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Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Óbean
Liebe Frau Andrea!
Ich tät da eine etymologische Frage haben aus dem Tierreich: Ich hab mich sehr abgebärt bei der Show "Weil Warum" von und mit Willi Resetarits und Gerald Votava. Die Frage wäre nun, was der Bär mit meiner Freude zu tun hat? Gibt es eine mir verborgene Eigenschaft des Pelztieres, die meinem lachhaften Verhalten so ähnlich ist, dass man es als "abbären" bezeichnet. Oder schreib ich das Wort einfach falsch? Da selbst Ihr Kollege Peter Iwaniewicz, "Experte" in der Show, selbige Frage (noch) nicht beantworten konnte, setze ich nun einige Hoffnungen in Sie.
Grüssie, Nikolaus Heinelt, Leopoldstadt
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Grüssie, lieber Nikolaus!
Das hemmungslose Lachen, das der Besuch einer "Weil-Warum"-Show bereitet, hat nichts mit dem Honig schleckenden, sonst aber humorlosen Meister Petz zu tun. Viel wahrscheinlicher ist es nämlich, im "Abbären" ein Synonym für andere Verben zu sehen, die wir im Wienerischen für Lachen verwenden: óhaun (abhauen), ópecken (abpecken, so viel wie abhacken). Abbären (òbean) schriebe sich also eher "abbeeren". Das Wort beschreibt jenen Erntevorgang, bei dem Trauben oder Beeren von der Rispe getrennt werden. Möglich wäre es allerdings, dass unser Óbean von dem mittlerweile verschwundenen Verb "beran" (tragen, hervorbringen) kommt und eigentlich abbähren, also so etwas wie "unter sich lassen", sich "anmachen vor Freude" hieße.
Erschienen in "Falter" Nr. 3/05 vom 19.01.2005 Seite: 67
19. Januar 2005 © Andrea Maria Dusl
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