Fragen Sie Frau Andrea
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Näkubi. Das Ding
Liebe Frau Andrea,
wie heisst das Ding, das im Supermarkt oft sehr bestimmend und mit entschlossener Miene von Kunden vor bzw. hinter mir aufs Förderband gelegt wird, um entsprechende Einkäufe zu trennen? Ist es der Einkaufstrenner - neuerdings mit Werbefläche - oder einfach das Nächster-Kunde-Staberl? Gibt es überhaupt einen Fachbegriff dafür? Niemand kann mir eine fachkundige Antwort geben. In großer Erwartung auf ihre erhellende Antwort!
mbG, Barbara Lass, Wien
Liebe Barbara,
viele klugen Köpfe haben sich mit dieser Frage beschäftigt. Max Goldt nennt den Separator “Warenabtrennhölzchen”. Die Kassenkraft in meiner Tante-Emma-Filiale meinte neulich, das Ding habe keinen Namen, auf mein Insistieren fiel Ihr ein, das Ding könnte man ja “Kassastaberl” nennen. In der Schweiz heisst der leidlich beliebte Trennstab “Kassentoblerone”, in Deutschland, wo sich eine Empfehlung der Süddeutschen Zeitung, das Ding “Warenstopper" zu nennen, nicht durchsetzen konnte, sind mittlerweile Begriffe wie Trennbalken, Trenni, Warenstaffelstab, Kassenbandriegel und “Näkubi” in Gebrauch. Näkubi, kurz für "Nächster Kunde bitte!" Tatsächlich heisst der Kassenstab “Warentrenner”. So empfiehlt es das “Handbuch für Deutschland”, herausgegeben von der Beauftragten der Deutschen Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.
Für Falter 38/20005
19. September 2005 © Andrea Maria Dusl
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Kommentare
also wir zuhause in der DDR nannten dieses ding einfach nur "bandwurst". manchmal sagten wir auch "bandwurm" dazu.
stulle | 19.09.05 16:32
"Warenabtrennhölzchen"
Leserbrief zu: Falter 38/05Offenbar genervt von der schon arg strapazierten
Kassenstabfrage, entnahm Frau Andrea die Fakten
für ihre Antwort etwas zu unbekümmert Bastian Sicks
Text "Wie nennt man das Ding an der Kasse?",
und schrieb dabei auch dessen Fehler ab,
denn Max Goldt, der ja im Sommer 93 die damals
noch originelle Frage in die Literatur erhob,
nannte das Ding nicht und niemals "Warenabtrennhölzchen",
sondern vielmehr "Ware-Kunde-Zuordnungshölzchen",
bzw. an anderer Stelle auch im Plural "Warentrennhölzer".
In beiden Fällen handelt es sich aber nicht um
Goldt-Kommentare, sondern um Figurentext,
und der sollte stets nur mit Vorsicht zitiert werden.Mit freundlichem Gruß
Helmuth M. WolfHelmuth M. Wolf | 23.09.05 18:30
max goldt, weltbester formulierer, nennt das ding
Ware-Kunde-Zuordnungshölzchen.
in :die kugeln in unseren köpfen, zwickender wirrwarrfallmann birgit
frankenfelsFallmann Birgit | 26.09.05 09:29



stulle | 19.09.05 16:32