April 2011
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Podcast von Dusls politischer Talkshow im Theater im Rabenhof
Das Photobureau von Comandantina Dusilova kümmert sich ums Schöne und Abseitige
Fünf Jahrgänge politische Zeichnungen im Magazin Format
Das Unendliche Panorama
Folge 134 - Bei Amons
Folge 134 meines Unendlichen Panoramas. Ins Bild klicken für grosse Version.
Erschienen in Falter 20/2011.
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23. April 2011 (0) Comments
Das Unendliche Panorama
Folge 133 - Tripod
Folge 133 meines Unendlichen Panoramas. Ins Bild klicken für grosse Version.
Erschienen in Falter 19/2011.
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23. April 2011 (0) Comments
Das Unendliche Panorama
Folge 132 - Akstfrau
Folge 132 meines Unendlichen Panoramas. Ins Bild klicken für grosse Version.
Erschienen in Falter 18/2011.
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23. April 2011 (0) Comments
Das Unendliche Panorama
Folge 131 - Fölót Iron
Folge 131 meines Unendlichen Panoramas. Ins Bild klicken für grosse Version.
Erschienen in Falter 17/2011.
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23. April 2011 (0) Comments
Bernstein, der Funke und die Nachricht
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 17/2011
Liebe Comandantina,
habe ich etwas nicht gelesen, hab ich wo nicht aufgepasst? Der Begriff „Bernsteinfunkennachricht“ funkt unentwegt durch meinen Kopf. Googeln und wikipedieren halfen nur insofern, als ich eine Verbindung zur Elektrizität ausmachen konnte. Vermutlich ist Bernstein irgendwie an der Nachrichtenübermittlung beteiligt und nicht nur zur Behübschung weiblicher Ausschnitte brauchbar. In Erwartung entsprechender Aufklärung,
Rainer Jäger, per Bernsteinfunkennachricht
Lieber Rainer,
diese Kolumne sieht ihre Aufgabe darin, Licht ins Dunkel und Ordnung ins Zufällige zu bringen. Manchmal scheint es geraten, auch an der Beschattung falscher Beleuchtungen zu arbeiten und fehlgelegtes neu auszurichten. Eine Quelle satirischer Inspiration ist das bedenkenlose Verwenden von Begriffen aus anderen Sprachen und Benennungssystemen. Wie leichtfertig schreiben wir doch das Wörtchen Email! Meinen damit mal den Schmelzüberzug auf Häferln und Kochtöpfen, Broschen und Kaiserkronen, mal und öfter die elektronische Depesche. Und wenn wir letztere bezeichnen, warum tun wir das? Was ist ein/eine Email eigentlich? Und wie könnte das auf Deutsch heissen, eine Fremdsprache, mit der ich mich seit Kindertagen beschäftige. Der anglo-amerikanische Begriff email ist eine Verkürzung von electronic mail, elektronische Post, meint aber unsaubererweise nicht das Kommunikationsunternehmen, sondern nur das Informationspartikel, den elektronischen Brief. Im Einklang mit dieser Wahrnehmung verwendete diese Kolumne längere Zeit den Begriff Elektro-Post, um geemailte Fragen von solchen auf Postkarten und in Kuverts zu unterscheiden. Aus Elektro-Post wurde Elektro-Brief und aus semantischen Unklarheiten satirische Schärfungsversuche. Deutsch ist allerdings an Elektro- und Brief rein garnichts. Brief ist eine Entlehnung des lateinischen brevis, kurz. Elektr(o) ein Wortstamm, der vom griechischen élektron, Bernstein kommt. An diesem fossilen Harz wurde Elektrizität schon in der Antike beobachtet. In Anspielung auf die elektrostatischen Eigenschaften dieses Materials gab der irische Physiker George Johnstone Stoney 1874 der negativ geladenen Elementarladung den Namen Elektron - soviel wie Bernsteinfunke. www.comandantina.com dusl@falter.at
22. April 2011 (0) Comments
Auf d'Nacht, Herr Direktor!
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 16/2011
Liebe Frau Andrea,
unlängst hatte ich einen sehr langen Abend im Akademietheater. Gegeben wurde das grandiose Stück "Eine Familie". Einer der ebenfalls grandiosen Schauspieler hat seinen Auftritt ganz zu Beginn des Abends, dann stirbt seine Figur. Beim Schlussapplaus sah man den Herrn dann wieder - viereinhalb Stunden später. Natürlich weiß ich, dass alles nur gespielt ist. Aber was machen Schauspieler, wenn man sie viereinhalb Stunden nicht braucht? Sie kennen sich sicher auch da aus.
