Mai 2005
Abstract is the World
Blue Moon Shooting
Boys and Girls from my Block
Breakfast Outside America
Kiev Markthalle
Little Shops of Horror
Phones of the World
Andrea Maria Dusl Music Room
Andrea Z bis A
Comandantina Unterwegs
Dusl bestellen
Maschinenraum
Redezeit
Sager von Welt
Showtime!
Blue Moon
Channel 8
Channel 8 Diaries
Crazy Day
Dining Car
Heavy Burschi
In the Pipeline
Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
This work is licensed under a Creative Commons License.
Bei Neda bin ich gern
Das wunderbare Dichtblog von Neda Bei ist ein Wörtergarten von grossem Reichtum.
31. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Wien wählt wieder
Kleines Vademecum der Spitzenkandidaten für die im Herbst 2005 stattfindenden Wiener Gemeinderatswahlen.
Wieder dabei: Fiakerkutscher Michi Häupl (SPÖ). Neu am Start: Beutegriechin Maria Vassilakou (Grüne), Bobo-Imitator Johannes "Gio" Hahn (ÖVP), Zahntechniker und Haider-Hass-Club-Gründer Hans-Christian Strache (FPÖ) sowie das unbeschriebene Blatt Günther Barnet von Jörg Haiders oranger Klamauktruppe BZÖ.
Erschienen in Falter 22/05 vom 1. Juni 2005


Hier gehts zu Herrn Hahn, Säbelfechter Strache und Bundeheerler Barnet.



31. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Blue Moon ::: SBS Australia, Sat 28th May 2005
The Special Broadcasting Service (SBS) is Australia's multicultural and multilingual public broadcaster.
Sat 28th May 2005
10:00 pm MOVIE - BLUE MOON
This comedy is written and directed by Andrea Maria Dusl and centres on a small-time Austrian crook Johnny Pichler (Josef Hader) who meets a dubious 'businessman' at the Slovakian border to hand over some money. Things do not go as planned and so Johnny is on the run with the money, the gangster's Cadillac and a call-girl named Shirley (Victoria Malektorovych). After several attempts to sell the car, Shirley dumps Johnny, who has fallen hopelessly in love with her. Beautifully shot in Austria, Slovakia and the Ukraine, this road trip adventure film also boasts a winning soundtrack. (From Austria, In English, German, Ukrainian and Slovak, English subtitles) (2002) M
SMS Alert Code: 6449
http://www.sbs.com.au/whatson/index.php3?progdate=28:05:2005
28. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Pay-TV ::: Zahlfernsehen

Die Zukunft des Fernsehens liegt im Pay-TV. Sagen die, die auf Pay-TV setzen. Bullshit sage ich.
Erscheinen in Falter 21/2005 vom 26. Mai 2005
26. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Beule in Mariazell
22ergries:
Liebe Frau Andrea!
Irgendwann im März parke ich mit meinem Freund in Mariazell. Neben uns eine wunderschöne Frau und ein Mann, der aussieht wie Thomas Maurer. Er öffnet den Kofferraum eines hässlichen Wagens. Dabei haut er sich die Birne an der Kofferraumtür an. Er kommentiert dies, die umgehend entstehende Beule reibend, mit den Worten „Servas, Gschäft!“ Der darauffolgende Spaziergang bringt uns nicht auf den Ursprung dieses Ausspruchs, auch nicht, ob das tatsächlich Thomas Maurer war. Daher wenden wir uns an Sie, liebe Frau Andrea.
Doris und Walter, Internet.
Liebe Doris, lieber Walter, der schöne Wiener Fluch kommt vom Althochdeutschen "kischeifti", "keschefti", Schicksal. Der Seawas ist nur das Ornament. Tatsächlich handelt es sich beim Originator des von Ihnen erlebten Vorfalls um den Autor und Kabarettisten Thomas Maurer. Der hatte sich am Sonntag, den 13. März mit einer geheimnisvollen blauäugigen Schönheit im schneematschigen Mariazell eingefunden, um in der lokalen Konditorei sogenannten “Pirkerschnaps” zu kaufen und zur Planierung eines kleinen Streits über die Hässlichkeit des Domes zu Lachen. Beim Öffnen des leicht rostfleckigen weissen Daewoo Nexia der unbekannten Begleiterin sollte der losegriffige Kofferraumdeckel hochschnellen und “wupp” an Thomas Maurers Kopf machen. Dies quittierte jener erstaunt aber trocken mit “Seawasgscheft”.
www.comandantina.com dusl@falter.at
25. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (2) Comments (0) Pings
Gelse
Liebe Frau Andrea!
