November 2007
Abstract is the World
Blue Moon Shooting
Boys and Girls from my Block
Breakfast Outside America
Kiev Markthalle
Little Shops of Horror
Phones of the World
Andrea Maria Dusl Music Room
Andrea Z bis A
Comandantina Unterwegs
Dusl bestellen
Maschinenraum
Redezeit
Sager von Welt
Showtime!
Blue Moon
Channel 8
Channel 8 Diaries
Crazy Day
Dining Car
Heavy Burschi
In the Pipeline
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Showtime ::: Andrea im Radio - Trost und Rat
Willi Resetarits und Andrea Maria Dusl plaudern in der Live-Radio-Sendung
Trost und Rat
über dieses und jenes, weniges und vieles und vor allem über
Die österreichische Oberfläche
Österreich findet am Übergang zwischen Innen und Außen statt
Sonntag, 2. Dezember 2007, 13 bis 14 Uhr
Radio Wien, 89,9 oder 95,3 Mhz
Livebilder zur Radiosendung im Wiener Kabelnetz auf dem Sender W24.
Podcast
Infos
"Radio Wien" live im Internet
...............................................................
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Andrea Maria Dusl
Die österreichische Oberfläche
Residenz Verlag
Mit 34 Elektroholzschnitten der Autorin
240 Seiten, Klappenbroschur
EUR 19,90 / sFr 33,80
ISBN: 9783701714865
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Constanze Drumm, Residenzverlag
Telefon 0043 2742 802 1411
c.drumm@residenzverlag.at
Residenz Verlag
30. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
So Roses are Red ::: Reprise der Woche
INT. Biology Classroom. DAY
Biology Professor Hornsvogel (Robert Grieg) lectures with a serious tone.
Biology teacher The liver, if neglected, invariably leads to cirrhosis.
Of course, you are all familiar with the symptoms of cirrhosis.
Baravelli (Chico Marx) Sure.
So roses are red.
So violets are blue.
So sugar is sweet.
So so are you.
The Marx Brothers, Horse Feathers, 1932
Original geposted am 26.8.2004
30. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Krank im Haus
Liebe Frau Andrea,
als langjährige Patientin und "gezwungenermaßen" Spitalsbesucherin wundere ich mich immer wieder über die allgemeine Beliebtheit und inflationäre Verbreitung von Krankenhaus-Soaps á la "Dr. House", "Greys Anatomy", "Crossing Jordan", etc. Wieso können sich Menschen für virtuelle Behandlungen oder Fehlbehandlungen von MedizinernInnen begeistern, wenn sie doch froh sein sollten, damit real nichts zu tun zu haben? Mit der Hoffnung auf tröstliche Aufklärung,
Doris Skala, per Elektropost.
Liebe Doris,
die Abgründe der menschlichen Seele sind bekanntlich tief. Und sie scheinen mit der Sicherheit des Beobachtungsstandortes an Tiefe zu gewinnen. Der Beliebtheit von Kriminal- und Horrorfilmen tut es auch keinen Abbruch, daß die wenigsten von uns eine Sehnsucht danach verspüren, erschossen, erwürgt, erstochen, zerstückelt oder verspeist zu werden. Krankenhaus- und Arztpraxisserien gehören zum quotenmächtigsten Genre überhaupt. In patientenfernem Einklang mit dem hierarchischen Gefälle im Gesundheitswesen werden die Geschichten stets aus der Sicht des medizinischen Personals erzählt. Kranke, Siechende und Leichen sind zu Stichwortgebern und Objekten degradiert. Die Emapthie gilt dem Personal an der Schwelle zwischen Leben und Tod: Medizinstudenten, Oberärzten, Palmenklinikchefs, fliegende Notärzten und Spitalspathologen. Dass das Genre sogar komödientauglich ist, bewiesen die Vietnam-Feldlazarett-Serie M*A*S*H und Lars von Triers durchgeknallte Horror-Trash-Klinik-Soap Riket (The Kingdom). Auch hier gilt die alte Showbusiness-Weisheit: Wer keine Sorgen hat, schaut sich die von anderen an. www.comandantina.com dusl@falter.at
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 48/2007
27. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
metaphysics ::: Klima
Erschienen in .copy September 2007
Das Wort Klima (τὸ κλίμα) ist ein altgriechischer Begriff, der vom Zeitwort klínein (κλίνειν) kommt. Es heisst soviel wie „neigen, biegen, krümmen”. Auch unser Wort “klein” stammt wahrscheinlich von einem ähnlich lautenden indoeuropäischen Wort ab. Die Krümmung, das sich biegen, das niederbeugen hat aber auch mit einem Möbelstück zu tun, dem Bett nämlich. Im Altgriechischen ist aus dem Verb klínein die kliniké (klΐnikέ), das "Lager, Bett" geworden und aus klinikè téchne (κλινικὴ τέχνη) die "Heilkunst für Bettlägrige”, für Kranke - nichts weniger als die Medizin. Unser Wort Klinik kommt daher, über das lateinische clinice und das französische clinique - “die Anstalt zur Unterweisung im medizinischen Unterricht“.
