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Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Eckes Kamm
Liebe Frau Andrea,
was stellt eigentlich das kleine Icon in der Falter-Presseschau-Glosse vor? (Sie wissen schon, es sieht aus wie Helmi mit Schnauzbart). Meine Vermutung, es handle sich um das gefürchtete, zähnebleckende Boulevardmonster ist wahrscheinlich falsch. Als ins Spaltengenre Eingeweihte können Sie mir gewiss weiterhelfen, stimmt’s?
Liebe Grüsse, Christoph Schmidt-Kloiber, Graz
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Lieber Christoph,
das kleine Icon zur Falter-Presseschau (heute auf Seite 18 zu finden) ist eines jener Logos, die der legendäre deutsche Künstler, Gedankenexperimentator und Typosoph Ecke Bonk 1991 für den Falter und das Buch “Maschinenzeichen” (erschienen im Passagenverlag Wien) entwarf. Bonk ist Falter-Urgestein und hatte für den Falter neben legendären Titelblättern schon die postmoderne Mono-Comic-Reihe “im Zeichenraum” gestaltet. Das Presseschau-Icon stellt nach Auskunft von Armin Thurnher einen Kamm dar, der die Presse nach Zitablem durchforstet. Meiner Deutung nach ist das Logo eine ausgeschnittene Kolumne, deren Rand zum Abheften gelocht wurde. Irgendwann dürfte das Zeichen irrtümlich um 90° im Uhrzeigersinn gedreht worden sein und hat dadurch an semiotischer Kraft eingebüsst. Mit Phantasie liesse sich im Presseschau-Logo auch Clay Regazzoni erkennen, der mit engem Blick durch die wöchentlichen Zitierschikanen saust.
Erschienen in Falter 27/05 vom 6.7.2005
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Am 11. Juli 2005 21:40:04 GMT+02:00 erreichte das Buereau ein mail vom grossen Ecke Bonk persönlich:
Von: buero@typosophic.de
Betreff: picto-kamm
liebe AD -
danke fuer sorgfaltige, detaillierte und freundliche beantwortung der frage nach dem picto-fossil. die vermutete - en passant - drehung um 90 grad ist nicht zutreffend (war aber als deutungsvorschlag eine ueberraschung). die fast-aufloesung ist etwas umstandlicher: das pictogramm soll einen kamm darstellen und stammt aus einem versuch die ready-mades von duchamp in eine leichtfassliche bildsprache zu uebersetzen. unter den ready-mades findet sich ein kleiner hundekamm (1916) mit aufschrift (auf der schmalseite). - das nebenbei entstandene kleine gezahnte ungeheuer mit den engstehenden augen war damals nicht uebersehen worden. dieses kammmonster erschien armin und mir passend fuer die presseschau... und siehe da: jetzt bekommt es nach ueber 500 auftritten eine sonderapplaus. nochmals: vielen dank.
beste gruesse,
EB -
4. Juli 2005 © Andrea Maria Dusl
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