Ich denke immer wieder über den Grund nach, warum es Gelsen gibt, welchen Sinn deren Existenz hat. Aus jüngerer Erfahrung - ich ließ mich akupunktieren und wurde am selben Tag genau an einem Akupunkturpunkt von einer Gelse gestochen - kam mir der Geistesblitz, dass es sich dabei um eine
chinesich-medizinische Einrichtung der Natur handeln muss. Vielmehr um eine geniale Kreuzung des mitteleuropäischen Aderlasses und der chinesischen Akupunktur! Im Englischen heisst Gelse ja auch mos-qi-to, was ja den Wortteil "qi" (chi, chinesisch: Energie) beinhaltet. Und außerdem in schlecht ausgesprochenem amerikanischem Englisch noch den Wortteil "do" (jap.: der Weg). Kommt die Gelse aus China? Was bringt Zufallsakupunktur der Menschheit? Und steckt auch in der österreichischen Gelse ein bisschen Chi: "G.else"? Wozu dann aber der Juckreiz?
Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort,
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Judith Pfeifer
23. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Auf der Nudelsuppe
Liebe "Frau Andrea",
seit Jahre lese ich den Falter und unter den Kolumnen besonders gerne die Ihre. Vielleicht könnten Sie folgendes herausfinden: Woher stammt der Ausdruck " Ich bin doch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen"? Wir wissen natürlich, was er bedeutet, finden aber keinerlei Hinweis bez. der Etymologie.
Vielen Dank und liebe Grüße
Susanna Kufner
23. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Wo sind all die Täubchen her?
Liebe Frau Andrea,
dass Wien nicht nur ein Welthindernis, sondern ganz nebenbei auch Tauben-Häupl-Stadt No.1 ist, gut. Nur: Ich kenn nicht einmal jemanden, der jemanden kennt, der schon einmal ein Taubenjungvögelchen gesehen hat ... Also, woher kommen all die Ratten der Lüfte? Am Ende wirklich aus einem Klonlabor? In Döbling? Das die VETMED als Schanigarten getarnt hat?
Liebe Grüße,
Martin Mandler
22. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Mein lieber Schwan!
Liebe Frau Andrea! Seit einem Mühlviertler Familientreff schwebt bei mir die Frage im Raum, woher uns das Wort "schwanern" zugewachsen ist, das so charmant den Bogen zwischen Lügen, Aufschneiden und Schmähführen beschreibt. Das kommt doch sicher nicht vom majestätischen Federvieh! Und wenn doch, warum? Mit freundlichen Grüßen aus der Brigittenau: Dominika M.
Liebe Dominika, schön schwierig, bei den schwimmenden Schönheiten des Salzkammerguts, den schadenfrohen und scheinheiligen Schwänen, schonend hinter die schneeweissen Schwingen zu schauen, um dort das Schmähverb “schwanern” zu suchen. Schwurbeln, Schmähführen Schwadronieren, Schäkern, Schalken, Schildern, Schmus erzählen oder Schmonzes. Hinter dem Zischlaut verstecken sich erstaunlich viele Synonyme für Ihre Mühlviertler Familenvokabel. Mit Ihrer Ahnung vom Schwan liegen sie gar nicht so falsch. Zwar lässt sich eine Verwandtschaft des oberösterreichischen “schwanern” mit dem hochdeutschen “schwindeln” nicht von der Hand weisen. Aber auch Gene aus dem “schwanen”, dem staubigen Cousin des “ahnens” lassen sich im schwanernden Erbgut finden. Das Schwanen kommt tatsächlich von den grossen Enten. Humoranfällige Humanisten sollen es im 16. Jahrhundert aus der neulateinischen Fügung “olet mihi” - es ahnt (eigentlich stinkt mir) und dem lateinischen Wort “olor” für Schwan zusammengschustert haben. www.comandantina.com dusl@falter.at
22. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Anonymous Design ::: Gianni e Malou

Ligurische Küste. Cinqueterre.
"Via dell'Amore" zwischen
Riomaggiore und Manarola.
Gianni e Malou, Agavenritzerei
vom 22. Jänner 2005.
Schönes Lettering,
unplugged Fonts,
unaufgeregtes Wording.
Saubere Arbeit.
18. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Women drive alternative cinema
Radical femme helmers are at the cutting edge of Austria's avant garde
Posted in Variety: Mon., May 16, 2005, 8:00pm PT
Austria is the birthplace of psychoanalysis and Sigmund Freud's influence can still be seen in the new wave of Austrian cinema.
"Vienna is the world capital of denial and Austrian filmmakers are putting our society through therapy, undigging what is otherwise suppressed," says producer Alexander Dumreicher-Ivanceanu. He works at Vienna-based shingle* Amour Fou, which produces a mix of European arthouse and experimental fare.
The films currently being unearthed from the Austrian subconscious are striking a chord locally and on the international fest circuit. Amour Fou's latest production, "Taxidermia," received development funding from Sundance, and its German-Austrian co-production "Crash Test Dummies" screened in the Forum sidebar at Berlin this year.
