-Bond- und Hitchcock-Szenen. Genau in dem Moment, als er dem Geheimnis aller Geheimnisse auf die Spur kommt, wacht Valentin auf. Er liegt auf seinem Bett im Petersburger Hotelzimmer.



"Bin ich tot?, fragte Valentin. Anastasija schüttelte den Kopf. Du bist bei mir. ( ... ) Es war warm, schrieb Anastasija in ihr schwarzes Buch. ( ... ) Ein Schmetterling flatterte auf. Wind stob durch Valentins Haar. ( ... ) Was schreibst du?, fragte Valentin. Ich schreibe meine Geschichte auf, sagte Anastasija."



Anastasijas Geschichte wiederholt, mit wenigen Änderungen, die Anfangspassage des Romans "Channel 8". Ist ihre Geschichte also nur ein Screenplay, das sie gerade selbst entwirft? Oder sind sie und Valentin Helden im Drehbuch irgendeines ihnen unbekannten Regisseurs? Die Frage bleibt offen. Wie in der Geschichte aus dem kleinen Büchlein von Valentins esoterischem Therapeuten Kifti. Dort träumte Zhuāngzĭ, er sei ein glücklicher Schmetterling. Als er aufwacht, wird ihm klar, er ist Zhuāngzĭ. Oder war er ein Schmetterling, der gerade geträumt hatte, Zhuāngzĭ zu sein? Der Schmetterlingstraum ist ein bekanntes chinesisches Gleichnis von der Relativität menschlicher Wahrnehmung, persönlicher Identität und der Unmöglichkeit der Erkenntnis letztgültiger Wahrheit.

"

Channel 8" stellt eine intelligente und humorvolle Transkription dieser Parabel auf die moderne Medienwelt dar. Andrea Maria Dusl entwickelt aus dem alten asiatischen Sinnbild einen amüsanten, spannenden und philosophisch hintersinnigen "Film in Worten" mit hoher Erzähldynamik. Durch ihre filmische Erzählweise gelingt es der Autorin, Regisseurin und Illustratorin Dusl, Valentins und Anastasjas Blickwinkel geschickt ineinander zu montieren. In parallelen Kamerafahrten, Szenen- und Perspektivwechseln schneidet Dusl die beiden Figuren so eng ineinander, dass sie immer mehr ineinander übergehen. Schließlich werden sie so frappierend überblendet, dass man meint, den einen aus den Augen des anderen blicken zu sehen. Dusl illustriert fremde Gedanken, Träume und Gefühle so verblüffend, dass sie sich gleichsam zu materialisieren scheinen. Der Roman selbst findet ein treffendes Bild dafür. Valentin erinnert sich, wie in Krakau eine Fremde unbelichtete Polaroids seiner Kamera auf ihre Handfläche legt. Als sie ihn auffordert, an irgendetwas zu denken, erscheinen auf dem Grau schemenhaft Schnappschüsse seiner geheimsten Gedanken und Erinnerungen. Auslöser eines Wahrnehmungsschocks, den Andrea Maria Dusl sich für ihren Roman zunutze macht. In "Channel 8" fängt auch sie mit ihrer Erzähl-Kamera mehr ein, als man zu sehen gewohnt ist. Sie bewirkt damit viel: die erfrischende Verunsicherung unserer längst entmythisierten Seh- und Denkgewohnheiten. 



Andrea Maria Dusl: "Channel 8". Residenz Verlag 2010. 256 Seiten, 21,90 EUR.

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12. August 2010 (0) Comments


Channel 8 ::: Kritiken in Kurier und Presse

Peter Pisa im Kurier vom 29.5.2010:
(Reinklicken für grössere Ansicht!)

C8R-Kurier-Pisa-29.5.2010.jpg


Anna-Maria Wallner in der Presse am Sonntag vom 30.5.2010:
(Reinklicken für grössere Ansicht!)

C8R-Presse-aS-Wallner-30.5.2010.jpg

1. Juni 2010 (0) Comments


Showtime ::: Channel 8 - Lesung: 27.5. Leobersdorf

Channel-8-Cover-100.jpgEs gibt nur eine Frage: Wer bist du?

Andrea Maria Dusl
liest aus ihrem neu erschienenen Roman
Channel 8

Kommet!

Donnerstag, 27.5.2010 - 19:30h
Vinothek bel vino
Hauptstr. 30-32
2544 Leobersdorf
Tel: 01 9081326
leobersdorf@buecher-hikade.at
www.buecher-hikade.at

EINTRITT € 5,-
(Eintrittskarte gilt als fünf Euro Gutschein,
einzulösen binnen einer Woche nach Ausstellung
bei Bücher Hikade Leobersdorf, Hauptstr. 14.)

