Meine ersten 125 Jahre Telefon!

Andrea Maria Dusl am 27. 10 2006 in der Beilage RONDO des Standard

Telefonieren ist eine Kulturtechnik. Etwas weniger entspannend als Schaumbaden und nur in Härtefällen so anstrengend wie Spitzentanz. Anders als das Fahren schneller Autos und das Programmieren von DVD-Rekordern liegt es uns in den Genen. Telefonieren können wir. Das ist ganz unseres. Die Fähigkeit, ein Gespräch ohne sichtbares Gegenüber zu führen ist zutiefst menschlich. Von Anbeginn an. Seit wir vom Baum gestiegen sind und mit dem Kiesel in der Hand in den Savannenuntergang geschlendert sind.

Am Abend haben wir uns dann um die Feuer gelegt, gegrillte Antilopen gekaut und gequatscht. Stundenlang. Dabei, so vermuten die Forscher, muss sich bei den frühen Menschen die Fähigkeit entwickelt haben, die Gemütslage des Gesprächspartners bis in die feinsten Verästelungen momentaner Stimmungsschwankungen wahrnehmen zu können. Und zwar selbst in stockdunkler Nacht. Seit damals haben wir ein Faible für Late Night Shows, für die kleine Nachtmusik, Lyrik von den Beatles und fürs Telefonieren.

Telefonzelle.jpgMeine erste Begegnung mit dem Telefon fand im Kindergarten statt. Der Apparat, war rot und aus Plastik und er hatte alles was man so brauchte. Hörer, Wählscheibe, Spiralkabel und einen kleinen weissen Knopf. Telefonieren ging so: Du hobst den Hörer ab, drücktest auf den kleinen weissen Knopf und liessest es dreimal läuten. Läuten bedeutete salbungsvoll und ernst: ”Ring, riiiing, riiiihiiing” zu rufen. Meine Telefonpartnerin sass schon bereit. Mit gespieltem Erstaunen hob Sie den Hörer ihrer kleinen Kommunikationsmaschine ab und meldete: “Hallo, hallo, hier Regina Novak, wer ist am Apparat?” “Hallo, ja, hier Andrea Dusl, gut dass Sie abheben, mir ist das Waschmittel ausgegangen, ob sie wohl noch welches haben?” ”Selbstverständlich, kommen Sie doch in den Kaufmannsladen, wir haben gerade neues Omo bekommen.” “Danke”, “Danke”, Klick. Klick. So ging telefonieren.

Tausendmal geübt, tausendfach geprobt. Gut aber Plastik. Daran, auch ans wirkliche Telefon zu gehen, war nicht zu denken. Gabel, Schere, Messer Licht, sind für kleine Kinder nicht. “Und das Telefon schon gar nicht”, trichtere mein Vater uns Kindern ein. Es war ihm ernst, denn Telefonieren war eine teure Angelegenheit. Telefonieren war Elternsache. Telefonierende Kinder gab es im wirklichen Leben nicht. Wir durften an Plastiktelefonen im Kindergarten herumspielen. Wirklich Telefone hatten ausser der Horrorvorstellung den Vater mit einem unbeabsichtigten Anruf nach Neuseeland in den Schuldenkotter zu stürzen auch noch ein anderes Manko: Sie waren schlicht zu schwer. Für eine Kinderhand wog ein Bakelithörer wie für Bobos eine Prosciuttokeule. Auf den Boden gefallen, pflegten die schweren Hörer zu zerbrechen wie Weihnachtsgebäck. Hochfloorige Teppiche sollte Östereich erst in den 70erjahren kennenlernen.

Als wir schon etwas älter waren und uns durch den dicken Brei amerikanischer Vorabendserien geschaut hatten und mit dem Leben telefonierender Ami-Teenies vertraut waren, waren zwar die Hörer noch immer aus Bakelit aber unsere Arme und Hände vom Füllfederhalten stark wie Tigerpranken. Jetzt konnten wir die haptische Hürde des Telefonierens überspringen. Nicht aber das Telefonschloss. So ein Telefonschloss war traditionell am Wählscheibenloch der Ziffer 4 montiert. Man konnte also Rettung, Feuerwehr anrufen, die Grünröcke und die Vorwahl von Amerika. Mehr war nicht drinnen. Obwohl. Immer wieder riefen Babies bei uns an. Babies? Kleinkinder, Säuglinge, Babies. Nicht oft, aber immer öfter. Sie konnten zwar nicht sprechen, aber sie konnten uns anrufen. Aber wie machten sie das? Und wieso riefen Babies ausgerechnet bei uns zu Hause an?

Meine Brüder und ich dachten tagelang nach und dann nochmal tagelang und dann klingelte es. War unsere Nummer nicht 332 113? Zusammengesetzt aus Einsen, Zweien und Dreien, eine Nummer, die man auch von einem abgesperrten Telefon anrufen konnte. Mehr noch. Eine der wenigen Nummer, die man nur von einem abgesperrten Telefon anrufen konnte.

Und weil das so war, taten das auch tausende herumkrabbelnder Wiener Babies, die an tausenden abgesperrter und in Babykrabelhöhe herumstehenden Wiener Telefonen an der Wählscheibe drehten. Unter abertausenden ungelenker Drehversuche mit Wählscheiben, auf denen nur die Ziffern 1, 2 und 3 Freigang hatten, war so durchschnittlich zweimal am Tag eines der vielen telefonierenden Babies bei uns an der Strippe. “Gaga” sagten sie und “Gugu” und “Föf”. Diese frühen Talente sind jetzt Regalbetreuer, Biologielehrerinnen, U-Bahnfahrer und Stadträtinnen. Möglich aber auch, dass sich aus diesen Babies das Heer der Telefonistinnen und Telefonisten rekrutiert, die anonym in Telefonierkojen sitzend, mit uns über Handytarife, Softwarehusten und die Kirchensteuer sprechen. Vielen von diesen frühkindlichen Telefonierern habe wir also damals das Kommunizieren beigebracht.

Selbst beigebracht haben wir uns das Klacken. Klacken nannten wir die Technik, mit dem Hörer so auf die Gabel unseres, mit dem Telefonschloss versperrten Telefons zu knallen, dass dabei ein Impuls ausgelöst wurde. Einmal Klacken entsprach dem Wählen der 1, zweimal dem der Ziffer 2. Und so ging das weiter bis 0. Null hiess zehnmal klacken. Für diese Abstraktionsleistung brauchten eine Elfjährige, ein Neunjähriger und ein Vierjähriger gemeinsam drei Tage. Danach konnte wir auch vom versperrten elterlichen Apparat in die ganze Welt telefonieren. Der Schwindel ist nie aufgeflogen.
Öffentliches Telefonieren, auch das wollen wir hier nicht verschweigen, hatte für Kinder immer den Beigeschmack schwerer geruchlicher Demütigung. Öffentliche Telefonzellen rochen ausnahmslos nach Herrentoilette. In strengen Wintern ging es. Aber wer will in strengen Wintern in Herrentoiletten telefonieren?

Eine solche Telefonzelle - ältere waren aus Holz und fahlgelb gestrichen, jüngere aus Metall und schwarz - betrat man nie ohne Telefonschilling. Den Telefonschilling warf man in einen bleiernen Schlitz und wählte. Hob jemand ab, drückte man einen weissen Knopf. Ein Zeiger setzte sich in Bewegung. Der Zeiger ratterte in einem gebogenen Fenster von links nach rechts wie die Tachonadel unseres gemächlich beschleundigeden Familienvolvos. Bei Tempo 140 war der Schilling zu Ende. Gespräch hatten immer etwas hastiges, von der Tachonadel getriebenes. Wer telefonkommunikatorisch auf sich hielt, hatte eine Nadel oder einen dünnen Stahlnagel bei sich. Kaum ein Telefon, das nicht mit einem illegalen, Loch im linken Eck des gläsernen Anzeigefensters versehen war. Zu Beginn des Gesprächs steckte man den Nagel durchs Löchlein und hielt damit den Zeiger auf. Telefonieren ging jetzt stundenlang. Theoretisch. Praktisch stand schon nach zwei Minuten eine Warteschlange vor dem Häuschen. Böses Schauen, Klopfen, Murren und schon war der nächste dran.

All meine frühen romantischen Termine, all die spannenden Rendezvous, Kaffeehausbesuche, Sturmfreibudenparties und Schulstageleien habe ich in diesen nach Bohnerwachs und Sandlerpisse stinkenden Telefonhütten organisiert. Mit klammen Fingern Telefonnummern auf Wände gekritzelt und mir gedacht, es müsste jemand, irgendjemand Telefone erfinden, wie man sie auf der Enterprise verwendet. Diese kleinen Dinger mit den kleinen Antennen, die man in die Tasche steckt und wo man mit ein paar Tastendrücken jeden, aber auch jeden jederzeit und überall anrufen kann. Auf seinem und ihrem kleinen Taschentelefon. So was müssste man erfinden, dachte ich mir. 1971 in der Telefonzelle neben dem Votivkino. Als es gerade klopfte und jemand schrie: ”Zah au, du bist ned alaa.”

30. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings




Les Bobos

Die-Bobos.gifLiebe Frau Andrea,

was sind eigentlich Bobos? Wer hat dieses Wort erfunden? Doris Knecht gebraucht den Begriff oft, in der vorigen Ausgabe des Falter erwähnt auch Robert Misik die Bobos. Mir ist nicht klar, was genau einen oder eine Bobo ausmacht. Sind Knecht und Misik selbst auch Bobos? Bitte um Aufklärung!

Mit freundlichen Grüssen,
Eva Atzmüller, Leopoldstadt

Liebe Eva,

für David Brooks, den Erfinder des Wortes Bobo dürften Doris Knecht, Robert Misik und Frau Andrea ungeachtet ihrer eigenen Positionen zu diesem Begriff idealtypische Bobos sein. 2000 veröffentlichte Brooks, konservativer Kolumnist der New York Times das Referenzwerk “Bobos in Paradise: The New Upper Class and How They Got There”. Das Kunstwort BoBo konstruierte er aus den scheinbaren Gegensätzen Bourgeois (bürgerlich) und Bohemian (Künstler). Nach Brooks Definition sind Bobos “die neue Elite des Informationszeitalters”, ihr Lebensstil führe zusammen, was bisher als unvereinbar galt: Reichtum und Rebellion, beruflicher Erfolg und eine nonkonformistische Haltung, das Denken der Hippies und der unternehmerische Geist der Yuppies. “Bobos leben idealistisch, pflegen sanften Materialismus, sind korrekt und kreativ zugleich.” In Wien korreliert Boboismus mit Sympathie für die Grünen - mit Ausfransungen in die hedonistischen Zirkel der Sozialdemokratie und die liberalen Salons der Döblinger Regimenter. Wiener Bobos leben in Bobograd (Leopoldstadt), Bobopol (Josefstadt), Boboville (Neubau und Mariahilf) und im Boboais (Wieden und Margareten). www.comandantina.com dusl@falter.at

Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 44/2006

30. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (6) Comments (0) Pings




Schauermolke in Bobopol

Gestern, auf einer Party im düsteren Teil von Boboville (im Wiener Stadtteil Josefstadt, im Häuserblock zwischen den ehemaligen Hauptquartieren von KGB und CIA). Der Filmregisseur mit der holprigen Biographie und dem schönen Haar hat Geburtstag und kocht. Zwei Dutzend Artischocken, einen riesigen Topf Tintenfisch. Der Hausherr, ein Verlagsleiter, der in seiner Blutjugend Sekretär von Bruno Kreisky war, urlaubt auf Bali. Sturmfreie Bude in den Bobo-Salons.

Ein Prinz ist da, verarmt und kunstsinnig, mit einem tausendjährigen Namen der mit “Hohen” beginnt und mit “Lohe” endet. Ein philosophierender Pater mit einer Brille, wie sie ausser ihm nur der Zirkusdirektor Bernhard Paul trägt, eine Zahnärztin, ein Theologe, ein Französischlehrer, ein Bildersammler. Mein bester Freund, der den Laden hier schmeisst, ist Maler. Vor zehn Jahren hat er die fahle Gründerzeitwohnung in einen Trompe-l’œil-Palast verwandelt, gegen den Neuschwanstein wie ein Bauhausappartement wirkt. Seine ehemalige Mitstudentin, eine Restauratorin mit Hang zu schrillen Retrokostümen, noch eine Malerin, die das Schlichte liebt und mit einem privatisierenden Philosophen liiert ist.

Die Artischocken sind heiss und saftig. Statt Limonenbutter gibt es Olivenöl aus der Toskana. Von einem befreundeten Gutsbesitzer, der nebenbei Millionär ist und sich von Mozartpartitiuren ernährt. Die Tischgespräche oszillieren zwischen Erörterungen über die Kraft des barocken Gesimseprofils, falschen Rembrandts und der Entwurfstechnik von Coop Himmelblau (Kartonreste und Haarföhn). Der Eintopf ist schmackhaft, der Octopode zäh. Der Französischlehrer trägt feinstes englisches Tuch, hat blendende Manieren und sprudelt Anekdoten aus Oberösterreich über den Tisch. Der schwule Chemiker ist laut und melancholisch. Der Architekt redet über seinen Fetisch: Das elegante Automobil. Die Seitenblickemoderatorin ist leise und glücklich, dass das hier privat ist.

Zu Mitternacht wird Schauermolke entkorkt und Sektflöten nass gemacht. Geburtstag hat etwas von Sylvester. Es ist dunkel und zu warm für die Zeit. Die Menschen hier kenne ich seit Jahrzehnten und doch habe ich sie in den letzten sechs Jahren kaum gesehen. Plötzlich sind sie wieder da, wie die Überlebenden einer Flut. Die Seitenblickemoderatorin fragt mich leise und mit einem feurigen Blitzen in den Augen: “Und wie hast Du die dunkelschwarze Zeit überlebt?”

Für das Ösi-Blog in der ZEIT.

28. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Gusi malt

FA-Gusi-malt.jpg

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Alfred Gusenbauer, Obmann der Sozialdemokraten wird vermutlich Bundeskanzler in einer grossen Koalition. Schon werden konservative Befürchtungen laut, die SPÖ werde das in sechs Jahren Schüsselhaft tiefschwarz eingefärbte Land wieder umstreichen.

Dusilation für Falter 43/2006

25. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Pockerlfras

Pockerlfras.jpgLiebe Frau Andrea,

neulich las ich in der Bobo-Postille Fleisch, Sie bekämen manchmal die "Pockerlfras". Schon oft habe ich diesen Ausdruck gehört. Alleine: ich weiss nicht was Pockerlfras bedeutet, wiewohl es in den Wäldern bei Baden einen Föhrenzapfen fressenden Riesen namens Bockerlfraß geben soll. Bitte klären Sie mich auf!

Ihre Karin F. Knolle, Eichgraben; c/o Achtern, Leopoldstadt


Liebe Karin,

die gute alte Pockerlfras bekomme ich, wie sie richtig zitieren, nicht manchmal sondern regelmässig und zwar beim Gedanken an Religion. Ob Christentum, Buddhismus, Amethystanbetung oder Sonderformen des Wahns wie Oper, Schilauf und Kapitalismus: ich bin unheilbar an Areligiosität erkrankt. Die Pockerlfras hat weniger mit einer Badner Sagengestalt, als mit der Fraisen (Frasen, Fras) zu tun, einer Altwiener Bezeichnung für Zuckungen und Anfälle aller Art. Unter Frasen wurden einst Krankheitsbilder wie Epilepsie und Schüttelfrost zusammengefasst. Mit Pockerl bezeichneten die alten Wiener den Truthahn. Aus der Redensart, ”rot z’wern wia’r a g’razts (gereiztes) Pockerl” entstand die mit Gesichtsröte einhergehende Frasen, eben die Pockerlfras. Ob man in diesem Fall von frühen Formen von Vogelgrippe sprechen könnte, müssen Paläopathologen klären. Geklärt ist hingegen, das die Bezeichnung Pockerl (auch Pokerl oder Boggerl) vom ungarischen Wort Pulyka für den schmackhaften, aber leicht errötenden amerikanischen Hühnervogel kommt.
www.comandantina.com dusl@falter.at

Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 43/2006

23. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings




Channel 8 in Rom

Channel-8-0-Anastassija-Street.jpg

Andrea Maria Dusl war mit Ihrem nächsten Spielfilmprojekt CHANNEL 8 als eines von
11 internationalen Projekten zu Co-Produktionsgesprächen mit Produzenten und Weltvertrieben
aus Italien, Frankreich, Dänemark, den Niederlanden, Portugal, Deutschland, England und
der Schweiz beim Internationalen Filmfestival Rom eingeladen.

Zum Artikel "NEW CINEMA NETWORK – SHAPING THE FUTURE" ---->

NEW CINEMA NETWORK – SHAPING THE FUTURE

New-Cinema-Network.jpgThe New Cinema Network, the Roman event dedicated to supporting new independent filmmaking, will function as a veritable focus of co-productions between the 25 directors who have been invited, all currently developing their new projects, and the approximately 40 producers, distributors and financial backers worldwide who will be on hand to meet with them. For the filmmakers it is also an important occasion to find new creative stimuli and develop their projects under the best possible conditions; and therefore to lay the foundations, both economically and artistically, for the films we’ll be seeing in the not so distant future.

With NCN, the RomeFilmFest proudly joins the international network of festivals, stretching from Rotterdam, Berlin and Cannes to Hong Kong and Pusan, that supports the production of new independent films. Starting with this, its very first edition, New Cinema Network has already formed partnerships with important institutes and international organizations, from the Hong Kong Asian Film Financing Forum (HAF), to the Atelier du Festival de Cannes, to the ACE – Atelier du Cinema Euopeen, as well as most of the European institutes that promote cinema: German Films, Holland Film, FilmItalia, UniFrance, Hungary Magyar Filmunio, the Spanish Istituto do Cine – ICAA, Icelandic Film Centre, Swedish Film Institute, Swiss Films, Polish Film Institute, Austrian Film Commission, Flanders Image and Norwegian Film Institute.

The directors’ new projects have been divided into two main sections:
New International Projects, including projects by directors from all over the world, and providing the film industry the opportunity to discover and invest in important directors’ new works. Thanks to a joint collaboration with the Hong Kong Film Financing Forum, Rome will be welcoming the British screenwriter Lawrence Gray; Yu Lik-way, director of All Tomorrow’s Parties and Love will take us apart as well as director of photography for Jia Zhang-ke (Golden Lion at the 2006 Venice Film Festival); and the Chinese filmmaker Fruit Chan (Prostitute Trilogy, presented at Venice).

And by means of a collaboration with L’Atelier du Cinema de Cannes, the following directors will be seeking financing for their new films: the Thai filmmaker Apitchatpong Weerasetakul, the Georgian-born Israeli director Dover Kosashvili (Late Marriage), as well as one of the most important filmmakers in Indian cinema, Dev Bengal.

Thanks to the Unidea-UniCredit Foundation’s generous support, NCN will showcase new projects by the Angolan director Zézé Gamboa, who was awarded at Toronto and Sundance for his O Heroi; the Maroccan Nabil Ayouch, nominated for an Oscar for Alì Zaua; and the young South African Khalo Matabane, who already had a good deal of experience as a television and film director under his belt when he directed Conversation on Sunday afternoon. Other international filmmakers will present their projects as well: the Austrian Andrea Maria Dusl, who received kudos for her directing debut, Blue Moon, at the major international festivals; the Italian Stefano Pasetto (Tartarughe sul dorso); and the Turkish director Reha Erdem, also in competition at the RomeFilmFest with his latest film, Bes Vakit.

New Cinema Project Europe, which will provide 12 directors who have completed their first film with the opportunity to meet potential investors in order to put their next film together. Selection of projects for this section was made by an expert jury including the Oscar-winning producer (for No Man’s Land) Cedomir Kolar; the Oscar-winning producer (for Mare dentro) as well as international distributor Simon de Santiago, and the Italian producer Rosanna Seregni (Alla rivoluzione sulla due cavalli and Persona non grata). The filmmakers who will present their work are the Argentine-born French director Santiago Amigorena; the eclectic British screenwriter, illustrator and director Dave McKean; the German Matthias Luthardt; as well as the Spanish filmmakers Santiago Tabernero (candidate for the Goya Prizes in 2006) and Inaki Arteta (Basque documentary filmmaker who has won awards at international festivals with his previous work); the Italians Luciano Melchionna (Gas) and Giorgio Diritti (Il vento fa li suo giro). And there’s more: directors that represent worlds to discover, like Iceland’s Arni Oli Asgeirsson, Macedonia’s Sergej Stanojkovski, the Polish Anna Jadowska, the Swedish Joachim Heden and the Dutch Mark De Cloe.

Oscar-winning director Gabriele Salvatores will be NCN’s special guest in Rome and a liaison for the twelve filmmakers, to share ideas with them, discuss their career decisions, the problems with development and everything that goes into the making of a film.

In addition, the New Cinema Focus Europe will be a section designed for the filmgoing public. In a collaboration with the Tribeca Film Festival, eleven first films by the directors invited to take part in New Cinema Focus Europe will be screened at the Cinema Metropolitan.

Contact:
Cinema Festa Internazionale di Roma
RomeFilmFest
New Cinema Network
Att. Lucia Milazzotto
Via Flaminia 330, 00196 Rome (Italy)
Tel. +3906 45438102 / fax +3906 45438132
newcinema@romacinemafest.org

Sponsored by:
Unidea, Fendi, Boscolo, Procom, Via Veneto Style, SIAE

With the cooperation of:
ICE

Partners:
HAF, TRIBECA, ATELIER

With the support of:
ACE, Austrian Film Commission, Flanders Image, Hungary Magyar Filmunio, ICAA (Spain), Icelandic Film Centre, Norwegian Film Institute, Swedish Film Institute, Swiss Films, Polish Film Institute

22. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Ausse mi' de Baana

Ausbanla.jpgLiebe Frau Andrea,

ein Arbeitskollege und ich fragen uns seit Monaten nach dem Ursprung des geflügelten Wiener Ausdrucks des "Auspaardln" (genaue Schreibweise leider unbekannt). Weder das Wikipedia Wienerisch Lexikon noch diverse andere Wienerisch Lexika konnten uns bisher die ersehnte Erlösung bescheren. Wir wenden uns daher hoffnungsfroh an Sie. Liebe Comandantina, bitte helfen Sie! Vielen Dank!

Mit lieben Grüssen, Gerhard und Jasmin

Liebe Jasmin, lieber Gerhard, bei dem von Ihnen gesuchten Begriff scheint es sich um das “Ausbaanln” zu handeln, hochdeutsch “Ausbeinen”. Damit bezeichnen die Wiener und Ihre sprachlichen Verwandten die Entnahme weiterverwertbarer Bestandteile aus nicht mehr funktionierenden technischen Geräten. Das häufigste Objekt wienerischen “Ausbaanlns” dürfte das Auto sein. Türen, Motore, Sitze, Chromteile und Scheinwerfer können erfolgreich ausbaan’lt werden. Professionisten auf diesem Gebiet nennt man Ausbaanla. Der Begriff selbst kommt aus der bäucherlichen Schlachtsprache und bezeichnet das Entfernen von Knochen aus dem Fleisch. Öffentlich ausbaanlt wird heute noch die Stelze im Biergarten Schweizerhaus. Sollten Sie allerdings tatsächlich die Erklärung für einen mir unbekannten Ausdruck suchen, der sich “auspaarln” schriebe, müsste der eine Tätigkeit beschreiben, bei der Paare zusammengestellt werden. Socken auszupaarln, also auszupaaren, könnte solch ein Vorgang sein, der von Wiener Zunge ausgesprochen zu der von Ihnen gesuchten Begrifflichkeit führen würde. Könnte.www.comandantina.com dusl@falter.at

Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 42/2006. Geschrieben im Zimmer 320 vom Grand Hotel Plaza in Rom.

16. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Es leben

Rudi-Carrell.jpgLiebe Frau Andrea,

"ich habe mein Leben gelebt", schrieb Rudi Carrell im Abschiedsbrief kurz vor seinem Tod. Mittlerweile werden aber nicht nur Leben sondern auch Enthusiasmus, Barmherzigkeit und Kirche, Verträge und die Marktwirtschaft und - laut google - 245.000 andere Dinge gelebt. Wie stehen Sie zum rasant um sich greifenden transitiven Gebrauch des Verbums “leben”?

Liebe Grüße aus den Wiener Gasometern,
Matthias Fauner

Lieber Matthias,

trotz aller sprachpolizeilichen Bedenken begrüsse ich diese Enthemmung. Sprachregeln und der Wortebau müssen gelebt werden! Wenn die Mühlen der Existenz von Humorfreiheit betrieben werden, muss doch wenigstens die Sprache gelacht werden. Ich weiss, dass der Bäcker unten am Eck sein Geschäft weder schupft noch schmeisst, ich weiss, dass er die Bäckerei lebt. Von der Kaisersemmel bis zum Salzstangerl, vom Milchlaberl bis zum Linzeraug. Zu Mittag im Beisl bestelle ich gelebtes Gulasch. Von einem Ober serviert, der den Kellner lebt. Von meiner Schulfreundin höre ich, dass sie inzwischen die Lesbe lebt und nicht das Reisebüro. Überhaupt gehört mehr gelebt. U-Bahn-Netze, Radwege und Parkraum, das Parlament, die Demokratie, die Zivilgesellschaft. Nicht gelebtes Fernsehprogramm wollen wir ebenso verachten wie ungelebte Gesundheit. Lasset uns Räume leben und die Zeit und den Sinn! Schliesslich wird auch diese Kolumne nicht geschrieben und recherchiert, nicht verfasst und redigiert, sie wird von arteriellem Herzblut gelebt!
www.comandantina.com dusl@falter.at

Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 41/2006

9. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings




Fleischlisten

12 Orte, wo man sich super Filme ausdenken kann:
1. In der stazione ferroviaria di Roma Termini in Rom.
2. Im ersten Stock der Timberline Lodge am Vulkan Mount Hood in Oregon.
3. In einem abgefuckten Hotel am Corso del Popolo in Chioggia.
4. Im Bus zwischen Downtown San Francisco und Haight-Ashbury.
5. Im Speisewagen zwischen Wien und Prag.
6. Im Hotel Ukraina in Moskau.
7. Auf der schrägen Almwiese zwischen Loser und Hochanger in Altaussee.
8. Gegenüber von der Wurstbude in der Oranjenburger Strasse in Berlin Mitte.
9. In einer ZIL-Propellermaschine zwischen Lviv und Kiev.
10. Bei den Sankt Pauli Landungsbrücken in Hamburg.
11. Im Badezimmer der Residenz der österreichischen Generalkonsulin in der Connaught Road Central in Hong Kong.
12. In der Bar des Grand Hotel Pupp in Karlovy Vary.

12 Leute, denen ich nicht begegnen möchte:
1.-9. Den Nonnen aus meiner Klosterschule.
10. George W. Bush.
11. Wolfgang Schüssel.
12. Karl-Heinz Grasser.

12 Leute, mit denen ich mir vorstellen könnte, in einem abgelegenen Luxushotel eingeschneit zu werden:
1. Fidel Castro.
2. Lauren Bacall,
3. Johnny Depp,
4. Wong Kar Wai,
5. Harald Serafin,
6. Harald Schmidt,
7. Alain Delon,
8. Anne Tismer,
9. Nicole Kidman,
10. Larry David,
11. Lorenzo Semple Jr.,
12. Piotr Mularuk.

5 Leute, bei denen ich diese Gelegenheit verpasst habe:
1. Greta Garbo,
2. Jimi Hendrix,
3. Ernesto Che Guevara,
4. John Cassavetes.
5. Frank Zappa.

8 Neurosen, die ich habe:
1. Ich kann Briefe nicht öffnen.
2. Ich habe Angst vor Klopfen an der Tür.
3. Ich kann Gläser nicht angreifen, die bedruckt sind.
4. An einem Tisch, an dem ich sitze, richte ich alle Gegenstände rechtwinkelig aus.
5. Ich bekomme Pockerlfras beim Gedanken an Religion.
6. Licht, das von Lampen kommt, die von der Decke hängen, macht micht depressiv.
7. Ich halte herumliegende weisse Zettel nicht aus.
8. Niederösterreichmit mit Ausnahme des Waldviertels macht mir Angst.
9. Ich finde Deutsche sympathisch.

Für Markus Hubers Magazin Fleisch

8. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (4) Comments (0) Pings




Showtime :: Blue Moon in Praha :: 6. Oktober 2006

Blue Moon Poster.jpgBlue Moon wird im Rahmen des deutschsprachigen Filmfestivals "Der Film" im schönen und überaus hunderttürmigen Prag gastieren. Projiziert wird eine weitgereiste 35 mm Festivalkopie ohne UT mit tschechischer Simultandolmetschung. Die Autorin und Regisseurin Andrea Maria Dusl (das bin ich) wird anwesend sein und dem Publikum für Gespräche und anekdotische Vorträge zur Verfügung stehen. Pragerinnen und Prager kommet zahlreich!

Blue Moon
Festival Der Film
Freitag, 6.Oktober 2006, 19:30
Cinema Svetozor, Vodičkova 41
Prague 1, 110 00


Telephone: 224 946 824

E-mail: info@kinosvetozor.cz
 
Tram
Stop Vodičkova
Tram 3, 9, 14, 24
Historical tram 91
Night tram 51, 52, 54, 55, 56, 58

Metro
Metro A: stop Můstek, Muzeum
Metro B: stop Můstek
Metro C: stop Muzeum

3. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Volkskanzler vs. “Wer wenn nicht Er”

Gusi-Wolfi.jpgAn Alfred Gusenbauer, dem König von Ybbs und Gewinner der Wahl wird sich der Altbundeskanzler in den anstehenden Koalitionsverhandlungen noch die Zähne ausbeissen. Gusi, wie ihn sogar seine Lebensgefährtin nennt, ist in einer win-win-Situation. Als gewiefter Schnapser ist er dem gfeanzten Schüssel verhandlungstechnisch ebenbürtig. Aus Koalitionsverhandlungen wird er besser aussteigen, als sein Vorgänger Viktor Klima, Schüssels letzter ernstzunehmender Verhandlungspartner. Und der war kein Kartenspieler, sondern Kammbläser.

Nun zum zweiten win. Schüssel hat mit der Option auf eine Koalition mit den Haiderparteien nur scheinbar gute Karten. Wiederholt er seinen Trick von 2000 und verhandelt ernsthaft mit den rechten Rabauken, zerreisst es die ÖVP. Die Messer der Aspiranten auf den ÖVP-Chef-Sessel sind schon gewetzt.

Auch wenn es dazu käme, die Koalition aus dezimiertem Kanzler und den beiden Ausländerfeinden wäre stabil wie ein Kartenhaus. Abblendlichtgestalten wie Grasser hat Schüssel diesmal keine. Eine Neuwahl nach Zerbrechen einer rechts-rechtsrechten Koalition aus Knallchargen und Volksdeppen würde die ÖVP marginalisieren. Das wissen die Länderfürsten der Volkspartei. Das ahnt die Entourage.

Aus Neuwahlen nach diesem Szenario würde Gusenbauer, der sich jetzt schon geschickt als Volkskanzler gibt, gestärkt hervorgehen. Auch die Grünen würden profitieren. Das BZÖ würde den Einzug nicht mehr schaffen.

Schüssel ist am Arsch, wie die Deutschen sagen würden. Und das ist gut so.

Für das Ösi-Blog in der ZEIT.

3. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Ösifarben

Rote-Fahne.jpgLiebe Frau Andrea,

wie kommen Österreichs Parteien zu ihren Farben? Könnte das bei der nun abgewählten Kanzlerpartei von der hohen Anzahl an Talarträgern in den Anfangsjahren der Partei kommen? Ist das Blut, das im Kampf für den Umbau der Gesellschaft fließt, bei den Sozis farbgebend? Bei den rechten Recken muß wohl die Augenfarbe des Parteivorsitzenden bestimmend sein. Bitte helfen Sie mir beim Einfärben meiner politischen Landkarte.

Ihr Erwin Hinterholzer, Ottakring

Lieber Erwin,

das Rot der numehrigen Kanzlerpartei hat eine lange Reise hinter sich. Unter Flaggen dieser Farbe demonstrierte die Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Die hatte ihr Rot von den Jakobinern, der radikalsten der linken Fraktionen der Französischen Revolution. Weil die Jakobiner stets rote Mützen trugen, vererbte sich die Farbe Rot bei sozialdemokratischen, kommunistischen und trotzkistischen Parteien als Symbol revolutionären und sozialen Gedankenguts. Für die Kommunisten Russlands war die Farbe schon deswegen hip, weil “rot” und “schön” im russischen mit dem selben Wort “krassnij” bezeichnet werden. Anders die Farbe der ÖVP. “Die Schwarzen” wurden die Christlichsozialen der ersten Republik von ihren politischen Kontrahenten aufgrund ihrer Nähe zur katholischen Kirche genannt. Das Blau der FPÖ ist nicht die traditionelle Farbe der Liberalen, sondern das Kornblumenblau der Deutschnationalen. Das BZÖ hat ihr Orange den Türen der Wiener U-Bahnzüge entliehen. Warum die Grünen Grün verwenden, liegt auf der Hand, ähh.. auf dem Blatt. www.comandantina.com dusl@falter.at

Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 40/2006

2. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Der.Kanzler

Und-jetzt-Tschuessel.jpg

2. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Boboine geht wählen

Wahl-im-Turnsaal.jpgWien, Leopoldstadt, Leopoldsgasse, Volksschule der Stadt Wien, gegenüber dem Geburtshaus von Otto Bauer. Sozialdemokratischer kann man als Boboine nicht wählen gehen. Mein Wahllokal befindet sich seit Menschengedenken, seit den Zeiten meiner Urgrossmutter, im hintersten Eck der Volksschule, es geht vorbei an Schülerscherenschnitten, Metallspinden und Klassenzimmertüren zu den freundlichen, aber hypernervösen Wahlzimmerzuweisern, einem kleinen Schnurrbärtigen und einer blondgefärbten Dame, beide in ihren 50ties. Hypernervös sind sie, weil sie Kettenraucher sind und hier im Schulgebäude nicht rauchen dürfen.

Die für meine Stimmabgabe zuständigen Wahlbeisitzer und Urnenwächter, Ausweisprüfer, Adressenkontrollore und Wahlzettelausfolger sitzen im Turnsaal an zwei langen Tischen, bei Obst, Mineralwasser, Kuchen und Kaffee. Der Turnsaal riecht nach österreichischen Kinderfüssen. Man sollte die Direktoren von Nike, Adidas und Puma hier mal zwei Tage internieren.

Meine Wahlzelle ist aus Pappkarton, an einem Gummiband hängt ein Kugelschreiber. Rechts an die Pappwand ist ein riesiges Poster getackert, mit den Listen der Vorzugsstimmenberechtigten (oder wie auch immer das im Amtsjargon heissen mag). Unelegant: Erster und oberster der Liste 1, ÖVP, ein gewisser Dr. Wolfgang Schüssel. Beruf: Bundeskanzler. Beruf? Kann man als Ex-Bundeskanzler zum Arbeitsmarkservice gehen und um Stellenvermittlung ansuchen? Oder wird man dann umgeschult? Kann das mal wer klären?

Der Wahlzettel ist gefaltet. Durch diese Faltung entsteht bei einfachen Geistern der Eindruck, dass das “BZÖ, Liste Westentaler, wir san wir”, als erstes gereiht ist. Erst beim vollständigen Entfalten verrutscht die Haiderpartei wieder auf die hinteren Plätze.

Wieder draussen bei den nikotinsüchtigen Zimmerzuweisern. Eine Dame aus der Unteren Augartenstrasse hat ihre Informationskarte nicht dabei. Sie hatte sie erst gar nicht bekommen. Niemand aus der Unteren Augartenstrasse hat Informationskarten bekommen, weiss der Wahlzimmerzuweiser. “De hom de ÖVP-Postler weggaghaut. Seid de priavtisiert san, san de voi angschütt”, weiss eine andere Dame.

Für das Ösi-Blog in der ZEIT.

1. Oktober 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




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