In 2003, Amour Fou had three pics at the Cannes Film Festival: Bady Minck's "Am Anfang war der Blick," French co-production "Pas de Repos pour les Braves" and Ruth Mader's "Struggle."
The ultralow-budget "Struggle" exemplifies what new Austrian cinema is all about: "It's young, it's female and it's providing a social critique without being moralistic," says Roland Teichmann, director of the Austrian Film Institute.
Mader is one of a group of young femme helmers** including Jessica Hausner ("Lovely Rita"), Barbara Albert ("Free Radicals"), Andrea Maria Dusl ("Blue Moon"), Barbara Gräftner ("My Russia"), Ulrike Schweiger ("Twinni") and Anja Salomonovitz ("Das wirst du nie verstehen") dominating the local scene.
Many of these helmers met at film school in Vienna, where friendships were forged and ideas exchanged. Working against a background where it was normal for a woman to sit in the director's chair, they became "much more relaxed and confident about presenting a uniquely female perspective," says Hausner.
Her most recent pic, "Hotel," which screened in Un Certain Regard at Cannes last year, is the story of a hotel receptionist who discovers that her predecessor disappeared mysteriously and is convinced of her impending doom. "The film deals with the emptiness of a society characterized by materialism and the pressure to succeed," explains Hausner, whose "Lovely Rita" screened in Un Certain Regard in 2001.
Not exactly cheerful stuff, but then Hausner, like other Austrian directors of her generation, grew up under the guiding light of doom maestros Michael Haneke ("The Piano Teacher," "Funny Games") and Ulrich Seidl ("Hundstage").
"Haneke is very much the shining beacon of Austrian cinema. What I have always found so inspiring about him, but also Ulrich Seidl, is their consistency and refusal to compromise. That's what I'm also striving for in my films," says Hausner.
This fighting spirit typifies contemporary Austrian cinema. It's triggered not only by the fact that Haneke's and Seidel's stance on integrity has proved so successful, but also the country's political climate.
Explains Hausner, "Austrian society is possibly more hierarchical and conservative than other countries. The culture here is hermetically sealed, which creates a pressure. This makes creative processes much more intense and potentially explosive."
It's not just women who are keen to get their perspective onscreen. Coop99, a production outfit that Hausner founded with Barbara Albert, Martin Gschlacht and Antonin Svoboda, is in post with Svoboda's first pic, "Play Life," about a compulsive gambler.
Amour Fou's "Crash Test Dummies" was the debut of Joerg Kalt, and it is prepping Christian Frosch's conspiracy thriller "Neustadt."
Robert Pejo's "Dallas," about poverty-stricken Gypsy life in Romania, screened in the Panorama section at Berlin this year.
"Dallas" was produced by Allegro Film, another incubator of Austrian talent. Says the shingle's Helmut Grasser: "Austrian cinema is becoming increasingly diverse and it's more and more difficult to speak of a specifically Austrian perspective. But what I would say is that we're really trying to encourage young directors to develop a strong and unique style."
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Variety slanguage
*shingle = A small business, often set up by an actor or established player at a larger company; "Tom Green has launched production shingle Bob Green Films."
**helmer = A film director; femme helmer = a female director
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Copyright © 2005 Reed Business Information.
Taken from http://www.variety.com/article/VR1117922951?categoryid=1908&cs=1
16. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Wem gehört Karl-Heinz Grasser ?

Der Finanzminister der Republik Österreich ist ein Sunnyboy und Diener vieler Herrn. Oops. Und neuerdings auch Damen.
Erschienen in Falter 20/2005 vom 18.5.2005
13. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Heh und Heinrich
Liebe Frau Andrea, eine Grazerin wurde abgestraft, weil sie einen Polizisten "Kieberer" nannte. Das war in Graz. Verstehen die kein Wienerisch? Ist "Kieberer" überhaupt Wienerisch? Und wieso sagen wir auch "Mistelbacher" zu unseren Ordnungshütern oder "Spinatwachter"? Und warum heisst der "Grüne Heinrich" eigentlich so? Herzlichst Karin F. Knolle, Eichgraben
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Liebe Karin, Kieberer ist ein Wort der Wiener Gaunersprache und kommt vom Ausdruck “kibitschen”, besichtigen, bespitzeln. Eine Nebenbedeutung kommt von dem alten Verb kieben, keiben, das wir heute “keifen” aussprechen. Immer gut für Beleidigungen sind die Ausdrücke “G’schmierter” (vom jiddischen Schemirah - Bewachung) und “Putz” (von romani Pust - Spiess, wie ihn die mittelalterlichen Odrnungshüter trugen). Mistelbacher kamen früher tatsächlich aus Mistelbach. Dort gabe es eine, für die Karriereplanung der Landbevölkerung immens attraktive Wiener Polizeischule. Der Grüne Heinrich, scheinbar dem gleichnamigen Roman Gottfried Kellers entnommen, bezeichnet den (früher) grün gestrichenen Polizeitransporter. In Deuschland hiess er Grüne Minna oder Grüner August. Der Ausdruck “Heh” ist ein altes Wort für Polizei und mit dem “Häfen”, dem Gefängnis verwandt. Schönes Vokabular für Streifenpolizisten liegt auch in den Bezeichnungen “Trottoirbeleidiger”, “Gassngjaga”, “Randsteinschwalbe” und “Pflasterhirsch” vor. www.comandantina.com dusl@falter.at
13. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (2) Comments (0) Pings
Habemus Paparatzi
Liebe Frau Andrea,
der neue Papst wurde mit einer schwülstigen und überaus verschwörerisch klingenden lateinischen Formel verkündet. Außer "Habemus Papam" habe ich allerdings nur Bahnhof verstanden. Was genau wurde da gesagt? Sicher wissen Sie Rat!
