Oktober 2007
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
SUBSCRIBE
Subscribe my RSS Feed

Befriend me at Facebook

Subscibe my YouTube Channel

Follow me at Twitter
hosted by
powered by Movable Type
Blue Moon
Channel 8
Channel 8 Diaries
Crazy Day
Dining Car
Heavy Burschi
In the Pipeline
Das Unendliche Panorama
Editorial Cartoons
Falter Covers
Neulich im Büro
Wienerinnen
Zeichenwelt
7 Sachen / Lauter Listen
Andrea Fragenlager
Boboville
Comandantina
Die österreichische Oberfläche
Essays
Features und Portraits
Fragen Sie Frau Andrea
Metaphysics
Om Dhom Khom
Quergelesen Ferngesehen
Salzgriesisch
Und dann traf ich...
Abstract is the World
Blue Moon Shooting
Boys and Girls from my Block
Breakfast Outside America
Kiev Markthalle
Little Shops of Horror
Phones of the World
Podcast von Dusls politischer Talkshow im Theater im Rabenhof
Das Photobureau von Comandantina Dusilova kümmert sich ums Schöne und Abseitige
Fünf Jahrgänge politische Zeichnungen im Magazin Format
Hotzenplotz
Liebe Frau Andrea!
Kennen Sie das? Wenn ihnen ein Wort nicht und nicht aus dem Sinn gehen will? Keine Ahnung wie das Wort in meinen Kopf kam, aber es kreiste in mir herum wie auf einer unsichtbaren Hochschaubahn. Hotzenplotz, Hotzenplotz, Hotzenplotz. So hieß ein Räuber in einem Kinderbuch. Einen Film gibt es auch. Ist das am Ende der Name eines historischen Räubers? Mir kommt das so vor. Bitte um Hilfe,
Ihre hotzenplötzliche Nina Mayr
Liebe Nina,
Hotzenplotz ist tatsächlich ein real existierender Name. Aber anders als im Falle des legendären Waldviertler Banditen Johann Georg Grasel ist der schmerbäuchige Räuberhauptmann Hotzenplotz eine literarische Erfindung. Nicht jedoch sein Name. Den kannte der sudetendeutsche Kinderbuchautor Otfried Preußler seit der Schulzeit aus dem mährischen Teil Schlesiens. Hotzenplotz (tschechisch Osoblaha, jiddisch Hotz'plotz, polnisch Osobłoga) ist kein Kasperlgauner, sondern eine Stadt im Okres (Bezirk) Bruntál in Tschechien. Hotzenplotz-Osoblaha geht zurück auf die vorslawische Besiedlung des Gebietes an der Ossa, einem kleinen Fluss der im Altvatergebirge entspringt. Das Mährische verwendete für die Ansiedlung Begriffe wie Osobloga, Osoblaga oder Osoblaka. Die deutsche Bezeichnung leitet sich vom keltischen Volksstamm der Ossen oder Hozzen ab, die an der Ossa siedelten und weder als räuberisch noch kinderbuchaffin in Erscheinung getreten sind. Preußlers Hotzenplotz-Bände wurden in 33 Sprachen übersetzt und über sechs Millionen mal verkauft. In Frankreich als Brigand Briquambroque, in Italien als Brigante Pennastorta und im Türkischen als Haydut Haytazot. Potzblitz! dusl@falter.at www.comandantina.com
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 44/2007
29. Oktober 2007 (2) Comments
Transformers
Die österreichische Bundesregierung lebt im permanenten Infight. Im folgenden 5 Paarungen, die ich für Falter 44/2007 gezeichnet habe: Das Match an Regierungsspitze (Bundekanzler Alfred Gusenbauer gegen Vizekanzler/Finanzminister Willi Molterer), der Kampf Arbeitnehmer gegen Wirtschaft (Erwin Buchinger vs. Martin Bartenstein), der Fight zwischen Infrastruktur und Ackerfurche (Werner Faymann gegen Pröll), die Schlammschlacht der starken Frauen (Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky vs. Frauenministerin Doris Bures) und schlieslich der Kampf zwischen Unterrichtsministerin und Wissenschaftminister (Claudia Schmied gegen Gio Hahn)




27. Oktober 2007 (0) Comments
