Oktober 2005
Abstract is the World
Blue Moon Shooting
Boys and Girls from my Block
Breakfast Outside America
Kiev Markthalle
Little Shops of Horror
Phones of the World
Andrea Maria Dusl Music Room
Andrea Z bis A
Comandantina Unterwegs
Dusl bestellen
Maschinenraum
Redezeit
Sager von Welt
Showtime!
Blue Moon
Channel 8
Channel 8 Diaries
Crazy Day
Dining Car
Heavy Burschi
In the Pipeline
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Klomuscheltaucher mit Spaghettiausrüstung
Liebe Frau Andrea,
bevor sie aus dem kollektiven Gedächtnis verschwindet, würde ich gerne eine Invektive ihrem Archiv überantworten und sie dadurch vielleicht doch noch vor dem Vergessen bewahren. In meiner Kindheit in den 60ern gab es die ebenso poetische wie kryptische Beschimpfung "Klomuscheltaucher mit Spaghettiausrüstung". Insbesondere der zweite Teil dieser sympathischen Spöttelei bedarf einer Erklärung. Können sie diese liefern? Mit devoten Grüßen, stets der Ihre, Georg Raimund, 1020 Wien
Lieber Georg,
Schimpfwörter, die auf sich halten, brechen stets ein Tabu. Dem Klomuscheltaucher mit Spaghettiausrüstung gelingt dies auf raffinierte Weise gleich mehrmals. Vordergründig ist da mal die hygienetechnisch bedenkliche Vorstellung vom Tauchen im Klo. Dahinter versteckt sich, gut getarnt, antipazifischer Rassismus, es geht nämlich gegen den Muscheltaucher, den “Bimbo der Meere”. Der zweite Teil der Entschwichtigung schliesslich richtet sich gegen unsere südlichen Nachbarn, die Italiener, schimpfworttechnisch reduziert auf ihr Leitgericht, die Spaghetti. Die Ausrüstung mit dünner Nudel könnte sich also auf die, aus westdeutsch/österreichischer Sicht als mangelhaft und billig wahrgenommenen Freizeit-Produkte italienischer Sportartikelerzeuger beziehen, meint aber, ganz bildlich, die weissen Borsten jenes Instruments, das als Klomuscheltaucher schlechthin verstanden werden darf: Die Klobürste nämlich. www.comandantina.com dusl@falter.at
Für Falter 44/2005
28. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
ORF krallt sich TW1

Österreichs öffentlich rechtlicher Sender ORF krallt sich den Tourismus- und Wetterkanal TW1. Die Befürchtung, dass im schnuckelig-provinziellen Nischenkanal bald auch Werbung rauf- und runtergedudelt wird, ist berechtigt.
Für Falter 44/2005
28. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Heavy Burschi ::: Endlich in Wien
Es ist so weit. Unser schöner kleiner schmutziger Film "36 oder: Heavy Burschi ruft Rita an und sagt, es tut ihm leid" - mit Christoph Grissemann in der Hauptrolle - ist nach seiner Tour bei Berlin36 in Wien gelandet.
Die Berlin36 - Screenings in Wien:
Screening der Wiener Beiträge und der Top 20 Siegerrolle
Montag, den 31.10. und
Dienstag, den 1.11.
Programm jeweils:
19.00 Uhr – Alle Beiträge der Wiener Teams (29 Kurzfilme) - Heavy Burschi dabei!
21.30 Uhr – Siegerrolle (Top 20 Filme der 4 Städte - Heavy Burschi selbstverständlich auch dabei!) (dauert 2 Stunden)
TOP KINO
Rahlgasse 1 (Ecke Theobaldgasse)
1060 Wien
TOP KINO
office@topkino.at
Eintritt ist frei!
RESERVIERUNGEN unter office@topkino.at – Betreff Berlin 36 – Kartenanzahl, Datum, und gewünschte Vorstellung angeben, oder telefonisch ausnahmslos zwischen 10 und 16 Uhr – unter der Telefonnummer 01 585 58 88. Die reservierten Karten müssen 1 Stunde vorher abgeholt werden, sonst werden sie weitergegeben!
....................................
