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Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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Gei
Liebe Frau Andrea,
mein Onkel ist Bäcker und leitet Schilderungen von besonders witzigen oder skurrilen Erlebnissen oft mit den Worten ein: "Wenn ich ins Gei gefahren bin ..." Ich habe ungefähr zwanzig Jahre gebraucht, um herauszufinden, dass er damit die Hauszustellung von frischem Brot und Semmeln in aller Herrgottsfrüh meint. Woher kommt dieser Ausdruck? Und wieso passieren da so viele schräge Sachen?
Erwartungsvoll,
Ihre Bettina aus Leonding
.....................
Liebe Bettina,
"ins Gei" zu fahren bezeichnet jene Handelsform, bei der Handwerker entlegene Höfe belieferten. Das Gei ist eng mit dem Gau verwandt und kommt von einem Wort, das vor tausend Jahren noch "gewi", "gouwi" ausgesprochen wurde. Man vermutet, dass es von einem noch älteren germanischen "ga-awjo" kommt, einem "Ge-aue", in dem unsere heutige "Au" aber auch das germanische Gewässerwort "Ach" oder "Ache" steckt. Das "Geaue" oder "Geache" bezeichnet also ein (bewohntes) Gebiet, das von Wasser durchflossen wird, wie die Landschaften Aargau und Thurgau, Breisgau und Allgäu, Pinzgau, Tennengau, Pongau und Nibelungengau. Wegen ihrer historischen Belastung ist die Bezeichnung Gau in Deutschland und Österreich in der öffentlichen Verwaltungsnomenklatur nicht mehr gebräuchlich. Ins Gei - ins Gebiet - fährt man meistens von der Stadt aus. Welche schräge Sachen Ihr backender Onkel in aller Herrgottsfrüh im Gei erlebt hat, müsste man allerdings noch erörtern.
Erschienen in Falter" Nr. 4/05 vom 26.01.2005 Seite: 67
26. Januar 2005 © Andrea Maria Dusl
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