Liebe Grüße,
Martin Svoboda, Internet
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Lieber Martin,
am Dienstag, den 19. April, um exakt 18.43 Uhr und zwölf Sekunden, nach ausgiebiger Produktion weißen sixtinischen Kapellenrauchs, trat der Kardinalprotodiakon, der emeritierte Bischof von Valparaíso, der Chilene Jorge Arturo Kardinal Medina Estévez auf den berühmtesten Balkon der Welt, die Benediktionsaula des Petersdomes. Ein James-Caan-Lookalike hielt ihm eine rote Tafel hin, der Kardinal hielt kurz inne und las die Formel: "Annuntio vobis gaudium magnum (Ich verkündige euch mit großer Freude): Habemus Papam (Wir haben den Papst). Eminentissimum ac Reverendissimum Dominum (Einen hervorragenden und höchstzuverehrenden Herrn), Dominum Josephum (Herrn Josef) Sanctae Romanae Ecclesiae (der heiligen römischen Kirche) Cardinalem Ratzinger (Kardinal Ratzinger)." Dann trat Paparatzi auf den Balkon, der Rest ist Geschichte. Beim Passus "Dominum Josephum" sollte es mich in einem Hotelzimmer in Genua vor Schreck einen halben Meter aus dem Bett heben. 15 Minuten später hämmerte der Messner der Kirche gegenüber seine Hauptglocke, bis die Metallermüdung eintrat.
Erschienen in Falter" Nr. 19/05 vom 11.05.2005 Seite: 67
11. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (5) Comments (0) Pings
Redezeit
Der öffentlich Diskurs findet nicht mehr statt. Quote und Entpolitisierung der Unterhaltung haben das öffentliche Debattieren aus dem Fernsehen gemobbt. Ein Ereignis wie der legendäre "Club 2" des öffentlich-rechtlichen Österreichischen Nationalsenders ORF ist undenkbar geworden.
Ich finde es ist höchste Zeit, die Clubgarnitur wieder aufzustellen. Solange das im Fernsehen nicht geht, weil dort die Quote und die Pressesprecher der Schüsselkoalition regieren, wollen wir das im Theater machen. Im Wiener Rabenhoftheater.
Vorerst einmal im Monat, an einem fixen Wochentag möchte ich fünf bis sechs Diskutanten zu einem brennenden politischen, kulturpolitischen oder sonst wie gesellschaftlich relevanten Thema einladen. Ein Moderator/Moderatorin (aus einem fixen Pool von Moderatoren, dem ich selbst auch angehören werde) wird die Gespräche leiten und dabei die Prämisse verfolgen, das Feuer der Gespräche am Lodern zu halten. Formale Vorgabe soll der "Club 2" sein. Immerhin hat der den deutschsprachigen Talk erfunden und definiert.
Gespräche mit aufgeklärten Radiosendern und unabhängigen Zeitungen, die als Liveübertrager und Medienpartner fungieren könnte, laufen.
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8. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (4) Comments (0) Pings
Habemus Papam
Manchmal lösen kleine Dinge an entfernten Orten Grosses aus. Wir kennen das. Armstrongs erster Schritt auf dem Mond, der Hamburger Friseurbesuch von John, Paul, George und Ringo Beatles, solche Dinge.
Manchmal ist es auch umgekehrt. Manchmal lösen grosse Dinge an entfernten Orten Kleines aus. Dieses geschah, als folgender Sager von Welt getan wurde:
"Annuntio vobis gaudium magnum: Habemus Papam: Eminentissimum ac Reverendissimum Dominum, Dominum Josephum Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem Ratzinger qui sibi nomen imposuit Benedictum XVI..."
So sprach Kardialprotodiakon Kardinal Jorge Arturo Medina Estévez am Dienstag, 19. April, um 18.43 Uhr von der Benediktionsaula des Petersdomes.