Als die Bilder Farbe lernten
Ungekürzte Version des Artikels in Standard-RONDO vom 26. Oktober 2007
Als ich ein kleines Kind war, in den frühen Sixties, atmete das Medium, das aus der Röhre kam, noch das Odium des Halbverbotenen. Bilder, die direkt ins Wohnzimmer kamen - unerhört! Nachrichtensprecher mit sauber gekämmten Scheiteln und hochsitzenden Krawatten schauten aus dem Apparat und deklamierten strenge Texte. Und es war anfangs nicht ganz klar, ob sie dabei nur herausschauten oder auch etwas sahen. Jedenfalls war das für eine Kinderseele nicht ganz eindeutig. Aber nicht nur für die. Nie, auch nicht ein einziges mal habe ich meine Eltern in Pyjama oder Nachthemd fernsehen gesehen. Es schickte sich nicht. Nur den Boxkampf Muhammed Ali gegen Joe Frazier hat mein Vater frühmorgens im Schlafgewand absolviert.
Meine ersten Erwachsenensendungen, also Sendungen, die auf der Fernsehseite der elterlichenTageszeitung mit dem Signum "Jugendverbot" ausgewiesen waren, habe ich mit fünf gesehen. J und V, Jugend und Verbot, waren naturgemäß die ersten Buchstaben, die ich gelernt habe. Jugendverbotene Sendungen habe ich stets heimlich gesehen. Stundenlang stand ich hinter der Scheibe der Türe, die die Rückwand des Wohnzimmers vom Kinderzimmer trennte. Es war eine geraffelte Scheibe, hinter der ich stand, leicht getönt. Aber ich hatte, wenn ich den Atem anhielt und auf nichtseufzenden Furnierbrettern stand, freie Sicht auf den Fernsehapparat. Das Licht brach sich psychedelisch in den Schlieren des Glases. So etwas wie Farbfernsehen war das. Bunte Bilder, schemenhaft und unscharf. Die Handlung musste ich imaginieren, denn der Ton war schlecht hier hinten zwischen Glastüre und Vorhang. Geheimfernsehen hatte etwas Heiliges.
Jugendverbot. Farbe. Die beiden Begriff amalgamierten in meinem kleinen Gehirn. Schwarz-Weiß hingegen, erlaubt und vom Sofa aus betrachtet, hatte etwas Braves. Kasperl war schwarz-weiss und die Protudierungen des Bastelonkels. Die Nachrichten waren es und der Fenstergucker. Der Briefmarkensammler, Hans Joachim Kulenkampff und die Mondlandung. Und ich hielt dieses jugendfreie Schwarz-Weiß nicht für eine technische Einschränkung, sondern für real. Lassieland, wo immer das war, hatte graue Wiesen und farblose Bewohner. Und auch die Himmel waren dort stets grau. Das Grau hatte etwas Deutsches. So sprachen die ja dort. Deutschland-Deutsch.
Die deutschen Urlauber, die sommers das Ausseerland bevölkerten, habe ich denn auch für Lassieländer gehalten. Deutschland war etwas Fernes, Technisches. Deutschland war brav. Schwarz-weiß. Wenn unser Fernsehapparat nicht gestorben wäre, wäre es auch so geblieben.
Aber er starb. Hauchte den Geist seiner Röhre aus. Ein neuer musste angeschafft werden. Was so ein Zauberding draufhatte, wusste ich inzwischen. Die Novotnys aus der Nestroygasse hatten eines. Eine riesige Kiste. Groß wie eine Hundehütte. Dunkel, mit langen schwarzen Schlitzen in den Plastikpalisanderfurnieren. Die Fernsehhütte der Novotnys gab eine Vorstellung davon, was Farbfernsehen in diesen frühen Tagen sein konnte. Für mich, hinter der Fensterscheibe im psychedelischen Sehen Geschulte, war es keine Überraschung. Farbfernsehen war nicht die Entsprechung der Welt, wie wir sie kannten, sondern eine Überhöhung. Schwarz war Grün. Blau war Braun. Weiß war Himmelblau. Nur Rot war Rot. Egal welches. Leberkässemmeln, Lippenstifte, die Landesfahne. Rot wie Chilischoten.
