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Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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20 K + M + B 05
Liebe Frau Andrea,
ich war über Weihnachten bei uns zu Hause in der Steiermark. Zu Dreikönig sind die Sternsinger gekommen und haben das gemacht, was sie immer machen, sie haben mit Kreide eine Formel an den Türsturz geschrieben. Diesmal 20 C + M + B 05. (C für Caspar, M für Melchior und B für Balthasar.) Meine kleine Schwester meint allerdings, dass der Spruch in Wahrheit was anderes bedeutet. Wissen sie was?
Fragt Matthias Grill,
Internet
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Lieber Matthias,
die Namen der Heiligen Drei Könige erscheinen zuerst bei Beda Venerabilis, einem frühmittelalterlichen englischen Theologen und Geschichtsschreiber. Der klaute die Namen der drei Weihnachtsmänner in orientalischen Legenden. Balthasar ist der chaldäische Name des Propheten Daniel, Melchior ist hebräisch und bedeutet "Mein König ist Licht", Caspar heißt in älteren Legenden Gathaspar, in syrischen Quellen ist er der Magier Gudophorhem - niemand Geringerer als der indisch-parthische König Gondophares. Nach anderer Theorie bedeutet C + M + B "Christus Mansionem Benedicat", "Christus beschützt (dieses) Haus". Noch im Mittelalter standen die drei Buchstaben für die Namen der drei gütigen Frauen: Catharina, Margareta, Barbara. In heidnischer Zeit waren das die "drei Bethen", vorchristliche Gottheiten mit den Namen: Anbeth, Wilbeth und Borbeth, die einerseits für die drei Stadien der Frau - Jungfrau, Mutter und weise Alte -, andererseits für Erde, Mond und Sonne stehen.
Erschienen in "Falter" Nr. 1-2/05 vom 12.01.2005 Seite: 59
12. Januar 2005 © Andrea Maria Dusl
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