Fragen Sie Frau Andrea
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Und dann traf ich...
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Liebe Frau Andrea,
trotz handwerklichen Geschicks hat sich mir noch immer nicht die Antwort auf die Frage erschlossen, warum der gemeine Winkelschleifer im Volksmund mit dem Vulgonamen "Flex" belegt wird. Wirklich flexibles hat dieses eher grobe Arbeitsgerät nicht an sich. Und welcher Zusammenhang besteht zum gleichnamigen und jetzt am Donaukanal beheimateten Lokal? Und warum hat das einen Haifisch im Logo? Besten Dank für Ihre hilfreichen Hinweise!
Mit freundlichen Grüßen, Helmut Resch
Lieber Helmut,
die Flex ist eine elektrische Handmaschine mit schnell rotierender Schleifscheibe. Als ihre Erfinder gelten die schwäbischen Tüftler und Firmengründer Ackermann und Schmitt. Angetrieben wurde der robuste Handschleifer durch eine biegsame Welle. Dieses Zwischenstück, die „flex“ible Welle, prägte den Markennamen der ersten „Flex“ und wurde zum Synonym für dieses Werkzeug. Über die Entstehung des Lokalnamens gibt es mehrere Mythologien. Eine verortet “Flex” im 1982 erschienenen Hardcore-Punk-Rock-Compilation-Album “Flex Your Head”. Jedenfalls erinnere ich mich an ein gleichlautendes Grafitto im oder am legendären Ur-Flex in der Meidlinger Arndtstraße. Am wahrscheinlichsten kommt der Underground-Club-Name vom extensiven Gebrauch des Winkelschleifers bei der Erzeugung robusten, punkgerechten Flex-Mobiliars. Das Fisch-Logo hat Flex-Urgestein Phillip Abbrederis einst in Anspielung auf den Winkelschleifer gestaltet. Die Zähne des Haifischs erinnerten ihn an den Stahlschnitzer und Namensgeber, die gute alte Flex.
www.comandantina.com; dusl@falter.at
Für meine Kolumne 'Fragen sie Frau Andrea' in Falter 37/207
10. September 2007 © Andrea Maria Dusl
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