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Und dann traf ich...
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Pornohaxen
29ergries
Liebe Frau Andrea, als ich noch in die Mittelschule ging, in die Astgasse im 14ten, traf man sich regelmässig in der Wohnung eines Schulkollegen (dessen Eltern gerade nicht da waren) um einen sogenannten “Haxen” anzuschauen. Vorher, währenddessen und danach gab es “Häuslverbot”, sodass wir Deep Throat und anderes Pornoanschauungsmaterial mit kollektivem Zelt in der Hose absolvieren mussten. Warum heisst in Wien ein Pornofilm Haxen? Vielen Dank, Stefan Schremser, Lerchenfelderstrasse
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Lieber Stefan, “Haxen” ist die Kurzform von “Pornohaxen” und heisst ausserhalb Wiens “Pornoschinken”. Obwohl sich Pornofilme ausgiebig der Darstellung wolllüstigen Fleisches widmen, hat der Ausdruck nichts mit dem Genre zu tun. Mit Schinken bezeichnet man zwar gerne Filme epischen Formats, das Synonym war aber lange vor der Erfindung laufender Bilder in Gebrauch. Seit Jahrhunderten bezeichnen Scholare, Studenten und andere Bücherwürme dicke, einst durchgängig in Leder oder Pergament gebundene Bücher mit dem Ausdruck “Schinken” oder “Schwarte”. Das Wort Schinken selbst ist mit dem “Schenkel” verwandt und bezeichnet den gebratenen, gesottenen, geräucherten oder rohen Oberschenkel von Rind, Schwein und anderen essbaren Tieren. Der Haxen wiederum ist der Unterschenkel und naturgemäss etwas kleiner. Da die Würze eines gelungenen Pornofilms eher in der Kürze liegt, ist “Haxen” sicher keine schlechte Wortwahl. www.comandantina.com dusl@falter.at
17. Juli 2005 © Andrea Maria Dusl
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