Fragen Sie Frau Andrea
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Comandantina Dusilova - genannt "Das Bureau" -
ist das Weblog der Wiener Autorin, Regisseurin
und Zeichnerin Andrea Maria Dusl.
Das Bureau ist ein ständig wachsendes Archiv ihrer, in Zeitungen
und Magazinen veröffentlichten Texte, Illustrationen
und Interviews. Im Bureau gibt es aber auch Informationen
zu ihren Filmprojekten und Nachrichten und
Überlegungen zu diesem, jenem und noch ganz anderem.
Portrait: © Corn
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T-Tag
Liebe Frau Andrea,
das “D” in “D-Day” wird auf verschiedenste Arten interpretiert, manchmal als “Deliverance”, dann wieder als “Debarkation”. Nun hab ich gehört, das “D” habe gar keine wörtliche Bedeutung, sondern stehe, wie in der Algebra, einfach für den “Tag d” (so wie auch “h” für “die Stunde h”). Was wissen Sie denn darüber?
Ben Gusich, Internet
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Lieber Ben, über die Bedeutung des “D”s in “D-Day”, dem Synonym für den 6. Juni, der Landung der Allierten in der Normandie, gibt es einen ganzen Sack von Erklärungen: “Day of the Days” (Tag der Tage), “Day of Decision” (Tag der Entscheidung), “Doom Day” (Tag des Jüngsten Gerichts). Alle diese Erklärungen machen Sinn, die Wahrheit jedoch ist banal wie vieles im militärischen Kontext. D-Day bedeutet schlicht ”Day Day”. Damit bezeichnen Marsens Bürokraten den Tag im Ablauf einer militärischen Operation, von dem das genaue Datum noch nicht feststeht. Analog dazu heisst die Stunde einer bestimmten Aktion H-Hour. Im Französischen, das sich generell einer aufgeklärten Sprache bedient, heisst der 6. Juni deswegen auch “Jour-J” (T-Tag). Das Deutsche hat aus historischen Gründen die US-Terminologie übernommen, nicht ohne damit den Anstoß für eine neue Klasse von Begriffichkeiten zu geben. Neben dem G-Punkt (in der Vagina) sucht Deutschland gerne Antwort in der K-Frage (in der Sozialdemokratie bzw. Union). Analog dazu wird in der SPÖ gerade die G-Frage breit erörtert.
Fragen Sie Frau Andrea” gibt es auch als supriges Falter-Buch! dusl@falter.at
21. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl
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