Verhängnisempfehlung

Verhängnisempfehlung, die

Schönes Wort, von deutschen
Komödiker Piet Klocke am 17.1.2002
im Alten Wartesaal in Köln gesagt. In der
Rolle des zerstreuten Professor
Dr. Schmitt-Hindemith.

30. Juli 2005 (0) Comments

Little Shop of Hope ::: Lagow, Poland, the Saddest Shop on Earth

Lagow-1926.jpg

Das traurigste Geschäft der Welt.
Lagow in Polen, östlich der Oder,
auf der Höhe von Berlin etwa.

Von dem Geschäft aus sieht man
auf einen idyllischen See.

Ist es ein Friseurladen?
Eine Bäckerei?
Ein Wahrsager?
Kauft man hier Bademode?
Särge?

Ist es Nummer 1926 einer Kette
trauriger Geschäfte, die den
Globus umspannen?

Bitte um Tips!

......................

1. altmodische grün-weisse blümchenvorhänge natürlich, sieht man ja schon in der auslage. (vbernd)

2. dieses "geschäft" stammt noch aus den zeiten des kalten krieges. solche "geschäfte" gab es überall auf der welt, sie dienten an fbi-aussenstellen. nehmen sie die buchstaben des alfabets, a=1, b=2 usw., dann steht über dem laden AIBF. jetzt müssen sie det janze nur noch rückwärts betrachten, die 1 als eins lesen und dann steht da FBI 1. so ist das! (zotti)

30. Juli 2005 (3) Comments

Discovery Heat Shield

Columbia.jpg

Die Zeichnung ist zwar von 2003, der Dialog aber um nichts weniger prophetisch. Statt Winter und Weissem Haus stellen wir uns Sommer und Kennebunkport vor oder wie das da heisst, wo George Walker Bush gerade den Rasen mäht. Und die Raumfähre heisst diesmal Discovery.

Kennebunkport, Frühstücksrasen. Aussen/Tag

George Walker Bush sitzt auf einem kleinen Traktor und trimmt den Rasen. Ein Advisor nähert sich mit ernster Miene. George Walker Bush stellt den Motor des Rasentraktors ab.

Advisor: Wir haben Raumfähre Discovery verloren, Sir.

George Walker Bush: Bin Laden! Die Iraker!

Ich fürchte, die NASA hat Mist gebaut, Sir.

Nasa? Nasa Goreng, die gottverdammten Reisfresser?

Ähem Sir, die Nasa ist in Houston, Texas. Das sind die mit dem Space Shuttle und den Raketen...

Was, die haben Raketen? Weiss Daddy davon?

28. Juli 2005 (0) Comments

Viertel Zwei

FA-Superrudl.jpg

Die Fussball-Europameisterschaft wirft Ihre Schatten voraus:
Der Wiener Planungsstadtrat Rudolf Schicker hat Grosses vor
mit dem Viertel zwischen Handelskai, Stadion und Wurstelprater.

25. Juli 2005 (0) Comments

Hungerast

Gries 30:

Ulle-kracht-am-Ast.jpgDas Wort ist in aller Munde und doch kennen die meisten von uns das Phänomen nur vom Hörensagen. Ausdauersportlern kennen die Symptome der Hypoglycämie, das Absinken des Blutzuckerspiegels schon besser. Radprofis wie Jan Ullrich haut es, wenn sie beim Radeln aufs Essen vergessen, förmlich von der Rennmaschine, wenn der Hungerast zuschlägt, wie Thors Hammer. Die Folge der Minderversorgung des Gehirns mit energiereicher Glucose sind bleierne Müdigkeit, Schwäche und gestörte Bewegungskoordination. Gut, soviel wussten wir schon, wenn wir die Tour de France im Fernsehen verfolgten. Woher der Ausdruck “Ast” für die ultimative Unterversorgung kommt, wissen aber weder Sportreporter noch Lexika. Möglich, dass der Hunger-Ast eine Verballhornung von Hunger-Rast ist. Möglich, aber nicht wahrscheinlich. Auch wenn der böse Unterzucker tatsächlich genuin Hungerast hiesse, wieso gibt es bei anderen Mängeln keine dicken Zweige? Wieso gibt es keinen Wollustast? Wieso keinen Johnny-Filter-Ast? Weil Ausdauersprofis oft mit einem Fuss im Verbotenen sporteln und in ihrem Umfeld das konsequente Experimentieren mit leistungssteigernder Chemie zum Tagesgeschäft gehört. Eine Szene, die gemeinhin nicht so sehr am Sport interessiert ist, als an der Einnahme unerlaubter Substanzen, kennt den Ausdruck “Kracher”. Der Kracher ist nichts anderes als der Entzug. Der Hungerast der Radsportler ist offenbar der einzige krachende Ast, von dem wir Unbedarfte wissen sollen. www.comandantina.com dusl@falter.at

24. Juli 2005 (0) Comments

Paris vs Bill Gates

Liebe Frau Andrea,

Als ich neulich in Paris Schaufensterbummeln ging und
die durchaus wertvollen Inhalte betrachtete, stellte
sich mir die Frage, ob es möglich wäre, sämtliche
Geschäfte in der französischen Metropole an einem Tag
leer zu kaufen?

