Desks of the World ::: Florian Klenk

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Desks of the World. Dr. Florian Klenk,
Politikredakteur. Falter, Wien

29. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Standhaft

Liebe Frau Andrea!

Als unverbesserlicher Schreck aller Supermarkt-Kassendamen verweigere ich standhaft die Kontrolle meiner Einkaufstasche (eigentlich ein Rucksack). Ich stehe auf dem Standpunkt, daß nur die Exekutive mit Durchsuchungsbefehl bzw. bei Gefahr in Verzug meine Persönlichkeitsrechte einschränken darf. Außerdem bin ich es leid, ständig als potentieller Dieb angesehen zu werden. Der Versuch mittels Konsultation rechtskundiger Personen das Problem zu lösen, misslang bislang – Frau Andrea, bitte übernehmen Sie! Hochachtungsvoll,

Bernhard W. Litschauer-Hofer, Wien-Brigittenau

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Billa.gifLieber Bernhard,

Taschen und Rucksäcke dürfen - ebenso wie "die Person" nur mit richterlichem Befehl oder aufgrund einschlägiger rechtlicher Grundlagen durchsucht werden (etwa vom Zoll oder von der Flughafen-Security). Das Recht der Supermarkt-Kassierin, in die Taschen zu sehen, könnte sich allerdings aus einer Vereinbarung zwischen Supermarkt und Kunden ergeben: Viele Supermärkte weisen in kleinen Schildern darauf hin, in die Taschen schauen zu wollen. Wer dies stillschweigend zur Kenntnis nimmt, trifft mit dem Supermarkt eine sogenannte "Nebenabrede". Nun könnte man die Frage stellen, ob solche Nebenabreden ordentlich kundgemacht wurden und ob sie nicht gegen die "guten Sitten" verstoßen. Gegen Taschenkontrollen zu protestieren ist daher keine schlechte Idee. Ich mache das auch. Im Zweifel und bei schlechten Frisuren wird der Supermarkt allerdings nach der Exekutive rufen. Die darf letztlich in die Säcke schauen.

Fragen Sie Frau Andrea” gibt es auch als supriges Falter-Buch! dusl@falter.at

28. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments




Design Machine ::: Friseurgeschäft

Friseur-Herren-Damen.jpg

Wien. Singerstrasse
Breathtaking Shop-Design

23. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (1) Comments (0) Pings




T-Tag

D-Day.jpgLiebe Frau Andrea,

das “D” in “D-Day” wird auf verschiedenste Arten interpretiert, manchmal als “Deliverance”, dann wieder als “Debarkation”. Nun hab ich gehört, das “D” habe gar keine wörtliche Bedeutung, sondern stehe, wie in der Algebra, einfach für den “Tag d” (so wie auch “h” für “die Stunde h”). Was wissen Sie denn darüber?

Ben Gusich, Internet

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Lieber Ben, über die Bedeutung des “D”s in “D-Day”, dem Synonym für den 6. Juni, der Landung der Allierten in der Normandie, gibt es einen ganzen Sack von Erklärungen: “Day of the Days” (Tag der Tage), “Day of Decision” (Tag der Entscheidung), “Doom Day” (Tag des Jüngsten Gerichts). Alle diese Erklärungen machen Sinn, die Wahrheit jedoch ist banal wie vieles im militärischen Kontext. D-Day bedeutet schlicht ”Day Day”. Damit bezeichnen Marsens Bürokraten den Tag im Ablauf einer militärischen Operation, von dem das genaue Datum noch nicht feststeht. Analog dazu heisst die Stunde einer bestimmten Aktion H-Hour. Im Französischen, das sich generell einer aufgeklärten Sprache bedient, heisst der 6. Juni deswegen auch “Jour-J” (T-Tag). Das Deutsche hat aus historischen Gründen die US-Terminologie übernommen, nicht ohne damit den Anstoß für eine neue Klasse von Begriffichkeiten zu geben. Neben dem G-Punkt (in der Vagina) sucht Deutschland gerne Antwort in der K-Frage (in der Sozialdemokratie bzw. Union). Analog dazu wird in der SPÖ gerade die G-Frage breit erörtert.

