August 2005
Abstract is the World
Blue Moon Shooting
Boys and Girls from my Block
Breakfast Outside America
Kiev Markthalle
Little Shops of Horror
Phones of the World
Andrea Maria Dusl Music Room
Andrea Z bis A
Comandantina Unterwegs
Dusl bestellen
Maschinenraum
Redezeit
Sager von Welt
Showtime!
Blue Moon
Channel 8
Channel 8 Diaries
Crazy Day
Dining Car
Heavy Burschi
In the Pipeline
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
This work is licensed under a Creative Commons License.
Das Bärendienst
Liebe Frau Andrea,
neulich attackierte der Wiener FPÖ Obmann und Schriftsteller Heinz Christian Strache unsere Frau Justizministerin. Er meinte, sie vertrete linkes und kommunistisches Gedankengut und solle zurücktreten. Wörtlich meinte Herr Strache laut FPÖ-Homepage, Gastinger würde der Bevölkerung mit dem Rücktritt "ein (sic!) Bärendienst erweisen". Nun rätseln wir. Was ist denn das jetzt, ein "Bärendienst"?
Franko Killen, Oberwölz
Lieber Franko,
die HC Strache zugeschriebene Passage: “...Diese Justizministerin ist rücktrittsreif: Damit erwiese sie der Republik und ihren anständigen, schutzbedürftigen Menschen ein Bärendienst" ist inzwischen nicht mehr online. Das wundert nicht, insinuiert das Zitat doch genau das Gegenteil dessen, was der Text postuliert, dass nämlich der Rücktritt und nicht die Politik Gastingers ein Bärendienst sei. Ungeachtet der Autorenschaft der holprig verwendeten Redewendung lässt sich der Ursprung des “Bärendienstes” feststellen. Die Redensart geht auf die Fabel "L'ours et l'amateur des jardins" (Der Bär und der Gartenfreund) des französischen Dichters Jean de La Fontaine (1621-1695) zurück. Darin werden ein Hochgebirgsbär und ein greiser Gärtner Freunde und versorgen einander mit Obst und Wild. Eines Tages entdeckt der Bär eine lästige Fliege auf der Nase seines schlafenden Freundes. Rührig greift er sich einen Pflasterstein und schleudert ihn auf die Fliege. Die Fliege ist verscheucht, der Gartenfreund tot. Voila: Ein Bärendienst.
Für Falter 35/2005
31. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Blue Moon ::: 3Sat Dienstag, 30. August 2005
Blue Moon 3sat
Dienstag, 30. August 2005
22.25 Uhr
www.cineastentreff.de : Blue Moon
3sat: Blue Moon
(tsch) Er redet nicht viel, der Pichler Johnny (Josef Hader). Wo kommt er her? Warum ist er nun da, wo er ist? Und was ist das überhaupt für ein komischer Vorname für einen Alpenländler? Keiner weiß es. Ein Kleinganove ist er. Einer, den der Zufall oder ein bizarres Schicksal zu dieser Geldübergabe an einer Straßenkreuzung im österreichischen Nirgendwo geführt hat. Der russische Mafioso wartet schon, neben ihm im Auto ein blonder Vamp, Typ: osteuropäische Edelnutte. Vorhang auf für "Blue Moon" (2002), ein Roadmovie made in Austria.
Shirley, so stellt sich die nur gebrochen englisch sprechende Schönheit (Victoria Malektorovych) alsbald vor, und Johnny machen sich gemeinsam aus dem Staub, nachdem der miese Mafiatyp ausgeschaltet und um sein Geld gebracht wurde. Gestohlenes Auto, gestohlene Kohle, auf nach Osteuropa. - Könnte eine klassische "Bonnie und Clyde"-Geschichte werden, oder ein actionreicher Thriller mit romantisch verklärtem EU-Osterweiterungs-Touch, wird es aber beides irgendwie nicht.
Regisseurin Andrea Maria Dusl, die für ihr Spielfilmdebüt "Blue Moon" viel Kritikerlob und 2003 den großen Diagonale-Preis als "bester österreichischer Film" erntete, bewegt sich lange im Genre- und Klischee-freien Raum und spielt mit den Erwartungen der Zuschauer.
Dabei ist ihr ein brillanter Josef Hader sehr behilflich, der mit offensichtlichem Freilauf ausgestattet beweist, dass er nicht nur ein hervorragender Kabarettist, sondern auch ein Mann für die leicht verschrobenen Charakterrollen ist. Er bewegt sich mit lakonischem bis skurrilem Witz durch den bedächtig, fast melancholisch mit tristen Bildern aus Osteuropa erzählten Film, der von seinen grandios-schrägen Figuren lebt. Neben Johnny und Shirley ist da ein gewisser Ignaz Springer (Detlef Buck), ein deutscher Kleinkrimineller, der sich als Lebenskünstler durch den Osten schlägt und immer dann ins Spiel kommt, wenn der Trip durch die Tristesse ein wenig neuen Schwung braucht.
In der Slowakei verlieren sich Johnny und Shirley. Offensichtlich verliebt, macht sich der wortkarge Österreicher auf die Suche. Die Spur führt in die Ukraine. In Odessa trifft er ihre Zwillingsschwester Jana, die ihn zwar angemessen unwirsch ("Was willst du hier? Hier ist nichts!") begrüßt, ihn aber schnell ins Bett bittet. Als Johnny herausfindet, dass Janas Zwillingsschwester schon als Kind gestorben ist und Jana mit der lokalen Mafia Kontakt hat, wird's gen Ende dann doch kurzatmiger. Ist Jana Shirley? Holen Johnny die Mafiosi, deren Geld er noch hat, noch ein?
Frank Rauscher
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Die Liebe treibt den wortkargen Geldboten Johnny Pichler aus dem sicheren Westen tief in den Osten Europas, wo er die geheimnisvolle blonde Shirley sucht. Die Odyssee der Gefühle endet in Odessa, wo der blaue Mond aufzieht. - Josef Hader und Detlev Buck in einem modernen Märchen-Roadmovie, dem Spielfilmdebüt der Österreicherin Andrea Maria Dusl.
Eine missglückte Geldübergabe bringt den Kleinkriminellen Johnny und die Prostituierte Shirley zusammen. Sie flüchten mit dem Geld, das eigentlich einem russischen Mafioso gehört, in die Slowakei. Doch schon bald lässt Shirley Johnny sitzen, der jetzt nur noch einen Wunsch hat: sie wieder zu sehen. Er reist nach Odessa, der Stadt, von der sie ihm erzählt hat, und findet eine Taxifahrerin, die Shirley zum Verwechseln ähnlich sieht und sich als ihre Zwillingsschwester Jana ausgibt. Sie nimmt ihn bei sich auf, zeigt ihm die fremde Stadt, und sie verlieben sich ineinander. Gemeinsam verbringen sie einige glückliche Tage, bis Johnny entdeckt, dass Janas Zwillingsschwester schon als Kind gestorben ist und Jana mit Leuten der lokalen Mafia Kontakt hat. Ist Jana Shirley, und holen Johnny die Mafiosi, deren Geld er hat, doch noch ein?
Geschickt und leicht ironisch verwebt die österreichische Regisseurin Andrea Maria Dusl in ihrem stilistisch eigenständigen und lakonischen ersten Spielfilm Elemente von Gangsterfilmen, Liebesgeschichten und Roadmovies, um den Zuschauer auf eine Entdeckungsreise durch Osteuropa mitzunehmen. Dabei findet sie Bilder für die Anziehungskraft des ehemaligen Ostblocks und schafft es, das morbide Plattenbau- und Armutsklischee in eine respektvolle Hommage zu verwandeln.
Andrea Maria Dusl, 1961 in Wien geboren, studierte bis 1985 Bühnengestaltung sowie von 1993 bis 1997 Medizin. Sie arbeitete als Bühnendesignerin und als Theater-Produktionsassistentin unter anderem mit George Tabori und Ignaz Kirchner. Seit 1985 ist sie Autorin und Illustratorin für österreichische Zeitschriften. Nach sechs erfolgreichen Kurzfilmen drehte Andrea Maria Dusl mit "Blue Moon" ihren Debütspielfilm als Regisseurin und Autorin. Der Film wurde 2003 als "bester österreichischer Film" mit dem Großen Diagonale-Preis ausgezeichnet.
www.cineastentreff.de : Blue Moon
3sat: Blue Moon
30. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Klon Houellebecq - Die Möglichkeit einer Insel