Beim Passus "Dominum, Dominum Josephum..." hob es mich auf meinem Bett im Hotel Cairoli in der Via Lomellini in Genua vor Schreck einen halben Meter. Etwa fünfzehn Minuten später hämmerte der Messner der Kirche gegenüber von meinem Fenster seine Hauptglocke bis die Metallermüdung eintrat.
Was James Caan am päpstlichen Balkon verloren hatte, und warum er Jorge Arturo Medina Estévez die Speisekarte vom Hotel Ukraina in Moskau hinhält, wissen die Götter. Oops.
7. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Marke® gut, alles gut

Logo für eine Artikelserie Matthias Dusinis über die Marktmacht von Marken.
Erschienen in "Falter" Nr. 18/05 vom 04.05.20
4. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Sprechen wir Blech


Österreichs Politiker texten uns zu. Was sie zu sagen haben, bleibt unklar.
Erschienen in "Falter" Nr. 18/05 vom 04.05.20
4. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Showtime ::: Lesung Literaturhaus Wien
Das Falter-Kolumnen-Tandem Andrea Maria Dusl (ich) und Klaus Nüchtern (der Klaus) liest am
Di, 17. Mai, 19 Uhr 30
im Literaturhaus
Seidengasse 13/Zieglergasse 26A
1070 Wien
aus den überaus gut gelungenen Büchern "Kleine Quittenkantate für Kastratensopran und Querflötenquintett" (Nüchtern) und "Fragen Sie Frau Andrea" (ich).
Der nebenberuflich auch als stellvertretender Chefredakteur des Falter arbeitende bekennende Lederwesten-mit-Strickärmeln-Fan Klaus Nüchtern gibt mit der „Kleinen Quittenkantate für Kastratensopran und Querflötenquintett“ Einblick in eine Welt der rätselhaften Phänomene („54 Mädchenbeine auf meinen Zehen“); verrät nutzlose Details („Die Haare der Kommissare“); schweift aus- und ab („Semantik, Sympathie und Sahnetorte“) und beglückt mit fröhlichen Neologismen („Schelle, Flonder, Hacht und Ruchen“). Im Übrigen ist in seinem dritten Kolumnenband nachzulesen, dass Nüchtern seinen Ernährungsgewohnheiten (Schwarzbrot, Gin-Cocktails, tierische Fette) treu geblieben ist.
Meinem wertvolllen Buch widerum ist zu entnehmen, was mit den verschwundenen Socken in der Waschmaschine passiert, warum die Mächte der Finsternis kalten Kakao trinken und was Wolfgang Schüssel während der wichtigsten Pressekonferenz seiner Karriere mit der Hand unterm Tisch machte.
Um das Dutzend zu einem Viertel voll zu machen, wird Armin Thurnher, Herausgeber der Grossstadt-Jugendpostille FALTER zärtliche Worte der Begrüssung finden.
Kommet Alle!
Lang lebe die Revolution!
Comandantina
....................
Link Literaturhaus
© Fotos: Gossow, Corn
Weiterlesen natürlich in den Büchern!
4. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (3) Comments (0) Pings
Zero * Hotel ::: Genova

Aus dem Lexikon der Null-Sterne-Hotels:
Albergo Piemontesi.
Via Andrea Doria. Genova.
Stille Würde.
Kraftvolle Architektur.
Einladender Gestus.
Unverwechselbares Corporate Design.
2. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
Luft und Loch
Liebe Frau Andrea,
obwohl wir vier sind und nicht alle an Flugangst leiden, stand heute eine Frage in unserem Büro. Nämlich die nach dem Wesen von Luftlöchern. Ist so ein Luftloch wirklich ein Loch in der Luft? Und wenn ja, was ist dann da drinnen? Eine neue Partei vielleicht?
Martin Mandler, Internet
....................
Lieber Martin,
die neuen Parteien der jüngsten Vergangenheit zeichnen sich nach Ansicht politischer Beobachter durch programmatische Vakua aus, tatsächlich sind sie aber mit heißer Luft und diversen Winden gefüllt. Auch der Begriff "Luftlöcher", in der kommerziellen Luftfahrt gerne verwendet, um Passagieren den aeronautischen Klabautermann aufzubinden, ist physikalischer Unsinn. Die unangenehmen Phänomene, die Fluggäste und Luftfahrzeuge durchschütteln, sind nicht die Pendants zu Schlaglöchern in Straßen, sondern vertikale Luftbewegungen. Wärmere Luft strömt nach oben, kühlere nach unten. Wenn ein Flugzeug ein Gebiet mit aufsteigender Luft passiert und direkt danach in eines mit abfallenden Luftmassen gerät, sackt es ab. Das thermische Wechselspiel ist allerdings nur in geringen Höhen, also kurz nach dem Start bzw. kurz vor der Landung, anzutreffen. Turbulenzen können vom Tomatensaftfleck bis zum Herumfliegen von Stewardessen und Cateringtrolleys allerlei erzählenswerte Unbillen hervorrufen, sind aber weniger gefährlich, als sie sich anfühlen. Veritable Flugangst auszulösen, sind sie aber allemal im Stande.
Erschienen in "Falter" Nr. 18/05 vom 04.05.2005 Seite: 71
2. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Wish You Were Here ::: Liguria

Untersuchungen an Regen.
20.4.2005, zwischen Rapallo und Genua.
Ligurische Küste.
1. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings
Alexandra schrieb dieses
Von: a8904963@unet.univie.ac.at
Betreff: die zweite republik - eine unglaubliche geschichte
Datum: 29. April 2005 00:24:28 GMT+02:00
An: daniel.glattauer@derstandard.at, hans.rauscher@derstandard.at
Cc: thurnher@falter.at, dusl@falter.at, kralicek@falter.at, jeris.semmelrock@ioge.at
Antwort an: a8904963@unet.univie.ac.at
liebe frau andrea, sehr geehrter armin thurnher, lieber W. K.,
sehr geehrter RAU, lieber dag,
sehr geehrtes ioge,
vorweg:
die wie vielte email dieser art ist das, die sie bekommen?
auch mit einer blume? @->--
vielen dank fuers lesen der zeilen.
falls nicht, sorry, fuers belasten der e-mail-server und des papierkorbs/trash.
- - - -
hat sich die information bzw. politische bildung doch gegenueber dem sport durchgesetzt, am 27. april 2005.
ob's bei anderen fussballmannschaften auch so gewesen waere?
ich habe die dokumentation von hugo portisch gestern das erste mal gesehen und "musste"
nach 45 minuten abdrehen.
nicht, weil sie nicht informativ gewesen waere, das nicht - ich habe und haette viel neues erfahren bzw. gelernt.
denn mein geschichtsunterricht liegt 16 bis 21 jahre zurueck und hat nach 1945 aufgehoert ( (b)link: elisabeth gehrer).
jedoch: ich habe diese multimedialen schichten/layer einfach nicht mehr ausgehalten, die ich wegfiltern musste, um zu informationen bzw. zu dem zu gelangen, was ich mir von einer dokumentation dieser art erwarte.
- bearbeitetes, digitalisiertes filmmaterial; viel zu scharfe, klare bilder, die auf mich mehr fiktiv als dokumentarisch wirken.
- mit toenen unterlegt - soldatenschritte, original oder doch nicht?
- musik - wie heisst dieses stueck doch gleich, das man von anderen dokus und tv-sendungen kennt und das einen so richtig vor sich hertreibt?
- dann noch stimme, text, inhalt des sprechers
die bilder alleine wirken auf mich sehr stark.
wahrscheinlich hat die eine oder andere dieser schichten diese wirkung verstaerkt, am ehesten wohl die musik.
interviews mit zeitzeugen finde ich sehr interessant und wichtig.
dieser virtuelle raum, der ist auch nicht so meines.
und hugo portisch ... - heute fragte mich eine freundin, ob ich auch glaube, dass er sich liften liess. das hat jetzt aber keine/r gehoert oder gelesen, oder doch?
mir ist durchaus bewusst, wie viel zeit und geld und muehen hinter dieser vierteiligen dokumentation stecken.
und dass sie einfach sein muss, oder?
aber tatsaechlich so?
traut man, d. h. der ORF, den fernsehzuseherInnen da nicht zu wenig zu?
nimmt man uns gebuehrenzahlerInnen und schwarzseherInnen tatsaechlich ernst?
haelt man uns noch dazu imstande, mit informationssendungen umzugehen? gibt es so etwas ueberhaupt noch?
oder bin ich einfach zu alt (34) fuer diese machart von tv-dokumentationen, fuer schnelle schnitte und multimedia, fuer infotainement?
ist das tatsaechlich noch infotainement oder doch mehr entermation?
und wo bleibt da das zweite R?
bin ich zu kritisch, streng, altfadrisch?
von meiner akademischen ausbildung, programmkinos, dogma-, avantgarde-filmen und anderem dieser art verzogen?
bin ich zu puristisch? z. b. 25 peaces "eingemauert".
ich haette die reiterstatuen ja wirklich und nicht so halbherzig eingemauert, mit rockkonzertgestellen, bauholzplatten und angetuckerten plastikziegelpanelen.
diese e-mail klingt ja fast ein bisschen nach carries kolumne aus "sex and the city", finde ich.
und hat auch viel zu viele schichten.
und wenn ich sie jetzt nicht gleich lasse, dann versaeume ich noch mehr von "six feet under".
es ist bereits freitag, schoenes wochenende
alexandra bohrn
p.s. ich werde mir teil 3 und 4 der zweiten republik trotzdem anschauen.
liebe alexandra,
sie haben so recht!
portisch betreibt geschichtsbehübschung.
abgenickt vom kanzleranbetungsverein.