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21. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments




Hotel Europa baut aus

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FA-Osterweiterung.jpg

Für den Falter

15. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Ana Nas

Erdbeere.jpgLiebe Frau Andrea,

meine Freundin und ich versuchen herauszufinden, warum unsere Grosseltern und Eltern zu Erdbeeren Ananas sagen. Wo doch Form, Farbe und Geschmack „wirklichen“ Ananas überhaupt keine Ähnlichkeit mit Erdbeeren darstellen. Wir sind ratlos. Liebe Grüsse, Thomas, Internet

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Liebe Frau Andrea,

nach fast 13 Jahren in Wien ist es für mich Nichtwiener schwer nachvollziehbar, warum die Wiener zu Erdbeeren "Ananas" sagen. In einem Gespräch mit meinen lieben Bekannten Maria und Heinz blieb diese Frage leider wieder einmal ungeklärt. Wir drei würden uns sehr freuen, wenn Sie uns diese Eigenart der Wiener Sprache ein wenig näher bringen könnten. Vielen Dank und liebe Grüße,

Markus, Internet

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Lieber Thomas, lieber Markus,

die Königin der Beeren war schon in der Steinzeit bekannt. Die Römer nannten die kleine, aromatische Walderdbeere Frega, die “Duftende”. In Amsterdam tauchte um 1750 eine neue Art von Erdbeeren auf, die zufällig in Frankreich aus zwei amerikanischen Erdbeer-Arten entstanden war, die in ihrer Heimat nicht gemeinsam vorkommen: Die kleine kanadische Scharlach-Erdbeere und die hühnereigrosse Chile-Erdbeere. Die Holländer nannten die neue, selbstentstandene Sorte des Geschmackes und der Form wegen "Ananas-Erdbeere". Diese Beere ist die Urstrumpftante unserer Gartenerdbeere (fragaria ananassa) und heisst im pitzlerischen Wien seit dieser Zeit botanisch hochkorrekt Ananas.

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14. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments




EU-Populismus

FA-Europazigarette.jpg

Für den Falter

11. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Der Grüne Voggenhuber

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Der grüne EU-Spitzenkandidat Johannes Voggenhuber ist schon gut in Schuss
Für den Falter

9. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Der Rote Swoboda

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Hannes Swoboda, sozialdemokratischer EU-Spitzenkandidat bringt sich in Form
Für den Falter

9. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Wien Wurst

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Wie man sich die 23 Wiener Bezirke und die Donauinsel gut merken kann
Für den Falter

9. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments (0) Pings




Damenbart

Liebe Frau Andrea,

Ursula Stenzel.jpgals Spezialistin für unerklärliche Phänomene können mir sicher weiterhelfen: Wie kommt es, daß Ursula Stenzels Oberlippe auf dem wahlwerbenden Plakat der ÖVP ganz nach Walter Schachnerschem Vorbild in einer Art aufgehellt ist, als wäre kurz zuvor ein Schnurrbart von derselben entfernt worden (was bei Walter Schachner nachweislich der Fall war, offensichtlich aufgrund eines unvorsichtig gegebenen Versprechens in Zusammenhang mit einem möglicherweise zu erreichenden Meistertitel)? Gibt es einen Zusammenhang zwischen stehengelassenen oder abrasierten Bärten und Erfolg (Hans Krankl/Cordoba)? Liebe Grüße,

David Wagner, Internet

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Lieber David,

selbst gut informierten Kreisen ist nicht bekannt, daß MEP Ursula Stenzel unter einer “upper lip inconvenience” im Zusammenhang mit einer Fussballwette litte. Evident ist jedenfalls eine auffällige Blässe ihrer Oberlippe auf Plakatportraits, die für ihreWahl zum Europaparlament werben. Dafür gibt es einige natürliche Erklärungen: a) MEP Ursula Stenzel versteht sich als Avantgarde eines neuen Schminkstils, b) ein arbeitsloser Maler und Anstreicher hat aus Ingrimm auf die ÖVP sämtliche Stenzelplakate in der Stadt mit weisser Kalkfarbe verbessert, c) Oberlippengrafitti von Autonomen wurden von Putztrupps der Jungen Volkspartei wegradiert - dabei wurde mehr als gründlich vorgegangen; d) MEP Ursula Stenzel, Fussballhalbgott Walter Schachner und Moderator Peter Rapp gehören einem Geheimbund von Rasurfreaks an.

Fragen Sie Frau Andrea” gibt es auch als supriges Falter-Buch! dusl@falter.at

7. Juni 2004 © Andrea Maria Dusl # Permalink (0) Comments




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