Liebe Grüße
Phillipp Sommer, Wien Sieben, per Bernsteinfunkennachricht
Lieber Phillipp,
Sie haben sehr richtig erkannt, dass die Gleichzeitigkeit von Figur und Darsteller in einigen grundsätzlichen Körperfunktionen Abweichungen erfährt. Geschissen und gestorben wird im Theater meist nur symbolisch. Ausnahmen kommen immer wieder vor. Bei regulären Produktionen dürfen wir aber davon ausgehen, dass Schauspieler ihren Bühnentod, sei er noch so ergreifend, nur spielen. Umso verblüffender nimmt das Publikum allerdings den Effekt ihrer Pumperlgesundheit beim Schlussapplaus wahr. So ist das Theater, lieber Phillipp, alles ist Chimäre, aber uns unterhält’s! Es gibt eine Vielzahl geschriebener und ungeschriebener Theatergesetze, die die Vorgänge hinter den Kulissen regeln. Schauspieler, die gerade nicht spielen, warten in Maske und Kostüm in der “Gasse”, auf der Hinterbühne oder in den Gängen, die die Bühne umlaufen. Der Inspizient und der Abenspielleiter sorgen für die Rechtzeitigkeiten ihrer Auftritte. Längere Pausen halten Schauspieler, je nach Status, Rollengrösse und Trinkgewohnheiten in ihren Garderoben oder in der Theaterkantine ab. Grössere Häuser leisten sich Monitore und Lautsprechersysteme, auf denen das Stück und wichtige Durchsagen der Inspizienten direktübertragen werden. Grössere Mimen haben Privatsekretäre, die sie aus Kurzschlaf und anderen Ablenkungen holen. Ausser bei der Premiere und der ersten Aufführung wird kein Bühnengestorbener viereinhalb Stunden auf den Schlussapplaus warten. In der Regel dürfen applausmüde Kollegen, die vor der Pause abgespielt sind, schon nach ihrem Auftritt nach Hause gehen. Oder der Nacht einen Haxen ausreissen. www.comandantina.com dusl@falter.at
18. April 2011 (0) Comments
Der letzte Bürgerliche
So sieht er aus.
Für den Standard vom 16./17. April 2011
15. April 2011 (0) Comments
Das Unendliche Panorama
Folge 130 - Most
Folge 130 meines Unendlichen Panoramas. Ins Bild klicken für grosse Version.
Erschienen in Falter 16/2011.
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13. April 2011 (0) Comments
Klausi, schreib auf!
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 15/2011
Hochgeschätzte Frau Andrea,
meine persönliche Sprache ist weitgehend aus mehr oder weniger klugen Sprüchen wie "Abara Kadabara, a Kibara is ka Habara" und dergleichen zusammengesetzt, quasi ein Setzkasten wiederkehrender Weisheiten. Im Büro haben sich mir jüngst zwei neue aufgetan, nämlich "'wird scho wern, sogt d'Frau Kern, is d'Frau Horn a wieda worn'" sowie "Kennst di aus, Reisinger?". Während des ersteren Ursprung im schönen Reim zu finden sein könnte, sind wir beim Reisinger ratlos, wo der wohl herkommen mag. Haben Sie eine Idee?
Mit bestem Dank und dem Ausdruck großer Freude über Ihre aufklärerische Kolumne, Hartmut Schöbitz, Wiener Neustadt, per Bernsteinfunkennachricht
Lieber Hartmut,
ich habe keine Idee, aber vielleicht eine Ahnung. “Kennst di aus, Reisinger” höre, viel mehr lese ich zum ersten mal. Meine gewöhnlich gut informierten Quellen sprudeln diesmal nicht. Ist “Kennst di aus, Reisinger?” gar ein Dialogsprengsel aus einer Fernsehserie oder ein Dada-Poesie-Partikel aus einer Rundfunkwerbung? Time will tell. Der von Ihnen aufgefangene Spruch, zu dieser Vermutung möchte ich mich hinreissen lassen, scheint jedenfalls ein klassischer Klausi-schreib-auf zu sein. Ein Klausi-schreib-auf ist ein Running Gag, der sich idealerweise in einem Arbeitsumfeld überschaubarer Größe etabliert und seinen Ursprung in einer vielfach und über einen längeren Zeitraum wiederholten Phrase hat. Meinen Klausi-schreib-auf erfand der Werkstättenleiter eines großen Wiener Theaters. Informationen, die er für merkenswert erachtete, pflegte er mit den Worten “Klausi, schreib auf!” an seinen Assistenten weiterzuleiten, einen jungen Mann namens Klausi. Wie Klausi mit Nachnamen hiess, haben wir nie erfahren. Klausi-schreib-auf, für “Bitte notieren” wurde zu einem geflügelten Wort, ja mehr noch, “Klausi-schreib-auf” wurde hinter den Kulissen dieses grossen Wiener Theaters zu einem Synonym für “Assistent”. Der oder die, hiess es, sei der oder die Klausi-schreib-auf vom dem oder dem. Ich war übrigens mal die Klausi-schreib-auf von George Tabori. Und George Tabori war mal der Klausi-schreib-auf von Alfred Hitchcock. Kennst di aus, Schöbitzinger? www.comandantina.com dusl@falter.at
11. April 2011 (0) Comments
Und Sie sind jetzt bitte gusch!
Für meine Kolumne 'FRAGEN SIE FRAU ANDREA' in Falter 14/2011
man kann heutzutage kaum mehr auf der Strasse gehen, ohne unfreiwillig Ohrenzeuge eines Handy-Telefonats zu werden. In der U-Bahn, im Bus oder in der Bim ist das Mithören wildfremder Gespräche nahezu unvermeidlich. Mich stört das sehr. Haben Sie irgendwelche Tricks auf Lager, wie man das abstellen kann?
Bettina Kindermann, Neubau,
per Gesichtsbuchdirektnachricht
Liebe Bettina,
das Mithören fremder und meist intimer Telefongespräche gehört längst zum Konversationsrepertoire urbanen Lebens. Neben der Beschallung durch schlechte Musik gehört das passive Handyphonieren zu den grossen akustischen Belästigungen unserer Zeit. Es gibt Abhilfe, liebe Bettina! Je nach emotioneller Konstitution möchte ich drei Methoden zur Dezimierung unerfreulicher Fremdgespräche empfehlen, eine elektronische, eine gesprächstechnische und eine literaturdiplomatische. Nerds, Geeks und Technikfuzzis sollten den illegalen Kauf eines ebenso illegalen cell phone jammers, also eines Handy-Störsenders erwägen. Die Geräte dürfen weder gekauft noch betrieben werden, sind aber recht einfach im Internet zu bestellen und funktionieren sehr gut. Nicht verboten ist das Mitreden. Ich selbst habe grosse Erfolge mit dieser Technik erzielt. Wenn man schon mithören muss, so mein Credo, soll man auch mitsprechen dürfen. Man darf, man soll. In der Lautstärke des Handyphonierenden, und durchaus über das gleiche Thema. Rhetorisch platzierte Fragen und Wiederholungen des Gehörten verstärken den Effekt. Man kann sich dazu das eigene Handy ans Ohr halten oder frei sprechen wie es die grossen Mimen tun. Eine subtile und trefflich funktionierende Methode ist das wortlose Überreichen einer Konversationskarte an den Störenfried. In den USA sind solche Hushing-Cards ein grosser Renner. Die Gesellschaft für Handy-Hushing etwa vertreibt die vistenkartengrossen Billets mit Texten wie: "Sie sollten wissen: Jeder hier muss ihrem Gespräch zuhören" und "Die Welt ist laut. Sie machen es nicht besser”. Deutschsprachige Karten mit einschlägigen Aufforderungen, das Gespräch zu beenden, jetzt also bitte Gusch zu sein, wolle man auf http://bureau.comandantina.com/archivos/2011/04/psst.php beziehen. www.comandantina.com dusl@falter.at
--> Download file "Handy-Gusch"
4. April 2011 (0) Comments
Psst! Gusch!
Handy-Gusch-Karten. Pdf runterladen, ausdrucken und zuschneiden.
--> Download file
4. April 2011 (0) Comments
Das Unendliche Panorama
Folge 129 - The Flying Truck
Folge 129 meines Unendlichen Panoramas. Ins Bild klicken für grosse Version.
Erschienen in Falter 15/2011.
Hier geht's zu sämtlichen Folgen ---> Das Unendliche Panorama - Archiv
und hier zum Panorama als Endlosanimation ---> Das Unendliche Panorama - Directors Cut
1. April 2011 (0) Comments
Das Unendliche Panorama
Folge 128 - Klimek
Folge 128 meines Unendlichen Panoramas. Ins Bild klicken für grosse Version.
Erschienen in Falter 14/2011.
Hier geht's zu sämtlichen Folgen ---> Das Unendliche Panorama - Archiv
und hier zum Panorama als Endlosanimation ---> Das Unendliche Panorama - Directors Cut
1. April 2011 (0) Comments