Wieso verstehen wir aber heute mit dem Wort Klima das Wettergeschehen? Etwa, weil es krank ist? Mitnichten. Die alten Griechen, denen die Kugelgestalt der Erde schon bekannt war, bezeichneten mit Kliamata (dem plural von Klima) die verschiedenen Himmelsgegenden, also die Tatsache, dass auf südlicher oder nördlicher gelegenen Gegenden, andere Teile des Nachthimmels beobachtbar sind. Das Klima ist als eigentlich nicht das Wetter, sondern der Himmelsstrich, oder das, was wir heute mit der geografischen Breite bezeichnen. Im 20. Jahrhundert hat sich der Begriff Klima von der regionalen Wettergesamtheit hin zur Synthese des Wetters entwickelt.
Klima müsste man also richtigerweise als die Wetterneigung verstehen. Die Neigung einer Gegend zu bestimmten, für sie typischen Wettersituationen.
Das Wort Wetter wiederum, das uns doch wohl sehr Deutsch vorkommt, kommt aus einer alten Wortgruppe, die auch den Wind hervorgebracht hat (lateinisch ventus). Auch der germanische Windgott Wotan hat seinen Namen aus diesem Begriffs-Cluster. Die Silbe “*wat”, verwandt mit altindisch vátati, heisst soviel wie “anblasen, anfachen», im übertragenen Sinn “inspirieren”. Weniger sanft gedeutet kommt Wotan vom gemeingermanischen *wōda , “besessen, erregt". Die ist nichts anderes als unsere Wut. Jener Zornesazusbruch, der stets mit heftigem Geschrei und wildem Atmen einhergeht.
Die kultische Verehrung Wodans entwickelte sich in den Jahrhunderten vor der Zeitenwende im niederrheinisch-nordwestdeutschen Raum, unter den Stämmen der Ingaevonen. Von dort wird die wütende Gottesgestalt in den Norden exportiert. Wodan wird zu Odin und verdrängt Thor als Hauptgottheit in Skandinavien. Aber auch Thor ist ein Wettergott, bei den germanischen Stämmen am Kontinent Donar, Donner genannt. Mit seinem ziegenbespannten Wagen donnert er übers Firmament und schlägt Blitze aus dem Himmel. Im Wort Donnerstag (Thursday) ist er verewigt.
Klima ist in Österreich aber noch in ganz anderem Zusammenhang in Erinnerung. Klima war der Name des neunten Bundeskanzlers der Zweiten Republik. Viktor Klima, Nachfolger von Franz Vranitzky amtierte drei Jahre lang am Ballhausplatz und ein paar Strassenzüge weiter als Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei. 2000 sollte ihn Wolfgang Schüssel als Bundeskanzler ablösen. Der Schwechater Klima, der vor seiner Politikerkarriere erfolgreicher Manager war, galt gemeinhin als konsensorientiert und war nicht gerade als Donnergott verschrien. Nach dem Scheitern von Koalitions-Verhandlungen mit der ÖVP verließ er die österreichische Politik und übernahm die Leitung der argentinischen Volkswagen-Niederlassung. Seit 2007 ist er Chef der gesamten Volkswagen-Niederlassung in Südamerika und Berater des argentinischen Präsidenten Nestor Kirchner. Sein Name Klima nicht aus dem griechischen, sondern aus dem tschechischen. Dort ist Klima (wie die ähnlich lautenden Namen Klimt und Klimek) die Verkleinerungsform des lateinischen Vornamens Clemens. Was soviel heisst wie mild, gnädig, sanftmütig. Kein falscher Name also für einen gutfrisierten Schönwetterkanzler.
27. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
metaphysics ::: Glaube
Nicht erschienen in .copy März/2007
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Dieser Text für die 07-Frühjahrsausgabe des Magazins .copy wurde nicht abgedruckt. Dem Vernehmen nach wären die Inhalte Telefoniekonsumenten nicht zuzumuten. Oder so. Genaueres war nicht zu erfahren. Ich fand diesen Zensurfall dennoch einigermassen komisch.
Das Wort ‘Glaube’, verwandt mit dem Begriff “geloben”, hiess im frühen Mittelalter ‘ga-loubjan’ und hatte die Bedeutung “vertrauen”. Wem oder was wurde vertraut? Gott, oder gar Göttern? Weit gefehlt. Wenn wir das Wort ‘Glaube’ ins Mittelalter zurückwerfen, zerfällt es in Begriffe, die heute ge-lauben, Ge-Laube, Ge-Lobe heissen müssten. Hat der Glaube also mit dem Lob zu tun? Die Antwort ist kurz und simpel - Ja. Der Glaube ist - sprachlich gesehen eine Art Lob. Klingt seltsam, ist es auch. Denn das Lob ist etymologisch betrachtet keine Belohnung sondern ein Köder. Noch heute werden Preise, Wettbewerbe, Stellen ausgelobt.