Platzreservierung unter 02256/65 824
oder: leobersdorf@buecher-hikade.at empfohlen

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26. Mai 2010 (0) Comments


Showtime ::: Channel 8 Lesungen: 18.5.Tiempo - 20.5.Thalia

Channel-8-Cover-100.jpgEs gibt nur eine Frage: Wer bist du?

Andrea Maria Dusl liest aus ihrem neu erschienenen Roman Channel 8
Kommet!

Am Dienstag, 18.5.2010 - 19:30h
in der Buchhandlung Tiempo Nuevo
Taborstraße 17a, 1020 Wien
Tel: 01 9081326
nuevo @ tiempo.at
www.tiempo.at

und

am Donnerstag, 20.5.2010 - 19h
in der Buchhandlung Thalia
Mariahilferstraße 99, 1060 Wien
Tel: 01 5954550
mh99@thalia.at
www.thalia.at

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18. Mai 2010 (0) Comments


Channel 8 ::: Präsentation bei Anna Jeller

C8R-Jellerankündigung-500.jpg

Buchhandlung Anna Jeller

Samstag, 15. Mai 2010
10 bis 13h

Margaretenstraße 35
1040 Wien
Tel.: 586 13 53
Fax.: 586 67 47

Andrea Maria Dusl stellt Ihren neuen, bei Residenz erschienenen Roman CHANNEL 8 vor.

Durch Zufall erfährt Valentin, erfolgreicher Fernsehjournalist für den internationalen Pariser Nachrichtensender CHANNEL 8, dass seine verstörenden Träume höchst real sind. Verwirrt begibt er sich auf die Suche nach den seltsamen Bildern, die in seinen nächtlichen Visionen herumspuken. Er reist in die Stadt, die ganz offenbar der Schauplatz dieser Träume ist.

Valentin ist auf unheimliche Weise mit einer russischen Künstlerin verbunden, die als Taschendiebin in Sankt Petersburg arbeitet...

Eine atemberaubende Liebesgeschichte voll transzendentaler Schönheit!

Welchen Tag haben wir heute?
Dienstag, sagte der Barkeeper und stellte
einen zwiefachen Martell auf den Zinc.
Und welche Stadt?
Paris.
Sind Sie sicher?
Ich bin mir sicher, sagte der Barkeeper.
Und gestern?
Montag. Auch Paris. Hier ist immer Paris,
Monsieur, seit ich mich erinnern kann.
Seltsame Dinge passieren, sagte Valentin.


............................
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comandantina.dusilova@gmail.com

oder Renate Anderle, Residenzverlag
Telefon 0043 2742 802 1411
r.anderle@residenzverlag.at
Residenz Verlag

15. Mai 2010 (0) Comments


Neuer Dusl-Roman!

Channel 8

Channel-8-Cover-100.jpgEs gibt nur eine Frage: Wer bist du?

Andrea Maria Dusl

Channel 8
Eine atemberaubende Liebesgeschichte voll transzendentaler Schönheit!

"Welchen Tag haben wir heute?"
"Dienstag", sagte der Barkeeper und stellte
einen zwiefachen Martell auf den Zinc.
"Und welche Stadt?"
"Paris."
"Sind Sie sicher?"
"Ich bin mir sicher", sagte der Barkeeper.
"Und gestern?"
"Montag. Auch Paris. Hier ist immer Paris,
Monsieur, seit ich mich erinnern kann."
"Seltsame Dinge passieren", sagte Valentin."

Durch Zufall erfährt Valentin, erfolgreicher Fernsehjournalist für den internationalen Pariser Nachrichtensender „Channel 8“, dass seine verstörenden Träume höchst real sind. Verwirrt begibt er sich auf die Suche nach den seltsamen Bildern, die in seinen nächtlichen Visionen herumspuken. Er reist in die Stadt, die ganz offenbar der Schauplatz dieser Träume ist: Sankt Petersburg.

Valentin ist auf unheimliche Weise mit einer russischen Künstlerin verbunden, die als Taschendiebin arbeitet. Der mundane Reporter und die melancholische Schönheit träumen einander. Wie zwei Radiostationen, die auf derselben Frequenz senden, erleben sie das Leben des jeweils anderen im Traum.

Auf der Suche nach der fremden und doch so nahen Frau brechen die Ufer zwischen Traum und Wirklichkeit ein und beide überschreiten Grenzen, deren Existenz sie bislang nicht einmal geahnt hatten. Die Liebesgeschichte zwischen den so widersprüchlichen Charakteren wird zu einem Tanz auf dem engen Grat zwischen Leben und Tod.

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8. Mai 2010 (0) Comments


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