Die Hochkonjunktur blies durchs Land, Vaters Architekturbüro prosperierte, meine Überredungskünste fruchteten, die Novotnys mussten technisch überholt werden: Ein hochmoderner skandinavischer Apparat wurde angeschafft. Seine Ästhetik erinnerte an die Geräte an Bord von Kubricks Raumschiffen. Bang & Olufsen. Ein unfassbares Gerät. Eine Maschine aus der Zukunft. Stundenlang saßen meine Brüder und ich gebannt vor dem Farb-Testbild und versuchten, sein ästhetisches Programm zu dechiffrieren. Und wenn sich Heinz Conrads zeigte oder Peter Fichna, drehten wir am Farbregler, um uns an die Zeit zu erinnern, die gerade eben noch schwarz-weiß gewesen war. Umgekehrtes Retro war das. Aber die neue Zeit schwappte für immer durch die bekannten Bilder. Lassie wurde rothaarig und Jeannies Meister bekam eine blaue Uniform, Flippers graue Lagune wurde türkis, und der Rennanzug von Franz Klammer gelb wie frisches Fanta.
Eine andere Zeit war angebrochen. Nur das Jugendverbot vermisste ich. Als Farbfernsehen noch Stehen war und ausgedacht.
(Andrea Maria Dusl / Der Standard/rondo 25.10.2007)
26. Oktober 2007 (0) Comments
Showtime ::: Lesung in der Stadtbibliothek Wien
Andrea Maria Dusl liest aus
Die österreichische Oberfläche
Österreich findet am Übergang zwischen Innen und Außen statt
Donnerstag, 25. Oktober 2007, 19:00 Uhr
Hauptbücherei der Stadt Wien
Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien
Veranstaltungssaal - 3. Stock
Buchpräsentation zum österreichischen Nationalfeiertag
Klaus Nüchtern im Falter
42/2007 vom 17.10.2007 (Seite 70):
"Tiefschürfend"
"Es geht um österreichische Geschichte und um den Fremdenverkehr, um Bruno Kreisky und Leopold Figl, um das Kaffeehaus und die Sozialpartnerschaft. Wer also könnte „Die österreichische Oberfläche“ geschrieben haben? Robert Menasse? Guter Tipp, aber leider falsch. Ich mache es etwas leichter: Es geht auch darum, dass das Rot der SPÖ eigentlich auf die phrygische, ursprünglich aus einem Stierhodensack gefertigte Mütze zurückgeht, und darum, dass die heimliche Landesfarbe des Landes Rosa ist. Hmmm. Okay, ganz leicht: Es geht auch ums Paarungsverhalten der Bobos, die einzig seligmachende Zubereitung eines Erdäpfelsalats, die bleichen Beine von Exkanzler Schüssel und den blumigen Regiolekt, der seinerzeit im Café Salzgries gesprochen wurde. Alles klar, oder?! Na gut: Die erste eigene Wohnung einer heimischen Filmregisseurin, Illustratorin und Kolumnistin spielt auch eine – übrigens ziemlich unheimliche – Rolle.