Das Wort Lob, in unserer Betrachtung soviel wie Köder, Angebot kommt von einem anderen vertrauten Begriff: dem Laub. Einfachen Blätterzweigen. Die Etymologen vermuten, dass die Begriffskaskade, die zum hehren Ausdruck “Glaube” geführt hat im Wort für Laub entspringt und in der Frühzeit der indoeuropäischen Sprachen nicht weniger bedeutete, als das Vieh mit Laubbüscheln anzulocken. Schmackhaften natürlich. Der Glaube wäre demnach jene Zutraulichkeit, die gefüttertes Vieh, geästes Vieh entwickelt. Glaube wäre also Zutrauen. Nahrung. Eine Erklärung, der sich Atheisten wie Theologen gleichermassen anschliessen können.
Weniger Freude dürften die Theologen und Kirchenleute mit den modernen Erkenntnissen über die physiologischen Grundlagen des Glaubens haben. Lange Zeit wunderten sich Ärzte, warum Nonnen und Mönche überdurchschnittlich oft an Schläfenlappenepilepsie erkrankten. Kam das vom Beten? Oder gar umgekehrt? Die Korrelation von Erleuchtung und Epilepsie war nicht erklärbar. Bis sich eines Tages bei der Gehirnuntersuchung eines religiös unauffälligen Patienten ein seltsamen Effekt manifestierte.
Wurde die Schläfenlappenregion des Patienten mit einer Sonde elektrisch gereizt, berichtete er über tiefe Gefühle des Einseins mit Zeit und Raum, von grosser Gottesnähe und hellem Licht, von allgemeiner und durchdringender Verzückung. Symptome, die stark an die Verzückungen erinnerten, mit denen spirituell Erleuchtete aller Religionen ihre Begegnung mit dem “Höheren Wesen” berichteten.
War nicht auch Paulus, der Chefideologe des frühen Christentums, Epileptiker gewesen? Die Berichte des Evangelisten Lukas über die Umstände von Paulus’ Erweckungserlebnissen sind starkes Indiz dafür. Ist der “Heilige Geist”, die “Erleuchtung” nichts mehr als ein neurologisches Feuerwerk im menschlichen Schläfenlappen? Buddha, Moses, Johannes, Jesus, Jean d’Arc - Opfer von schrägen Vorgängen im den seitlichen Hirnregionen?
Direkt ins religiöse Eingemachte geht der amerikanische Genetiker Dean Hamer. Er hat Erbinformation isoliert, die direkt für die religiöse Empfänglichkeit verantwortlich sein soll. Das Gottes-Gen hat den sachlichen Namen 'Vmat2'. Nach Hamers Hypothese sollen die Träger dieses Protein-Codes für Erlebnisse zugänglich sein, die sie als mystische Erweckung, Erleuchtung, Einswerdung mit dem Universum interpretieren. 'Vmat2' - das ein-Gott-Glauben-Gen, das Licht der Welt, die Stimme Gottes?
Starker Tobak für religiös Zartbesaitete. Die Fähigkeit, zu Glauben hätte für unsere steinzeitlichen Vorfahren evolutionär einen Vorteil gehabt, erklärt Hamer, und sei deswegen bis heute vererbt worden. Der biologische Mechanismus: Spirituell glücksdurchströmte Menschen neigen zu grösserem Lebensglück und setzten mehr Kinder in die Welt, als ihre atheistischen Brüder und Schwestern.
Wie auch immer: Die ersten religiösen Spuren haben Forscher in Gräbern der Neandertaler gefunden. Bereits vor 60.000 Jahren sollen die nahen Verwandten der modernen Menschen ihren Toten Beigaben ins Grab gelegt haben. Ob die grobschlächtigen Jäger Träger des Gottes-Gens waren, muss erst herausgefunden werden.
27. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Transformers Link
Die Transformers aus Falter 44/2007 sind online. Und zwar --> hier.
Die beiden hier Fuchtelnden sind Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) und Vizekanzler/Finanzminister Willi Molterer (ÖVP).
24. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Showtime ::: Sie waren nicht da.

Wie angekündigt das Gedankenprotokoll meines Besuchs im Standard Chat. Für das Kürzel "(...) "möge man sich eine Frage denken. Aus rechtlichen Gründen, derer Erörterung die Leichtfüssigkeit dieses Blogs erheblich behindern würde, muss ich die Erinnerung an meinen Besuch des Standard Chats vom 14.11.2007 ohne die Fragen der Standard-User (wie die teilweise annonymen Poster dort heissen) anstrengen. Meine Antworten indes kann ich fast wortwörtlich memorieren. Noch ist die Erinnerung rechtsfreier Raum. Nun denn bzw. oisdaun, wie man in Wien sagt.
AMD: Liebe Chatterinnen und Chatter - sorry das ich zu spät bin, dafür bin ich jetzt wirklich da. Ich bin noch ganz außer Atem.
(...)
Der Eindruck täuscht.
(...)
Ich bin selbst nur so wahnsinnig neugierig. Die Recherchewut ist nur ein Nebenprodukt. Außerdem recherchieren im Falter alle, als wären sie nicht ganz bei Trost.
