Böse Symmetrien ::: Peter Westenthaler

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Aus dem Symmetrielabor: Peter Westenthaler. BZÖ-Politiker.

29. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings




Gewittermilch

Milch.jpgLiebe Frau Andrea,

gerade erschien das Kochbuch des niederländischen Demo-Aktivisten Wam Kat - 24 Rezepte zur kulinarischen Weltverbesserung. Darin ist davon die Rede,
dass wegen Gewitters sauer gewordene Nudeln eine prima Bratlinggrundlage seien. Und hieß es nicht früher, bei Gewitter werde Milch sauer? Wieso ist das so? Wegen Plasma und Volt? Und ist das gesund?

Fragt die Trixi aus dem tiefen Simmering

Schau mal, Trixi,

der Mythos der gewittersauren Milch stammt aus der Generation unserer Großmütter und Urgroßmütter. Offenstehende Milch, so geht die Küchenerzählung, werde durch das Kommen eines Gewitters schlagartig sauer. Es empfehle sich daher, Milchkannen rasch in den kühlen Keller zu bringen. Seit der Erfindung von Kühlschränken erübrigt sich der Gang in die Tiefe. Wie aber wird Milch sauer und warum? Milch wird sauer, weil kleine Wesen, Lactobazillen genannt, den in handelsüblicher Milch enthaltenen Milchzucker - die Laktose - in Milchsäure umwandeln. Dabei wird Essig freigesetzt, der das Eiweiß gerinnen lässt. Die Milch wird nicht nur sauer, sondern auch dick. Lactobazillen mögen es warm. Bei 31 Grad Celsius und feuchter Luft vermehren sie sich enorm schnell. Und warm ist es - erraten - vor einem Gewitter. Trotz dieses einleuchtenden Zusammenhangs suchen Esoteriker, Laienwissenschafter und Biophysiker nach anderen Erklärungsmodellen. Sie wollen Sferics als Säuertäter ausgemacht haben, kurze, langwellige, elektromagnetische Impulse, die bei Gewittern auftreten und noch in über 500 km Entfernung gemessen werden können. Wie und ob Sferics mit Lactobazillen kommunizieren, ist noch ungeklärt. Saure Milch ist nicht ungesund. Verdorbene schon. dusl@falter.at www.comandantina.com

28. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Restituta

Restituta.jpgLiebe Frau Andrea,

es gibt eine katholische Heilige namens Restituta. Hat die etwas mit der Restitution von Raubkunst zu tun?

Liebe Grüsse, Matthias Pitscheider

Lieber Herr Matthias,

Restitution ist nicht gleich Restitution, Restituta nicht gleich Restituta. Unter dem Begriff der Restitution dürfen wir uns die Rückgabe von Vermögenswerten vorstellen, die während des Nationalsozialismus in Österreich enteignet, geraubt oder weit unter Wert in Notverkäufen abgepresst wurden. 1995 wurde anlässlich des 50. Jahrestags der Gründung der Zweiten Republik der Nationalfonds für die Opfer des Nationalsozialismus geschaffen, zwischen 1998 und 2003 im Auftrag einer Historikerkommission Entstehungsgeschichte, Wirkungsweise und auch Probleme der sieben Rückstellungsgesetze analysiert und damit Licht in ein düsteres Kapitel der Österreichischen Justizgeschichte gebracht. Die Restitution ist bis heute nicht abgeschlossen und reicht vom spektakulären grossformatigen Schiele bis zum Taschenuhr. Als Schutzheilige der Rückgabe eignet sich SS. Restitutae nur bedingt, obgleich es zwei Damen dieses Namen gibt. Als Restituta prima gilt eine karthaginische Jungfrau, ermordet 255, deren heilige Knochen in Neapel liegen und die am 17. Mai verehrt wird. Die zweite Restituta war eine fromme Mödlinger Narkoseschwester, die von der Gestapo im Operationssaal verhaftet und 1943 wegen Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat hingerichtet wurde. Helene Kafka, Sr. Maria Restituta mit Ordensnamen, wegen ihres tschechischen Temperaments Sr. Resoluta genannt, wurde 1998 auf dem Heldenplatz von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. dusl@falter.at www.comandantina.com

Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 30/2008

21. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Showtime ::: Andrea live ::: FM4

Heute live: Andrea in FM4,

ORF Radio FM4, Privatstrand (13:00-14:00)
Gerald Votava im Gespräch mit Regisseurin, Autorin und Kolumnistin Andrea Maria Dusl.

17. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings




Frühling heissen

Fruejahr.jpgLiebe Frau Andrea,

laut herold.at gibt es in Österreich nicht einmal zwei Dutzend Familien mit Namen "Frühling".
Sommers, Herbsts und Winters gibt es jedoch zahllose. Wie kommts?

