Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
SUBSCRIBE
Subscribe my RSS Feed

Befriend me at Facebook

Subscibe my YouTube Channel

Follow me at Twitter
hosted by
powered by Movable Type
Blue Moon
Channel 8
Channel 8 Diaries
Crazy Day
Dining Car
Heavy Burschi
In the Pipeline
Das Unendliche Panorama
Editorial Cartoons
Falter Covers
Neulich im Büro
Wienerinnen
Zeichenwelt
7 Sachen / Lauter Listen
Andrea Fragenlager
Boboville
Comandantina
Die österreichische Oberfläche
Essays
Features und Portraits
Fragen Sie Frau Andrea
Metaphysics
Om Dhom Khom
Quergelesen Ferngesehen
Salzgriesisch
Und dann traf ich...
AEIOU
Liebe Frau Andrea,
als eifriger Leser stoße ich in älteren Texten auf das seltsame Wort GOtt, manchmal auch auf den HErrn. Dabei will ich jetzt gar nicht wissen, ob Gott nun männlich oder weiblich ist, sondern warum da der erste und der zweite Buchstabe groß geschrieben werden. Es muss einmal jemand damit angefangen haben und der hatte wohl einen Grund dafür. Wissen Sie da Genaueres, FRau ANdrea? Mit freundlichen Grüßen,
Richard Latzin, Internet
Lieber Richard,
Versalien am Wortbeginn wurden ursprünglich zur Auszeichnung von Eigennamen und heiligen Wörtern verwendet. Zu Luthers Zeit einigte man sich auf die Verwendung großer Anfangsbuchstaben für Substantive. Das Barock mit seiner Liebe für kalligraphische Schriften fand grossen Gefallen daran, Götter und GOtt, Herren und den HErrn in christlichen Texten dadurch von einander zu unterscheiden, dass auch der zweite Buchstabe gross geschrieben wurde. Grossbuchstaben in barocken Texten muss man sich als bis zur Unleserlichkeit ineinander verschlungene Frakturmonster vorstellen, weit entfernt von den klaren Strichen und Balken heutiger Buchstaben. Ein anderes Konzept der Verhüllung verfolgte die jüdische Schreibweise des "Ich bin, der ich bin" - das Konsonantenphonem JHWH - laut Clemens von Alexandrien (2. Jhdt. n. Chr.) “iaoue” ausgesprochen. IAOUE. Womit wir bei der tatsächlichen Deutung des Mottos von Habsburgerkaiser Friedrich III. wären. Sein AEIOU ist nichts weniger als das permutierte IAOUE. www.comandantina.com dusl@falter.at
8. August 2005 © Andrea Maria Dusl
TrackBack
Use this URL to ping this entry: http://comandantina.com/mt/ping.cgi/981


