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Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Luft und Loch
Liebe Frau Andrea,
obwohl wir vier sind und nicht alle an Flugangst leiden, stand heute eine Frage in unserem Büro. Nämlich die nach dem Wesen von Luftlöchern. Ist so ein Luftloch wirklich ein Loch in der Luft? Und wenn ja, was ist dann da drinnen? Eine neue Partei vielleicht?
Martin Mandler, Internet
....................
Lieber Martin,
die neuen Parteien der jüngsten Vergangenheit zeichnen sich nach Ansicht politischer Beobachter durch programmatische Vakua aus, tatsächlich sind sie aber mit heißer Luft und diversen Winden gefüllt. Auch der Begriff "Luftlöcher", in der kommerziellen Luftfahrt gerne verwendet, um Passagieren den aeronautischen Klabautermann aufzubinden, ist physikalischer Unsinn. Die unangenehmen Phänomene, die Fluggäste und Luftfahrzeuge durchschütteln, sind nicht die Pendants zu Schlaglöchern in Straßen, sondern vertikale Luftbewegungen. Wärmere Luft strömt nach oben, kühlere nach unten. Wenn ein Flugzeug ein Gebiet mit aufsteigender Luft passiert und direkt danach in eines mit abfallenden Luftmassen gerät, sackt es ab. Das thermische Wechselspiel ist allerdings nur in geringen Höhen, also kurz nach dem Start bzw. kurz vor der Landung, anzutreffen. Turbulenzen können vom Tomatensaftfleck bis zum Herumfliegen von Stewardessen und Cateringtrolleys allerlei erzählenswerte Unbillen hervorrufen, sind aber weniger gefährlich, als sie sich anfühlen. Veritable Flugangst auszulösen, sind sie aber allemal im Stande.
Erschienen in "Falter" Nr. 18/05 vom 04.05.2005 Seite: 71
2. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl
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