(...)
Zur zweiten Frage: Solange ich Fragen bekomme, die Leser beantwortet wissen möchten, scheint meine Kolumne zumindest nicht ganz sinnlos zu sein. Die meisten Fragesteller beginnen Ihr Mail mit der Einleitung "bei Google wurde ich nicht fündig".
(...)
Wieviele Stunden meine Arbeitswoche hat? Zu viele!
(...)
Ob am Freitag in Steyr Schnee liegen wird.
(...)
Weil ich am Freitag in Steyr aus meinem Buch lese und mein Wagen keine Winterreifen hat.
(...)
Meine Wohnung ist voll guter alter Bücher. Das Internet ist stellenweise recht zuverlässig. Mit der Zeit habe ich gelernt, Informationen und ihre Glaubwürdigkeit recht gut einschätzen zu können.
(...)
Ein "Diätmenü" habe ich in einenhalb Jahrzehnten Salzgries weder gegessen noch bestellt. Sie scheinen darüber mehr zu wissen. Also was ist ein Diätmenü, raus mit der Sprache!
---> Hier get's weiter:
(...)
"Ein ungefülltes Nichts ohne Beilage auf keinem Teller" ? Das kommt mir bekannt vor. Eine Kreation von Perr Heter, dem legendären Salzgrieskellner.
(...)
Bo ist bourgeois und das andere bo ist bohemien. Ein Fachausdruck eines amerikanischen Kolumnisten, der damit Leute wie uns begriffstechnisch festnageln wollte.
(...)
Ich habe keine Winterreifen, weil mein Geldscheisser in Reparatur ist.
(...)
Absolut. Ich habe Versuche zu diesem Thema schon angestellt. Mit Hilfe eines Lochs in der Eiskastentüre. Ergebnis: Das Licht geht nicht immer aus. Warum ich das erforscht habe? Weil ich lang Zeit lauwarme Butter im Eiskasten hatte, neben richtig kühlen Dingen. Die Butter stand immer neben dem Licht. Weil das nicht ausging, hat es die Butter schön warm gehalten. 3 Monate habe ich an diesem Rätsel gekiefelt: Warum die Butter im Eiskasten wärmer wird, statt kühler. Weil sie neben dem Licht stand, dessen Unterbrecher von Butterresten verstopft war.
(...)
Knillehult ist der Bauernhof von meinem Bruder und mir. Ein schwedischer Ausdruck.
(...)
Die Vorlagen für meine Zeichnungen kommen aus den abenteuerlichsten Quellen. Meine Zeichnungen sind aus dutzenden abenteuerlicher Schnitzel zusammengesetzt. Da gibt es keine Regel, außer eine: Es muss alles so aussehen, wie ich es mir ausgedacht habe, bevor ich auf Schnitzelsuche gegangen bin. Ein Fluch!
(...)
Wieso ich auf dem Bild zum Chat mit Digitalkamera zu sehen bin? Weil ich immer zurück schieße.
(...)
Kann ich nicht beantworten. Eigentlich ist jede neue Frage super.
(...)
Gegenfrage zur Gesamtschulprognose: Wird es in 10 Jahren Willi Molterer, Wolfgang Schüssel und Gio Hahn geben?
(...)
Dusl ist Masl ist Schwein ist Glück? Was für mich Pech ist? (Außer mit Sommerreifen hängen zu bleiben?
(...)
Bessere Witze bitte!
(...)
Ja. Ich arbeite gerade an der Vorbereitung meines nächsten Filmes. Ein Thriller, in dem es um die Entführung eines ICE-Speisewagens geht. Ulrich Seidl wird ihn produzieren.
(...)
Stimmt, vor Jahren habe ich mal ironisch gemeint, jemand solle Gusenbauer "Pfeffer in den Arsch" streuen. Da war er noch nicht Kanzler. Jetzt ist ers. Obs am Pfeffer liegt und wer gestreut hat? Gusi hat ganz von selbst Fahrt aufgenommen.
(...)
Wer den ICE entführt? Anna, eine durchgeknallte Physiklehrerin.
(...)
Ausdenkerin. Oft lüge ich und sage soetwas wie: "Ich bin in der LHLB tätig".
(...)
Lügen- und Halblügen-Branche.
(...)
Sie hoffen zu Recht. Das Catering im ICE-Bord-Restaurant ist reichhaltig, aber die Stimmung ist bombig.
(...)
Semtex.
(...)
Ich sagte "reichhaltig", nicht "ordentlich".
(...)
Fußball-Europameister? Deutschland.
(...)
"Was ist Österreich?" kann nicht beantwortet werden. Eher schon "Wo ist Österreich?".
(...)
Der Ösi-Blog der Zeit. Hmm. Sie waren also der Leser!
(...)
Hier das Argument: Aus Seite 111 wird das Rätsel enthüllt, warum der Standard auf standardfarbigen Papier gedruckt wird.
(...)
Herr Sporrer wohnt doch Usbekistan! Wir sehen uns nicht so oft. Oder war es Tadschikistan?
(...)
Ich blogge nur, weil das Internet ein gutes Archiv ist. Mittlerweile wirft das Blog soviel Kohle ab, dass mein Matrose und ich prima davon leben können. Synergien interessieren mich nicht.
(...)
Ob ich das Bild auf die homepage stelle? Klaro. Hier:
(...)
Was hat Eitelkeit mit Distanz zu tun?
(...)
Ob ich immer noch Queen-Fan bin wie damals Im Wasa-Gymnasium? Yep und nicht-yep. Obwohl: Diese alten Sachen von damals sind eigentlich ganz gut gealtert.
(...)
Am Karlsplatz. Da ist Österreich.
(...)
Schwierig zu sagen. Bei Ikea gibt es manchmal richtig gute Küchensachen.
...........................................
Dann waren wir am Ende. Die Moderatorin bedankte sich bei mir fürs Kommen und bei den UserInnen fürs Mitmachen mit einem einfach gerufenen: "Bis bald!" Auch ich rief. "Vielen Dank!" rief ich, "der lieben Moderatorin, der lieben Übersetzerin und Euch Unbekannten!"

Ganz zu Ende war die Chausse damit nicht. Denn "ganz zu Ende" gibt es in einem öffentlichen Ventilsystem wie dem Online-Standard nicht. "Ganz zu Ende" hiesse, die Poster und die sprachliche Wucht ihrer anonymen Erörterungen zu unterschätzen. Es ging also weiter:
Standard-Poster "leib yggdrasilovic" fand um 19:40 zu diesen harten Minuskeln:
"o gott ! lauter speichelleckerische fragen, als hätte man die chatter im vorhinein nach ihrer weltanschauung zernsuriert. warum stellt niemand dieser frau kritische fragen, etwa, warum sie sich gerne als comandantina bezeichnet wie die kubanischen revolutionäre, die ein totalitäres regime mit gefängnissen installiert haben, in denen dissidenten, aber auch bekennende homosexuelle mißhandelt werden ? insgesamt: ein widerlich angepaßter, politisch überkorrekter chat von links mit links."
Das liess Standard-Poster "Brillantin brutal" zwei Minuten später nicht unbeantwortet:
"Abgesehen davon scheine ich der einzige zu sein, der ihre Karrikaturen einfallslos und schlecht umgesetzt findet. Das ist aber Geschmackssache."
Eine Nacht lang dachte "Degeneration Bumerang" nach, bevor er Poster "leib yggdrasilovic" um halbacht Uhr morgens Beton gab: "Erst den Chat verpennen und dann nörgeln, das haben wir gern! Hätten Sie halt ein paar erleuchtende Welteschensamen herabregnen lassen auf die linke Kuschelbobobagage, aber nein, Sie waren nicht da."
24. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Falter Cover: Der Mohr und seine Schuldigkeit
Unter dem Titel: „Gift in mir“ sprachen Falters Donja Noormofidi und Überraschungsgast Fred Ohenhen mit der steirischen FPÖ-Spitzenkandidatin Susanne Winter über die blaue Angst vor Afrikaner-Genen, Tierbordellen und Giftspinnen.

Cover-Dusilation für den Steiermark-Falter 47/2007 vom 21.11.2007.
Hier eine Variante, die verworfen wurde:

Das Cover sah dann so aus:

21. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Baggersprech
Liebe Frau Andrea,
im "Falter" ist neulich der Begriff "braten" im Kontext der Geschlechterbegegnung verwendet worden. Dabei würde man/frau dieses Wort doch eher im Bereich des Kochens vermuten. Intersexuelle Molekülbeschleunigung mit Erhöhung der Körpertemperatur? Und was ist eigentlich der Unterschied zum "flirten" und der "Anmache", die bei unseren deutschen Nachbarn öfters in den Mund genommen wird? Mit freundlichen Grüßen,
Gerhard Glattauer, per mail
Lieber Gerhard,
unsere Sprache hält ein gut bestücktes Arsenal an Ausdrücken für das Einfädeln sexueller Beziehungen bereit. Die Länge der beabsichtigten Unternehmung spielt dabei eine kleinere Rolle als die Art: Soll es was Flüchtiges sein oder was Festeres? Grundsätzlich muss aber jeder Lebensabschnittspartner überhaupt mal erobert (oder abgeholt) werden. Und dafür haben sich, je nach rethorischer Begabung der Beteiligten und abhängig von ihrem sozialen Milieu Begriffe aus Küchensprache und aus dem Bergbau etabliert. Die Gastrofraktion haut das Objekt der Begierde gerne in die Pfanne, macht es an, wie einen Salat, zwickt es auf, wie eine Auster, reisst es auf wie eine Packung Kekse und brät das Entrecote der Begierde, je nach Lusthunger kurz an oder länger durch. Wer sich mit großem Spielzeug besser zurecht findet, greift zu Ausdrücken aus der Erdbewegung. Hier wird angegraben, wie beim Küneten- und Brunnenbau oder gebaggert wie an der Halde und am Damm. Das Flirten, das mit dem Flattern verwandt ist, möchte die eine oder andere Bestäubung leiden, wird aber auf der Piste nur mehr selten gesehen.
www.comandantina.com dusl@falter.at
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 46/2007
19. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Showtime ::: Lesung im Wiener Rathaus und in Steyr
Andrea Maria Dusl liest aus
Die österreichische Oberfläche
Österreich findet am Übergang zwischen Innen und Außen statt
Donnerstag, 15. November 2007, 17:45 Uhr
Wiener Buchwoche im Rathaus
Literaturcafé
Und gleich noch ein Lesetermin:
Freitag, 16. November 2007, 20:30 Uhr
Röda in Steyr
Steyr, Gaswerkstrasse 2
Tel 07252 762 85
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Klaus Nüchtern im Falter
42/2007 vom 17.10.2007 (Seite 70):
"Tiefschürfend"
"Es geht um österreichische Geschichte und um den Fremdenverkehr, um Bruno Kreisky und Leopold Figl, um das Kaffeehaus und die Sozialpartnerschaft. Wer also könnte „Die österreichische Oberfläche“ geschrieben haben? Robert Menasse? Guter Tipp, aber leider falsch. Ich mache es etwas leichter: Es geht auch darum, dass das Rot der SPÖ eigentlich auf die phrygische, ursprünglich aus einem Stierhodensack gefertigte Mütze zurückgeht, und darum, dass die heimliche Landesfarbe des Landes Rosa ist. Hmmm. Okay, ganz leicht: Es geht auch ums Paarungsverhalten der Bobos, die einzig seligmachende Zubereitung eines Erdäpfelsalats, die bleichen Beine von Exkanzler Schüssel und den blumigen Regiolekt, der seinerzeit im Café Salzgries gesprochen wurde. Alles klar, oder?! Na gut: Die erste eigene Wohnung einer heimischen Filmregisseurin, Illustratorin und Kolumnistin spielt auch eine – übrigens ziemlich unheimliche – Rolle.
Bingo! Andrea Maria Dusl, hierblatts auch als „Frau Andrea“ bekannt, fühlte sich mit ihren diversen Jobs offenbar nicht ausgelastet genug. Wobei angemerkt werden muss, dass Teile ihrer eigenwilligen, aber nichtsdestotrotz informationsdichten Österreich-Enzyklopädie den Lesern (des Falter oder des Standard) bekannt vorkommen könnten. Das tut dem Vergnügen aber keinerlei Abbruch. Denn Dusl ist der rare Fall einer Autorin, die barocken Sprachaufwand mit nachgerade wissenschaftlicher Akribie, kolumnistischen Subjektivismus mit analytischem Scharfsinn und eine grundsolide republikanische Gesinnung mit Humor zu verbinden weiß. Mitunter schießt das geneaologische Detailwissen oder der Furor etymologischer Herleitungen (am Ende sind eh alle Wörter, die mit demselben Konsonanten beginnen, miteinander verwandt) vielleicht etwas gar üppig ins Kraut, aber das wird durch genaue Beobachtungen, stilistische Verve und lebensrettende Informationen wettgemacht: „Ein Gulasch kann nur zu früh, nicht jedoch zu spät vom Herd genommen werden.“ Zum Schluss sei auch noch die Oberfläche der Oberfläche gerühmt: Ein schöneres Buch wird man derzeit kaum finden, und der leberwurstfarbene Umschlag aus Billigsdorferpappendeckel saugt verlässlich jede minimale Fettspur sichtbar von den Leserfingern."
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Andrea Maria Dusl
Die österreichische Oberfläche
Residenz Verlag
Mit 34 Elektroholzschnitten der Autorin
240 Seiten, Klappenbroschur
EUR 19,90 / sFr 33,80
ISBN: 9783701714865
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Constanze Drumm, Residenzverlag
Telefon 0043 2742 802 1411
c.drumm@residenzverlag.at
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15. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Geheime Bücher

Der Inhalt vieler Studien in Österreich und in der EU ist den Auftraggebern politisch ganz
und gar nicht genehm. Sie werden daher unter Verschluss gehalten.
Für die Wissenschafts-Beilage 'Heureka' in Falter 47/2007
14. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Showtime ::: Standard-Chat
Diesen Mittwoch
13. November 2007
14:30 Uhr
Andrea Maria Dusl, Filmregisseurin und Autorin - zuletzt "Die österreichische Oberfläche" - ist im derStandard.at-Chat zu Gast und stellt sich den Fragen der Userinnen.
--> Hier geht's zum Standard-Kultur-Chat
Hinweis in eigener Sache: Den Text des Online-Chats, komplett mit Fragen und Antworten, sowie User-Comments, werden wir hier ins Bureau rüberschaufeln und online stellen.
13. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Würfelzeit
Liebe Frau Andrea,
wie ich grade erfuhr, werden die berühmten Würfeluhren weiterhin unser berühmtes Stadtbild behübschen. Allerdings sponsert den Fortbestand eine Städtische oder eine Wiener Versicherung. Oder so. Hilfe. Muss ich beim Uhrzeit ablesen nun auch Reklame lesen? Oder bleibt das Wörtchen "Normalzeit" unterhalb des Wiener Stadtwappens auf den Ziffernblättern erhalten? Was bedeutet denn überhaupt "Normalzeit" und wo ist die Zeit denn "unnormal"?
Fragt sich und Sie Ute aus Meidling
Liebe Ute,
die Würfeluhrspezialisten der Stadt Wien blasen in die tiefen Hörner der Beruhigung. Im Einklang mit Ihrer Vermutung wird die Wiener Städtische Versicherung als Sponsor der Stadtzeitmesser in Erscheinung treten. Sie hat zehn Jahre die Patenschaft für Wiens Würfeluhren übernommen. Für den Pauschalbetrag von 500.000 Euro - 183,33 pro Jahr und Ziffernblatt - darf sie ihr Logo zwischen die Zeiger setzen. Dezent, wie versichert wird. Das Wort “Normalzeit” - bei uns ist das die MEZ - wird auf den Zifferblättern nicht mehr vorhanden sein. Der verwirrende Hinweis stammt aus der Zeit vor der Wiedereinführung der Sommerzeit 1980 und hatte die Bevölkerung im bescheidenen Gefühl gewogen, die Würfelzeit sei die Norm, nach der sich alle anderen Zeiten zu richten hätten. Als Armbanduhrverweigernde bestätige ich Ihnen, mich mein strassenlebenlang so ausschliesslich wie problemlos von Würfeluhr zu Würfeluhr gehantelt zu haben. Die vierseitigen Zeitmesser sind strategisch aufgestellt. Die wichtigste der 75 existierenden Würfeluhren steht am Stock-im-Eisen-Platz und gilt als Treffpunkt der Treffpunkte. Als Stadtmittelpunkt sine qua non. Als normalzeitlos schöner. www.comandantina.com dusl@falter.at
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 46/2007
12. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Pippi Langstrumpf
Juhu. Dieses ist der eintausendste Eintrag hier!
Pippi war meine erste allerbeste Freundin. Sie wohnte ums Eck in einem seltsamen Haus, der Villa Villekulla. Es war gelb gestrichen, was schon mal was Arges war, denn Häuser sind normalerweise rot. In Schweden. Denn Pippi lebte dort, wo meine Mama herkam, in Schweden. Im Land mit den uniform roten Häusern und den knallweißen Fensterrahmen. Klar, dass eine kunterbunte Villa Aufsehen erregte. Aber das war nicht alles, was die mutterlose Pippi gegen den Strich bürstete.
Pippi trug verschiedenfarbene Strümpfe, ihre Zöpfe standen wirr vom Kopf und Pippi war stark und furchtlos. Herr Nilsson turnte durchs Haus, ein katzengroßer Affe, und in der Küche graste ein Pferd, das in den Pippifilmen Kleiner Onkel gerufen wurde. Pippi machte alles, was braven Kindern verboten war, sie war der Gegenentwurf zum bürgerlichen Kind. Die bärenstarke Pippi war eine sommersprossige Droge, der Anika und Tommy, die Nachbarskinder aus der heilen Welt mit Haut und Haar verfielen. Anders als Kasperl und Pezi hielt Pippi Polizisten für Deppen und das Jugendamt für irre. Als minderjährige Privatrevolutionärin war Pippi im Dauerclinch mit dem Konservativismus. Das gefiel mir. Und das ist nie weggegangen. Und dann war da noch die Geschichte mit Pippis Vater, Ephraim, dem Kapitän der Hoppetossa, der im Exil auf Taka Tuka lebte und König war.
Das war ganz wie bei uns. Mein Urgroßvater Adolf Pettersson war auch Kapitän gewesen. Unsere Schränke waren voll mit den Mitbringseln aus seinem Taka-Tuka-Land: Afrikanische Hirschgeweihe, verzauberte Säbel, rasselnde Muschelketten, kleine und große Buschtrommeln, ein Straußenei, ein Kompass und der heilige Sextant. So jemanden wie Pappa Pettersson hatten die Anikas und Tommys aus meiner Schule nicht in der Familie. Einen echten Kapitän, der im fernen Kongo an der Schlafkrankheit gestorben war. Klar, dass ich eine Pippi wurde.
Für 'Der Standard / Album vom 10./11.11.2007
10. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (2) Comments (0) Pings
Showtime ::: Lesung in Lerchenfeld
Andrea Maria Dusl liest aus
Die österreichische Oberfläche
Österreich findet am Übergang zwischen Innen und Außen statt
Donnerstag, 25. Oktober 2007, 19:00 Uhr
Buchhandlung Lerchenfeld
Lerchenfelder Str. 50, 1080 Wien
Lesung für die Lerchenfelder Bevölkerung sowie andere Wienerinnen und Wiener. Organisiert von den Lerchenfeldern Bernhard Bastien und Wolfgang Posautz.