Mehr Infos aus der offiziellen Presseaussendung von Berlin36:
Die Verleihung der 2 Siegerfilme aus Wien an die Teams 23 (Bester Heimatfilm) und Atomic Cock (Best Monster Flick) findet am am 31.10. nach der 19 Uhr Vorstellung statt! Das TOP Kino verfügt auch über eine äusserst günstig ausgestattete Bar, d.h. wird am 31.10. ebendort auch ein wenig gefeiert.
INFORMATION:
Berlin36 ist europaweit einzigartig. Filmemacher aus allen Bereichen der Branche nutzen das Festival, um frei von Vorgaben ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Geballte Kreativität ist das Motto und für das Kinopublikum ist das Festival eine einmalige Gelegenheit, unorthodoxe, teils trashige Produktionen fernab vom Blockbuster-Kino zu genießen. Oktober 2005: Genau 36 Stunden Zeit hatten die Teilnehmer des schnellsten und härtesten Filmfestivals in Europa am 1. und 2. Oktober, um einen kompletten Kurzfilm herzustellen – von der allerersten Idee bis zum fertigen Opus. Wie immer waren an den Abgabeorten 10 Sekunden vor Deadline interessante Akrobatikeinlagen zu beobachten. Doch die harten Guerilla-Bedingungen konnten die Teilnehmer nicht abschrecken. Und so wurden unter dem diesjährigen Festival-Thema I didn’t mean it… / So war das nicht gemeint…“ 86 Beiträge eingereicht.
Wien – dieses Jahr zum ersten Mal dabei – räumte gleich zwei Preise ab. Karin Hammer und Julia Drack (Team 23) wurden mit ihrem Film „04:23“ in der Kategorie „Bester Heimatfilm“ ausgezeichnet – ihre Interpretation eines Werbefilmes über Wien im Dokumentarstil begeisterte das Festivalpublikum. Die Kategorie „Bester Monster Film“ gewann das Team von Bruno Broicher und Matthias Trinkl – mit dem Film „Guerrilic vs. Freak Force“, ein trashiges Entführungsdrama angelehnt an James Bond’s beste Zeiten.
In das Screening der Best-Of 20 von 96 Filmen im Bewerb schafften es u.a. die Werke von Andrea Maria Dusl, die mit Christoph Grissemann „36 oder Heavy Burschi ruft Rita an und sagt, es tut ihm leid“ drehte (www.commandantina.com), Clemens Haipl mit dem Gaugau-Film „Elvis lebt sicher nicht mehr“, Patrick Spanbauers sensibles Werk „BLUM“ und Christian Gritzners brüllend komischer „Flitzuminit“ – Film, der zwingend zu Überlegungen zur Heirat (www.sinofartz.com) anstiftet.
Berlin, 15. Oktober 05 - Die Berliner Jury, bestehend aus Detlev Buck (Schauspieler, Regisseur), Tim Renner (Motor Music), Ronald Blum (Radio Fritz), Mike Ries (ADC) und Sven Gächter (Profil) präsentierten die Gewinner der Kategorien. Besondere Erwähnung bei der Präsentation der Nominierungen für den besten Heimatfilm durch Tim Renner fanden die Wiener Teams, er hätte besonderes Vergnügen an der reflektierten und humorvollen Herangehensweise der Österreicher an den Begriff „Heimat“ gehabt.
31. Oktober und 1. November im Wiener Top Kino: Gezeigt werden alle Österreichischen Beiträge und die Siegerrolle aus Berlin mit den Best-Of Beiträgen aus allen 4 Städten .
An beiden Tagen werden um 19 Uhr die österreichischen Beiträge gezeigt und um 21 Uhr die Gewinner aus Berlin.
Die Preisverleihung für die österreichischen Sieger findet am 31.10. im Rahmen der 19 Uhr Vorstellung statt.
25. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Maiers und Bergers
Liebe Frau Andrea,
über die englische Realienkunde stieß ich auf Inigo Jones und Uvedale Price und plötzlich konnte mein lernzermartertes Hirn nichts anderes mehr denken als dass ich niemanden bei uns kenne, der mit einer Allerweltsnamenkombination berühmt geworden wäre. Wo sind die Franz Maiers und Maria Bergers der Weltgeschichte? Werden die im Interesse der armen Lernenden gezwungen, sich umzubenennen, sobald sich die Nachwelt für sie interessieren könnte? Liebe Frau Andrea, Sie sind meine Hoffnung auf Erlösung!
Ihre Antonina vom Alsergrund
Liebe Antonia,
entmartern sie Ihr Hirn, es gibt Hoffnung. Berühmte Bergers tummeln sich vor allem auf den Brettern, die die Filmwelt bedeuten. Viscontis Lieblingsschauspieler, der exzentrische Helmut etwa, oder die schöne und kluge Senta. Auch den dichtende Duellant Cyranno de Bergerac wollen wir trotz seiner grossen Nase eher dem fahrenden Volk zurechnen, genauso wie den autorennfahrenden Hättiwari Gerhard. Auch Maiers kennen wir aus dem Sport, so die Bayerisch-Münchnerische Tormannlegende Sepp und den Flachauer Schigott Hermann. Nicht unberühmt ist auch das mittelamerikanische Indianer-Volk der Mayer oder Maya, als deren wichtigste Errungenschaft die Kultivierung einer Pflanze gehört, die ursprünglich “Mayers gute Kornfrucht” hiess, später kurz “Maiers’” und heute ganz kurz: Mais. www.comandantina.com dusl@falter.at
Erschienen in Falter 43/2005
24. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Carl Barks Problem
Liebe Frau Andrea,
ich habe mir in einem Anfall von Großbürgerlichkeit die limitiert aufgelegte "Carl Barks Collection" gekauft. Bei Lieferung des ersten Zehntels mußte ich zu meinem Entsetzen feststellen, daß wider Erwarten und Erinnerung nicht die originale Schrift Carl Barks’ verwendet wurde, sondern eine mir unbekannte mit Klein- und Grossbuchstaben. Kann ich den Verlag wegen seelischer Grausamkeit klagen, oder soll ich den Comicklotz am Bein kommentarlos zurückschicken? Mit zitternden Fingern, Peter Hörmanseder, Margareten
Lieber Peter, ich fürchte, wir stehen vor einem unlösbaren Dilemma. Der wunderbare Carl Barks, Zeichner und Schöpfer unvergesslicher Geschichten und Figuren vom Schlage Dagobert Ducks (Scrooge McDuck), Daniel Düsentriebs (Gyro Gearloose) und der Panzerknacker (Beagle Boys), lange Zeit nur unter dem Epiteton “the good artist” bekannt, hat die Sprachblasen Ihrer Kindertage-Comics gar nicht mit Buchstaben gefüllt. Das machte nämlich seine Frau Garé. Die deutschen Texte Ihrer Duckkindheit stammen von der genialen Germanistin Dr. Erika Fuchs und wurden von unbekannten Kalligraphen deutsch gelettert, diesmal bedauerlicherweise in “erwachsenengerechter” Groß-Kleinschreibung. Einen Ausweg gibt es, Peter! Üben Sie Garé Barks’ Originalschrift, legen sie sich Tuschefedern Serie B der Marke Speedball zu und lettern sie sich ihre Barks-Edition in die Kindheit zurück. www.comandantina.com dusl@falter.at
Für Falter 41/2005
Für Peter Hörmanseder: Barks' Schrift
17. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (4) Comments (0) Pings
Channel 8 ::: eQuinoxe
Mein nächster Film, CHANNEL 8, wird beim 25. éQuinoxe Screenwriters' Workshop teilnehmen! Der renommierte Workshop wird von 31. Oktober bis 6. November 2005 erstmals in Wien stattfinden. Location ist das Palais Schwarzenberg.
