Fragen Sie Frau Andrea
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
SUBSCRIBE
Subscribe my RSS Feed

Befriend me at Facebook

Subscibe my YouTube Channel

Follow me at Twitter
hosted by
powered by Movable Type
Blue Moon
Channel 8
Channel 8 Diaries
Crazy Day
Dining Car
Heavy Burschi
In the Pipeline
Das Unendliche Panorama
Editorial Cartoons
Falter Covers
Neulich im Büro
Wienerinnen
Zeichenwelt
7 Sachen / Lauter Listen
Andrea Fragenlager
Boboville
Comandantina
Die österreichische Oberfläche
Essays
Features und Portraits
Fragen Sie Frau Andrea
Metaphysics
Om Dhom Khom
Quergelesen Ferngesehen
Salzgriesisch
Und dann traf ich...
Die Trafik
Liebe Frau Andrea,
gerade hatte ich Besuch aus dem Ausland und Besuch aus dem Ausland stellt immer so unbequeme Fragen. Zum Beispiel konnte ich nicht erklären, wieso man in Wien zum Zeitungs- und Zigarettenladen "Traffik" sagt. Kommt das von Trafic, Verkehr? Aber wieso?
Ihr Herr Bertram, Ottakring
Lieber Herr Bertram,
gerne gebe ich ihnen bequeme Antworten für Ihren nächsten Besuch aus dem Ausland. Obschon man in Österreich zur Verkaufsstelle von Tabakwaren und Zeitungen “Traffik” sagt, schreibt sich der Laden eineffig Trafik. Offiziell heissen die kleine Geschäfte Tabak-Trafik. Der Name kommt vom italienischen trafficare, verwandt ist natürlicherweise das französische trafic und über dieses das englische Wort für Verkehr, traffic. Trafficare heisst handeln und wir wollen es mal am Begriff “Hin und Her” festlöten. Das grosse Hin und Her auf der Suche nach Nikotin und Parkscheinen, Tageszeitungen und Lottotipps ist in Österreich staatlich monopolisiert, seit Joseph II. 1784 das kaiserliche Händchen auf den Handel mit Rauchwaren gelegt hat. Schon damals wurden Trafikantenstellen bevorzugt an Kriegsinvalide vergeben. Mangels Nachschub einheimischer Versehrter aus Kriegsgebieten werden frei werdende Trafiken heute bevorzugt an Personen mit mindestens 50% Behinderung ausgegeben. Dass in florierenden Trafiken meist Unversehrte Heftln und Tschick verkaufen, steht auf einem anderen Tabakblatt. Trafic heisst zu bester letzt einer der grossartigen Film des französischen Situationskomikers Jacques Tati. www.comandantina.com dusl@falter.at
Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 24/07
11. Juni 2007 © Andrea Maria Dusl
TrackBack
Use this URL to ping this entry: http://comandantina.com/mt/ping.cgi/1473