Jetzt weiß ich wohl, dass diese Absicht mit einem
dringenden Zeitproblem in Verbindung steht, mich würde
jedoch der monetäre Aspekt reizen, ob ich als
potentieller reichster Mensch dieses Planeten
finanziell dazu in der Lage wäre?
Wenn ich nun Bill Gates, mit einem lt Forbes
geschätzten Vermögen von ca 38,75 Mrd Euros, morgen
anrufe und ihm sage er soll Paris ausräumen, schafft
er das, oder geht ihm irgendwo im Marais beim Juwelier
das Geld aus?

Können Sie mir darauf eine Antwort geben?

Lg
Gerold Strehle aus der Josefstadt

22. Juli 2005 (0) Comments

Rebublic of Dirty Campaigning

FA-Neulich-im-Seminar.jpg


In der Steiermark scheint die Affäre um fingierte Leserbriefe und
untergriffige Postings die Landes-VP in eine veritable Krise zu stürzen.


FA-Cap-Beton.jpg


Wie wir uns eine Anleitung zum Dirty Campaigning in der Praxis vorstellen dürfen, illustriert das Modul 1 - Leserbriefe und Postings der steirischen Volkspartei vom 26.Mai 2005 - verfasst von Peter Puller, Parteitmitglied der steirischen ÖVP. Ein Exemplar des umstrittenen Papiers wurde vom 29-jährigen Studenten Boris Kuttner den Grünen zugespielt, nachdem der junge Mann auf der Suche nach einem Ferialjob ein Wahlkampf-Seminar der steirischen Volkspartei besucht hatte.

18. Juli 2005 (2) Comments

Pornohaxen

29ergries

Inside- Deep-Throat.jpgLiebe Frau Andrea, als ich noch in die Mittelschule ging, in die Astgasse im 14ten, traf man sich regelmässig in der Wohnung eines Schulkollegen (dessen Eltern gerade nicht da waren) um einen sogenannten “Haxen” anzuschauen. Vorher, währenddessen und danach gab es “Häuslverbot”, sodass wir Deep Throat und anderes Pornoanschauungsmaterial mit kollektivem Zelt in der Hose absolvieren mussten. Warum heisst in Wien ein Pornofilm Haxen? Vielen Dank, Stefan Schremser, Lerchenfelderstrasse

....................

Lieber Stefan, “Haxen” ist die Kurzform von “Pornohaxen” und heisst ausserhalb Wiens “Pornoschinken”. Obwohl sich Pornofilme ausgiebig der Darstellung wolllüstigen Fleisches widmen, hat der Ausdruck nichts mit dem Genre zu tun. Mit Schinken bezeichnet man zwar gerne Filme epischen Formats, das Synonym war aber lange vor der Erfindung laufender Bilder in Gebrauch. Seit Jahrhunderten bezeichnen Scholare, Studenten und andere Bücherwürme dicke, einst durchgängig in Leder oder Pergament gebundene Bücher mit dem Ausdruck “Schinken” oder “Schwarte”. Das Wort Schinken selbst ist mit dem “Schenkel” verwandt und bezeichnet den gebratenen, gesottenen, geräucherten oder rohen Oberschenkel von Rind, Schwein und anderen essbaren Tieren. Der Haxen wiederum ist der Unterschenkel und naturgemäss etwas kleiner. Da die Würze eines gelungenen Pornofilms eher in der Kürze liegt, ist “Haxen” sicher keine schlechte Wortwahl. www.comandantina.com dusl@falter.at

17. Juli 2005 (0) Comments

Hackordnung ::: Public Netbase

FA-Public-Netbase.jpg

Über die Subventionen für Wiener Netzkulturvereine soll künftig via Internet-Voting entschieden werden. Vor allem Szene-Platzhirsch Public Netbase ist von der Idee nicht begeistert.

Für Falter 29/2005

17. Juli 2005 (0) Comments

Wer seine Grenzen nicht weiss

Doch wer seine Grenzen nicht weiss, wird sich selbst ewig fremd bleiben. Wer zu groß wächst, muss doppelt auf die Wurzeln achten, um nicht zu stolpern.