Bingo! Andrea Maria Dusl, hierblatts auch als „Frau Andrea“ bekannt, fühlte sich mit ihren diversen Jobs offenbar nicht ausgelastet genug. Wobei angemerkt werden muss, dass Teile ihrer eigenwilligen, aber nichtsdestotrotz informationsdichten Österreich-Enzyklopädie den Lesern (des Falter oder des Standard) bekannt vorkommen könnten. Das tut dem Vergnügen aber keinerlei Abbruch. Denn Dusl ist der rare Fall einer Autorin, die barocken Sprachaufwand mit nachgerade wissenschaftlicher Akribie, kolumnistischen Subjektivismus mit analytischem Scharfsinn und eine grundsolide republikanische Gesinnung mit Humor zu verbinden weiß. Mitunter schießt das geneaologische Detailwissen oder der Furor etymologischer Herleitungen (am Ende sind eh alle Wörter, die mit demselben Konsonanten beginnen, miteinander verwandt) vielleicht etwas gar üppig ins Kraut, aber das wird durch genaue Beobachtungen, stilistische Verve und lebensrettende Informationen wettgemacht: „Ein Gulasch kann nur zu früh, nicht jedoch zu spät vom Herd genommen werden.“ Zum Schluss sei auch noch die Oberfläche der Oberfläche gerühmt: Ein schöneres Buch wird man derzeit kaum finden, und der leberwurstfarbene Umschlag aus Billigsdorferpappendeckel saugt verlässlich jede minimale Fettspur sichtbar von den Leserfingern."
...............................................................
--> Leseprobe Download pdf
Andrea Maria Dusl
Die österreichische Oberfläche
Residenz Verlag
Mit 34 Elektroholzschnitten der Autorin
240 Seiten, Klappenbroschur
EUR 19,90 / sFr 33,80
ISBN: 9783701714865
--> Hier bestellen
....................
Nächste Lesung:
15. November 2007, 17:45 Uhr
Wiener Buchwoche im Rathaus
Literaturcafé
--> Dusl buchen:
Ines Bernauer, Residenzverlag
Telefon 0043 2742 802 1411
i.bernauer@residenzverlag.at
Residenz Verlag
24. Oktober 2007 (1) Comments
Showtime ::: Lesung in St. Pölten
Blätterwirbel des Residenz Verlags
Es lesen
Michael Stavaric,
Clemens J. Setz und
Andrea Maria Dusl
(Die österreichische Oberfläche)
23. Oktober 2007
ab 19:30
Residenzabend (AutorInnenlesung)
im Rahmen des "Blätterwirbels"
St. Pölten, Landestheater NÖ
(Theaterwerkstatt)
Rathausplatz 11.

Kommet zahlreich!
23. Oktober 2007 (0) Comments
Jakobstopf
Liebe Frau Andrea,
diese Woche gebe ich dem lieben Gott wieder einmal eine Chance, mich unanständig reich zu machen. Ich spiele Lotto, denn 2,8 Mio Euro sind im Jackpot. Vielleicht tröstet mich, wenn ich ihn doch nicht knacke, Ihre Klärung meiner Frage: Warum heißt der Jakobstopf so? Geld- und wissbegierig,
Beatrice Eipeldauer, Wien
Liebe Beatrice,
so unwahrscheinlich es ist, daß Ihre Gebete an den Lottogott erhört werden, so sicher darf ich Sie glücklich machen. Mit dem Ausdruck Jackpot bezeichnen Lotteriegesellschaften jene hohe Gewinnquote, die dadurch entsteht, daß es in vorausgegangenen Spielrunden keine Gewinner im ersten Rang gegeben hat und sich die Gewinnsumme der neuen Runde um die vorher nichtausbezahlte erhöht. Für die Entstehung des Ausdrucks gibt es drei konkurrierende Mythologien, die alle aus dem anglosächsischen Kulturkreis stammen. Die erste spielt in Las Vegas und schreibt den Ausdruck Slot-Maschinen zu, bei denen der Gewinn in einen goldenen Topf rasselte. Der Besitzer der Maschinen und erste Casino-Betreiber überhaupt, habe mit Vornamen “Jack” geheissen. Der zweite Mythos handelt von einem Bartender namens Jack, der jedesmal, wenn er großzügiges Trinkgeld bekommen habe, einen Silbertopf geläutet haben soll. Am ehesten kommt Jackpot (von amerikanisch jack, Bube und pot, Topf) aus dem Poker. Jackpot heißt jene Eröffnungsvariante des Draw Poker, bei der nur Spieler eröffnen können, die mindestens zwei Buben (Jacks) in der Hand halten. Sollte niemand ein Jakobspäärchen haben, gilt die Spielrunde als beendet, die Einsätze bleiben am Tisch und die Karten werden neu ausgegeben. www.comandantina.com dusl@falter.at
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 43/2007
21. Oktober 2007 (2) Comments
König in Wien
Die Krone der Schöpfung heißt in Wien Hund.
Dusilation für Falter 43/2007
21. Oktober 2007 (0) Comments
Showtime ::: Podiumsdiskussion zum Image des Österreichischen Films
Zum Image des österreichischen Films
Podiumsdiskussion
Donnerstag, 18. Oktober, 19.00
Wie in anderen Ländern mit kleinem Produktionsrahmen sind in österreichischen
Filmen des öfteren thematische Ähnlichkeiten zu verzeichnen. Der radikale Blick
auf die Gesellschaft hat unlängst einen Filmkritiker in einem Artikel der Harold
Tribune dazu veranlasst, das österreichische Kino als „feel bad cinema“ (Denis
Lim) zu bezeichnen. Wie steht es um diesen Befund?
Andrea Maria Dusl, Regisseurin und Autorin
Stefan Ruzowitzky, Regisseur und Drehbuchautor
Antonin Svoboda, Regisseur und Produzent coop99
Peter Zawrel, Geschäftsführer Filmfonds Wien
Moderation: Robert Buchschwenter, Filmwissenschafter und Dramaturg Drehbuchforum
Depot
Breite Gasse 3
1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
Fax: +43 1 522 66 42
depot@depot.or.at
16. Oktober 2007 (0) Comments
Die kahlen Berge
Liebe Frau Andrea,
ein sonntäglicher Zeitvertreib meiner kleinen Tochter und mir ist das Fahren mit dem Finger auf der Landkarte. Neunmalklug wie mein Nachwuchs ist, löcherte Sie mich mit der berechtigten Frage, warum das Kahlenbergerdorf (zwischen Nussdorf und Klosterneuburg am Donauufer gelegen) am Fuße des Leopoldsberg liegt und nicht am Nachbarkogel, dem Kahlenberg. Sicher wissen Sie Bergesrat!
Liebe Grüsse aus der flachen Leopoldstadt, Sara und Andrea Rudiferia
Liebe Sara, liebe Andrea,
mit den letzen Seufzern, die die Alpen machen, bis Sie unter der Donau abtauchen, ist das so eine Sache. Die Berge am Kulissenrand von Wien sehen zwar seit prähistorischen Zeiten so aus wie heute, haben aber Ihre Namen im wahrsten Sinne des Wortes oft gewechselt. Die runde Bergkuppe, die wir heute als Leopoldsberg kennen, hieß ursprünglich Kahlenberg. 1693 ließ Kaiser Leopold die Kapelle am Berg - vorher stand hier eine Babenbergerburg und noch früher eine keltische Arx - dem Heiligen Leopold weihen, woraufhin der Berg den Namen Leopoldsberg erhielt. Der benachbarte Sauberg wurde darauf in Kahlenberg umbenannt. Diesen Berg erkennt man am blitzgeschüttelten Fernsehmast des Senders Kahlenberg. Der ursprüngliche Kahlenberg war aus Verteidigungsgründen um die Burg herum abgeholzt, woraus sich die Bezeichnung “kahler Berg” abgeleitet haben soll. Die keltische Bezeichnung des Burgbergs dürfte aus den selben Gründen Uindo-Bona, Weisser Berg gelautet haben. Nach diesem Uindo-Bona hiessen auch Zivilisiedlung und Römerlager am Donauübergang, das legendäre Vindobona, die Keimzelle Wiens. www.comandantina.com; dusl@falter.at
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 42/2007
15. Oktober 2007 (0) Comments
Klassenkampf
Schnitzellands Lehrer sind unzufrieden und denken an Streik.
