Spiderman

Spiderman.gif

Der Obermoralist
Superman ist die
Klemmhete schlecht-
hin. Tante Spiderman
hingegen hat Disco
im Blut.

30. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (3) Comments (0) Pings




Entschuldigen!

Liebe Frau Andrea,

in Wien (und Teilen Österreichs) scheint es notwendig zu sein, sich beim Eintritt in ein Geschäft, bzw. beim Aussprechen eines Wunsches in einem Laden oder einer Gaststätte zu entschuldigen. Müssen wir das? Und wenn ja, wofür? Was ist das für eine seltsame Sitte? Der oder die Kunde ist doch König! Oder etwa nicht? Bitte um Aufklärung,

Claudia Becker, Wieden.

Liebe Claudia,
wie viele österreichische Üblichkeiten ist auch diese so alt wie unausrottbar. Sie stammt aus den gar nicht so guten Zeiten der Monarchie, wo einander in Geschäften Dienende verschiedener Herkunft begegneten. Bürgertum und Aristokratie ging damals nicht selbst einkaufen, sondern liess das von geknechteten und entrechteten Menschen, dem damals so genannten “Personal” durchführen. Das “Personal” traf in einem Geschäft auf standesmässig höherstehende Verkäufer oder gar den Geschäftsinhaber, der meist auch dem Bürgertum angehörte. Eine Entschuldigung für die “Störung” und das höfliche Vortragen der Einkaufsliste gehörte zum üblichen Ton in einem Geschäft. Anders der Umgang mit der Kunde (der bürgerlichen Bekanntschaft) eines Geschäftes. Die begegnete ohne Entschuldigung. Auf Augenhöhe einzukaufen war Nichtbürgerlichen und Nichtaristokraten nur am Markt möglich. Hier entschuldigte sich niemand für Störungen. Hier wird auch heute noch saftig mit einander geschrien und weder gebeten noch gebuckelt. Hier ist die Verkaufswelt aufgeklärt und psychosozial entösterreicht.
www.comandantina.com dusl@falter.at

Für meine Kolumne 'Fragen sie Frau Andrea' in Falter 35/2006

28. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Weblogs haben kurze Beine

Weblogs haben kurze Beine

Politiker entdecken die virtuellen Tagebücher als wahlkampftaugliches Kommunikationsmittel - eine Rundschau von Andrea Maria Dusl

Für ALBUM/Standard, Erschienen in der Printausgabe vom 26./27.8.2006

Was haben wir gelacht! Karl-Heinz in Windeln, Karl Heinz als pubertierender Unterstufler, mit Föhnfrisur und Gustav-Gans-Grinser. Karl-Heinz im Klettergeschirr, den Stephansturm besteigend. Karl-Heinz mit Wolfgang Schüssel, Bill Gates, Alan Greenspan und anderen Größen des internationalen Showgeschäfts. Und dann der Skandal, der uns das Lachen im Halse gefrieren ließ. Die seicht gemachte Homepage im HTL-Design soll so viel gekostet haben wie ein? Einfamilienhaus in Fürstenfeld? Düstere Wolken brachen über Schnitzellands Polit-Homepager-Szene herein. Die Koalition Politiker und Internet war nicht mehr mehrheitsfähig.

Ein Schock, von dem sich sogar der politische Gegner nicht erholte. SPÖ-Politiker machten lange Zeit weite Wege ums Internet, manche fürchten noch heute eine eigene Website wie der Teufel das Weihwasser.

Aber dann war Bundespräsidentenwahlkampf und es kam: wer, wenn nicht sie – Benito Ferrero-Waldner, wie sich Thomas Klestil selig auszudrücken pflegte. Die dauerlächelnde Außenministerin verblüffte Freund und Feind gestelzter Reden mit einem Wahlkampf-Weblog! In 101 Zungen parlant mit den Großen dieser Welt stieg Benita in die Wahlauseinandersetzung um das höchste Amt der Republik. Und schrieb jeden Tag ihre aufzehrenden Wahlkampf-Erlebnisse in ein schnittig gestaltetes Weblog. Bis zum Tag der Wahl.

Da floss der Traum von der Hofburg im Tränenbächlein Richtung Donaukanal. Und dann erfuhr das Publikum – ob durch gezielte Indiskretion oder ungezielte Selbstentblößung – dass der Weblog gar nicht von ihr war. Die Log-Einträge waren auf Band diktiert und von emsigen Mitarbeitermurmeltieren transkribiert worden. Ein Nono in der Bloggerszene! Ein Tagebuch lässt man nicht von Mitschülern schreiben.

>>> hier weiterlesen >>>

Das einzige Weblog eines österreichischen Politikers, das genreresicher auftritt und mit einer veritablen Community vernetzt ist, ist das des grünen Sicherheitssprechers. Das Archiv von Peter Pilz' Blog geht bis 2001 zurück, eine biblisch lange Zeit für ein Medium, das andere erst jetzt für die Politik entdecken. Pilz fährt einen klaren, nur mäßig verspielten Stil, schreibt seine Texte selbst und provoziert mit seinen Log-Einträgen durchwegs Leser- Kommentare im zweistelligen Bereich.

Die Pilzseite hat auch eine politische Babyklappe. In die "Pilz-Box" können Beamte, Verschwörungstheoretiker, Mistkübelausleerer und andere Geheimnisträger anonym Dokumente und Informationen über den virtuellen Tresen schieben. Weil das Pilz'sche Fotoalbum das von Web-Jausengegner Grasser um Längen schlägt, wollen wir nur gute Haare an Pilzens Seite lassen. Ein Kapfenberger in Kuba ist allemal origineller als ein Klagenfurter am Kindergeburtstag.

Schnuckeliger, verspielter und auf eine sehr technische Art girliehaft ist ein anderes grünes Weblog. Marie Ringler, Kultursprecherin der Wiener Grünen und Rathaus-Prinzessin, hat als ehemalige Geschäftsführerin der Avantgarde-Internet-Community Netbase Pionierarbeit im Vernetzen hinter sich. Dass ein Weblog im Idealfall täglich mit Content gefüttert werden muss, um regelmäßige Besucher ans Blog zu binden, weiß Marie Ringler selbstverständlich. Wenn nicht gerade Sommerpause ist.

Gut im Bloggen sind die Grünen auch als Partei. Die Mutter aller Wahlkämpfe haben sie zur Internetschlacht ausgerufen und ein iPod-farbenes Weblog online gestellt, das urbane Bürgerkinder mit grünen Inhalten umschmeichelt. Kultursprecher Wolfgang Zinggl berichtet auf 20jahre.gruene.at/blog über seine ersten Würstel im Parlament, die ehemalige Grünenchefin Madeleine Petrovic über eine Pelztierpinkelei in Heinz Fischers präsidialem Parlamentsbüro, und Bundessprecher Alexander Van der Bellen quält sich Launiges über seine, durch Hainburg ausgelöste, SPÖ-Entfremdung ab.

Die proper gemachte Seite ist grafisch und navigatorisch state of the art und doch nur eine lose Sammlung streichelweicher Episödchen aus den ersten 20 Jahren Grünenpolitik. Richtig lustig sind die Podcasts mit historischen Belangsendungen der Grünen. 41 Tage vor der Wahl scheinen noch nicht alle Geschütze in Stellung gebracht. Intensivwahlkampf im Netz sieht anders aus.

Intensivwahlkampf im Netz hat ein bürgerliches Gesicht und einen seltsamen Namen: win06blog. Seit Ende Juli postet ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka auf www.oevp.at täglich salzige Kommentare zum politischen Tagesgeschehen. Das besteht in der Wahrnehmung des ÖVP-Kriegers und seiner Ghostwriter vor allem aus den Verfehlungen sozialdemokratisch inspirierter Penthousebesitzer, den wankelmütigen Umtrieben des eigenen Koalitionspartners, den Revoltegelüsten der Grünen und der Unpackbarkeit der Strache-Partei. Dass die eigene Mannschaft, vom Jahrtausendkanzler abwärts mit Goldstaub beworfen wird, dürfte die angesprochene Klientel nicht irritieren.

Die Idee mit den Weblogs hat Lopatka offensichtlich während seiner Besuche bei den US-Republikanern aufgeschnappt. Im Mutterland des Netzes gehört das politische Bloggen zum Tagesgeschäft. Ob texanischer Redneck-Sheriff, schwarze Senatorin aus Illinois oder schwuler Bürgermeister aus Kalifornien. Ohne Weblog geht heute gar nichts. Dass Politiker für das aufwändige Posten persönlicher Befindlichkeiten durchwegs keine Zeit haben und das Eintragen von Mitarbeitern und Redenschreibern vornehmen lassen, ist ein offenes Geheimnis und Betreibern privater Blogs schon aus exegetischen Gründen klar.

Der Vorwurf, mit seinem eigenen Blog so viel zu tun zu haben wie der Singvogel mit dem Kuckucksei, beschäftigt momentan die Bloggerszene Polens.

Warschaus Bürgermeister und Polens Ex-Ministerpräsidenten Kazimierz Marcinkiewicz von der Partei "Recht und Gerechtigkeit" (der auch die beiden kartoffelgesichtigen Zwillingsbrüder Jaroslaw und Lech Kaczynski angehören) soll mit seinem Blog nach vier Tagen bereits 340.000 Besucher, beeindruckende 6200 Kommentare und den Platz eins aller Blogs der onet.pl-Plattform erreicht haben. Zahlen, die hier zu Lande utopisch wären.

Vor dem polnischen Blogwahnsinn verblasst auch Frankreichs prominentestes Politikweblog. Die Seite des französischen Präsidenten Jacques Chirac sieht selbst gestrickter aus, als sie wahrscheinlich ist. Nicht ohne komischen Beigeschmack die Blogroll der präsidentalen Seite: Neben politischen Habibis wie Alain Juppé empfiehlt Chirac auch die Seite? seines Ami Johnny Hallyday. Ganz dick ist die Freundschaft mit dem Rockbarden denn doch nicht, der Link führt ins Leere.

Dem Vorwurf, fremde Federn schreiben zu lassen, entkommen moderne Politiker nur mit dem neuesten Trend, dem eigenen Videopodcast. So ein Spielzeug hat sich jüngst die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zugelegt.

Wie Apples kultiges Abspielgerät iPod – das Gerät, für das Videocasts produziert werden – funktioniert, scheint bei den Webbastlern der CDU niemand so recht zu wissen. Fürs Logo der Video-Schnitzel posiert Angela Merkel vor einem koalitionsfarbenem iPod: Das Gehäuse ist schwarz, das zentrale Steuerrad aber rot.

26. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings




Bye, bye, BZÖ

FA-BZOe-Sinkendes-Schiff.jpg

Die Ratten haben das sinkende Schiff verlassen. Kapitän Jörg Haider
und erster Maat Peter Hojac Westenthaler sehen frohgemut in
die orange Zukunft.

Dusilation für Falter 34/2006. Ins Bild klicken für grössere Version!

22. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings




Dietmar Dath ::: Dirac

FA-Dath.jpg

In seinem Roman „Dirac“ lässt Dietmar Dath die Generation Golf an Lebensentwürfen basteln, die sich an den Naturwissenschaften orientieren.

Dusilation für Falter 34/2006. Für grössere Version ins Bild klicken!

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Tobias Heyl in Falter 34/2006: "....Wer Bedenken hat, einen Roman zu verstehen, in dessen Zentrum der hoch bedeutende, aber außerhalb der Fachwelt völlig unbekannte Quantenphysiker Paul Dirac (1902-1984) steht, sollte mit dem Nachwort zu Dietmar Daths „Dirac“ beginnen. Dort steht zu lesen: „Gegenstand dieses Buches ist nicht die physikalische Wissenschaft, sondern eine bestimmte Haltung zum Leben in der Moderne. Diese Haltung verdankt der physikalischen Wissenschaft allerdings ethische, erkenntnistheoretische und ästhetische Inspirationen.“ Beruhigend: Dieses Buch verlangt offensichtlich keine Vorkenntnisse im Bereich der Quantenphysik...

...Auch wenn von Daths Buch eine gewisse arrogante Coolness ausgeht, kann er die ungeheure intellektuelle Anstrengung, die hinter seiner Konstruktion steckt, auf keiner Seite verbergen. Dennoch findet man nur selten einen Roman, dessen Figuren so vollständig überzeugen und interessieren, der völlig undoktrinär ein Weltverständnis vorstellt, mit dem man sich gründlich auseinandersetzen möchte. Endlich einer, der das Erzählen wirklich ernst nimmt..."

21. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Fäun, beckln und miachtln

Liebe Frau Andrea,

da Wien wie andere Großstädte Unannehmlichkeiten wie Hundstrümmerl, Müllverbrennungsanlagen und schlecht belüftete öffentliche Verkehrsmittel beherbergt, riecht es bisweilen streng. Nur stinkt es eben in Wien nicht, sondern es "fäult", "peckelt" oder "miachtelt". Ich bitte ich um Aufklärung, welchen etymologischen Ursprungs diese Umschreibungen negativer olfaktorischer Sensationen sind!
Es verbleibt mit bestem Dank,

Christoph Tálos, Mariahilf

Lieber Christoph,

das Stinken Wiens kann mit einer Palette an Ausdrücken beschrieben werden. Das “Fäun” kommt vom geruchsintensiven Vorgang des Faulens organischen Materials. Das “Beckln” - Böckeln, dürfen wir Ziegenböcken und ungewaschenen Männer vorwerfen. Der Miachtler schliesslich kommt über das südddeutsche muchen, müchen, mücheln von lateinisch mucus, Schleim. Unter den Unwohlgerüchen gibt es einige, die man echt Wienerisch nennen darf. Der Geruch der U1 etwa, eine Komposition aus Pestgrube und dekompostierendem Haustier. Oder die Duftnote, die wir dem Zusammenspiel von dampfender Melange und frisch gefallenen Rossäpfeln verdanken und die den Besuch der Schanigärten von Innenstadtcafés zu einem unvergesslichen Erlebnis machen! Zu den Wiener Besonderheiten möchte ich auch den Probelokalgeruch zählen. Hier vermischen sich stehender, kanabisgewürzter Zigarettenrauch mit Musikantenschweiss, dem süsslichen Geruch billiger Gitarrenverstärker und dem muffigen Duft schimmelnder Sofas, an denen der eine oder andere kalte Bauer klebt. www.comandantina.com dusl@falter.at

20. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Zinedine Zidane meets Fidel Castro

Castro Zidane.gif

Die italienisch-exilkubanische Mafia hat zugeschlagen
und unterstellt dem französischen Kickergott Zinedine
Zidane in diesem kleinen Filmchen anticastresische Gefühle.

Wir wollen doch bei der Wahrheit bleiben, meine Herren!
Fidel ist kein Matererazzi. Dafür sind seine Schwalben echt.

18. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Fidel Castro ::: Adidas

Fidel-Castro-Adidas.jpg

El Máximo Líder in einem schnittigen Trainingsanzug von Adidas. Frisch aus dem Laserdrucker: Die Fahnen der Parteizeitung Granma. (Granma - US-amerikanisch für Oma - hiess die Yacht, mit der Fidel, Che Guevara und 80 revolutionäre Gefährten am 25. November 1956 von Tuxpan (Mexiko) in See stachen, um die Karibikinsel vom korrupten Regime der US-Marionette Batista zu befreien.) Der Rest ist Geschichte, das Bild hier inzwischen auch. Manche meinen, es sei mit Photoshop getürkt, im voraus gemacht, whatever. Andere sagen, wer ein Gesundheitssystem hat wie Kuba, (wo die Säuglingssterblichkeit geringer ist als in Norwegen) kommt mit einem präsidentialen Magengeschwür vielleicht sogar besser zurecht, wie mit Windows und Photoshop.

Sorgen hätte uns allenfalls der Titel auf der Granma bereitet: Absuelto por la Historia" - "Von der Geschichte freigesprochen." Jetzt schon? Fidel lebt doch noch. "Condenadme, no importa, La historia me absolverá." "Verurteilt mich, egal, die Geschichte wird mich freisprechen", hatte bekanntlicherweise die finale Passage in Fidels Verteidigungsrede (--> Download der Rede) geheissen, die er hielt, als er am 16. Oktober 1953 wegen umstürzlerischer Umtriebe vor dem Batista-Gericht in Santiago de Cuba stehend zu 15 Jahren Zuchthaus auf der Isla de Pinos verurteilt wurde (von denen er, wegen wachsendem Drucks der Bevölkerung und seiner einflussreichen Schwiegerfamilie amnestiert, nur zwei absass.)

Hier telefoniert Fidel gerade mit dem Bureau Comandantina Dusilova.
Sowas türkt man nicht.

Fidel-Castro-Adidas-Phone.jpg

15. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (8) Comments (0) Pings




Fidel Castro und Hugo Chavez essen Joghurt

Ob folgende Bilderserie auch mit Photoshop modifiziert
wurde, sollen klügere als ich beurteilen. Vom stilakademischen
Sichtwinkel betrachtet, muss der gezielte Einsatz der Farbe
Rot ausdrücklich gelobt werde, Hier sehen wir den Alten im
Bett, besucht von Hugo Chavez und Brüderchen Raoul, der
gerade die Regierungsgeschäfte führt.

Wie dem auch sei, die Kunst des Portraits wird in kubanischen
Krankenhäusern durchaus hochgehalten.

fidel12-6.jpg

Warum sich Hugo und Fidel an einem japanischen Elfenbeinpenis
anhalten, muss die Geschichtsschreibung klären.

fidel12-8.jpg

Im nächsten Bild schreibt Fidel Hugo eine kleine Wunschliste
zusammen. Kekse, ein Baseballheft, die Lesebrille aus dem
Palast. Ein paar scharfe Videos und drei Schachteln Camembert.

fidel12-3.jpg

Hugo und Fidel essen Crackers und linksdrehendes Joghurt.
Die Weltlage ist jetzt mal nicht so wichtig.

fidel12-4.jpg

Schreib mir mal auf, Hugo, wo's Larry Davids
"Curb Your Enthusiasm" gibt. Ich find den Kerl
megalustig. "Mach ich", sagt Hugo und notiert
die URL der Amazon-Website.

fidel12-5.jpg

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Mehr Bilder auf der Website von Kubas Parteizeitung Granma

15. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings




Falter-Cover ::: Perraults Türme

FA-Cover-Perrault.jpg

Cover-Dusilation für Falter 33/2006. Wiens Skyline bekommt Zuwachs: Zwei Türme des franzöischen Architekturstars Dominique Perrault.

Die Skyline von links nach rechts: Südturm des Stephansdomes (137 m), die jährliche Hundescheisse in Wien (19,4 m), Delugan-Meisssl-Tower (107 m), Mediatower (inkl. ehem. Fellner-Skylounge 80 m), Perraultturm 1 (220 m), Perraulturm 2 (160 m), Andromeda-Tower (103 m), Ringturm (71 m, inkl. Antenne 91m), Millennium Tower (Dach: 171 m, mit Antenne 202 m), Wiener Müllberg - ein Jahr (92 m), Empire State Building (New York) (381 m, inkl. Antenne 448 m), Donauturm (Dach: 185 m, mit Antenne 252 m), Votivkirche (99 m).

......................................

Und so sah das dann als Cover aus:
(Für grosse Version ins Bild klicken):

FA-Cover-Perrault-33.06.jpg

11. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (2) Comments (0) Pings




Mahlzeit!

Mahlzeit.jpgLiebe Frau Andrea,

mir wurde von p.t. ArbeitskollegInnen zugetragen, dass der (in Wien ab 9 Uhr allgegenwärtige) Gruß „Mahlzeit“ während der NS-Zeit in Wiens Amtsstuben Popularität erlangte, um anderen Grußformen zu entgehen. Bitte hochachtungsvoll um Ihr geschätztes Fachwissen, herzlichst

Bernhard W. Litschauer-Hofer, Wien Brigittenau.

Lieber Bernhard,

in der Umgehung von Vorschriften macht den Wienern so schnell keiner was vor. Der Gruss “Mahlzeit” - eigentlich “ich wünsche Ihnen eine gesegnete Mahlzeit” - ist in Amtsstuben und Bürofluren auch heute noch populär. Er ist eine Reminiszenz an die Zeiten, in denen die Zugehörigkeit zu einem politischen Lager mit Gefahr für Leib und Leben verbunden war. Gelernte Österreicher, Katholiken und Klerikalfaschisten begegneten einander mit der Aufforderung “Grüss Gott”, Sozialisten zeigten Fahne mit dem solidarischen Gruss “Freundschaft”, oder dem agnostischen “Guten Tag” - wienerisch “Daaag”, ausgesprochen. Nationalsozialisten schliesslich wünschten einander “Heil Hitler!” Ein gedeihliches Zusammenleben auf Beamtenebene war nur mit einer unverfänglichen Begrüssung möglich. Die wenig elegante, aber ungefährliche Grussform “Mahlzeit” umschiffte die Klippe, dem Falschen zur falschen Zeit das Falsche zu wünschen. Der Gruss “Mahlzeit” ist heute ab 9:58 möglich und kann getrost bis 15:15 verwendet werden. Er wird stets “hochdeutsch” ausgesprochen, was sich in etwa wie “Maalzett” anhören sollte, um authentisch zu wirken. www.comandantina.com dusl@falter.at

Für meine Kolumne 'Fragen sie Frau Andrea' in Falter 33/2006.
Stimmungsbilder aus Deutschland gibt es hier im --> Beamtenblog

11. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Thomas Glavinic ::: Die Arbeit der Nacht

FA-Glavinic.jpg

Dusilation in Falter 32/2006

"Thomas Glavinic‘ grandioser Roman „Die Arbeit der Nacht“ ist ein nachhaltig beunruhigendes Buch,
das nicht nur den Protagonisten, sondern auch den Leser allein lässt. Es hat etwas von dem Wahnsinn,
den Literatur braucht; wenn die Existenz ver-rückt wird, wird es eher möglich, sie wahrzunehmen.
„Die Arbeit der Nacht“ hat Besseres zu bieten als Wahrscheinlichkeit, Orientierung und Sinn:Authentizität.
Wer es bisher noch nicht wusste, dem wird es durch das großartige Buch nachdrücklich zur Kenntnis
gebracht: Thomas Glavinic ist eine der allerwichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur...."

Dies meint jedenfalls Helmut Gollner in einer Rezension in Falter 32/2006.

8. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Zwischen Ausseer Kirtag und Hungerast

Hitliste der 30 häufigsten Suchmaschinenanfragen, die hierher ins Bureau Comandantina Dusilova führten:

1. Julia
2. Hell
3. Vespa
4. Budern
5. Harry Potter
6. Shit
7. Gert Johnnys
8. Golem II
9. Tussi
10. Jieper

11. Twin Towers
12. Seiterl
13. Bidet
14. Ausseer Kirtag
15. Andrea Dusl
16. Hungerast
17. Die Süsse des Lebens
18. Doris Knecht
19. Pippi Långstrump
20. Gert Jonnys

21. Heidi List
22. Hong Kong
23. Schlampe
24. Indian Summer
25. Tor der Woche
26. Hatschen
27. Landpomeranze
28. Leningrad Cowboys
29. Al Bundy
30. U-Bahn Graz
.....................................

Platz 31: Grasser Homepage. Gute Nachrichten für Fionocchio?

8. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (3) Comments (0) Pings




Breakfast Outside America ::: Neue Galerie

Breakfast-Outside-America.jpg

"Breakfast in America" hiess ein Album der familientauglichen Softrock-Föhnfrisur-Truppe Supertramp. Statistisch gesehen ist es wesentlich wahrscheinlicher, ein Frühstück ausserhalb der USA einzunehmen als innerhalb des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten. Das ist eigentlich auch gut so. So kommen nämlich auch Nichtamerikaner regelmässig dazu, etwas gegen den morgendlichen Unterzucker zu tun. Breakfast Ouside America, Frühstück in aller Welt ist manchmal üppig, dann wieder spartanisch, mal rustikal und dann wieder urban. Meistens aber absolut notwendig. Die Frühstücke in dieser Galerie habe ich denn auch alle selbst konsumiert. 'Morgen.

7. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Cuba Libre

Cuba-Libre.jpgLiebe Frau Andrea,

seit langem plagt mich folgender Fragenkomplex, jüngst aktiviert durch Fidel Castros Gesundheitsprobleme. Als es das Volksstimmefest (der damals reichen KPÖ) noch gab, wurde dort immer 'Cuba Libre', gemixt aus Cola und Rum ausgeschenkt. Nun ist Coca Cola aber DAS Getränk des Kapitalismus. Meint der Name 'Cuba libre' - 'Freies Kuba' ein Kuba frei vom Kapitalismus? Warum dann das Cola? Oder handelt es sich um eine Verschwörung der Exilkubaner, die Kuba mithilfe von Coca Cola vom Kommunismus befreien wollen? Sind die Volksstimmefestcocktailausschenker einem Schwindel aufgesessen? Und ist das ganze Problem nicht schon längst hinfällig, weil inzwischen alle Caipirinhas drinken?

Thomas Klausner, Wien

Lieber Thomas,

‘Cuba Libre’ in Lateinamerika auch Cubata genannt, wurde 1900, nach dem Ende des spanisch-amerikanischen Kriegs, von amerikanischen Soldaten in einer alten Bar in Havanna erfunden. Ein Captain des US Signal Corps soll ein Glas Bacardi on the Rocks mit Cola und einer Limettenspalte bestellt haben und mit seinem Sonderwunsch die anderen Soldaten angesteckt haben. Bei der nächsten Runde des neuen Mixes soll ein Soldat mit dem Satz ¡Por Cuba Libre! angestossen haben. Dieses freie Kuba war aber de facto eine Unterwerfung des gerade noch spanischen Kubas unter die USA, weswegen das Getränk auch "Mentirita" (kleine Lüge) genannt wird. Strenggenommen ist es nahezu unmöglich, echten ‘Cuba Libre’ zu trinken, weil kubanischer Rum in den USA bis heute illegal ist und Coca-Cola wegen der Wirtschaftsblockade nicht nach Kuba ausgeführt werden darf. www.comandantina.com dusl@falter.at

Für meine Kolumne 'Fragen Sie Frau Andrea' in Falter 32/2006

7. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Loose Change 2nd Edition

Michael Moore is not alone.

Korey Rowe / Dylan Avery / Jason Bermas

Loose Change is a documentary written and directed by Dylan Avery which presents a possible explanation of events during the September 11, 2001 Terrorist Attacks. The film attempts to compensate for the perceived inadequacy of government investigations and the 9/11 Commission Report. It alleges that the attacks were not the result of terrorism but a series of cleverly executed events carried out by the US government. It was released through the creators' company, Louder than Words, and received wide attention after being featured on local FOX affiliate, WICZ-TV (FOX 40).

See Loose Change@en.wikipedia.org for information about history, references and critisism of Loose Change.

6. August 2006 © Matros # Permalink (0) Comments (0) Pings




Epos Art ::: Weltklasse-Design

Epos Ars

Erfrischendes Lettering im Western-Seemanns-Stil: Kistenbretter sind zu Buchstaben genagelt,
gerafftes Tau (möglicherweise auch eine Lichtschlange) umspielt den Schriftzug "EPOS ARS".
Die leichte Asymetrie in der Kalligraphie lässt offen, ob die Lettern CH von späteren Besitzern
aus dem Titelende entfernt wurden. Passend zum hölzernen Geschäftslogo sind die beiden
tafelförmigen Türpaddeln aus Palisanderimitat. Farblich imponiert die lehmfarbenene
Rustikafassade. Deren zweite Reihe ist mit einem leichten Kalkton bestrichen worden.
Eine selten gesehene, nicht unraffinierte Gliederung. Stille Würde geht von staubigen
Scheiben aus. Handschweiss oder Tapetenkleister hat auf Türflügeln und Auslagenscheibe
Bereiche erhöhter Durchsichtigkeit erzeugt: Im Zusammenspiel mit dem Vintage-Dusting der
Scheiben eine schöne Idee. Rätselhaft bleibt die Etymologie des Geschäftsnamens: EPOS
könnte einen "Electronic Point Of Sale" oder eine Niederlassung der in den Achtzigern
beliebten Hi-FI-Lautsprechermarke EPOS bezeichnen. In eine andere Richtung geht die
Deutung, das P in EPOS hätte ursprünglich einen R-Balken gehabt. Damit hätte der Laden
"Eros Ars" heissen können und zwischen Handmassagesalon und Sex-Toys-Center alle
Spielarten erotischer Produkte und Dienstleistungen angeboten.

Mehr Geschäfte dieser Design-Qualität gibt es in der Ixugrafie-Ausstellung Little Shops of Horror.

5. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Ixugraphie Photoblog online!

Boys-and-Girls.jpg

Der neueste Zubau des Bureaus, das nigelnagelneue Ixugrafie-Photoblog ist online. Das was?
Das Ixugrafie-Photoblog. Das ist jener Teil des Comandantina-Blogs, in dem es nur um Bilder,
Bilder und nochmals Bilder geht. Um schöne, hässliche, seltsame, abseitige, jedenfalls aber um
Bilder from around the Kugel.

Sortiert nach Galerien, wird das Photobureau ein kleines, pulsierendes, ständig wachsendes
Bildermuseum sein. Zu jedem Bild gibts Kommentare und die Möglichkeit zu posten - und das
weltweit einzige Chilimeter. Mit dem Chilimeter kann jedes Bild zwischen 1=mau und 5=hot
bewertet werden - von der fahlen Chilischote bis zum feuerroten Höllenpfefferoni.

Gezangelt hat das alles der wunderbare Matros des Bureaus, der unaustauschbare Christian
Mayrhofer, der auch schon die Blogs von Florian Klenk, Doris Day Knecht, neda bei und
dem Bobo-Magazin Fleisch zusammengeschraubt hat.

Abstract.jpg

Ins Photobureau (und wieder zurück hierher) kommt man ab superbald ganz einfach über
die links in der Navigationsleiste rechts. Das Photobureau ist sozusagen der Ostflügel von
Comandantina Dusilova. (Schöner Satz aus dem Internetzeitalter: "Die links in der Leiste rechts")

Die ersten Galerien sind: Boys and Girls from my Block, die Blue-Moon-Shooting-Galerie
mit kistenweise Bildern von den Dreharbeiten meines Spielfilms Blue Moon, der elegante Salon
Abstract is the World, die Sammlung Phones of the World und die Kollektion
Little Shops of Horror mit bekannten und unbekannten Schüttelfrostläden aus aller Welt.

Funk it, people!

Phones.jpg

"Hallo? . . .

2. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (2) Comments (0) Pings




Paulus Hochgatterer ::: Die Süße des Lebens

FA-Hochgatterer.jpg

Dusilation für Falter 31/2006

Paulus Hochgatterer hat mit „Die Süße des Lebens“ einen Krimi geschrieben, der ihn als unaufgeregten
Emphatiker von großem Stilvermögen ausweist. Das meint Literatur-Kritikerin und Bachmann-Jurorin
Daniela Strigl in einem Aufsatz in Falter 31/2006.

(...) in „Die Süße des Lebens“ praktiziert er (Hochgatterer; Anm. AMD) als Erzähler die multiple
Verwandlung. Zum Beispiel in einen Ordensmann, der der Hölle, die ihm im Nacken sitzt, buchstäblich
davonlaufen zu können glaubt und sich von seinem iPod auch beim Zelebrieren der Heiligen Messe
nicht trennen mag. Er träumt davon, irgendwann einmal seinem Abt eine zu schmieren, nicht brutal,
sondern wohldosiert: „Überhaupt ist das kontrolliert Brachiale eine chronisch vernachlässigte
Angelegenheit in der Darstellung weltanschaulicher Positionen.“ Auch Psychopathen
sagen mitunter vernünftige Dinge. (...)

Yess.

1. August 2006 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




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