Poster "der Revolvermann" am 17.07.2005 15:33 im Online-Standard über Karl-Heinz Grasser und Europa. http://derstandard.at/?url=/?id=2114931

17. Juli 2005 (0) Comments

Little Shop of Hope ::: Creativ. Duft der weiten Welt.

LSH-Creativ-Geschenke-Bus.jpg

Wien. Wieden oder Margareten. Nähe Rainergasse,
wo die beiden Bezirke ihre Grenzen wechseln wie
der 13A die Einbahnen. Der Ort, an dem
unsere Ideen ernst genommen werden.

....................

Passanten, zerrissen zwischen Scheu und Neugier,
Wieden und Margareten:

LSH-Creativ-Geschenke.jpg

17. Juli 2005 (1) Comments

Mitleid Crisis

Mitleid Crisis, die; Unfähigkeit, nach den Anschlägen auf das World Trade Center von anderen grossen Unglücken berührt zu werden. Jüngste Auslöser für Mitleid Crisis: Die Tsunamikatastrophe Anfang des Jahres oder 7/7 (die Anschläge in der Londoner Tube).

Textbeispiel:

Er: "Mich macht das voll traurig, wenn ich den Fernseher aufdreh und die Bilder von der Überschwemmung in Mittersill seh..." Sie: "Sorry, ich kann da nicht mit, ich steck voll in der Mitleid Crisis."

14. Juli 2005 (0) Comments

Bock aufblasen

Otto.jpgLiebe Frau Andrea, lange suche ich nach dem Ursprung des “Bock Aufblasens!” Ein Bekannter meint, die Redewendung stamme aus der Zeit, als Turnschuhe mit aufblasbarer Zunge auf den Markt gebracht wurden, ein anderer wiederum behauptete, es hätte etwas mit den Leisten des Schusters zu tun. Können Sie Licht in die Sache bringen? Mit besten Grüßen, Michael

Liebe Frau Andrea, Freitag war's, als wir den Wiener Ausdruck "du kannst mir den Bock aufblasen" stießen. Können Sie uns beim Interpretieren helfen? thx, Gerhard

...................

Lieber Michael, lieber Christoph, das Wienerische hat grosse surrealistische Sprachkraft. Man haut sich über die Häuser, scheibt Wuchteln und lässt sich die Bock aufblasen. “Die Bock” ist ein altwiener Ausdruck für Schuhe. Je nach sprachwissenschaftlichem Gusto leitet sich das entweder vom bockledernen Material früherer Fusskleider oder vom Wort “Balg” - wienerisch “Boig” - ab. Die Auffforderung zum Aufblasen von Böcken gab es schon lange vor der Markteinführung der Basketballstiefel “The Pump” aus dem Hause Reebok. Der Terminus hat seinen Ursprung beim Militär, wo es als frühmorgendlicher Akt der Unterwerfung anzusehen wäre, den kalten Schuh des Kameraden mit warmer Luft anzublasen. Eine schöne Vorstellung von Bockaufblasen gibt Kevin Kline als amerikanischer Agent Otto in “A Fisch Called Wanda”, wo er sich und Jamie Lee Curtis durch Eigenstiefelaufblasen in Stimmung bringt.

Erschienen in Falter 28/2005

11. Juli 2005 (5) Comments

In der Dunkelheit

In der Dunkelheit
sieht man nicht so weit,
wie bei Tageslicht,
wo ma weiter sicht.

Per Heter, als er noch im Café Salzgries kellnerte

11. Juli 2005 (2) Comments

An der Spitze im verzweifelten Bemühen

1986 blieb die SPÖ dann auch stärkste Partei, obwohl es mit Noricum-, Lucona-, Intertrading-Skandal, den Turbulenzen um den Wein-Skandal und dem - wie sich später herausstellen sollte - verwerflichen Verhalten der SPÖ mit Fred Sinowatz an der Spitze im verzweifelten Bemühen, einen Bundespräsidenten Kurt Waldheim zu verhindern, ausreichend sachliche Gründe gegeben hätte, sie nach 16 Regierungsjahren auf die Oppositionsbänke zu verbannen, wie es einem gefestigten demokratischen Ablauf und dem wünschenswerten Wechsel von Regierung und Opposition entsprochen hätte.

Anneliese Rohrer in "Charakterfehler. Die Österreicher & ihre Politiker" (Ueberreuter, Wien 2005) pag. 41

11. Juli 2005 (1) Comments

Anonymous Design ::: Sitzen in Sankt Petersburg

Sessel-Petersburg.jpg

Aussagekräftige Arbeit.
Konsequenter Umgang mit der Vergänglichkeit des Materials.
Klare Platzierung des Objekts zwischen Steigleitung und Urinfleck.
Aussagekräftige Semiotik an der Rustika-Fassade.
Gutes Flooring mit Birken-Laub.
Radikaler Minimalismus der Petersburger Schule.

7. Juli 2005 (0) Comments

Der Fleck ist weg

FA-Fleck-ist-weg-27.jpg

Die sozialdemokratische Partei Österreichs hat die braunen Flecken in Ihrer Geschichte aufgearbeitet. Die Flecken waren nicht klein: Zu Zeiten waren 10% der SPÖ-Abgeordneten ehemalige Nazis. Wie gross die Nazi-Flecken der anderen Parteien waren oder sind, ist noch nicht bekannt. Mit dem Waschgang haben ÖVP, Grüne, Liberale und die Nachfolgegruppierungen der FPÖ noch nicht begonnen.

Coverillustration für Falter 27/2005

.....................

Zu obigem Cover erreichte den Falter ein Leserbrief der Wiener Städtischen:

Betrifft: Falter-Cover 27/05

Am Cover der letzten Ausgabe des Falter verwenden Sie den Ringturm, den Unternehmenssitz der Wiener Städtischen, in der Darstellung gemeinsam mit einer Coverheadline "Der Fleck ist weg! Wirklich? Die SPÖ erforscht ihre ,braunen Flecken'. Historikerin Eva Blimlinger kritisiert das Ergebnis". Durch die Verwendung des Ringturms am Cover werden beim Leser Assoziationen geweckt, die Wiener Städtische hätte mit "braunen Flecken' etwas zu tun. Dies ist unrichtig und entbehrt jeglicher Grundlage. Gerade als Unternehmen, dessen ehemalige Generaldirektoren Norbert Liebermann und der erst kürzlich verstorbene Otto Binder unter der Zeit des Nationalsozialismus sehr gelitten haben, weisen wir das Herstellen so einer Verbindung mit aller Deutlichkeit und Schärfe von uns. Uns ist die Vorgehensweise des Falter völlig unerklärlich.

Die Wiener Städtische ist ein börsenorientiertes Unternehmen, das in ganz Zentral- und Osteuropa tätig ist. Als Aktiengesellschaft haben wir keinerlei Verbindung oder Naheverhältnisse zu politischen Parteien. Die Organbesetzungen erfolgen strengstens nach Aktiengesetz.

Barbara Hagen-Grötschnig, Leitung Öffentlichkeitsarbeit und Birgit Reitbauer, stellvertretende Leitung Öffentlichkeitsarbeit, Wiener Städtische


.....................

Darauf dachte es in mir:

Warum ich den Ringturm als Wäscheleinenpfosten wählte? Weil er da ist. Ganz einfach, weil er da steht und in die Gegend schaut. Unpolitisch. Aber hoch. Hätte die Sozialdemokratische Partei New Yorks ihre Naziflecken weiss gewaschen, hätte ich das Empire-State-Building als Pfosten genommen. Völlig unpolitisch gedacht. In Paris den Eiffelturm. Das Herstellen von Fleckenverbindungen lag mir fern. Das Beschädigen von Aktienkursen im gegenständlichen Falle auch. Wiewohl mir in nicht gegenständlichen Fällen das Beschädigen von Aktienkursen, schon aus marxistischen Gründen durchaus ein zeichnerisches Anliegen wäre.

AMD

7. Juli 2005 (0) Comments

Frau Andrea Banner

Frau Andrea Banner.gif

Mit diesem Banner wirbt der Falter für mein Buch Fragen Sie Frau Andrea.

6. Juli 2005 (0) Comments

Eckes Kamm

Ecke-Bonk-Logo.jpgLiebe Frau Andrea,

was stellt eigentlich das kleine Icon in der Falter-Presseschau-Glosse vor? (Sie wissen schon, es sieht aus wie Helmi mit Schnauzbart). Meine Vermutung, es handle sich um das gefürchtete, zähnebleckende Boulevardmonster ist wahrscheinlich falsch. Als ins Spaltengenre Eingeweihte können Sie mir gewiss weiterhelfen, stimmt’s?

Liebe Grüsse, Christoph Schmidt-Kloiber, Graz

....................