Österreicher werden als Teilnehmer für den Workshop in Wien drei teilnehmen. In einem mehrmonatigen Prozess wurden vier Drehbuchautoren aus Österreich und Deutschland als Teilnehmer für den 25. éQuinoxe Workshop ausgewählt:
Andrea Maria Dusl (A - Blue Moon) mit ihrem Drehbuch „CHANNEL 8“ (Preproduction: Amour Fou Filmproduktion, Production: TBA)
Gabriele Neudecker (A - Freaky) und Veresa Radosawljewitsch (Salzburger Drehbuchwerkstatt) mit ihrem gemeinsamen Projekt „...then I started killing God“ (Mobilefilm)
Hans Weingartner (A - Die fetten Jahre sind vorbei) mit „Code 82“ (Y3 Film, Berlin)
Oliver Keidel mit „Dr. Alemán“ (D - 2pilots Filmproduktion)
Andere Projekte kommen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Polen und Tschechien.
éQuinoxe bringt renommierte Filmemacher als Drehbuch-Berater nach Österreich. Als Advisors (Drehbuch-Berater) beim éQuinoxe Workshop in Wien zugesagt haben u.a.:
• Jim Hart (USA/Drehbuchautor & Produzent: Bram Stoker’s Dracula, Hook, Contact, Sahara, ...),
• Marcia Nasatir (USA/Produzentin: Der große Frust, Einer flog über’s Kuckucksnest, The thin red line, ...)
• Susan B. Landau (USA/Produzentin: An Ideal Husband, Cool Runnings, ...)
• Lorenzo Semple Jr. (USA/Drehbuchautor: Drei Tage des Condor, Papillon, Batman, ...)
• Martin Sherman (GB/Drehbuchautor: Bent, Alive and Kicking, Mrs. Henderson Presents, ...)
• Eric Pleskow, Präsident der Viennale, übernimmt erstmals die Rolle des Ratgebers für éQuinoxe.
Informationen über das éQuinoxe Programm gibt es unter eQuinoxe
17. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Am rechten Weg ::: Wolfgang Dvorak-Stocker

Der steirische Verleger Dvorak-Stocker an der Furchenmaschine. Als Falter-Steiermark-Cover sah das dann so aus:

Für den Steiermark-Falter 41/2005
16. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Sir Karl Popper und Habibi Hans Albert

Die Korrespondenz zwischen Sir Karl Popper, dem Begründer des kritischen
Rationalismus, und seinem Schüler Hans Albert, dem wichtigsten Exponenten
dieser Lehre im deutschsprachigen Raum, deckt die Zeitspanne von 1958 bis
zu Poppers Tod im Jahr 1994 ab und verdankt ihre Existenz der akribischen
Sammelarbeit von Albert, der nicht nur die Briefe seines Gegenüber archiviert
hat, sondern auch Abschriften seiner eigenen.
Für die Bücherbeilage in Falter 41/2005
15. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Schönheit Adalbert Stifter

„So steht eine Schönheit vor uns auf, die uns entzückt und schaudern macht, die uns beseligt
und vernichtet. Da hat menschliches Denken und menschliche Vorstellung ein Ende.“ Nach
dieser Niederschrift war Stifter tot. Gestorben an den Folgen einer Leberzirrhose und nach
dem gescheiterten Versuch, sich mit dem Rasiermesser die Kehle aufzuschneiden. Mehr
darübert weiss Kurt Palm, Autor des Buches „Suppe Taube Spargel sehr sehr gut. Essen und
trinken mit Adalbert Stifter“ und Regisseur des Films „Der Schnitt durch die Kehle oder Die
Auferstehung des Adalbert Stifter“.
Für die Buchbeilage zu Falter 42/2005
Als Coverentwurf sah der vulkanische Dichterkörper so aus:

Und als endgültiges Cover so:

15. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Kultur ist Kapital

Ja, wo leben wir eigentlich? Im Kulturkapitalismus. Eine Reihe von Büchern versucht zu
beantworten, was das eigentlich zu bedeuten hat. Kultur ist Kapital. Das klingt nach einer
schlichten Wahrheit, beschreibt aber womöglich eine viel tiefgreiferendere Transformation,
als auf dem ersten Blick erscheinen mag. Heute werden nicht mehr in erster Linie Güter
verkauft, sondern Lebensstile. Gefühle sind Geschäfte. Kein Unternehmen kann es sich
heute leisten, eine Ware einfach so auf den Markt zu werfen - es muss sie mit Bedeutung
aufladen. Die Marke muss mit einer Aura umgeben werden, meint Robert Misik, die Marke
wird zum Kunstwerk.
Zu einem Essay von Robert Misik in der Buchbeilage von Falter 41/2005
15. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Michael Köhlmeier und Peter Henisch

Schriftstellergott Michael Köhlmeier hat Beratung nicht nötig. In seinen kurzen Prosaskizzen
„Nachts um eins am Telefon“ erzählt er von Gesprächen mit Fremden und/oder Unbekannten,
die sich nicht verstehen brauchen, sondern sich über eines einig sind: die Einsamkeit, aus
der heraus sie sprechen. Eine zufällig gewählt Nummer verbindet den Erzähler in dieser
Zeichnung mit dem Romanschreibefürst Peter Henisch, der in seinem neuen Wurf „Die
schwangere Madonna“ von einem gewissen Josef Urban erzählt, einem „frei schwebenden“
Mitarbeiter des ORF.
15. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Heavy Burschi ::: Screenings in Berlin
Es ist so weit. Unser schöner kleiner schmutziger Film "36 oder: Heavy Burschi ruft Rita an und sagt, es tut ihm leid" - mit Christoph Grissemann in der Hauptrolle - ist bei Berlin36 gelandet.
Die Screenings in Berlin:
Donnerstag,13. Oktober 2005 um 21:00
Freitag, 14. Oktober 2005 um 22:00
Samstag, 15.Oktober 2005 um 15:30 und um 17:30
KOSMOS Theater
Karl-Marx-Allee 131 a
10243 Berlin
Strippe: 4 22 01 60 oder: 4 28 01 15
Screening Plan (PDF)
Kartenreserviere
Berlin36
Heavy Burschi Filmseite
Wir erinnern uns: Heavy Burschi (Länge: 0:05:01) ist am 1. und 2. Oktober 2005 innerhalb von 36 Stunden geschrieben, gedreht und geschnitten worden. Abgegeben um 20:36 Uhr. Er startet in der Kategorie SEDUCTIVE - Verführerisch.
Die Wiener Jury - Hannes Eder, Managing Director Universal Music Austria; Sven Gächter, Chefredakteur PROFIL; Clarissa Stadler, Moderatorin ORF Kultur und Autorin; Monika Eigensperger, Senderchefin Radio FM4; Thomas Maurer, Kabarettist und Autor - hat aus 28 gewerteten (und in Wien abgegebenen Filmen) 6 auf die Shortlist gewählt. (Aus Berlin wurden 7, Aus Hamburg und Frankfurt je 3 auf die Shortlist gewählt - welche, ist ein grande Geheimnis!)
In der finalen Jury in Berlin sitzen: Detlef Buck (Regisseur), Ronald Blum (Radio Fritz), Tim Renner (Motor Music), Mike Ries (ADC), (Wien noch offen!)
Der Screening Plan ist online -> Screening Plan Berlin (PDF)
Tickets können online reserviert werden. Menno! Reservierung ist NUR online möglich. -> Kartenreserviere
Preis pro 90min. Screening-Block: 4 EURO
Tickets müssen bis 30 Minuten vor Beginn des Screenings im Kosmos Kino abgeholt werden, sagen die. Die Wartezeit könnt ihr in der BERLIN36 Lounge im Foyer des Kosmos auf angenehme Art bei Musik und einem Drink überbrücken. Na aber hallo.
Insgesamt werden 96 Filme gescreent!
13. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Apparatschik
Liebe Frau Andrea,
letzten Samstag beim Frühstück im Café Stein wurde anlässlich der Wienwahl ausgiebig politisiert. Dabei fiel im Zusammenhang mit dem Rathaus ein Ausdruck, der mich nicht mehr los lässt . Sicher wissen Sie Rat! Woher kommt das seltsame Wort Apparatschik?
Julia Stern, Wien Neun
Liebe Julia, Apparatschik bezeichnet den servilen und stets vorauseilend gehorsamen Funktionär eines Parteiapparats. Die Bezeichnung kommt über die ehemaligen DDR aus der fast so ehemaligen UdSSR und leitet sich vom Ausdruck apparat˘cik ab. (Das russische Suffix “-˘cik” bildet Täterbezeichnungen und würde bei uns wohl zu Ausdrücken wie Sesselklebtschik oder Nulldefizittschik führen.) Die Strategie, sich bei Vorgesetzten beliebt und wenn möglich unentbehrlich zu machen, ermöglicht dem Apparatschik in bürokratisierten Systemen den direkten Aufstieg an die Vorstands- oder Parteispitze, wo der Apparatschik unversehens zum Bonzen wird. Der Ausdruck Bonze wiederum kommt ursprünglich vom anderen Rand der Sowjetunion, vom japanischen “Bozu” . Der Bozu, ein buddhistischer Priester in China und Japan, wurde über das französische “bonze” zum despektierlichen Schimpfwort der Arbeiterbewegung für Parteifunktionäre in der Weimarer Republik. Nach Konjunktur in Nazideutschland stand der Bonze zuletzt in der DDR in schimpfwörtlich hohem Ansehen, wo man mächtige SED-Funktionäre als Parteibonzen bezeichnete.
www.comandantina.com
dusl@falter.at
Für Falter 41/2005
10. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Die Arbeit geht aus. Na und?
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Das Prinzip der herrschenden Arbeitsmarktpolitik lautet: Weil es keine Jobs gibt, muss
man die Arbeitslosen zur Annahme eines Jobs zwingen. Klingt irgendwie absurd? Deshalb
wird die Diskussion über ein von Arbeit unabhängiges Grundeinkommen, die lange
eingeschlafen war, jetzt wieder stärker geführt.
Erschienen in Falter 41/2005 zu einem Essay von Robert Misik.
10. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Alles übers Burgtheater
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Das Haus am Ring wird fast 500 Jahre alt und feiert anlässlich der 50jährigen Wiederkehr der
Reparatur seiner Kriegsschäden allerlei Jubiläen. Direktor Klaus Bachler, genannt
"Le lame duck walking" bereitet seinen ebenso langsamen wie endgültigen Abschied vor.
Mein kleiner Plan enthüllt, wie es hinter den Kulissen der alten Quatschbude aussieht.
Das weiss ich unter anderem deshalb, weil ich dort vor langer Zeit selbst gearbeitet habe.
9. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
A.L. Kennedy ::: Paradise

Die schottische Autorin A.L. Kennedy begibt sich in „Paradies“ ins lückenhafte Bewusstsein einer Alkohlkranken. Es ist 8.42 Uhr. Ein Zimmerschlüssel in der Hand von Hannah Luckraft, der Protagonistin des Romans, lässt darauf schließen, dass sie sich in einem Hotel befindet. Das Büffet, das vor ihr aufgebaut ist, sieht aus wie ein Frühstück. Der Blick aus dem Fenster deutet auf Flughafennähe hin. Der unerfreuliche Mann mit dem schütteren Haar scheint sie zu kennen. Doch sie erinnert sich an nichts. Wer ist dieser Fusselkopf? War da was? Und was? Und was war zuvor?
Foür Falter 41/2005
9. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Die Telefone funktionieren nicht.
"Die Telefone funktionieren nicht. Deswegen haben wir auch keine Satellitenleitung nach Wien".
Adolf Fischer,
Vorarlberg-Reporter
Am 23.8.2005 in der österreichischen
Nachrichtensendung "Zeit im Bild" von
der Flutkatastrophe in Vorarlberg.
8. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Landpomeranze
Liebe Frau Andrea!
Von wo kommt eigentlich der Ausdruck Landpomeranze?
Meine Theorie ist, dass Frauen voriger Jahrhunderte am Land aufgrund des schwereren Zugangs zu Körperpflegeprodukten eher zu Orangenhaut neigten und im Verlauf der Lautverschiebung aus dem früher gebräuchlichen Ausdruck Landpomerantsche sich dann der Ausdruck Landpomeranze entwickelte, Lässt sich diese Theorie auch verifizieren?
Liebe Grüsse
Markus Aichelburg
6. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Wie rot ist Wien?