Sommerliche Grüße, Herr Redi, per Elektropost

Lieber Herr Redi,

die Bezeichnung Frühling, Frühjahr für die erste Saison des Jahres ist relativ jung, sie entstand erst im Neuhochdeutschen, gleichzeitig mit Spätling, Spätjahr für Herbst. Die haben sich aber in der Hochsprache nicht gehalten. Für den Jahresabschnitt, den heute unser Frühling einnimmt, war früher der alte Februarname Hornung in Gebrauch, es war die Zeit, in der die Hirsche ihr Horn, ihr Geweih abwerfen. Vorsommerliche Familiennamen leiten sich von den grossen Festen des Frühjahrs ab, vom Paschedag (Passah) und Ostertag und dem als Familienname äusserst beliebten Fasching. Der Name Frühling kommt in Österreich nur in den Speckgürteln der Städte Wien, Salzburg, Graz und Klagenfurt vor, hat aber in Deutschland eine massive Konzentration um die Stadt Aurich in Ostfriesland. Er scheint nicht von der Jahreszeit zu kommen, sondern wahlweise von der freien, oder frühen Geburt. Ob in Ostfriesland zur Zeit der Bildung von Familiennamen der freie Bauer oder eher die Frühgeburt Konjunktur hatten, vermag meine bescheidene Privatdemoskopie nicht zu klären. Österreichs Sommers und Winters häufen sich überall, am meisten in Wien. Der Familienname Herbst (verwandt mit dem englischen harvest, der Ernte) kommt in den deutschsprachigen Ländern fast so oft vor wie Sommer und Winter. Spitzenherbste finden sich im Weserbergland, im Harz und im Fränkischen. Österreichs Herbste wohnen im Flachgau, im Pinzgau und im Mur-Mürztal. dusl@falter.at www.comandantina.com

Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 29/2008

14. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Der Kanzler lacht

Gusi-lacht.jpg

Wien, 9. Juli 2008, Nationalrat, Regierungsbank. Der scheidende Bundekanzler lacht über mein Falter-Cover.

10. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Es reicht

FA Cover 28.png

"Es reicht", hatte der Aspirant gesagt und die Regierung hochgejagt.
Dusilation für das Falter-Cover 28/2008.

Ins Bild klicken für grosse Version:

FA-28.2008-Cover-Kim-il-Mol.jpg


7. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Couch Surfing

FA-28.2008-Couch-Surfing.jpg

Dusilation für Falter 28/2008.

7. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




In der Tiefe

Wien-Untergrund.jpgLiebe Frau Andrea,

mein Weg zur Arbeit führt mich täglich durchs schöne Hernals, das ist jener Bezirk mit den wild geflickten Straßen und der fehlenden U-Bahn. Nun kann man auf der Geblergasse fast beim Gürtel ein mysteriöses Loch im Asphalt beobachten, hier tut sich die Straße auf und gibt - wenn jede Woche neuer Teer nachfüllt wird - den Blick auf den Untergrund frei. Was mich zur Hauptfrage bringt: Was ist unter Wien? Magma, Lava, die Hölle? Oder einfach nur "Gstettn"?

Fragt Tobias B. Gehrlich aus Wien 17

Lieber Tobias,

das Strassenspachteln in Hernals hat allen Bezirksstoßgebeten zum Trotz noch nicht mit dem Bau der legendenumwobenen U5 zu tun. Wollten Sie nächtens Hobbygeologie betreiben, wird Ihnen unter Hernals Bachschotter ins Strandschäufelchen rutschen. Die Kiesel hat der namensgebende Bezirksfluss Als hier seit der Eiszeit abgelagert. Für heimliche Grabungskampagnen in anderen Bezirken gilt die Faustregel: Innerhalb des Gürtels finden Sie Lehm und Löss (von den eizeitlichen Winden abgelagerter Dünensand), im Wiental Schotter, im Zweiten und Zwanzigsten Hieb und drüben in Transdanubien Au-Lehm und Flusssand und im Wienerwald oben, Sandstein und Mergel (kalkhaltigen Ton). In den Stadtteilen zwischen Gürtel und Wienerwald liegen unter jenen Gegenden, die Sie auf geflickten Strassen bewandern, Schluff, Ton und Sand. Das nächste Magma liegt unter Neapel, mit dem Nachtzug 15 Stunden von Wien entfernt. Zu einer der Pforten zur Hölle hingegen wäre es nicht weit: Ein alter Zugang in die Unterwelt liegt im 3. Bezirk. Gleich neben dem Beatrixstüberl. dusl@falter.at www.comandantina.com

Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 28/2008

7. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Bürgermeister Häupl und seine Leute

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Grete Laska, Vizebürgermeisterin der Stadt Wien und Amtsführende Stadträtin für Jugend, Bildung, Information und Sport. Renate Brauner Vizebürgermeisterin, Stadträtin für Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke. BM MH. Rudi Schicker, Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr. Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales.

Dusilation für Falter 27/2008. Ins Bild klicken für 1000-Pixel-Version!

5. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Dream Team

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Alfred Gusenbauer, österreichischer Bundeskanzler und Werner Faymann, designierter Parteivorsitzender der Sozialdemokratie. Das Dreamteam.

Dusilation für Falter 27/2008. Klicken für 1000px-Version!

2. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Fußball-EM ::: Tor des Turniers

FA-27.2008-EM-Tor-der-Woche.jpg

Fernando Torres, Du darfst mich heiraten.

Für Falter 27/2008.
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©Andrea Maria Dusl

1. Juli 2008 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




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