Lieber Christoph,

das kleine Icon zur Falter-Presseschau (heute auf Seite 18 zu finden) ist eines jener Logos, die der legendäre deutsche Künstler, Gedankenexperimentator und Typosoph Ecke Bonk 1991 für den Falter und das Buch “Maschinenzeichen” (erschienen im Passagenverlag Wien) entwarf. Bonk ist Falter-Urgestein und hatte für den Falter neben legendären Titelblättern schon die postmoderne Mono-Comic-Reihe “im Zeichenraum” gestaltet. Das Presseschau-Icon stellt nach Auskunft von Armin Thurnher einen Kamm dar, der die Presse nach Zitablem durchforstet. Meiner Deutung nach ist das Logo eine ausgeschnittene Kolumne, deren Rand zum Abheften gelocht wurde. Irgendwann dürfte das Zeichen irrtümlich um 90° im Uhrzeigersinn gedreht worden sein und hat dadurch an semiotischer Kraft eingebüsst. Mit Phantasie liesse sich im Presseschau-Logo auch Clay Regazzoni erkennen, der mit engem Blick durch die wöchentlichen Zitierschikanen saust.

Erschienen in Falter 27/05 vom 6.7.2005

...............................

Am 11. Juli 2005 21:40:04 GMT+02:00 erreichte das Buereau ein mail vom grossen Ecke Bonk persönlich:

Von: buero@typosophic.de
Betreff: picto-kamm


liebe AD -

danke fuer sorgfaltige, detaillierte und freundliche beantwortung der frage nach dem picto-fossil. die vermutete - en passant - drehung um 90 grad ist nicht zutreffend (war aber als deutungsvorschlag eine ueberraschung). die fast-aufloesung ist etwas umstandlicher: das pictogramm soll einen kamm darstellen und stammt aus einem versuch die ready-mades von duchamp in eine leichtfassliche bildsprache zu uebersetzen. unter den ready-mades findet sich ein kleiner hundekamm (1916) mit aufschrift (auf der schmalseite). - das nebenbei entstandene kleine gezahnte ungeheuer mit den engstehenden augen war damals nicht uebersehen worden. dieses kammmonster erschien armin und mir passend fuer die presseschau... und siehe da: jetzt bekommt es nach ueber 500 auftritten eine sonderapplaus. nochmals: vielen dank.

beste gruesse,

EB -

4. Juli 2005 (0) Comments

Poor Thing ::: Shit happens

Shit Happens.jpgStatt neun gibt es nur mehr acht Apostel in Australien.

Einer der weltberühmten, Neun Apostel genannten Sandsteinfelsen vor der Südostküste Australiens - der zweite in der Gruppe - zerbrach am Sonntag vor den Augen erstaunter Zuschauer.

Ein 15jähriger aus Sidney, auf Urlaub mit seinen Eltern, schoss die beiden Bilder um 9h 18 und 9h 19 lokaler Zeit.

"Die Basis der Felsformation zitterte und bebte" erinnert sich die Mutter, "und dann, ganz plötzlich, fiel das Ding in sich zusammen, wie ein altes Hochhaus, das gesprengt wird."

6000 Jahre, schätzen Wissenschafter, dürfte das Meer gebraucht haben, um die Felsen aus der Steilküste zu isolieren, 6 Sekunden genügten, um den mützenförmigen Steinkoloss einzuebnen.

Vorschläge, wie der gefallene Apostel genannt werden sollte, gibt es auch schon. Eine Fraktion nennt das Häufchen Sandsteinelend schon "Judas", während eine zweite sich dafür stark macht, den umgefallenen Fels "Petrus" zu nennen.

4. Juli 2005 (3) Comments

Good Design ::: Goldener-Glocke-Garten

Goldene-Glocke-Garten.jpg

Garten des Wiener Gasthauses "Goldene Glocke"
1050, Kettenbrückengasse 9.

Konsequentes Spiel mit der Leitfarbe.
Spannende Repetition des Grundmotives:
Pixelmoiree-Tischtücher, Maggischaukel,
Brotkörberl, Sologabel, Papierserviette,
Funktaxiaschenbecher.
Gutes wording am Seitenpaneel.
Leidenschaftliches Betonflooring.

3. Juli 2005 (2) Comments

« Juni 2005  |  Main  |  August 2005 »
2010: März Februar Januar 2009: Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar 2008: Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar 2007: Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar 2006: Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar 2005: Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar 2004: Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar 2003: Dezember Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar 2002: Dezember November Oktober September August Juni März Februar Januar 2001: Oktober September August April Februar Januar 2000: August März Februar Januar 1999: Dezember November Oktober September August Juli Juni Mai April März Februar Januar 1998: Dezember November Oktober September August 1997: August Juni März 1996: August Juli 1995: September 1994: Mai 1984: Juli 1977: Februar 1969: März 1924: Januar 1876: Juli 1009: Juli
 


SOS Mitmensch