sehr lustig finde ich die zusammenstellung
der adressanten, eine illustre runde, die in
dieser zusammenstellung noch nie zusammengefunden
haben dürfte.
liebe gute nacht!
andrea
------;-`@
nachweg:
ihre ist die erste mail dieser art.
liebe andrea,
ich habe mir gerade polnischen vodka - zytnia - eingeschenkt, der mich beim antworten auf ihre e-mail begleiten soll.
biete ihnen gerne auch einen an. moegen sie?
ich werde versuchen mich kurz zu halten.
sie sind die einzige der illustren runde, dir mir geantwortet hat.
ich weiss, die vorige e-mail war viel zu lang, wer weiss, ob sie jemannd der anderen gelesen bzw. ueberflogen hat.
ernsthaft erwartet hab ich's mir nicht, ernsthaft gewuenscht hab ich's mir.
sie und armin thurnher schaetze ich einfach - schreibereien, politische haltung.
w. k. ist ja der fussballauskenner. hat er noch siLEEkon bei seinem schreibtisch haengen? oder das stechpalmennabelfoto in der schreibtischlade? wir kennen uns eigentlich gar nicht.
RAU und dag benutzen ab und zu leserInnenstoff, in ihren einserkasterln, wohl nicht meinen.
das ioge schaetze ich als einrichtung, heide schmidt als frau. sie hat in letzter zeit oefters oeffentlich gesprochen zu orf und programmauftrag etc.
ich kann am besten schreiben, wenn ich meinen text an eine reale person adressiere. nur fuer mich alleine schreiben, das funktioniert nicht.
und, ich rede niemals so viel wie ich schreibe, niemals so sicher, auch wenn man aufgrund der vielen zeilen glaubt, dass ich eine selbstdarstellerin bin. bin ich nicht, so nicht, denke ich.
was sagen sie uebrigens zu der neuen modefarbe? lobster?
die steht wirklich nur den hummern. und wer sich solche nicht leisten kann oder will - lukullisch - der zieht sie sich als baumwollshirt, capri-hose oder sonst was ueber. oder auch unter - dessous in der farbe gibt's ja auch.
vielleicht hat man die farbe aber einzig und allein fuer oesterreich gemacht - weil orange so assoziierend geworden ist, in letzter zeit.
manchmal da wuensche ich mir, eine kolumne im falter: ein offener briefwechsel zwischen mir und ihnen, beispielsweise, fuer eine zeit lang, aehnlich der liebe-frau-andrea-kolumne.
manchmal da wuensche ich mir, _ich_ koennte fuer den falter schreiben.
mein vodka ist tatsaechlich leer, somit lasse ich sie wieder
wunderschoenen abend, nacht und sonntag
alexandra
------;-`@
heisst das, sie haben schon sooo langes haar, zwinkern mir zu, rauchen und hauchen woelkchen?
oder riechen sie an der blume, die ich mitschickte?
liebe alexandra,
ist das der wodka mit dem büffelgras drin?
ich trinke nicht mehr und rauche auch nicht.
weiss aber wie's geht. auch weiss ich nicht,
wie's in kralles schreibtischlade aussieht,
bin ja nur einmal die woche da und stierle nie.
RAU und dag sind überbezahlt. da gehören so
talente wie sie hin. kann mal im falter anfragen,
ob's was für sie gäbe zu schreiben. am besten
wären texte, die sie zu einem thema schrieben,
kann ja ein leserbrief sein. hermes hat so angefangen.
schrieb immer leserbriefe und schwups, hatte er eine
kolumne. rezept kenne ich keines. werd mal die kollegen
fragen, was zu tun wäre.
modefarben lehne ich ab, das macht es den ketten noch leichter,
denn plunder anzubringen, den sie mode nennen. lobster
haben schöne farben und schmecken gut, wenn sie ganz rot
sind. engländer werden lobsterfarben am strand.
was ich anbieten könnte, wenn sie das möchten,
wäre, mein weblog www.comandantina.com für unsere
dialoge zu benützen, das lesen mittlerweile fast soviel menschen,
wie den falter. fast.
ich könnte da eine dialogspalte einrichten.
schreiben sie mir dennoch auch an frau andrea.
lange haare habe ich aber keine schmauchwölkchen.
zwinkern und blumenschnuppern tu ich auch gerne.
liebe erste mai grüsse,
andrea
HOCH DER ERSTE MAI
liebe andrea,
ihr weblog sehe ich mir gerne mal an und alle vorschlaege, die sie machen, ehren mich.
danke. bitte keine umstaende, ich brauche meine unerfuellten wuensche. sowie meine aengste - sie machen mich leben.
das foto anbei ist zwar schon einige zeit her, im grunde bin ich das.
texte, die ich schrieb:
das waren in den letzten jahren tausende von e-mails, die kaum auf papier existieren.
@vodka: bueffelgras ist keines drauf bzw. was ist bueffelgras eigentlich?
eine goldne grosse aehre ist am ettiket.
"englaender werden lobsterfarben am strand" - das gefaellt mir.
liebe noch 30. april-gruesse
alexandra
.....
liebe andrea,
ihre e-mails sehen aus wie gedichte.
sie sind so schmal/schlank, wenig kurvenreich und kompakt.
im gegensatz zu meinen ... aber man soll sich niemals so vergleichen.
ich habe drueber geschlafen:
das mit dem weblog unter www.comandantina.com,
das wuerde ich gerne ausprobieren.
waere nachfolgendes etwas fuer da weblog?
- - - - -
heute war ich in der villa jenamy (endstation J), die kornhaeusel um- und zugebaut hat,
das kunstprojekt zum thema altern ansehen, titel "Zuhaus".
haben sie es vielleicht auch gesehen?
da ist ja auch rotte (?) (thomas rottenberg) mit dabei.
die kunst in dem projekt fande ich wenig spannend (zu viel ... lebt und arbeitet in ...).
zu viel kunst, die durch texte erklaert werden muss, weil sie glaubt, sonst nicht verstanden zu werden.
kiss the cook gefiel mir und auch der grab- bzw. friedhofsraum.
die villa - wahnsinn, der erste stock total spucky, nein spooky.
als ich die treppen rauf ging und vor allem den einen raum im ersten stock betrat, der wie eine arztpraxis eingerichtet ist,
da spuerte ich die anwesenheit derer so stark, die hier mal gelebt, gewohnt etc. haben.
auch in den anderen raeumen im ersten stock.
sie waren da und erzaehlten sich gegenseitig ihre geschichten aus der villa-zeit.
und wie es dort gerochen hat, an manchen stellen, jahrzehnte zurueck.
ich bin dann runter und spaeter noch mal rauf in den ersten stock.
wieder erlebte ich ihn auf aehnliche art und weise.
gerade vorhin fiel mir ein, dass die arzt-/patientenbetten in oben erwaehntem raum richtig zum drauflegen aufgefordert haben.
was da wohl dann passiert?!
ich glaube, ich muss dort noch einmal hin, liegen.
ist bis 7. mai, die ausstellung.
die villa, die integriert die genossenschaft gewog-neue heimat jetzt in eine wohnen-fuer-generationen-wohnanlage, die nebenan gebaut werden wird.
diese anlage verspricht/bietet barrierefreiheit laut oenorm und anpassbaren wohnbau und integration.
ich glaube, dass die wohnung eines rollstuhlfahrers in einer wohnanlage der gewog-neuen heimat im 2. bezirk, die er eigenstaendig und selbstfinanziert barrierefrei umbauen liess, so was wie das "versuchskaninchen" der genossenschaft war.
ich glaube das, weil dieser rollstuhlfahrer mein bruder ist und ich ihn tatkraeftig unterstuetzte beim durchsetzen der erforderlichen umbaumassnahmen.
damals hatte ich den film "erin brokovich" noch nicht gesehen, wo julia roberts feststellte: "wozu hat uns gott titten gegeben!" oder so aehnlich.
diesen satz alleine zu denken bei den verhandlungen mit den bauloewen damals, das haette vielleicht schon einiges erleichtert.
alles andere biete ich nicht.
okay, der letzte absatz, der gehoerte nicht in ein weblog.
es war mir ein beduerfnis, ihnen das mitzuteilen.
ich hoffe, es ist ihnen nicht zu viel, offen und direkt.
hat schon manche/n ueberfordert.
vor-gute nacht, alexandra
liebe alexa,
wir machen das so,
wir veröffentlichen den ganzen Dialog,
mit samt der richtigen, falschen, nüchternen
und betrunkenen passagen. mit allem hin
und her und allen ungeschliffenheiten.
alles andere artet in arbeit aus und hört
zu atmen auf. so mache ich es mit hermes,
wenn wir öffentlich korrespondieren, das macht spass.
formal sähe das dann so aus, dass ich in einen alexa-andrea-strang
auf comandantina.com
immer wieder neue teile unserer mailere anfügte.
einverstanden?
wir können es auch als kommentare machen unter
einem beliebigen posting dort,
also nicht beliebig aber einem, das
sich anschickte, zu passen hierfür.
liebe grüsse,
andrea
es lebe die revolution
liebe andrea,
das ging ja flott.
ein auch viva aufs gespannt-sein, was folgt.
alexandra
Ja das geht schnell.
Viel schneller, als wenn der
Finanzminister ein NLP-Statement
auf seine Homopage stellt.
1. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings
HOCH DER ERSTE MAI!
HOCH DER ERSTE MAI!
Arbeiterinnen und Arbeiter, Arbeitslose und Geknechtete.
Sorgenvolle und Unterbezahlte!
Ihr lebet hoch!
Es lebe die Revolution!
1. Mai 2005 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings



