Fragen Sie Frau Andrea
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
SUBSCRIBE
Subscribe my RSS Feed

Befriend me at Facebook

Subscibe my YouTube Channel

Follow me at Twitter
hosted by
powered by Movable Type
Blue Moon
Channel 8
Channel 8 Diaries
Crazy Day
Dining Car
Heavy Burschi
In the Pipeline
Das Unendliche Panorama
Editorial Cartoons
Falter Covers
Neulich im Büro
Wienerinnen
Zeichenwelt
7 Sachen / Lauter Listen
Andrea Fragenlager
Boboville
Comandantina
Die österreichische Oberfläche
Essays
Features und Portraits
Fragen Sie Frau Andrea
Metaphysics
Om Dhom Khom
Quergelesen Ferngesehen
Salzgriesisch
Und dann traf ich...
Hungerast
Gries 30:
Das Wort ist in aller Munde und doch kennen die meisten von uns das Phänomen nur vom Hörensagen. Ausdauersportlern kennen die Symptome der Hypoglycämie, das Absinken des Blutzuckerspiegels schon besser. Radprofis wie Jan Ullrich haut es, wenn sie beim Radeln aufs Essen vergessen, förmlich von der Rennmaschine, wenn der Hungerast zuschlägt, wie Thors Hammer. Die Folge der Minderversorgung des Gehirns mit energiereicher Glucose sind bleierne Müdigkeit, Schwäche und gestörte Bewegungskoordination. Gut, soviel wussten wir schon, wenn wir die Tour de France im Fernsehen verfolgten. Woher der Ausdruck “Ast” für die ultimative Unterversorgung kommt, wissen aber weder Sportreporter noch Lexika. Möglich, dass der Hunger-Ast eine Verballhornung von Hunger-Rast ist. Möglich, aber nicht wahrscheinlich. Auch wenn der böse Unterzucker tatsächlich genuin Hungerast hiesse, wieso gibt es bei anderen Mängeln keine dicken Zweige? Wieso gibt es keinen Wollustast? Wieso keinen Johnny-Filter-Ast? Weil Ausdauersprofis oft mit einem Fuss im Verbotenen sporteln und in ihrem Umfeld das konsequente Experimentieren mit leistungssteigernder Chemie zum Tagesgeschäft gehört. Eine Szene, die gemeinhin nicht so sehr am Sport interessiert ist, als an der Einnahme unerlaubter Substanzen, kennt den Ausdruck “Kracher”. Der Kracher ist nichts anderes als der Entzug. Der Hungerast der Radsportler ist offenbar der einzige krachende Ast, von dem wir Unbedarfte wissen sollen. www.comandantina.com dusl@falter.at
24. Juli 2005 © Andrea Maria Dusl
TrackBack
Use this URL to ping this entry: http://comandantina.com/mt/ping.cgi/971


