Fragen Sie Frau Andrea
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Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Hotzenplotz
Liebe Frau Andrea!
Kennen Sie das? Wenn ihnen ein Wort nicht und nicht aus dem Sinn gehen will? Keine Ahnung wie das Wort in meinen Kopf kam, aber es kreiste in mir herum wie auf einer unsichtbaren Hochschaubahn. Hotzenplotz, Hotzenplotz, Hotzenplotz. So hieß ein Räuber in einem Kinderbuch. Einen Film gibt es auch. Ist das am Ende der Name eines historischen Räubers? Mir kommt das so vor. Bitte um Hilfe,
Ihre hotzenplötzliche Nina Mayr
Liebe Nina,
Hotzenplotz ist tatsächlich ein real existierender Name. Aber anders als im Falle des legendären Waldviertler Banditen Johann Georg Grasel ist der schmerbäuchige Räuberhauptmann Hotzenplotz eine literarische Erfindung. Nicht jedoch sein Name. Den kannte der sudetendeutsche Kinderbuchautor Otfried Preußler seit der Schulzeit aus dem mährischen Teil Schlesiens. Hotzenplotz (tschechisch Osoblaha, jiddisch Hotz'plotz, polnisch Osobłoga) ist kein Kasperlgauner, sondern eine Stadt im Okres (Bezirk) Bruntál in Tschechien. Hotzenplotz-Osoblaha geht zurück auf die vorslawische Besiedlung des Gebietes an der Ossa, einem kleinen Fluss der im Altvatergebirge entspringt. Das Mährische verwendete für die Ansiedlung Begriffe wie Osobloga, Osoblaga oder Osoblaka. Die deutsche Bezeichnung leitet sich vom keltischen Volksstamm der Ossen oder Hozzen ab, die an der Ossa siedelten und weder als räuberisch noch kinderbuchaffin in Erscheinung getreten sind. Preußlers Hotzenplotz-Bände wurden in 33 Sprachen übersetzt und über sechs Millionen mal verkauft. In Frankreich als Brigand Briquambroque, in Italien als Brigante Pennastorta und im Türkischen als Haydut Haytazot. Potzblitz! dusl@falter.at www.comandantina.com
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 44/2007
29. Oktober 2007 © Andrea Maria Dusl
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Kommentare
Diese Erklärung kann nicht richtig sein! Nach den mir vorliegenden Dokumenten geht die Romanfigur auf einen windigen Schlachter zurueck, der nach Verlust seines gesamten Besitzes sich der Schuldhaft durch Flucht entzog. Fortan lebte er als Straßenräuber und erlangte im Raum Harz/ Umgebung eine gewisse Bekanntheit. Der Name des Schlachters war Hugo Otzenplotz.
Bjoern | 31.10.07 17:45
Bitte, die vorliegenden Dokumente vorzulegen!
Comandantina
Comandantina | 05.11.07 23:25