In "Die Möglichkeit einer Insel" hat Michel Houellebecq altbekanntes Material und altbekannte
Meinungen zu seinem bislang umfangreichsten und langweiligsten Roman verschnitten.
(Zitat Klaus Nüchtern)
Für Falter 35/2005
28. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Periphertangenten
Liebe Frau Andrea, vor ein paar Tagen ist mir eine “coole” Redewendung ausgerutscht, die ich seit meiner Jugend nicht mehr verwendet habe: "Es tangiert mich nur sehr peripher!" Soll bedeuten, das mich etwas nur wenig interessiert. Ein Freund sagt, dieser Ausdruck sei mathematisch nicht korrekt! Eine Tangente könne ja nur einmal einen bestimmten Punkt berühren - peripher ginge das nicht. Das könnte dann nur eine Sekante oder Passante sein. Ich meine, eine Tangente kann auch peripher berühren. Man spricht ja auch von peripheren Extremitäten. Und die können ja von einer Tangente berührt werden. Wer von uns beiden hat Recht? Oder ist das eine philosophische Frage?
Liebe Grüße, Simon- Julian Müllner
Lieber Simon-Julian,
Ihr Problem ist weniger ein philosophisches oder mathematisches als vielmehr ein fernsehhistorisches. Die Redewendung stammt aus den frühen 70er-Jahren und ist ein Manierismus der Befindlichkeit, etwas “berühre nur sehr entfernt”. Texte dieser Art stammten oft aus der Feder des deutschen Synchronsprechers Rainer Brandt. Mit seinem congenialen Partner Karl-Heinz Brunnemann lieh dieser den Hobbydetektiven Lord Brat Sinclair alias Roger Moore und Playboy Danny Wilde alias Tony Curtis deutsche Stimmen. Die Kultserie “Die 2” - das eher maue Original hiess "The Persuaders!" - wurde in Brandts deutscher Synchronisation zum Feuerwerk für schnoddrige Siebziger-Sprachbarock-Raketen. www.comandantina.com dusl@falter.at
Falter 34/2005
22. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Spirit of Phillip Roth - This is (not) America

Philip Roth liefert mit "Verschwörung gegen Amerika" einen Beweis für literarischen
Möglichkeitssinn: Die USA werden faschistisch. (Zitat Klaus Nüchtern)
Für Falter 34/2005
22. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Diario Granma

ÓRGANO OFICIAL DEL COMITÉ
CENTRAL DEL PARTIDO
COMUNISTA DE CUBA
Muy bueno ist auch der Dokumentarfilm
COMANDANTE von Oliver Stone.
21. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Channel 8
CHANNEL 8, mein nächster Film, ist gerade in Development.
Die Liebesgeschichte zwischen der Russin Anastasija und dem österreichischen Fernsehjournalisten Valentin ist unheimlich und verstörend: Die beiden träumen einander. Auf der Suche nach der Frau am anderen Ende des "Channels" überschreitet Valentin die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit, Leben und Tod.
Hier eine Synopsis:
...VALENTIN und ANASTASSIJA sind auf unheimliche Weise miteinander verbunden: Der Österreichische Fernsehjournalist und die russische Malerin träumen einander. Wie zwei Radiostationen, die auf der selben Frequenz senden, erleben sie das Leben des jeweils anderen im Traum. Durch Zufall erfährt Valentin, dass seine Traumbilder höchst real sind. Verwirrt begibt er sich auf die Suche nach den seltsamen Bildern, die in seinen Träumen herumspuken. Er reist in die Stadt, die ganz offenbar der Schauplatz dieser Träume ist: Die russische Millionenstadt Sankt Petersburg.
Auf der Suche nach der fremden und doch so nahen Frau verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Realität. Anastasija, der jungen Frau am Ende dieses "Channels" geht es nicht anders. Als wäre dies nicht verstörend genug, beginnt Valentin mit dem luziden Träumen und überschreitet Grenzen, deren Existenz er bislang nicht einmal geahnt hatte. Die Liebesgeschichte zwischen den so widersprüchlichen Existenzen wird zu einem Tanz auf dem engen Grat zwischen Leben und Tod. Channel 8 ist eine Geschichte über das Europa von heute und eine Metapher auf die grosse Angst unserer Zeit: Realität und Fiktion nicht mehr aus einander halten zu können.
....................
CHANNEL 8, my next film, is about today’s Europe. It is about the attitude of the West always knowing better – and the spiritual longing of the East for a better world. The Thriller “Channel 8” circles around the fear of our time: beeing unable to tell reality from fiction. The story is about two people, who are connected in an uncanny way.
A tv-anchorman from Paris and a female painter from Russia have never met in person, nevertheless they are close to each other. That is because Valentin and Anastasija dream each other. Like two radio stations sending on the same frequency, they experience each other’s life in their dreams. Valentin starts to search the person on the other side of the Channel. He wants to find the person, whose life he happens to encounter in his dreams. He will cross borders, he would never ever have considered possible, not in his craziest thoughts.
....................
CHANNEL 8
Feature l 111 minutes l 35mm l colour l Dolby stereo l shooting: 2006
Screenplay & Direction: Andrea Maria Dusl
Dramaturgical Consultants: David Keating, Ruth Mader, Marcia Nasatir, Lorenzo Semple Jr.
Cinematography: Wolfgang Thaler
Editing: Karina Ressler
Music: Peter Dusl
Executive Producer: TBA
Producer: TBA
Production: TBA
15. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (4) Comments (0) Pings
Little Shop of Hope ::: Totalreinigung Trinkl