Aus Comandantinas Fanpost:
"Bewunderung"
"Als Falter- Abonnentin mit wenig Zeit las ich mir bisher nur die ersten Seiten der Stadtzeitung durch, daher waren Sie mir nur als Illustratorin bekannt. In einem Wartezimmer hatte ich mehr Lese- Zeit und war auf Ihre „Kasperl- Geschichte“ gestoßen.
Die war einfach umwerfend.
Sofort besorgte ich mir vier Bücher, für mich und zum Weiterverschenken an Weihnachten. Bereits nach den ersten Seiten wusste ich: Diese Frau trifft’s genau. Um Sie zu lesen, braucht frau/ man schon ein bissl Allgemeinbildung: Die Wiener Szene der Achtziger Jahre, der Beginn des Fernsehens, des Telefonierens…Da wir gleich alt sind, hatte ich sofort die entsprechenden Bilder im Kopf- angeregt durch Ihre sehr bildreiche Sprache. Teilweise las ich meinem Lebensgefährten aus Ihrem Buch vor, weil ich fand, er musste das hören, es hat auch ihn immer wieder zum Lachen gereizt, wenn sie mit spitzer Feder einfach beschrieben haben, was ist. Und den Nagel auf so manchen (Politiker-) Kopf getroffen haben. - Wer wehleidig ist, muss sich halt besser benehmen. Bravo! Und Hut ab vor Ihren Geschichts- Kenntnissen! Jetzt weiß ich, warum mich der schulische Geschichtsunterricht immer so fadisiert hat: Spätestens, seit ich als Energetikerin arbeite, weiß ich, dass nicht wirklich annehmbar, was nicht authentisch ist!
Meine Hochachtung!"
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Andrea Maria Dusl
Die österreichische Oberfläche
Residenz Verlag
Mit 34 Elektroholzschnitten der Autorin
240 Seiten, Klappenbroschur
EUR 19,90 / sFr 33,80
ISBN: 9783701714865
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Nächste Lesung:
15. November 2007, 17:45 Uhr
Wiener Buchwoche im Rathaus
Literaturcafé
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Constanze Drumm, Residenzverlag
Telefon 0043 2742 802 1411
c.drumm@residenzverlag.at
Residenz Verlag
8. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Falter-Cover ::: Freundschäft
Manchmal geht eine Idee gründlich in die Hose. Idee? Welche Idee wäre das hier gewesen? Bunt. Freunde. Internet. Klickediklick. Freundschaft. Geschäft. Freundschäft. FREUND SCHÄFT. Für dieses Unwort sollten Armin Thurnher und ich mit der neunschwänzigen Lyrikkatze ausgepeitscht werden. Am besten von Kevin 89, Papa, Werner, Goofy, Trixi, Manni, Holy Ghost und Sandra.
So sah der Basilisk aus BRAVO und Internet-Freundschafts-Börse dann am Falter-Cover aus. Die Nummer, die ich gerne ungeschehen machen würde. Nummer 45/2007. Dabei war Ingrid Brodnigs Cover-Geschichte echt gut.

7. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Wortsprech
Liebe Frau Andrea,
von mehr oder weniger wohlmeinenden Zeitgenossen werden einem gelegentlich Sprichwörter entgegen geworfen: "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!", "Trau, schau, wem!" oder "Wer nicht hören will, muss fühlen!". Wem fällt so etwas ein? Ist das der "Volksmund", die "Volksseele", die manchmal überkocht? Oder handelt es sich einfach um geschickte PR-Arbeit? Mit der Bitte um Aufklärung,
Ihr Gerhard Glattauer, Internet
Lieber Gerhard,
mit ihrem Fragenkatalog befinden Sie sich im aufklärerischen Lichte allerbester Gesellschaft. Schon der griechische Philosoph Aristoteles hat sich gefragt, woher die Sprichwörter kommen. Die Antwort ist so einfach wie schauerlich: Fürs geflügelte Wort sind seine Kollegen zuständig, die Dichter und Denker. Als Erfinder von Sprichwörtern wurden Kapazunder wie Luther, Shakespeare, Schiller und Goethe ausgemacht. Und auch weniger Begabte. Die Aphoristik, das Schmieden lauwarmer Denksätze ist eine eigene Disziplin, die in zyklischen Wellen über das lesende Volk herfällt. Momentan gibt es Ruhe im Elfenbeinturm, weshalb wir uns mit Sprichwörtern aus vergangenen Epochen herumschlagen müssen. Grosser Verdienste in der Paremiologie wollen wir die Lehrer rühmen, die in der Verbreitung auch der allerödesten Volksweisheiten grossen Aufwand betreiben. In dieser Tradition stehend sieht sich Altnationalratspräsident Andreas Khol, der aus seiner paremiographischen Privatsammlung schöpfend, den Satz: “Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit” unters Volk brachte. Nicht von ihm, aber auch nicht schlecht ist die lyrische Lüge: “Wenn's der Wirtschaft gut geht, geht's uns allen gut!”
www.comandantina.com dusl@falter.at
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 45/2007
5. November 2007 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings