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Wien wählt. Die Karte zeigt, wo es schwarze Flecken gibt,
wo der grüne Neubau liegt und wo Wien noch rot ist
wie Favoritner Ziegellehm.
5. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
metaphysics ::: Arm
Erschienen in .copy 23 i.e. 04/2005
Arm ist ein hochkomplexes Wort. Das gilt für den Arm, jenen Körperteil, der unser wichtigstes Werkzeug, die Hand trägt gleichermassen wie für “arm” das Gegenteil von “reich”.
Der Arm, jener vielgelenkige Körperteil, der an unseren Schultern ansetzt, ist entwicklungsgeschichtlich ein Cousin unserer Beine und war zur Zeit unserer frühen Vorfahren, der Fische, noch eine schlichte Flosse.
Das Bauprinzip dieser fächerförmigen Ruderwerkzeuge hat sich über all die Jahrmillionen erhalten. Ein einzelner Knorpel- oder Knochenstummel verzweigt sich an einer beweglichen Verdickung in einen Doppelarm, dieser, an der nächsten Verdickung in drei, die wiederum in vier, bis am Ende des Flossenfächers meist fünf Strahlen, unsere heutigen Finger sitzen. Aus den Verdickungen an den Verzweigungen der Strahlen werden im Laufe der Evolution der Flossen zu Gliedmassen Gelenke werden.
Erst das mechanische Prinzip der Überkreuzung von Elle und Speiche (analoges gilt für die hinteren Gliedmassen) hat den frühen amphibischen Landbewohner eine Bewegung an Land ermöglicht. Mit starren Gliedmassen ohne Aufspaltung in doppelknochige Unterarme und -beine und in vielstrahlige Finger hätten unseren Vorfahren den Landgang nicht auf die Reihe bekommen. Kein Landgang, keine Evolution der Landwirbeltiere, keine Entwicklung von Säugetieren.
Kein Arm, kein Landgang, kein Arm, keine Menschheit.
Die Gliedmasse, die unsere Hände hervorbringt, kommt von einer indoeuropäischen Verbalwurzel “are”, soviel wie “fügen” und bedeutet Gelenk oder Körperteil mit Gelenk. Der Arm (lat. humerus) hat aber auch martialische Bedeutung. Aus der gleichen Wurzel wie Arm kommt das lateinische arma, die Waffe. Eine Menge Arme kann eine Menge arma tragen und eine Armee bilden. Mit einer gut organisierten Armee lassen sich - männliche Kriegslust vorausgesetzt - Eroberungsfeldzüge organisieren, die - männliches Logistiktalent vorausgesetzt - in einem Reich münden. Einem Imperium - einem “Anschaff-Reich”. Einem - im wahrsten Sinne des Wortes - weit über jeden Arm reichenden Machtgebilde.
Und da wären wir über den kleinen martialischen Ausflug mit dem Reich schon bei arm. Das Gegenteil von reich sein ist nämlich das arm sein.
Arm, das Gegenteil von reich, von mächtig, kommt aus jener sprachlichen Wurzel aus der auch die Worte “Erbe” und “Arbeit” kommen. Arm zu sein und der Zwang zu arbeiten scheinen im Verständnis unserer Ahnen zusammengehört zu haben. Und dass sich dieser Zustand der arbeitsamen Armut von Generation zu Generation “vererbte”.
Arm und reich scheinen also nicht nur Gegensätze zu sein, sondern einander auf vielfach Weise zu bedingen. Kein Reich ohne Armee. Keine Armee ohne Arme, keine Arme ohne Armut, keine Armut ohne Reichtum, kein Reichtum ohne Reich. Die Kette dieser Assoziationen liesse sich noch vielfältig anders knüpfen. Und alles nur, weil die Natur jenen amphibischen Quastenflossern, die als erste ihre feuchten Fischleiber mit gelenkigen Paddeln an Land stemmten einen kleinen Vorteil gegenüber Kollegen gewährte, deren Flossen zu kurz waren, um als frühe Arme und Beine Verwendung zu finden.
5. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Heavy Burschi
![]() DVD |
Heavy Burschi hat Zoff mit seiner Freundin Rita. Grund für den Kelch, wie man in Wien sagt:
Heavy Burschi ist mit dem gemeinsamen Söhnchen Pauli im Wettcafé gewesen.
Rita findet das unmöglich und hat Burschi aus der Wohnung geschmissen. Heavy Burschi
aber bemüht sich und kauft Söhnchen Pauli "neue Schuhe" im Caritas-Second-Hand-Laden:
"Super Schuhe für unser super Kind". Wird ihm Rita diesmal verzeihen?
"36 oder: Heavy Burschi ruft Rita an und sagt, es tut ihm leid" ist der neue Kurzfilm, den ich mit Christoph Grissemann in der Hauptrolle als Wettbewerbsbeitrag für Berlin36 gedreht habe.
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5. Oktober 2005 © Matros # Permalink (0) Comments (0) Pings
Neuer Dusl-Film
Heavy Burschi
Heavy Burschi hat Zoff mit seiner Freundin Rita. Grund für den Kelch, wie man in Wien sagt: Heavy Burschi ist mit dem gemeinsamen Söhnchen Pauli im Wettcafé gewesen. Rita findet das unmöglich und hat Burschi aus der Wohnung geschmissen. Heavy Burschi aber bemüht sich und kauft Söhnchen Pauli "neue Schuhe" im Caritas-Second-Hand-Laden: "Super Schuhe für unser super Kind". Wird ihm Rita diesmal verzeihen?
"36 oder: Heavy Burschi ruft Rita an und sagt, es tut ihm leid" ist der neue Kurzfilm, den ich mit Christoph Grissemann in der Hauptrolle als Wettbewerbsbeitrag für Berlin36 gedreht habe. Musik: Peter Dusl, Editing: Karina Ressler, Postproduktion: Thomas Schneider, Buch, Kamera und Regie: Andrea Maria Dusl. Ab 16. Oktober 2005 hier im Expedit bestellen!
5. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Berlin36 ::: Heavy Burschi Clip
Watch the Heavy Burschi Clip
Christoph Grissemann als Heavy Burschi.
Pizzeria Don Claudio.
Hugo-Wiener-Platz, Margareten.
Regie: Andrea Maria Dusl
3. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Berlin 36 ::: Done

So war das also. Samstag sassen Christoph Grissemann und ich in der Pizzzeria Don Claudio, dachten uns den Heavy Burschi aus und seine Probleme und wie er bei Rita anruft und sagt, es tut ihm leid. Und wie der Burschi dann bei der Caritas blaue Turnschuhe kauft für seinen Sohn, den Pauli und wie ihm die Rita dann wieder einmal endgültig verzeiht, obwohl er mit dem Pauli im Wettcafé war.
Christoph Grissemann war ein atemberaubender Heavy Burschi, atemberaubend, mein Bruder Peter Dusl hat Supermucke komponiert und meine beiden Postproduzenten Thomas Schneider und Karina Ressler haben den schönen Film super schön und liebevoll geschnitten und gemischt.
Das Drehen mit der kleinen Ixus war der Bringer. Ich möchte einen ganzen grosen dicken Film so machen. Nur die Schauspieler und ich, kein Licht, kein Ton, keine Drehgenehmigungen, kein Gschisti und kein Gschasti. Und eine Kamera, die nicht grösser ist, als eine Schachtel Zigaretten.
Gestern halbfünf haben Christoph und ich das Material im Kasterl gehabt, auf einer Flashcard, mehr war da nicht. Gut, sie war 1GB gross, aber auch nicht dicker das Ding, als die mit 8MB, die ich hatte, als die Kamera neu war.
"36 oder: Heavy Burschi ruft Rita an und sagt, es tut ihm leid" heisst das Movie. Sonntags um halbneun, just in time, haben wir das Wattekuvert mit dem MiniDV-Band und der Teamliste abgegeben. In der Kategorie "Heimatfilm" ist Heavy Burschi ein fixer Starter. Und dann fahren wir ja vielleicht auch alle nach Berlin.
Ein Making-Of gibt es übrigens auch. Und eine FM4-Dokumentation.

Christoph Grissemann als Heavy Burschi.
2. Oktober 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings


