Es war einmal ein Mann

Es war einmal ein Mann,
der hatte einen Schwamm.
Der Schwamm war ihm zu naß,
da legt er sich ins Gras.
Das Gras war ihm zu grün,
da ging er nach Berlin.
Berlin war ihm zu groß,
da baut' er sich ein Schloß.
Das Schloß war ihm zu reich,
da sprang er in den Teich.
Der Teich war ihm zu tief,
da macht er einen Piff.
Der Pfiff war im zu laut,
da fuhr er aus der Haut.

Supertrauriges Gedicht, das ich als kleines Kind von meiner
Grossmutter Dora Dusl gelernt habe.

Auch kein Bemmerl für ein vierjähriges
Kinderherz:

Maikäfer flieg.
Der Vater ist im Krieg.
Die Mutter ist im Pommerland,
Und Pommerland ist abgebrannt.
Maikäfer flieg.

30. März 2005 © Andrea Maria Dusl

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Kommentare

auch genau das richtige für 5-jährige kriegswaisen:
ein hund lief in die küche und stahl dem koch ein ei (!), da kamen viele köche und schlugen den hund zu brei...

jens | 31.03.05 15:34

dieses Gedicht kenne ich aus der "Spatzenpost" (Volksschul-Heftl), allerdings in folgender Version:

Es war einmal ein Mann,
der hatte einen Schwamm.
Der Schwamm war ihm zu naß,
da ging er auf die Gass.
Die Gass war ihm zu kalt,
da ging er in den Wald.
Der Wald war ihm zu grün,
da ging er nach Berlin.
Berlin war ihm zu groß,
da ging er nach Lermoos.
Lermoss war ihm zu klein,
da ging er wieder heim.
Daheim war's ihm zu nett,
da ging er in sein Bett.
Im Bett war eine Maus,
und die Geschichte, die ist aus.

Johannes Nendwich | 26.12.05 21:46

Meine Version lautet:Es war einmal ein Mann
Der hatte einen Schwamm,
der Schwamm war ihm zu nass,
da ging er auf die Gass,
die Gass war ihm zu kurz,
da liess er einen Furz,
der Furz war ihm zu schmackhaft,
da kauft er sich nen Tabak
der Tabak war ihm zu teuer,
da wirft er ihn ins Feuer,
das Feuer war ihm zu heiss,
da kauft er sich ne Geiss,
die Geiss war ihm zu dick,
da kauft er sich nen Strick,
der Strick war ihm zu lang,
da erhängt er sich daran.
Aus meiner Kindheit

Fries Theo | 05.06.06 11:13

Ich fands und find's eigentlich lustig. Und "Maikäfer flieg!" ist zur Zeit des 2. Weltkriegs entstanden, soll also nicht lustig sein, sondern ist lediglich Realitätsbewältigung. Und beide (mal abgesehen von Theos Version) sind wahre Beruhigungslieder im Vergleich zu manchen Märchen, man denke an 'Rotkäppchen' oder 'Hänsel und Gretel'. Aber Kinder filtern die Gewalt raus.
Wie auch immer ich kenn das Gedicht so:

Es war einmal ein Mann,
der hatte einen Schwamm.
Der Schwamm war ihm zu nass,
da legte er sich ins Grass.
Das Grass war ihm zu kalt,
da ging er in den Wald,
der Wald war ihm zu grün,
da fuhr er nach Berlin.
Berlin war ihm zu groß,
da baute er sich ein Schloss.
Das Schloss war ihm zu klein,
da kaufte er sich ein Schwein.
Das Schwein war ihm zu fett,
da legte er sich ins Bett.
Das Bett war ihm zu weich,
da sprang er in den Teich.
Der Teich war ihm zu tief,
da machte er einen Pfiff.
Der Pfiff war ihm zu laut,
da fuhr er aus der Haut!

phipi | 30.08.06 10:16

Hier meine Version:

Es war einmal ein Mann,
der hatte einen Schwamm.
Der Schwamm war Ihm zu nass,
drum setz er sich ins grass,
das grass war ihm zu grün,
drum fuhr er nach berlin,
Berlin war ihm zu groß,
drum mkauft er sich ein schloß,
das schloß war ihm zu kalt,
dann ging er in den wald,
der wald war ihm zu bunt,
drum kauft er sich nen hund,
Der Hund bis ihm ins Bein,
dann ging er wieder heim

soliton | 20.01.07 11:28

Ich kenn das nur so:
Es war einmal ein Mann,
der kauft sich einen Kamm.
Der Kamm war ihm zu klein,
da kauft er sich ein Schwein,
das Schwein war ihm zu fett,
da kauft er sich ein Bett ,
das Bett war ihm zu weich ,
da legt er sich in den Teich,
der Teich war ihm zu nass,
da setzt er sich ins Grass,
das Grass war ihm zu grün,
da fährt er nach Berlin ,
Berlin ist ihm zu gross,
da fährt er zu Franzos,
Franzos iss ihm zu frech
.....patsch haste eine wech

Tatti25 | 06.02.07 16:49

als ich kind war hat meine mutter mir ein lied vorgesungen, das ging ungefähr so: es war einmal ein kleiner mann hejupeidi der hatte eine grosze frau hm ha hm. und als die grosze frau zum markte geht hejupeidi, da will der kleine mann will auch mitgeh`n hm ha hm. du kleiner mann du bleibst zuhaus`hejupeidi und kehrst mir schön die stube aus hm ha hm und schleckst mir ja nicht vom sueszen rahm hejupeidi und als die frau vom markte kam hm ha hm da sasz der kleine mann am fensterbrett und schleckte grad´vom suessen rahm hejupeidi da nahm die frau den besenstiel hm ha hm und schlug den mann ein loch im kopf hejupeidi.

alraune | 29.03.07 20:36

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