Dusilation für Falter 41/2007. Ins Bild klicken für grosse Version
14. Oktober 2007 (0) Comments
Neues Dusl-Buch
Die österreichische Oberfläche
Meine neueste Perfidie, die Pathologie der Österreicherei ist gerade erschienen und liegt von Frankfurt bis Feldkirch in den deutschsprachigen Buchhandlungen!
Andrea Maria Dusl
Die österreichische Oberfläche
Österreich findet am Übergang zwischen Innen und Außen statt
Österreich, das Land zwischen Bodensee und Langer Lacke, zwischen Böhmerwald und den Karawanken. Die Heimat von Freud und Hitler, Almdudler und Kaiserschmarrn, existiert sie überhaupt? Oder ist Schnitzelland nur eine Erfindung? Die österreichische Filmregisseurin und Essayistin Andrea Maria Dusl stellt die nüchterne Diagnose: Österreich ist eine Illusion. Eine Einbildung, ein Oberflächenphänomen. Der Punschkrapfen unter den Nationen. Das Fettauge in der europäischen Rindsuppe.
Die österreichische Oberfläche beleuchtet essayistisch-kulturphilosophisch die österreichische Fassade – von der Z-Kugel bis zu Schüssels Socken –, seziert österreichische Verpackungen – von der Schnitzelpannade bis zur Sozialpartnerschaft – und widmet sich schonungslos der vielschichtigen Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen. Andrea Maria Dusl deckt neue und alte Irrtümer auf und beantwortet einen Katalog voll ungestellter Fragen. Liegen Linz und Wien überhaupt an der Donau? War Kaiser Franz Josef überhaupt Habsburger? Womit siegelte Figl den Staatsvertrag? Und wem gehört Österreich überhaupt: Den Liftbesitzern oder der Ballmafia?
--> Leseprobe Download pdf
Andrea Maria Dusl
Die österreichische Oberfläche
Residenz Verlag
Mit 34 Elektroholzschnitten der Autorin
240 Seiten, Klappenbroschur
EUR 19,90 / sFr 33,80
ISBN: 9783701714865
--> Hier bestellen
....................
Buchpräsentation und Lesung
Nationalfeiertag
25. Oktober, 19 Uhr
Hauptbücherei der Stadt Wien
Urban-Loritz-Platz; Am Gürtel
Lesung
15. November 2007, 17:45 Uhr
Wiener Buchwoche im Rathaus
Literaturcafé
Weitere Lesungen folgen.
--> Dusl buchen:
Ines Bernauer, Residenzverlag
Telefon 0043 2742 802 1411
i.bernauer@residenzverlag.at
Residenz Verlag
11. Oktober 2007 (0) Comments
Die österreichische Oberfläche
Meine neueste Perfidie, die Pathologie der Österreicherei ist gerade erschienen und liegt von Frankfurt bis Feldkirch in den deutschsprachigen Buchhandlungen!
Andrea Maria Dusl
Die österreichische Oberfläche
Österreich findet am Übergang zwischen Innen und Außen statt
Österreich, das Land zwischen Bodensee und Langer Lacke, zwischen Böhmerwald und den Karawanken. Die Heimat von Freud und Hitler, Almdudler und Kaiserschmarrn, existiert sie überhaupt? Oder ist Schnitzelland nur eine Erfindung? Die österreichische Filmregisseurin und Essayistin Andrea Maria Dusl stellt die nüchterne Diagnose: Österreich ist eine Illusion. Eine Einbildung, ein Oberflächenphänomen. Der Punschkrapfen unter den Nationen. Das Fettauge in der europäischen Rindsuppe.
Die österreichische Oberfläche beleuchtet essayistisch-kulturphilosophisch die österreichische Fassade – von der Z-Kugel bis zu Schüssels Socken –, seziert österreichische Verpackungen – von der Schnitzelpannade bis zur Sozialpartnerschaft – und widmet sich schonungslos der vielschichtigen Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen. Andrea Maria Dusl deckt neue und alte Irrtümer auf und beantwortet einen Katalog voll ungestellter Fragen. Liegen Linz und Wien überhaupt an der Donau? War Kaiser Franz Josef überhaupt Habsburger? Womit siegelte Figl den Staatsvertrag? Und wem gehört Österreich überhaupt: Den Liftbesitzern oder der Ballmafia?
--> Leseprobe Download pdf
Andrea Maria Dusl
Die österreichische Oberfläche
Residenz Verlag
Mit 34 Elektroholzschnitten der Autorin
240 Seiten, Klappenbroschur
EUR 19,90 / sFr 33,80
ISBN: 9783701714865
--> Hier bestellen
....................
Buchpräsentation und Lesung
Nationalfeiertagsvorabend
25. Oktober, 19 Uhr
Hauptbücherei der Stadt Wien
Urban-Loritz-Platz; Am Gürtel
Lesung
15. November 2007, 17:45 Uhr
Wiener Buchwoche im Rathaus
Literaturcafé
Weitere Lesungen folgen.
--> Dusl buchen:
Ines Bernauer, Residenzverlag
Telefon 0043 2742 802 1411
i.bernauer@residenzverlag.at
Residenz Verlag
11. Oktober 2007 (0) Comments
Anti Aging
Anti-Aging-Drugs. Ein Business, das boomt.
Nichtalterungsmittel, ein Geschäft, das sich aufbäumt.
Für "heureka " die Wissenschaftsbeilage in Falter 41/2007.
Ins Bild klicken für grosse Version.
8. Oktober 2007 (0) Comments
Pfanneskes
Liebe Frau Andrea,
eine Frage küchentechnischer Bedeutung erfordert Ihre geschätzten Kompetenzen. Dass ich dabei die Frau betrüge, mit der ich Tisch und Herd teile, sei anstandshalber erwähnt - erfolglose Versuche, die Frage in den eigenen vier Wänden zu klären, zwingen mich dazu: Eine Edelstahlpfanne ist unser zu Kochgeschirr gewordener Stolz. Wiewohl viele der in ihr selbstgemachten Gerichte große Freude bereiten, sind dem pfannesken Erfolg durch unerwünschte Krustenbildung (z.B. beim Erdäpfelschmarrn) Grenzen gesetzt. Meine hiermit von mir Betrogene meint, alleine Teflon helfe, während ich für Gusseisen plädiere. Ich bitte um Ihren Rat! Mit hochachtungsvollen Grüßen aus der Brigittenau
Bernhard W. Litschauer-Hofer
Lieber Bernhard,
Teflonpfannen aus Aluminium haben sich in den meisten Privatküchen als Standard-Padella durchgesetzt. Mit den pflegeleichten Poêles kann fettfrei gebraten werden. Möglich macht das Polytetrafluorethylen, ein Material, das für seine Antihaft-Eigenschaften gerühmt wird, und mit dem während seiner Amtszeit gerüchteweise sogar der damalige Kanzler Vranitzky überzogen war. Teflon hat den Nachteil, dass es nicht kratzbeständig ist. Profiköche wechseln ihre Teflonpfannen oft schon nach einem Jahr aus. Ungeliebter Standard in der Gastronomie sind die von Ihnen geschätzten Edelstahlpfannen. Die Königin unter den Bratpfannen ist indes aus Gusseisen. Sie leitet Wärme viermal besser, darf aber nur mit reinem Wasser, Salz und Papier gereinigt werden. Mit der Zeit bekommt die Gusseisenpfanne ihre vielgerühmte, natürliche Antihaftpatina und wird zu einer Freundin fürs Leben. www.comandantina.com; dusl@falter.at
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 41/2007
8. Oktober 2007 (0) Comments
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
Für Falter 40/2007
Ins Bild klicken für grössere Version!
4. Oktober 2007 (0) Comments
Showtime ::: Andrea Maria Dusl in Willkommen Österreich
ORF1
4. Oktober 2007
23.10 Uhr
Comandantina in
"Willkommen Österreich"
Zünftig geht es in einer neuen Ausgabe von "Willkommen Österreich" im Rahmen der "Donnerstag Nacht" von ORF 1 am 4. Oktober 2007 zu. Stermann & Grissemann laden in einer neuen Ausgabe von "Willkommen Österreich" - um 23.10 Uhr - zum Oktoberfest. Zu Gast sind "Falter"-Kolumnistin und "Blue Moon"-Regisseurin Andrea Maria Dusl und "Soko Donau"-Cop Gregor Seberg.
Ganz Deutschland strömt zum ausgiebigen Bierkonsum auf die Wiesn. Anlass genug, um sich über die deutschen Nachbarn Gedanken zu machen. Was erwartet die deutschen Studenten in Österreich und wie steht es um die Integration von Moderator Dirk Stermann? Andrea Maria Dusl kommt ins "Willkommen Österreich"-Studio. Die Regisseurin des preisgekrönten Films "Blue Moon" hat auf jede Frage eine Antwort, wie sie mit der "Falter"-Kolumne "Fragen Sie Frau Andrea" beweist. Außerdem haben Christoph Grissemann und Dirk Stermann Kollegen Gregor Seberg zu sich eingeladen. Der Schauspieler und Kabarettist löst als Kommissar in der Serie "Soko Donau" Krimifälle im ORF-Hauptabendprogramm. Society-Reporter Hermes ist für "Willkommen Österreich" unterwegs und berichtet von den Festen der unteren Zehntausend in Österreich. Außerdem meldet sich das Supertopcheckabunny aus Berlin mit Tipps rund ums Thema "Fahrrad".
3. Oktober 2007 (0) Comments
Mitbürger
Liebe Frau Andrea,
„Jüdische Mitbürger dankten Papst für besondere Geste“ übertitelte die Kronen Zeitung am 12. September d. J. einen Artikel zum letzten Papstbesuch in Österreich. Immer wieder lese und höre ich, vorwiegend in Medien und aus Politikermündern, dass es in unserem Land Bürger und Mitbürger gibt (weibliche wohl sicher auch). Offenbar handelt es sich dabei um differente Bevölkerungsgruppen. Können Sie mir helfen, den Unterschied zwischen den beiden zu erkennen? Mit dem besten Dank im Voraus für Ihre geschätzte Antwort und mit freundlichem Gruß
Walter Stach, per Email
Lieber Walter,
das publizistische Österreich hat bekannterweise Schwierigkeiten mit der Beschreibung von Tatsächlichkeit und wählt zur politischen Selbstimmunisierung die Umschreibung. Das Phänomen ist verwandt mit den sprachlichen Mechanismen der “political correctness”, speist sich aber aus anderem kulturellen Grundwasser. In den Begriffsnebeln Staatsbürger, Nicht-Staatsbürger, Wähler und Nicht-Wähler, Ausländer, Inländer, Einheimischer und Tourist steht schemenhaft der Mitbürger. In diesem Wort taumeln das Miteinander, das Mitunter, das Mitglied und das Mitleid. Der Wortkübel “Mitbürger” ist das Besipiel eines holprigen Versuchs, political correctness über die Ungenauigkeit der Wahrnehmung zu kleistern und Salz ins Unkraut des Ressentiments zu streuen. Korrekterweise wäre Papst Benedikt des XVIten fünfminütiger Besuch am Shoah-Denkmal am Wiener Judenplatz mit “Begegnung des katholischen Kirchenvorsitzenden mit Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinde Wien” beschrieben. www.comandantina.com; dusl@falter.at
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 40/2007
Das Bild von Schönborn, Eisenberg und Ratzinger © Matthias Cremer. Hier geht's zu seinem Photoblog im Online-Standard.
3. Oktober 2007 (0) Comments
Liberté Égalité Fraternité Religion
Aus der Wertedebatte in Falter 39/2007
2. Oktober 2007 (0) Comments
Was bei der ÖVP auf der Wäscheleine hängt
Für den Falter 39/2007
2. Oktober 2007 (0) Comments