Totalreinigung Trinkl.
Fürstenfeld, Oststeiermark.
Ein Geschäft wie ein Gedicht.
Sauber
und gepflegt
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handgebügelt
Kleiderservice
jeder Art-
sowie:
DECKEN-
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Münz
14. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Rocket Society Blundstone Osterberger
Comandantina Fans auf Blundstone Osterbergers
Rocket Society
Sehr cooles, urbanes Blog.
Gutes Sunglassing.
Feines Wording.
Kann man sich anbraten lassen, dort.
14. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (2) Comments (0) Pings
Das ägäische Klo
Liebe Frau Andrea,
soeben von einem Griechenland-Urlaub zurückgekehrt, beschäftigt mich eine Frage: Nach der souveränen Angleichung des Preisniveaus an Kitzbühel muss ich den ägäischen Inseln durchaus auch die Erreichung von Toiletten-Mindest-Standards zugestehen. Sogar öffentliche überraschen grundsätzlich durch Sauberkeit, durch Vorhandensein von Waschmöglichkeit und Seife inklusive Papierhandtüchern. Doch eines kann ich mir, trotz langer Erwägung nicht erklären: Ausnahmslos fehlen die Klobrillen. Sollten sie einer bestimmten Ideologie widersprechen oder gar beliebte Souvenirs sein? Ihren Recherchen sehe ich mit Interesse entgegen. Mit besten Grüßen, Peter Strauß, Internet
Lieber Peter,
Griechenland und sein Archipel-Universum wurde nicht nur preislich, sondern auch sanitär von europäischen Standards überrollt. Das traditionelle, in südlichen Breiten verbreitete Hockklo - die porzellanerne, in den Boden eingelassene Kackmuschel - wurde erfolgreich vom anglosächsichen Sitz-Klosett abgelöst. Die Tradition des Hockens blieb hellenisch, weswegen Griechen auch auf westeuropäischen Toiletten niemals sitzen und logischwerweise auch Klobrillen nicht vermissen. Die erwähnten Sauberkeitsfortschritte dürften im wachsenden Hygienebewusstsein der Griechenland-Urlauber zu finden sein, der Hauptklientel griechischer Toiletten. www.comandantina.com dusl@falter.at
Erschienen in Falter 33/2005
12. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Wie die Industrie die Politik einseift

Falter-Cover 33/2002.
Die IV (Industriellenvereinigung) seift Österreichs
(schwarzblauorange) Politiker ganz schön ein.
Der erste gefaltete Falter.
Das Cover mit dem Neustart.
Aussen gefaltet. Innen nochmal, platt.
Schmoove Werbeidee für
die Bewährungshilfe, die jetzt "Neustart" heisst.

Originalzeichnung
12. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
I am younger than my age
From: Captain
To: dear Andrea
miss Maria
you are in Austria or Australia,
do you know, you are so attractive,and seems kind.
i cant find your Web.
also you are younger than your age.
captain Nemo
Captain Nemo
Männlich, 31, Single, Iran
Interesse an: Freunden, Freizeitpartnern, Geschäftspartnern, Dating
Über sich: "You can find it only after talking more."
Humor: Freundlich
Kleidungsstil: Alternativ
Sport: martial arts
Filme: az har honarpishe yaa kaargardaane doops.
Kochkünste: har chi khodam bepazam.
Kontakt: captain_king_nemo@yahoo.com
11. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Sommerloch

Das Kultursommerloch kann kommen! Wir sind gewappnet.
Für Falter 33/2005
11. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
AEIOU
Liebe Frau Andrea,
als eifriger Leser stoße ich in älteren Texten auf das seltsame Wort GOtt, manchmal auch auf den HErrn. Dabei will ich jetzt gar nicht wissen, ob Gott nun männlich oder weiblich ist, sondern warum da der erste und der zweite Buchstabe groß geschrieben werden. Es muss einmal jemand damit angefangen haben und der hatte wohl einen Grund dafür. Wissen Sie da Genaueres, FRau ANdrea? Mit freundlichen Grüßen,
Richard Latzin, Internet
Lieber Richard,
Versalien am Wortbeginn wurden ursprünglich zur Auszeichnung von Eigennamen und heiligen Wörtern verwendet. Zu Luthers Zeit einigte man sich auf die Verwendung großer Anfangsbuchstaben für Substantive. Das Barock mit seiner Liebe für kalligraphische Schriften fand grossen Gefallen daran, Götter und GOtt, Herren und den HErrn in christlichen Texten dadurch von einander zu unterscheiden, dass auch der zweite Buchstabe gross geschrieben wurde. Grossbuchstaben in barocken Texten muss man sich als bis zur Unleserlichkeit ineinander verschlungene Frakturmonster vorstellen, weit entfernt von den klaren Strichen und Balken heutiger Buchstaben. Ein anderes Konzept der Verhüllung verfolgte die jüdische Schreibweise des "Ich bin, der ich bin" - das Konsonantenphonem JHWH - laut Clemens von Alexandrien (2. Jhdt. n. Chr.) “iaoue” ausgesprochen. IAOUE. Womit wir bei der tatsächlichen Deutung des Mottos von Habsburgerkaiser Friedrich III. wären. Sein AEIOU ist nichts weniger als das permutierte IAOUE. www.comandantina.com dusl@falter.at
8. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Triebi und Subsi

Triebi und Subsi.
Boys from my block.
Soirée à Vienne.
Abbaye St. Uro.
3. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Wir holen Dich da raus

Nicht ohne Pikanterie: Mein Falter-Sujet
mit dem autowaschenden Niederösterreicher
wurde ausgerechnet vor der berüchtigten
"Liesl" plakatiert.
Vor dem Polizeigefangenenhaus
verspricht der Falter:
"Wir holen Dich da raus."
3. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Little Shop of Hope ::: Antiq

Wien. Wieden. Schäffergasse.
Derangierter Gemeindebau.
Antiq.
Shopdesign, das sich nicht
dem Markt unterwirft.
3. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Was ist gerecht?

Die soziale Gerechtigkeit, eine der ältesten Menschheitsfragen überhaupt, ist neuerdings wieder das zentrale Thema aller politischen Debatten. Dabei hat jeder eine andere Idee, was genau darunter zu verstehen ist.
Zu einem Text von Robert Misik. erschienen in Falter 31/2005
1. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Dufte Düfte
Liebe Frau Andrea, vielleicht habe ich bei der betreffenden Lektion gefehlt, aber in meiner Unwissenheit finde ich sich verflüchtigende Gerüche beunruhigend – wo sind die denn alle? Rational betrachtet denke ich an Zerfall, aber wird da Energie frei, gibt’s da Halbwertszeiten, wie kann man sich da auskennen? Vielen Dank für eine dufte Antwort, Martin Ebenhöh, Internet
Lieber Martin, unsere Nasenschleimhaut ist mit Rezeptoren besetzt, die über komplexe Nervenbahnen mit dem Riechzentrum im Schläfenlappen der Großhirnrinde verbunden sind. Hier findet die Beurteilung des Geruchseindruckes statt, also ob und von welcher Sorte von Gestank oder Wohlgeruch wir umwölkt werden. Je mehr Moleküle einer riechenden Substanz die in die Nase eingezogene Luft enthält, um so stärker ist die Sensation. Weil schon geringste Mengen zur Hervorbringung einer Geruchsempfindung ausreichen, riecht die Luft noch nach faulen Eiern, wenn sie nur noch ein Millionstel mg Schwefelwasserstoff pro Kubikzentimeter enthält. Gerüche verflüchtigen sich nicht durch olfaktoradioaktiven Zerfall sondern durch Verdünnung oder weil sie schlicht “vom Winde verweht” werden. Selbst geschlossene Räumen entstinken durch ein Sinnesphänomen namens phasische Perzeption, ohne dass dabei die Fähigkeit für die Wahrnehmung anderer Gerüche abnähme. Für neuen Gestank haben wir also immer wieder ein neues Näschen. www.comandantina.com dusl@falter.at
1. August 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings



